Der Habitus des Verbindungsstudenten: Status, Klasse und die feinen Unterschiede

Shownotes

Warum tragen viele Verbindungsstudenten ähnliche Kleidung? Weshalb gelten bestimmte Umgangsformen als selbstverständlich? Und warum wissen Korporierte häufig schon nach wenigen Minuten, ob ihr Gegenüber ebenfalls einer Studentenverbindung angehört?

In dieser Episode gehen wir dem Habitus des Verbindungsstudenten auf den Grund. Dabei verbinden wir klassische Gesellschaftstheorien mit Beobachtungen aus dem heutigen Verbindungsleben.

Die Themen dieser Folge
Wir beginnen mit Thorstein Veblen und seiner Theorie der feinen Leute. Anhand von demonstrativem Konsum, Müßiggang und Statusnachahmung untersuchen wir, welche Bedeutung Wohlstand, Tradition und Repräsentation innerhalb der Verbindungswelt besitzen.

Anschließend widmen wir uns Pierre Bourdieu und seinem Werk „Die feinen Unterschiede“. Wir erklären die Begriffe Habitus und Distinktion und diskutieren, wie ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital zusammenwirken. Besonders spannend ist dabei die Frage, wie Studentenverbindungen eigene Verhaltensweisen vermitteln und über Generationen weitergeben. Mit Hanno Sauers Buch „Klasse“ richten wir den Blick auf die Gegenwart. Warum verändern sich Statussymbole ständig? Was unterscheidet demonstrativen Luxus von bewusstem Understatement? Und weshalb können gerade unauffällige Zeichen besonders viel über gesellschaftliche Zugehörigkeit verraten?

Schließlich diskutieren wir, welche Bedeutung diese Mechanismen für das moderne Verbindungswesen besitzen. Dabei geht es um Kleidung, Sprache, Comment, Verbindungshäuser, Netzwerke, Lebensbund und das Spannungsverhältnis zwischen Authentizität und gesellschaftlicher Inszenierung.

Besprochene Literatur
Thorstein Veblen: Theorie der feinen Leute. Eine ökonomische Untersuchung der Institutionen.
Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft.
Hanno Sauer: Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten.

Unsere Buchempfehlung
Wer sich erstmals mit dem Thema beschäftigen möchte, beginnt am besten mit Hanno Sauer. Sein Buch bietet einen gut zugänglichen Einstieg in die Mechanismen gesellschaftlicher Hierarchien. Pierre Bourdieu ermöglicht anschließend eine vertiefte theoretische Auseinandersetzung. Thorstein Veblen ergänzt diese Perspektiven um eine klassische Kritik gesellschaftlicher Statusinszenierungen.

Der erwähnte Influencer Rickie Ho und seine Insta-page Maisonrickie


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Credits – Intro & Outro
 Komposition Intro und Outro: Pamela Soria
  Intro-Voice: Vladen Cemus

Links & Kontakt:
  Pamela Soria
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Vladen Cemus
 – Hier geht es zu seiner Website
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Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:26: Ich glaube, da gibt es verschiedene Parameter die in erster Linie wenn man nur über die Straße geht und die Person sieht das ist natürlich das erste die Kleidung sein wird um natürlich mal in die klassischen Sachen reinzugehen direkt Wenn die Person Timberlands trägt, eventuell Kontrastzocken dann eine Chino oder eine Stonewashed Jeans was in letzter Zeit auch immer häufiger getragen wird.

00:00:53: Dann wahrscheinlich eine Barbeujacke also das typische Outfit was ein Corpus trägt.

00:01:00: daran erkennt man ihn natürlich.

00:01:02: wenn man dann weiter ins Gespräch geht und man noch nicht so die Frage gestellt hat wo diejenige Person aktiv ist dann merkt man es natürlich auch gerade in der Art und Weise des Auftredens.

00:01:17: Und auch, wie die Person natürlich spricht und worüber man spricht.

00:01:24: Und ich glaube, die dritte Sache, woran man es erkennt ist so eine Art Intuition, die wir haben.

00:01:30: Die wir im Laufe der Jahre, in denen wir als Fuchsbegehren haben und dann im aktiven Leben und dann auch im alternen Leben dass man ein Gefühl dafür entwickelt, was man gar nicht unbedingt ausdrücken kann.

00:01:43: Sondern ich denke das man spürt, dass das gegenüber Verbindungsstudent ist oder zumindest sein könnte.

00:01:51: Das Corporat da!

00:01:52: Ja, das hat man.

00:01:54: Was du ja beschreibst es ist auch in das Thema unserer heutigen Sendung.

00:01:57: wir reden ja über den Habitus des Verbindungstudenten und wenn ich einfach nur bisschen frei vor uns Herbplabern, sondern wir haben uns ja drei große Theorien rausgesucht die wir heute besprechen werden.

00:02:08: Also eine relativ moderne, die jetzt vor kurzem so veröffentlicht worden ist und zwei Klassiker der Soziologie in dem Bereich.

00:02:17: Zwar werden wir heute zum einen den Verbindungstudenten aus der Perspektive von Torstein Wablin analysieren einem Amerikaner, Dann reden wir einmal über Pierre Bourdieu, die feinen Unterschiede.

00:02:37: Ein unfassbar schwer zu lesbares Werk wenn man das mal anfängt zu lesen.

00:02:42: Es geht

00:02:43: es ist

00:02:45: schwierig.

00:02:46: Super

00:02:46: schwierig.

00:02:47: Das ist ja auch gerade so ein bisschen so.

00:02:48: Signal Wirkung glaube ich von ihm gewesen dass nicht jeder seine Textes lesen sollte und könnte.

00:02:54: Wobei, ich glaube das ist ein sehr abschreckendes Beispiel auch irgendwo weil viel in der Wissenschaft ja heute gesagt wird schreib klar verständlich und nicht

00:03:01: machen trotzdem die wenigsten also weil sie gerade sich profilieren wollen durch ihre Sprache was ihr alles können und wissen.

00:03:08: aber ich glaube immer noch gerade auch als Journalist ist natürlich das Ziel dass der Text gerne gelesen und vor allem verstanden wird.

00:03:14: es gibt da einen schönes Zitat ich meine Wolf Schneider hat es gesagt in dem er sagte, schreibe so dass es die Putzfrosch versteht und das ist den Professor nicht langweilt.

00:03:26: Und ich glaube damit ist es relativ gut gesagt.

00:03:30: Bourdieu schreibt... Ich meine wir kommen noch genau jetzt gleich dazu.

00:03:32: aber nur um das nochmal kurz aufzugreifen Florian Lorenzen vom Kulturliteraturkanon hatte das auch vor kürzerer Zeit rezensiert und empfand das ja doch als zugänglich würde ich mal sagen.

00:03:45: Aber es kommt natürlich darauf an, welche Werke man sonst liest.

00:03:48: Und wenn wir jetzt so aus der wissenschaftlichen Sprache... Womit wir uns ja auch beschäftigen?

00:03:54: Dann ist das durchaus machbar.

00:03:55: aber sind halt auch über achthundert Seiten auf dünnem klein gedruckten

00:04:01: Papier

00:04:02: von Surkamp.

00:04:04: Da ist es sehr dünn!

00:04:08: Ja ich habe dieses Jahr im Sommer noch mal angefangen zu lesen.

00:04:12: Also man stößt aus heutiger Perspektive an einige Grenzen, weil vieles nicht mehr eins zu eins anwendbar ist.

00:04:17: Es ist aber ein prägendes Werk, vor allem der Habitus-Forschung ja auch gewesen.

00:04:21: und zuletzt werden wir noch Hanno Sauers Klasse die Entstehung von oben und unten aus dem Jahr twentyfünfundzwanzig also relativ frisch und was Hanno Sauer ja auch mal persönlich kennengelernt und es ging als Philosophie.

00:04:34: und er hat halt so die Leitfrage warum entstehen Status Hierarchien immer wieder?

00:04:40: Und diese drei Theorien bzw.

00:04:43: drei Werke werden wir uns heute mal zur Gemüte führen und mal schauen, so was sagt der Autor im Allgemeinen?

00:04:49: Und wie ist das jetzt anwendbar oder beziehungsweise analysierbar auf der Ebene oder Dimension des Verbindungsstudenten?

00:04:59: Genau!

00:04:59: Dann würde ich sagen können wir doch eigentlich mit Wabbeln beginnen.

00:05:03: Achtundhundertneunzig verfasst.

00:05:07: man muss natürlich auch dazu sagen Da wir ja jetzt von eighteen-neun-neinzig, neunzehn-neuen-siebzig und zweitausendfünfundzwanzig schon gesagt haben wir halt verschiedene Epochen.

00:05:16: Aber es ist dennoch erstaunlich wie zeitlos die Gedankenansätze waren und wie sehr sie sich auf die heutige Zeit dann dennoch ummünzen lassen können.

00:05:29: Und vor allem auch... Wie oft man sich in verschiedenen Positionen doch ertappt oder zumindest parallelen sieht.

00:05:41: Und das Schöne an dem Thema, warum wir uns damit auch vielleicht heute auseinandersetzen ist weil das Ganze in dem Erlebten was wir alle erleben eine gewisse Form reinbringt.

00:05:53: also es bringt die Sachen die wir spüren eigentlich in einer ausdrückbare Sprache und vertieft nochmal das erlebte Verständnis und demnach Anlass darüber zu sprechen, weil ich glaube dass es schon immer so war und auch immer so sein wird.

00:06:16: Klasse ist ein Riesenthema.

00:06:18: da werden wir dann als letztes bei Hanno Sauer noch zukommen und das wird

00:06:25: ja

00:06:26: eine schöne Folge, glaub' ich!

00:06:28: Ich glaube auch, ich habe mich sehr darauf gefreut und die ist auch schon sehr lange geplant, dass wir das eigentlich machen.

00:06:32: Da haben wir ja schon vor fast einem Jahr drüber gesprochen umzusetzen.

00:06:37: Wir haben uns jetzt auf diese drei Thesen geeinigt.

00:06:41: Es ist halt so, dass natürlich die Literatur wesentlich größer ist zu dem Bereich.

00:06:45: Also was wir nicht thematisieren, ist das Konzept der Cultural Univores also der kulturellen Alnesfresser von Richard M. Kern und zwar bzw.

00:06:55: Richard A. Patterson.

00:06:58: Geht das auf den Aufsatz rück von changing Hybrotase from snob to omnivore?

00:07:02: Das werden wir heute nicht besprechen, aber wir gehen halt auf die drei Klassiker ein oder beziehungsweise auf die zwei Klassika.

00:07:06: und äh das Schlachtschiff aus der Gegenwart halt ein was da jetzt auf dem Markt gekommen ist.

00:07:11: Ähm

00:07:11: ich glaube aber dass die drei Werke auch einen super Überblick verschaffen.

00:07:16: ja

00:07:16: also gerade wenn man dieses Thema interessant findet und nach der Folge sagt wow das interessiert mich näher vielleicht lese ich erstmal die Werke die besprochen wurden sind.

00:07:25: Dann hat man ja immer noch die Möglichkeit, es ist sehr das Schöne sich damit einfach tiefer auseinanderzusetzen.

00:07:30: Definitiv!

00:07:31: Und das Interessante ist halt, dass von sehr intelligenten Menschen verfasst worden diese Theorien aber so wie Nietzsche immer gesagt hat, dass alles sehen Perspektive ist, ist keine dieser drei Theorienen eine Weltformel des Habitus sondern es sind immer verschiedene Perspektiven die teilweise sehr breit und sehr stark ausleuchten Aber eigentlich nicht alle Aspekte Darstellen.

00:07:52: und wir haben natürlich den zeitgeist der auch das selbstverständnis von eliten Bevölkerung halt auch noch mal immer wieder ändert.

00:08:00: Und auch stark beeinflusst durch Trends et cetera.

00:08:04: bp, aber dass sie mal einsteigen auf torts steils Torstein Weblen.

00:08:08: Das ist ja in amerikaner gewesen mit norwegischen Wurzeln.

00:08:12: Er hat ja, eighthundert neunneinzig dieses Werk verfasst.

00:08:14: Das ist eine Gesellschaftskritik und Institutionenökonomik.

00:08:17: die Leitfrage von ihm ist ja wie wird gesellschaftliches Ansehen demonstriert?

00:08:21: Ist der erste gewesen, der sich mal Gedanken gemacht hat das aufzuschreiben?

00:08:24: Der Zuhörer wird denke ich mal heute, dass es ein oder andere Aha-Erlebnis haben weil viele dieser Perspektiven oder Punkte die wir ansprechen ja auch auf einen dieser drei Personen letztendlich beziehungsweise auf Bordeaux und Weblin am meisten zurückgehen werden.

00:08:41: Seine zentrale These ist ja in der Hinsicht, dass dieser soziale Rang nicht unbedingt nur durch Besitz letzten Endes erzeugt wird sondern hat auch dadurch das der Wohlstand und die Zeit und auch die Distanz eben zu notwendige Arbeit öffentlich erkennbar werden.

00:09:00: Und gerade dass auch die Status Praktiken sozial erlernt sind und dass diese ein Wettlauf um Anerkennung treiben

00:09:09: Definitiv.

00:09:10: Ich glaube, dabei haben wir ja schon viele wichtige Schlagworte genannt wie Besitz Wohlstand Distanz zur Arbeit und auch Status Praktiken bzw.

00:09:21: halt dann auch den Wettlauf darum um die Anerkennung.

00:09:27: Und er hat ja sechs Schlüssebegriff für.

00:09:30: Das eine ist halt das Conspicuous Leisure, also der demonstrative Müßiggang.

00:09:35: Da sollten sich glaube ich auch viele drin erkennen.

00:09:37: Also es geht um die sichtbare Fähigkeit Zeit auf nicht erwerbsfähige Tätigkeiten zu wenden und das belegt den Rang der Person also gerade Nicht arbeiten zu müssen.

00:09:48: oder das Beispiel ist früher Der Status der hellen Haut In dem Sinne dass man nicht auf dem Feld stand und durch die Sonne Braun gebrannt war.

00:09:58: Heute ist es ja eher andersrum, die Leute sind in ihrem White Collar Job gefangen und sitzen davon neun bis achtzehn Uhr dieses Nine to Five ist eigentlich völlig falsch von der Bezeichnung her, kriegen kaum Tageslicht ab müssen ihre KPIs erfüllen und sind da in diesem sogenannten Hamsterloch gefangen.

00:10:15: Und die Chefs denen das Eis gehört sie sind dann auf ihrer Yacht und die liegen in der Sonne und werden gerade braun.

00:10:20: also das hat sich gerade so ein bisschen auch in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt mit dem.

00:10:26: Und es ist gerade dieser demonstrativen Müßiggang, auch dass der Student, der gehobene Student nicht arbeiten muss, das er sich seinem Studien widmen kann, dem Schmökern wie es ja auch dieses eine bekannte Corpo-Bild gibt und auf der Couch liegt und die Pfeife in der Mund hat und das Buch liest also... Das ist auch gerade diese Geschichte.

00:10:49: Wobei ich ja auch sagen muss Wenn wir jetzt schon in dem Thema sind, wo sich was geändert hat.

00:10:55: Damals galten ja auch dicke Leute als besonders wohlhabend und reich oder Was auch immer.

00:11:02: heutzutage ist es ja genau andersrum dass die Fitness für die man auch gerne viel macht ins Gym geht oder dann tatsächlich auch irgendwelche Marathon läuft heutzutage und so weiter und sofort, dass das ja der neue Wohlstand ist.

00:11:19: Dass Fitness neuer Luxus geworden ist oder ein gesunder Körper.

00:11:23: man sagt ja nur in einem gesunden Körper wohnt auch einen gesunder Geist.

00:11:29: allerdings ist es interessant wie sich das dreht also die Wohlstandsdefinition Grundsätzlich gleich geblieben ist.

00:11:36: nur die einzelnen Unterkategorien, die das dann halt demonstrieren.

00:11:39: Dass sie sich andauernd verändern und da kommen wir ja auch später in Klasse noch zu gerade wenn es um die Signale geht aber genau!

00:11:47: Wir können ja erstmal gerne weiter mit dem demonstrativen Konsum machen.

00:11:51: Ja also nochmal auf einem Punkt zurückzugehen was du ja grade gesagt hattest.

00:11:54: Gerade dieses Ideal von Coppulence dadurch dass man so viel Geld zur Verfügung hatte En masse leisten konnte und dementsprechend Gewicht aufgebaut hat.

00:12:05: Man muss auch überlegen, gerade diese Fettleibigkeit die wir in unserer Gesellschaft heute haben, die aber eher ein Status Symbol für niedere Schichten sind bzw.

00:12:12: eine Signalsymbolheit sind liegt ja dahin dass Kalorien günstig geworden sind.

00:12:17: das war es früher halt nicht.

00:12:18: Wenn man uns das hier anschauen was ich eben gesagt habe mit der hellen Haut und Dicklichkeit und denjenigen aus der niederen Klasse der auf dem Feld gestanden hat schlankbar durchgebrannt war bei der diese körperliche Tätigkeit halt vollziehen musste, weil sein Leben um es nach Georg Büchner zu formulieren kein er kein langer Sonntag ist.

00:12:38: Ist das heute andersrum?

00:12:40: Also gerade wie du's gesagt hast.

00:12:41: also ist es nämlich immer so.

00:12:43: wir reden ja immer von Demokratisierung von Statussymbolen.

00:12:46: gerade in dem Moment wo die breite Masse ein Statussymnbohl für sich erschwinglich erhält

00:12:53: ist die

00:12:53: Elite schon wieder ganz anders.

00:12:55: dies schon weitergezogen.

00:12:56: Die hat ein neues Status Symbol.

00:12:58: Das waren die neunzigern, das die großen Labels auf den Klamotten... damit hast du deinen Status gezeigt.

00:13:04: und heute ist es so Stealth, Wealth, Silent, Luxury zum Beispiel.

00:13:11: Das sind andere Status Symbole, dass man sieht, dass der Pullover von Loro Pianan z.B.

00:13:16: ist und kein Logo trägt.

00:13:19: Ja, und das ist ja das Interessante.

00:13:21: Und das ist auch gleichzeitig eine Frage, die ich mir stelle Wo führt das Ganze denn dann hin?

00:13:28: Wenn die ganze Zeit gewisse Status-Signale adaptiert werden, sei es jetzt... Es ist ja immer ein Weiterziehen.

00:13:35: Gerade wenn wir jetzt noch im Bordier oder auch später in Klasse gehen Die niedrige Klasse sozusagen, die dann die Mittelschicht imitiert und die Mittellschicht die obere Klasse.

00:13:46: Es ist Ja immer ein weiterlaufen.

00:13:48: Das ist ja auch gut weil sich dann die oberen klasse nicht mehr mit der mittleren Klasse identifizieren möchte der Abstand zu gering ist.

00:13:56: Also identifiziert sich die obere Klasse äußerlich eher mit der untersten Klasse, weil da der Abstand noch groß genug ist.

00:14:03: man kann es sich leisten das ist jetzt alles Hano-Sauer-Thematik aber dennoch ist es interessant wo dann die Reise dahin geht

00:14:11: Definitiv.

00:14:12: Du hast ja auch eben gerade schon den demonstrativen Konsum angesprochen, das ist hier das nächste Schlüsselbegriff von Torstein-Werblin also die Conspicuous Consumption.

00:14:21: es geht gerade darum teure Güter Einladung oder repräsentative Ausgaben durch machen halt diese Ressourcen sichtbar wie man halt hat.

00:14:29: wenn man dann bei so muss sich immer vor Augen halten dass ist die Brille von Ja, mit dem tauchen Anzug der Tauchentaschenur dort zu sitzen.

00:14:40: Dem schicken Zylinder, deren Vermögen gekostet hat.

00:14:43: Dem Schuhwerk was hochpoliert war die weißen Kragen zum Beispiel.

00:14:48: Das war auch mal ein Status Symbol weil...

00:14:49: Die Ansteckkragen?

00:14:50: Ja, weil die halt so schnell schmutzig wurden

00:14:53: Wobei man da sagen muss, dass es natürlich sichtbar sein muss.

00:14:57: Also heutzutage würde ich mal sagen ist diese Art von demonstrativen Konsum sowas wie in den ganzen Strandklubs irgendwo an der Côte d'Azur oder in Monaco auf Ibiza oder wo auch immer, wo dann die Leute tatsächlich Champagner und Mass bestellen und dann peinlicherweise durch den ganzen Club versprühen.

00:15:15: das gibt's ja auch.

00:15:19: Es soll halt jeder sehen die Leute sich erlauben können.

00:15:25: Und ja, genau es ist halt nuvorisch aber gut.

00:15:30: trotzdem ist es halt demonstrativ.

00:15:33: und auch der Konsum wobei der Champagner in dem Sinne nicht konsumiert wird.

00:15:38: aber du hast das ja auch mit verschiedenen besonders großen Häusern oder mit vielen hochpreisigen Autos usw.

00:15:47: Es muss halt sichtbar sein dass man sich das leisten kann Absolut, für manche.

00:15:53: Das Ganze führt ja auch dann dazu.

00:15:55: das ist nächster nächste Schlüsselbegriff von Weblen.

00:15:57: es ist die Pekinieri Emulation also die Statusnachahmung.

00:16:01: Es ist gerade so die Oberklasse fängt an Statussymbol zu entwickeln nach außen zu tragen.

00:16:06: Die niedrigeren Statusgruppen sehen das und überlegen dann wie können wir das übernehmen?

00:16:11: Also diese Standards dieser jeweils höheren Angesehenen Gruppe und imitieren das dann aber dadurch dass sie es dann imitiert und plötzlich so auftreten Oberen Status-Gruppen fangen die wieder an, wie wir eben schon gesagt haben zu verschieben.

00:16:25: Das ist auch so.

00:16:25: ein kleiner Punkt.

00:16:26: hier finde ich das ist ja diese berühmt berüchtigte Core-Imitation, die halt stattfindet dass viele Bünde anfangen sich dann halt gewisse Corpo Vorbilder suchen und die imitieren Und wenn sie mitbekommen, dass die sogenannten Frittenbünde das dann imitiert wandelt sich das Aufsehen wieder.

00:16:43: also da haben wir genau dieser Mechanismen ... von denen halt Werbplänen auch unter anderem entspricht, ne?

00:16:52: Also die wohlhabenden... also aus meiner Zeit so, so in den Zehnten.

00:16:55: Da waren die Kurs ja um alle sehr wohlhabend und ... ... die Jungs haben mal Torek Lamotten gehabt und viele haben immer die Korsversucht zu imitieren.

00:17:01: Und als sie deutern anfingen das zu machen, ... ...um die Kours wieder andere Sachen angehabt.

00:17:06: Um sich wieder zu distinguuieren lief dann plötzlich ein T-Shirt

00:17:08: rum.

00:17:09: Ja.

00:17:10: Nachdem alle dann wie britische Landanleger rumliefen.

00:17:12: Ja!

00:17:14: Und das hast du ja heute immer noch.

00:17:16: Das sieht man ja auch nach wie vor, dass eben genau diese Immutation beliebt ist.

00:17:22: Und das trotzdem halt noch die so... Also erst mal wer bestimmt dann, dass sie höher sind?

00:17:26: Das ist ja auch die Frage.

00:17:27: Wer bestimmt, dass die höheren und je höherer sind?

00:17:31: Ich glaube, dass es ein automatischer Prozess ist der sich schnell festlegt und dass man untereinander schon weiß ich bin gerade oben oder ich bin grade unten.

00:17:43: Das ist glaube ich so ein Selbstverständnis was sich da entwickelt.

00:17:47: aber Ja, das ist halt das was ich gerade eben schon sagte.

00:17:51: Wo geht es dann hin?

00:17:52: Also kann man das absurdum treiben.

00:17:56: oder warum haben die oberen überhaupt das Bedürfnis nicht mit den unteren identifiziert zu werden?

00:18:03: also woher kommt das bedürfenes?

00:18:05: trotzdem individuell ist das falsch wort wenn man jetzt umteilbar daran denkt an das wort aber dass man nicht damit assoziiert wird also dass man sich dann halt dass die distinkzion die dann auch Pierre Bourdieu später noch erklärt dass die halt gegeben ist.

00:18:21: Woher kommt der Wunsch danach?

00:18:23: Ja, es ist immer so ein Katz-Mauspiel, glaube ich.

00:18:25: Die wollen unter sich bleiben und die anderen wollen zu sein wie andere, die unter sichbleiben.

00:18:32: Der nächste Schlüsselbegriff von ihm ist ja die Picconieri Canons of Taste also das Vorstellung vom Geschmack und Anstand, dass sie auch aus finanziell grundierten Rangordnungen heraus entstehen, also dass man gerade den Champagner oder den Cremon trinkt dieses Fleisch gerade konsumiert, was halt auch den Status nach außen denn symbolisiert.

00:18:55: Dann haben wir auch noch den Vicarious Deja oder dem Vicarous Consumption das auch so.

00:18:59: andere Personen können dann stellvertretend den Rang eines Haushalts und einen sozialen Verbandes halt vorführen.

00:19:04: Das haben wir ja auch oft.

00:19:05: man kann ja auch schon erkennen so welchem Verband gehören die Leute denn an?

00:19:09: Weißt du diese kleinen differenzierten Unterschiede gibt in den Kleidungsmarken in dem Auftreten.

00:19:16: Es ist ja auch auf so dass die zwar dann die gleichen Marken tragen, aber die einen haben die besseren Schnitte, die bessere Farben.

00:19:23: Also das ist ja immer so ein Katzermaus.

00:19:26: Das letzte ist dieser Konservativismus von Statusinstitutionen also über die vierte Form, über Dauer an weil sie prästisch stabilisieren auch wenn sie praktisch unzweckmäßig erscheinen.

00:19:36: Stichwort ist das Wappen.

00:19:37: zum Beispiel braucht kein Mensch mehr heute.

00:19:39: wir haben seit Die Wappen spielen keine Rolle mehr außer für die Familien als Zeichen.

00:19:48: Es sind Logos heute, die sozusagen den rechtlichen Bestandort eingenommen haben.

00:19:53: es ist das konservative Kleiderordnung, die wir Korpus halt auch haben.

00:20:00: Habitus der alten Schule würde ich halt auch sagen also das wo der zeitgeist geprägte Muggel von heute gar nicht versteht warum wir uns da so verhalten

00:20:10: Wobei ich sagen würde, dass jetzt gerade wenn du jetzt nochmal auf Kleidung das ist ja auch immer ein beliebtes Thema bei uns beiden.

00:20:17: Dass sowas oder auch Regeln konservative mit konservativ schwierig konservativen sind nur von Aufbewahrenen regeln.

00:20:24: also so wird es schon immer gemacht stelle ich mir aber auch halt die Frage ist es denn richtig?

00:20:28: Nur weil wir es immer so gemacht haben?

00:20:31: Die Sache ist die, dass es sicherlich noch eine Form wahrt.

00:20:35: Also das es uns erst mal eine gewisse Sicherheit gibt, dass man sich an etwas festklammern kann was uns stärker oder zumindest uns der Fels in der Brandung sein kann auf dem wir uns verlassen können.

00:20:47: Auf der anderen Seite bin ich ja auch sehr selbstkritisch und freue mich auch immer neu darüber nachzudenken.

00:20:53: Was ist jetzt gerade eigentlich wirklich angebracht?

00:20:56: Und welche Sachen Kann man mal vielleicht modernisieren?

00:21:00: oder kann man auch mal einfach drüber nachdenken?

00:21:02: Weil wie gesagt nur weil wir es immer so gemacht haben heißt das noch lange nicht, dass ist ja auch jetzt heutzutage noch der richtige Weg.

00:21:07: Aber

00:21:08: ich glaube das hat auch ein bisschen aus dem Lernen aus der Vergangenheit gerade viele Bünde die neue Wege gegangen sind, die sind halt hart auf die Schnauze gefallen und gerade so Punkte wie Chargen abzuschaffen durch offizielle Ämter wie in anderen Vereinen Kneipen nicht mehr so zu feiern wie vorher.

00:21:29: Nicht mehr, wie ein Traditionsvereinheit aus dem Jahrhundert erlaubt zu treten hat auch seine Schatten sein.

00:21:35: Natürlich man kann natürlich auch sagen gerade in der Außenwirkung.

00:21:38: Ich meine wenn wir sagen wir bleiben alle unter uns und es ist uns egal was wir für eine Wirkung haben okay kann man schnell so sagen dann ist die Sache vielleicht für manche auch abgehakt.

00:21:47: allerdings sollte man halt irgendwie auch seine Rolle oder die Rolle des Bundes grundsätzlich die Rolle aller Vermündungen in Deutschland, in der Gesellschaft auch sehen.

00:21:56: Und das ist ja auch eine Frage mit der wir uns auseinandersetzen sollten wie ich finde dass man nicht einfach so drüber hin weg geht sondern dass man sich da auch einfach mal, dass man reflektiert und sich auch über die Stellung dessen bewusst isst.

00:22:11: Das kann jeder machen.

00:22:13: Sei es jetzt ein Fuchs oder ganz alte, alter Herr ne?

00:22:15: Ja absolut!

00:22:17: Aber lass uns doch mal welpen jetzt auch mal im Hinblick auf die Kühle Landschaft anschauen.

00:22:23: Wobei ich eine Sache noch kurz sagen möchte, eben zu dem Punkt wo sich alles so schnell wandelt.

00:22:30: das ist ja auch das Interessante dass bestimmte Wortmuster oder bestimmte sprachliche Finessen oder bestimmten Codes die sprachlich so Worte die verwendet werden Das wenn die jemand benutzt der offenkundig nicht dazu gehört sage jetzt mal dass er eigentlich schon viel zu spät dran ist.

00:22:51: Das ist ja so schnell, wo man denkt okay jetzt habe ich die Coats und dann ist das schon wieder vorbei.

00:22:56: Es geht schneller als eine Fast Fashion Kleidung, es ist so schnell heutzutage... Das

00:23:03: ist das Spiel?

00:23:04: Genau!

00:23:05: Und das ist auch interessant und gut.

00:23:07: Die Frage ist halt was von diesem Spiel bleibt da überhaupt?

00:23:11: was oder wie so ein Sieb, wo einfach alles dann irgendwann mal durchgeht.

00:23:16: Wie eine Sanduhr, wo immer neuer Sand durchkommt aber eigentlich läuft der einfach runter.

00:23:44: Und exklusive Nischen-Düfte.

00:23:46: Alle Infos und Terminbuchungen findet ihr über die Links in den Shownotes.

00:23:50: Kurve, Tradition trifft Eleganz... ...und jetzt zurück zum Talk!

00:23:56: Ich glaube das ist so die Theorie, die fehlt.

00:23:58: Das ist so dieses Distinguierungsspiel oder Distinguation Game praktisch was da drin ist.

00:24:06: Es ist glaube ich immer wie gesagt ein Katzenmauspiel.

00:24:08: Ist es immer im städtigen Wandel unterworfen?

00:24:12: Es gibt eine Gruppe, eine Avant-Garde, eine Aristokratie.

00:24:15: Je nachdem wie man das ausdrücken möchte die immer wieder neue Kurz für sich entwickelt um unter Sicht zu sein.

00:24:22: Das stahlt dann Status nach außen und dann gehen andere sagen wir mal in Anführungszeichen niederer gestellter Statusgruppen hin und imitieren das halt.

00:24:31: Was hast du denn immer?

00:24:32: Aber ich glaube es ist halt auch so... Weiß ich nicht, wir kennen ein paar Leute die sind echt cool.

00:24:37: Das ist so wenn sie sich eine Papiertüte auf den Kopf setzen würden.

00:24:40: das wäre lustig und cool sieht toll aus.

00:24:43: Wenn das dann alle anderen nachmachen da ist es gar nicht mehr cool.

00:24:46: also gab's auch mal ein Meme bei Korpomiem.

00:24:48: dabei ist dann auch irgendwelche Fantasie Menschen die sich ananaser ... auf den Kopf tun.

00:24:54: Der erste ist cool, und dann am Ende ist das gar nicht mehr cool.

00:24:57: wenn der Letzte es dann halt hat... Es ist halt so!

00:24:59: Aber das ist mein Weblen jetzt mal im Hinblick auch auf die Verbindungsszene halt angucken.

00:25:03: Wir dürfen nicht vergessen, dass Werk ist von Achtzehnneunundneunzig, es ist halt auch ein satirisch kritischer Blick gewesen.

00:25:08: Auf Wohlstand und Eliten.

00:25:10: Und Weblin hat null direkte Aussagen über Studentenverbindungen.

00:25:14: Weder die damaligen Fraternities, die es in Amerika schon gab noch irgendwie vorgegriffen.

00:25:20: Aber welche Beobachtungen sind bei uns erklärungsbedürftig?

00:25:23: Also man kann die sichtbare Zugehörigkeit, finde ich anhand von dem Funktionieren eines Status-Codes signalisieren.

00:25:31: Das ist bei uns das Couleur der Wegs, die Kneipjacke und nicht jedes dieser Zeichen ist teuer.

00:25:37: Entscheidend kann auch seine exklusive Lesbarkeit sein.

00:25:41: Und da war ja so eine Sache.

00:25:42: zwar die roten Hosen.

00:25:45: Die waren auch mal so ein Status-Symbol Haben sich am Anfang nur ganz wenige getraut.

00:25:51: Ich habe auch ein Jahr gebraucht, bis ich mich die Getraut hab, die anzuziehen.

00:25:54: Da hat man immer noch zu den Ersten gehört und zwei Jahre später hat jeder eine rote Rose getragen und diese Läcker sind dann sofort in den Schrank gewandert.

00:26:00: Und so haben sie sich seitdem nicht mehr rehabilitiert.

00:26:04: Ja, ich glaube das ist ja mit allen Sachen so.

00:26:06: Alle Sachen sei es jetzt sogar ein Auto, hier ist bei uns die G-Klasse.

00:26:11: Die Mercedes G Klasse.

00:26:12: Jeder fährt mittlerweile... Also wenn man durch die Stadt geht, hat man das Gefühl dass jeder eine fährt.

00:26:17: Es ist natürlich nicht so, dass jeder einen fährt.

00:26:20: Aber auch das wird irgendwann... Die Cool Boys!

00:26:22: Ja, aber es ist dann auch irgendwann uninteressant für die... Aber wobei man da ja auch, da ist der Hanno Sauer nochmal genauer Der unterscheidet zwischen den Modellen Zwischen den neuen G- III oder halt zwischen dem alten Wolf So, aber genau nur um damals kurz ein Exkurs zu machen Ich glaube genau diese Osen sind da exemplarisch für.

00:26:45: Aber halt auch, dass wir ja haben Kommerse und auch Stiftungsfeste, die halt doch irgendwo aufwändige Zeitrituale demonstrieren.

00:26:57: Dass man diese Zeit für die traditionsgebundene Geselligkeit verfügbar macht oder dass sie zumindest verfügba gemacht wird – aber auch die können natürlich Gemeinschaft und Erinnerung erzeugen.

00:27:10: Das ist nun mal so.

00:27:14: Aber auch grundsätzlich das Haus!

00:27:17: Und auch die Ausstattung, wie das Haus eingerichtet ist.

00:27:20: Daran erkennen wir auch welche... Ich sage jetzt mal Kunst darin hängt ja.

00:27:24: es gibt ja doch bunt interne Kunst.

00:27:26: oft seins Bilder, seins Schränke, seines Kupferstiche Seins Holzschnittereien was auch immer das sein mag sind natürlich einfach eine materielle Repräsentation nach außen und das Für Gäste interessant.

00:27:43: Es ist aber auch vielleicht ein Gefühl des Wohlfühlens für bunt eigene Leute, also das wird ja dann doch auch durchaus da gelebt.

00:27:54: Also ich glaube selbst in den elitärsten Bündnen die es gibt muss das einzelne Mitglied in der Regel nicht vermögend sein.

00:28:01: Es gibt ein paar Aufnahmen, aber letztendlich... kann dieser Außenauftritt halt, wie du ja gesagt hast so eine kollektive Reputation halt erzeugen.

00:28:12: Dass man halt dazugehört.

00:28:15: Ich mein, wie Du es ja gesagt hattest das Verbindungshaus die Kunst aber auch zum Beispiel die Holzverteflung, die da z.B.

00:28:19: drin ist dass das Gefühl hast du bist einer industriellen Villa in den zwanziger Jahren unterwegs.

00:28:25: also ist auf jeden Fall eine Zeitmaschine diese Häuser und das ist ja auch Status der damit drin ist weil es teuer ist, weil viele Sachen von denen kannst du nicht einfach mehr neu kaufen sondern das ist Antikvariate oder Museumstücke.

00:28:36: letztendlich

00:28:37: Ja oder du musst sie restaurieren lassen, du musst das Haus irgendwie sanieren lassen.

00:28:41: Du musst vielleicht nochmal innen drin Holzarbeiten machen die Böden abschleifen, die eventuell schon sehr alt sind.

00:28:50: ich meine es ist nun mal so es ist immer irgendwo was dann drauf des Dach.

00:28:55: also und da sind ja alles Sachen die ja grundsätzlich das Haus ist keine Maschine die Geld produziert im Gegenteil und auch dass muss man sich leisten können.

00:29:07: Und ich finde, an einem Haus kann man an einem Hause eine Verbindung erkennen.

00:29:14: Ich habe auch schon

00:29:16: ziemlich

00:29:16: frittige Bünde kennengelernt, die in geilen Häusern nehmen muss ehrlich sein.

00:29:22: Aber es sagt zumindest erst mal ist es eindrucksvoll wenn du dann da vielleicht von im West-Dibül stehst und bist irgendwie gut empfangen

00:29:31: usw.,

00:29:33: das kann halt auch schon... was ausstrahlen, wo man sich wohlfühlt.

00:29:41: Ein weiterer Punkt finde ich halt auch den man über Werbland hat sehen kann das hat die Traditionspflege und die Etikette beziehungsweise unser Kommo, dem wir untereinander haben.

00:29:49: Und es ist vor allem das Beherrschen vermeintlich unpraktischer Regeln.

00:29:53: Das kann halt so ein bisschen auf den Punkt auf unsere Sozialisierung und Kultivierung bringen in unserem Umgang, den wir miteinander pflegen.

00:30:00: Das andere ist auch der Alkoholkonsum bei den Kneipen.

00:30:03: Auch wenn es hart über die Strengeschlagt schlägt und dann ein bisschen Gruppendruck da ist aber nicht nur von den Jungen aktiven sondern quer durch die Elternschaft das ist ja auch so.

00:30:13: Aber letztendlich ist es halt auch so dass Weblin transportierbar ist auch auf die... Alterenunterstützung, die wir haben.

00:30:20: Gerade die Alterenschaften stellen ja ressourcenbereit, die diese Repräsentation erst ermöglichen.

00:30:27: und durch diesen umgekehrten Generationenvertrag den wir haben kann das ja über Generationen weiter gereicht werden.

00:30:35: Und es ist halt auch so der einzelne nutzt dann ja ein Kollektiv an angesammeltem Prestige Der kann das gar nicht selber auf die Beine stellen.

00:30:44: also Den Fall dass jemand einen außer er hat unendlich viel Geld zur Verfügung, glaube ich.

00:30:52: So ein Bund aus dem Nichts so aufzubauen dass du das Gefühl hast nachdem man das Haus eingerichtet hat diesen Bund gibt es schon seit.

00:31:00: Den Fall hast du nicht.

00:31:01: Also ist halt glaub ich halt auch da diese Reichtums Demonstration die da ist.

00:31:07: Kosten, also Geldverstehen wie du es ja auch gerade gesagt hast mit dem Dach was dann tropft und die Hütte die viel Kohle kostet.

00:31:13: Die Heizkosten die für viele Verbindungen ja auch exorbitant hoch sind.

00:31:17: mittlerweile glaube ich in vielen Bündnen sind das nachhaltig größten Kosten die wir haben weil die Heizung anzumachen keinen Sinn macht weil die Energie in einer Richtung entweicht und nix drin bleibt.

00:31:31: Ja und Brennholz ist auch hochpreisiger geworden

00:31:34: Ja, aber du kannst dir den Paket rausbrechen irgendwann.

00:31:38: Oder die Stühle kann man... Also es wird schon wehgegeben, die Bude warm zu machen.

00:31:45: Sollten wir weiter zur Pierre-Baudieu?

00:31:48: Genau das müssen wir zur Pierre–Baudieux gehen.

00:31:49: also wir sehen ja gerade dass Wepplen ein toller Anstoß ist, aber er erklärt auch nicht alles.

00:31:55: und jetzt kommen wir mal zur Pierre Baudieu.

00:31:56: und da kommen wir schon auf ein paar Punkte finde ich die das ganze näher treffen.

00:32:00: und wenn wir uns dann später Hannu Sauer angucken ergibt das Ganze einen noch runteres Blick.

00:32:05: Also auch unsere Leseempfehlung, Wablin, Thorstein-Wablin die Sachen sind in den Show Notes.

00:32:13: da könnt ihr euch dann nochmal was zu diesem Buch auch informieren.

00:32:17: Wobei ich tatsächlich als Lesempfehlung unsere heutige Reihenfolge einmal komplett umdrehen würde.

00:32:23: und dann fangt mit Sauern an Dann habt ihr erstmal einen groben Überblick und ein Gefühl dafür was es bedeutet.

00:32:29: Und für die die ist noch mehr interessiert.

00:32:31: dann einmal zu Pierre Brodeux, weil der deckt für mich alles ab.

00:32:36: Der ist aber entgegner Status.

00:32:37: also das ist schwierig da muss man sich wirklich reinfuchsen.

00:32:39: Das Lustige an ihm ist.

00:32:40: er kommt ja aus relativ einfachen Verhältnissen und kam dann zum Erfolg auch an den Universitäten und so weiter wollte dann aber gar nichts mit diesen Leuten zu tun haben.

00:32:50: also er hat sich dann erfüllte sich nicht angekommen.

00:32:53: Ja das liegt aber daran dass er als Ja, mit dem Arbeiter-Background den er halt hatte sich nie zugericht geführt hat zu dem gehobenen Bürgertum was ich vor allem gerade in dem Akademischen Frankreich geturmelt habe.

00:33:05: Er halt wirklich durch Leistung sich im Po gearbeitet hat während die anderen in diesem demonstrativen Reichtum sozusagen geschägt haben.

00:33:15: aber er hat den Blick ja auch erweitert indem er die verschiedenen Kapitalformen aufgelöst hat.

00:33:21: das hört sich jetzt ziemlich stark nach Karl Marx an hat aber nichts erst mal im Grunde damit zu tun.

00:33:27: Nur zur Einordnung, wir sind jetzt achtzig Jahre weiter nämlich im Jahr neunzehnhundertneun und siebzig.

00:33:33: auch ein schönes Buch von Christian Kracht übrigens.

00:33:36: Wer das lesen möchte, große Empfehlung.

00:33:40: Genau okay also Pierre Bourdieu la Distinction der eigentliche Titel französisch erschien auch erst später in Deutschland soweit ich mich

00:33:50: erinnere an

00:33:51: Anfang

00:33:51: der Achtziger.

00:33:53: Also gut, damals hat es eh alles ein bisschen gedauert.

00:33:56: Der deutsche Titel jedenfalls die feinen Unterschiede und die daraus resultierende Leitfrage ist eigentlich wie wird sozialer Rang zu natürlichem Geschmack?

00:34:09: Das natürlich würde ich hier an dieser Stelle doppelt unterstreichen nämlich dass das natürlich auch durch Selbstverständlichkeit ersetzt werden kann.

00:34:17: also wie kann man sowas ja erlernen, eventuell oder wie auch nicht.

00:34:23: Wohin gegen seine zentrale These dabei ist dass dieser Geschmack eben nicht nur privat und frei gewählt ist sondern auch das

00:34:32: Vorlieben

00:34:33: Umgangsformen und auch Urteile die sozialen Lebensbedingungen widerspiegeln.

00:34:38: und sie markieren auch die Unterschiede und können gesellschaftliche Ungleichheit auch reproduzieren.

00:34:45: Für ihn gibt es da vor allem sechs Schlüsselbegriffe.

00:34:48: der erste Schlüssel Begriff finde ich auch der wichtigste.

00:34:54: Es gibt zwei, die gleichwichtig sind.

00:34:55: Der erste ist auf jeden Fall Habitus.

00:34:59: Hat man schon häufiger wahrscheinlich gehört und der Habitus ist im Grunde dieser dauerhaft erworbene Disposition des Wahrnehmens, des Urteils und auch des Handelns.

00:35:13: Also er macht halt die bestimmten Verhaltensweisen selbstverständlich ohne sie jetzt festzulegen.

00:35:21: Und man könnte auch sagen, dass es das Gesamtsystem unserer Denk- und Wahrnehmungs-, oder auch Verhaltensmuster sein mag.

00:35:29: Der Habitus entsteht durch die Herkunft, durch die Erziehung und auch durch das soziale Milieu.

00:35:40: Sollen wir dann kurz zum zweiten noch springen bevor wir die anderen Begriffe, die Kapitalsbegriff erklären?

00:35:44: Das wäre nämlich Distinktion.

00:35:47: Distinkation ist für ihn eben diesen Geschmack Der Lebensstil, die dann halt Grenzenziehungen zwischen diesen Gruppen bzw.

00:35:56: auch zwischen verschiedenen Klassen zieht.

00:35:59: also es ist eine Form der Abgrenzung.

00:36:02: ums mal einfach zu sagen ist die Distinktion man möchte sich von ja bestimmten Leuten einfach abgrenzen vor allem aber zu darunter liegenden Schichten das da ganz klar ist.

00:36:15: ich gehöre nicht zu den niedrigen sondern zu den hohen.

00:36:19: Genau, er sagt halt gerade dass dieser Geschmack um den es ja geht.

00:36:24: Dass der Determiniert ist durch Sozialisierung und dass das kein vererbtes Produkt letztendlich ist.

00:36:31: also dass grade sagen wir mal Wir müssen uns auch hier immer wieder vor Augen führen.

00:36:35: Er beschreibt eher das Frankreich der siebziger Jahre nicht die Gegenwart auch nicht in Deutschland.

00:36:43: Wenn man sich da die Distinktion dieser Klassen angeschaut hat, dann war das ein gewisses Wein kennen.

00:36:49: Das war Hochbildung zu kennen von Kunst bis hin zur Oper Kleidungstil.

00:36:55: Ja genau.

00:36:57: Aber sie haben sich durch abgegrenzt letztendlich und es ist halt sozial gegeben entstanden also nicht weil die Leute das von Geburt an hatten, dass das eine Veranlagung war die da ausgeprägt ist.

00:37:08: Was auch interessant ist wenn man sich hier mit Pierre Bourdieu und den ganzen Geschichten auseinandersetzen möchte, da gibt es einen ziemlich spannenden Instagram Creator also ein Influencer der heißt Maison Ricky also M-A-I-S-O-N R-I C-K-Ie Und er is aktuell creator at residence an der fill up Elbphilharmonie und er hat sehr viele sehr erfolgreiche Langzeit-Formate für Instagram gemacht, was ja ungewöhnlich ist.

00:37:31: Normalerweise macht so zehn Sekunden Spots und der dekliniert das ganze Thema durch.

00:37:37: aber super spannend hat auch Millionen Reichweiten mit seinen Videos und er hat dieses Taste erklären, was momentan noch ein bisschen Trend geworden ist unter den Cratern ins Leben gerufen.

00:37:47: Aber gucken wir uns das mal an diese sechs Schüsse Begriffe die du gesagt hast vom Habiturs beziehungsweise den Kapitalsformen.

00:37:53: beim Habitus würde ich noch vielleicht ergänzen wo du auch gesagt hast dass es sogar um Dinge geht Wie wir gehen, wie wir lachen.

00:38:01: Dann auch natürlich wie wir das Besteck halten.

00:38:04: Welche Sprache wir sprechen also ob wir dann auch als bestimmten Akzenten sprechen oder ob wir bestimmte Worte verwenden...

00:38:12: In England ist das sehr voll das Ding!

00:38:14: Ja

00:38:14: da fällt es nochmal deutlich auf durch die Akzente und Cockney usw.

00:38:18: Ja genau wenn du von dieses Oxford Englisch halt sprichst also dieses Ithenglisch Das ist ja auch schon mal eine Abgrenzung innerhalb der Gesellschaft, welche Bildung und welche Prägung welchen Milieu du entstammst nach außen zu zeigen.

00:38:29: Es ist hier überhaupt gar nicht denkbar in Deutschland.

00:38:32: Ist es so wenn du hochgestochen redest dann denkt die Nass den Arsch auf?

00:38:37: Total!

00:38:37: Und ich finde der Habitus hilft natürlich auch dabei Leute oder das ist zumindest die Idee selbst wenn sie einen wunderbaren maßgeschneiderten Anzug tragen dass man trotzdem erkennt okay Das ist vielleicht ein paar Menü oder es gehört nicht

00:38:51: zu.

00:38:51: Ja, in der Sprache hörst du das schon und bei einem die Lautbildungen also gerade diese Sch was viele verwenden.

00:39:01: Gib mir mal ein paar Beispiele.

00:39:02: Ich weiß was du meinst.

00:39:03: Ach

00:39:03: so!

00:39:04: Und das überfließende... Es ist

00:39:06: superweiche Sch drin.

00:39:08: Das haben Leute aus dem gehobenen Bürgerturm nicht in ihrer Sprache.

00:39:11: Was soll denn die kommen?

00:39:12: Aus Kölner.

00:39:16: Nein, aber aus Marienburg.

00:39:19: So wie die ganze Mannschaft.

00:39:20: Makaria Köln.

00:39:22: Grüße gehen raus!

00:39:24: Nein Spaß beiseite Das Wichtige ist ja an Pierre Bourdieu das sind halt vor allem diese drei Kapitalformen.

00:39:30: Also er entschlüsselt hat beziehungsweise für sich entdeckt hat.

00:39:35: und zwar ist das ökonomische Kapital was du gesagt hast.

00:39:37: Das ist, dass du es zuhause mitbekommst.

00:39:39: Es ist Geld besitzt und materielle Ressourcen.

00:39:42: und das ist immer noch finde ich bei vielen Menschen ein ganz großer Denkfehler die denken es geht darum draußen nur um ökonomisches Kapital.

00:39:48: weil eigentlich vieles was sie damit erreichen wollen Ist ökonomisches Kapital nur die Grundlage dafür?

00:39:55: Weil kulturelles Kapital, die Bildung des Wissen-Umgangsformen und diese ganze legitime Kultur von der wir ja gerade schon gesprochen haben ist etwas was du dir leisten kannst wenn du das ökonomische Kapital im Hintergrund hast um die richtigen Schulen zu besuchen Kurse.

00:40:11: Was auch immer.

00:40:12: Die richtigen Bücher zu lesen regelmäßig.

00:40:14: Die Kulturveranstaltung leisten kann es zu Besuchen.

00:40:18: Die Bücher dazu liest usw.

00:40:21: Und das wächst dadurch.

00:40:22: Und dann ist es halt so, dass du wenn du auch ein großes Reservoir an ökonomischem Kapital hast, dein soziales Kapital halt dadurch halt aufbauen kannst nutzbare Ressourcen aus Beziehung und Zugehörigkeiten sogenannte Geschäftsbeziehungen.

00:40:38: Wohin noch kurz zum ökologischen Kapital?

00:40:41: Das ja auch wie du schon sagst lustig ist, dass es nicht ausreichend ist ganz viel ökономisches Kapital zu haben.

00:40:46: Den Neu-Reiche

00:40:47: scheitert

00:40:49: daran.

00:40:50: Genau genau!

00:40:51: Man sagt heutzutage eher, dass die Neurechnern kein kulturelles Kapital haben und dann wahrscheinlich auch keinen soziales Kapital.

00:40:57: Wobei das soziale Kapital wenn es jetzt ein Vitamin B-Netzwerke usw.

00:41:01: geht vielleicht für deren Ziele nützlich sein könnte?

00:41:05: Dass man den Autohändler irgendwo kennt der in einem den Lamborghini günstig erwerben kann usw.. Beim kulturellen Kapital unterscheidet er tatsächlich nochmal in drei verschiedene Unterformen.

00:41:18: Einmal dieses inkorporierte Kulturkapital, wo es dann halt um dieses Verinnerlichtewissen geht und auch um das Sprachvermögen, ästhetisches Gespür usw.

00:41:25: Auch die Bildung kann man eben nicht nur kaufen sondern muss auch angeeignet werden aber auch um des institutionalisiertes Kulturkapitals gerade wie jetzt zum Beispiel die akademischen Titel Diplome Promotion und über das objektiviertes Kulturkapital, gerade bei Kunstsammlungen Bücher, Instrumente oder auch besondere Kleidung.

00:41:46: Das ist ja das hauptsächliche, woran gedacht wird.

00:41:50: Und dann haben wir noch das symbolische Kapital in dem es einfach darum geht dass man die gesellschaftliche Anerkennung dann auch für prästisch.

00:42:00: und auch das hält wenn man jetzt diese drei Kapitalsorten, die wir besprochen haben wobei die eine nochmal unterteilt wurde eben dass das von der Gesellschaft als wertvoll legitimiert wird.

00:42:16: Und genau, das ist ja halt dahingehend wichtig oder interessant zumindest wie diese verschiedenen Kapitalsformen untereinander sich auch gegenseitig befruchten und wie die zusammenspielen.

00:42:30: Was ist wenn eins davon fehlt?

00:42:32: Am besten ist man mit all diesen drei Supermächten ausgestattet

00:42:38: Superkräften.

00:42:39: Das

00:42:40: ist interessant, dass du das sagst.

00:42:41: Dass alles aufeinander aufbaut weil am besten ist eigentlich Generation eins braucht das ökonomische Kapital auf damit Generation zwei drei und plus letztendlich das kulturelle und soziale Kapital in all ihren Unterformen halt ausprägen können bis dahin so Nutzlose degenerierte Generationen entstehen, die das Vermögen dann wieder vernichten und Generation sechs wieder von dem Anfang halt steht.

00:43:04: Nein Spaß war es leider.

00:43:05: Da gibt's noch diesen drei Satz Die erste Generation borts auf, die zweite hältst, die dritte kloppt alles runter

00:43:11: Da sieht man das halt aus, also die erste Generation baut das ökonomische Kapital auf.

00:43:15: Das ist wie mit den Verbindungen.

00:43:16: Die ersten Generationen, die das Haus schaffen, aufzubauen und dann kommt so der Restprestil, der halt dazu kommt.

00:43:21: Und am Ende hast du dann halt so eine degenerierte Aktivitas, die Geld aus dem Fenster schmeißt weil es ja andere Häuser drüber geht und eigentlich gar nicht wissen dass da dieser Verbindung hundert-achtzig Jahre gebraucht hat um an diesen Punkt zu kommen wo sie jetzt sind.

00:43:34: Dass es nicht selbstverständlich ist, dass alles en masse verfügbar ist.

00:43:40: Ja definitiv!

00:43:41: Gut, das ist jetzt halt so ein Generationsding glaube ich.

00:43:46: Aber insgesamt ist das halt... Das ist jetzt ein kurzer Verriss dessen was Pierre Bourdieu eigentlich in diesem wirklich tiefgehenden Werk hat auch mit Beobachtungen die dann halt darüber hinausgehen.

00:44:01: Das können wir jetzt hier gar nicht alles abdecken.

00:44:03: aber wenn wir damit schon mal so ein bisschen einen Begeistern konnten ist es ja schonmal gar nicht so verkehrt.

00:44:11: Auch hatte Wie ich finde, die Soziologie nachhaltig geprägt damit.

00:44:18: Ja das ist einer der größten Soziologen des zwanzigsten Jahrhunderts.

00:44:21: Aber lass uns nochmal kurz noch ein bisschen schauen wo die Habitus Prägung halt unter der Perspektive von Pierre Bourdieu im Verbindungskreisen stattfindet.

00:44:33: Es ist ja so, der Habitus wird hier erlernt bei uns in der Verbindungswelt.

00:44:37: Also wir sind eigentlich... Ich finde oft so die Verbindungen für Pierre-Bourdieu und vielleicht auch Hanno Sauer später fast schon Lehrkapitel, Beispiele wie sowas funktionieren kann.

00:44:48: Wir haben halt den Eintritt und eine beginnende Sozialisierung.

00:44:51: Deine Fuchsenzeit entsteht oder beginnt, denn der Komor wird halt erlernen.

00:44:57: Der Sprachgebrauch die Schargen lernen diese ganzen Regeln um.

00:45:01: mit Wiederholung wird aus diesem expliziten Wissen dieses was du ja auch eben gesagt hast intuitive wissen dieses.

00:45:08: so macht man das.

00:45:10: So macht man es als Burschenschaft, also macht man das als CV oder so macht man es als Korsstudent.

00:45:16: Es findet einen dass es eine Verkörperung gibt finde ich in dem Fall.

00:45:20: der Redestil verändert sich, das Auftreten verändert sich ne?

00:45:23: Also ist ja auch so mit der Anfangsfrage erkennst du Verbindungsstudenten auch ohne Band auf der Party im Job oder sonstwo?

00:45:31: Weil?

00:45:31: es ist dieses Auftreten, es ist diese Haltung.

00:45:33: Es ist dieses Schneidigsein vielleicht oder auch ein leicht arrogante Seinheit ne?

00:45:38: Es ist die Kleidung vor allem im Privatbereich halt und auch gerade der Anzug in den Berufsleben ist dann noch mal mit viel mehr Feinheiten versehen, die man durch das Aktivsein kennengelernt hat als nur einen Anzug kaufen irgendwie für drei, vierhundert Euro.

00:45:53: sondern ja da... Geld und Zeit reinsteckt in die Außenrepräsentation, diese situative Sicherheit im gesellschaftlichen Auftreten was man da hat.

00:46:03: Das ist ja auch so eine Sache die wir Korpus ja ziemlich krass gut können Auch wenn das bei vielen erst mal nicht so positiv rüber kommt, weil man dann so ultra schlagfertig rüberkommt.

00:46:13: Bewusst gewisse Grenzen überschreitet wie man es sonst eigentlich eher von sehr schwierigen Millionenerben kennt, wenn sie halt meinen sich den gesellschaftlichen Konventionen nicht so ganz hingeben zu müssen und

00:46:26: muss auch sagen it's part of the game

00:46:28: ist definitiv aber es ist inkoperierte kulturelle Kapital was wir haben.

00:46:38: Verbindungen stehen heute vor einer neuen Herausforderung.

00:46:41: Nachwuchs, Außenwirkung, Identität – all das entscheidet sich längst auch online.

00:46:45: Wer sich digital nicht zeigt wird übersehen.

00:46:47: doch wie präsentiert man Tradition so dass sie modern wirkt ohne sich zu verbieten?

00:46:52: Corpor Content Lab gibt genau darauf die Antwort!

00:46:54: Mit unseren Workshops Social Media Keilen und der Contemporation Meisterklasse lernt ihr eure Verbindung strategisch authentisch und attraktiv zu zeigen für mehr Sichtbarkeit neue Mitglieder und das gute Gefühl zu wissen was man tut.

00:47:08: Ein moderner und professioneller Auftritt schafft Vertrauen nach innen wie nach außen, und zeigt dass eure Verbindung nicht in der Vergangenheit stehen bleibt sondern Zukunft gestaltet.

00:47:17: Wir vom Corpo Content Lab erstellen euch genau diesen Auftritt an einer zeitgemäßen und zikromorientierten Webseite offiziellen E-Mail Adressen stilvollen Semesterprogrammen, Hullörkarten, Imagefilme um viel mehr damit jeder erkennt eure Verbindungen lebt und hat Zukunft.

00:47:32: Beeinbart jetzt euren Demokall.

00:47:34: alle Infos findet ihr in den Shownotes

00:47:38: Und ich finde, du siehst es ja auch.

00:47:40: oder was zumindest interessant ist.

00:47:43: Oder was nicht viel interessanter finde als die eigentliche Auslebung ist die Nachahmung.

00:47:47: Weil das auszuleben dann hat man's festgestellt in Ordnung ist schnell erzählt aber... ...die Nachahmmung dessen was vorgelebt wird.

00:47:57: Erst mal was haben die Leute natürlich für Beweggründe?

00:47:59: Wahrscheinlich ist es wie das größte Thema überhaupt Zugehörigkeit.

00:48:04: Wir alle wollen gehört verstanden und geliebt werden Und vor allem auch dazugehören.

00:48:10: Aber dass diese Zugehörigkeit, die ist die Frage immer zu welchem Preis und damit jetzt nicht nur gesprochen im ökonomischen Kapital also was kostet mich das?

00:48:20: Das ist auch einiges, sondern es spielt

00:48:23: richtig.

00:48:24: Ja wenn man sich dann als großzügig zeigen möchte

00:48:27: usw.,

00:48:28: was vielleicht gar nicht mal erwartet wird ja weil man dann merkt okay Das macht ja jetzt gerade um einfach nur irgendwie dazu zu gehören oder, dass man sich einkauft und so weiter was

00:48:38: halt

00:48:39: ganz genau darauf wollte ich hinaus.

00:48:41: es ist nicht authentisch.

00:48:43: Und ich finde wenn du ein bisschen Verständnis oder Gefühl hast merkst du sofort das ist grade die Person tatsächlich

00:48:50: auch wirklich

00:48:51: und es kann ja sein JP dass die Leute die vorher mit Corpo Wesen und all dem ganzen Zipp uns hat nichts zu tun hatten Aber trotzdem ist dann authentisch schaffen, sich zu einem Korsschlinten oder zu einem CV oder so whatever you name it.

00:49:09: Dass sie tatsächlich es schaffen, Sich auch habituell darauf irgendwie einzulassen und dass die dann auch sozusagen so werden aber auf ihre Art und nicht als Kopie sondern das sie das wirklich in Trinse spüren.

00:49:25: was bin ich gerade?

00:49:27: In dieser Rolle und wo wollen mich die anderen eventuell sehen, dass man diese Frage beantworten kann.

00:49:34: Und wenn man diesen Prozess quasi durchlaufen ist das man dann sagen kann okay ich habe es so gemacht wie ich's für mich am besten finde und ich finde man merkt den Unterschied zwischen vergleicht die Leute die vorhin nichts damit zu tun hatten, die es auf ihre Weise gelöst haben, die auf ihreweise gesagt haben Ich werde so-und-so damit klarkommen.

00:49:58: Und du merkst die, die einfach nur blind-stopide kopiert haben und einfach nur ... Ich würde zugehören bla bla bla.

00:50:04: Das ist plump dumm und wirklich uncool!

00:50:07: Und das spürst du relativ schnell nach ein paar Minuten.

00:50:12: wenn man sich mit diesen Leuten dann unterhält gibt es auch... Und ich finde da kann man appellieren jetzt ohne hier irgendwie von... Mit dem Zeigefinger so zu zeigen.

00:50:21: aber ich find' es ist einfach nur ein Anstoß weil ich meine wir müssen uns alle nix vormachen.

00:50:26: am langen Ende Das sind wir irgendwo, ja haben verbindet uns etwas.

00:50:33: Und da muss man dann halt auch ehrlich zu sich selbst sein weil wenn man sich selbst blügt das bringt halt in der Hinsicht einfach schlicht untergreifen gar nichts.

00:50:42: Stimmt mich dir voll zu ist es auch ein bisschen so Old Money Cosplaying sozusagen.

00:50:45: Was hat er anders gesagt?

00:50:46: Ich bin das ganz schlimm.

00:50:47: Das Instagram hat das ja so heftig befeuert.

00:50:51: aber das was du ja gesagt hast... Da sollte man sich wirklich an die Nase passen.

00:50:55: Also es ist auch so ein Effekt, den ich durch diesen Podcast mit hundertsechzig Folgen halt davon getragen habe.

00:51:01: Ich finde in der Verbindungswelt da ist ganz viel Theaterstück.

00:51:05: Total.

00:51:07: Total!

00:51:07: Theaterstuck.

00:51:08: Gerade da wo die größten Mythen bestehen sind auch noch ganz normale Jungs, die halt Theaterstücks spielen wenn sie gerade unterwegs sind und das macht auf der einen Seite auch ziemlich sympathisch Und auf der anderen Seite ist natürlich gerade hier diese Konfliktachse, Authentizität versus Anpassung.

00:51:26: Halt wieder so einen Punkt das kann nicht jeder.

00:51:29: Aber lass uns noch mal ein bisschen Bourdieu auch anschauen im Hinblick auf seine Begriffe wie soziales Kapital.

00:51:35: Ja sofort zum sozialen Kapital.

00:51:38: ich finde aber auch noch um damit jetzt den Punkt hinterzusetzen dass es wichtig ist dass auch die Leute die gerade diese Rolle spielen oder die diese Person Diese Maske sozusagen aufhaben dass die dann auch den Raum lesen, also read the room und schau was ist das Bedürfnis meines Gegenübers gerade?

00:51:56: Will man gegenüber grade richtig Terror oder will es halt einfach nur gerade angenehmen vielleicht ein Gespräch.

00:52:08: Man muss ja auch auf den Rahmen achten.

00:52:09: weißt du wenn jetzt beim Förderin irgendwo bis kann sich natürlich richtig umknallen und sich da volllaufen lassen, was sicherlich auch mal ganz witzig ist.

00:52:17: Ist aber halt nicht unbedingt angebracht in einem gesellschaftlichen Rahmen.

00:52:21: Außer du kannst dir erlauben von deinem Status her?

00:52:23: Ja, aber selbst dann finde ich es gibt immer noch die Höflichkeit auf die anderen Leute, die damit vielleicht irgendwo allem sind zu achten dass man sich dennoch dann angemessen verhält und weg vom Beispiel das man einfach unterscheiden kann.

00:52:38: wann ist es gerade angebracht dass ich diese Rolle spiele in Klammern endlich wieder ich sein.

00:52:46: Ich glaube das ist jetzt vielmehr eine Thematik für aktive als für alte Herren, da merkt man ja auch einen krassen charakterlichen habituellen Unterschied dann auch der sich so vollzieht nach der aktiven Zeit dass es ganz entspannter wird, dass sie auch weniger sich irgendwo beweisen wollen und irgendwann hat man's halt ehrlich gesagt nicht mehr nötig weil mir den ganzen Quatsch schon gemacht hat.

00:53:09: Jetzt aber zum Sozialen Kapital Oder zum symbolischen?

00:53:15: Ich würde nochmal das soziale Kapital aufgreifen.

00:53:18: Das hat der Lebensbund den wir haben, die Kontakte zu alten Herren und Generationsübergreifendes Vertrauen dass sie schaffen halt die Ressourcen die wir brauchen.

00:53:26: also Kontakte alleine garantieren halt dadurch keine beruflichen Vorteile ist auch das was immer gesagt wird.

00:53:31: wenn du deswegen in die Verbindungswelt kommst dann bist du aus den falschen Gründen hier gekommen.

00:53:35: da wirst du dich nicht lange halten.

00:53:37: Aber es ist halt dieses soziale Kapital, dieses Netzwerk zu haben.

00:53:41: Ist ja so ein Punkt.

00:53:42: Wobei man ein bisschen differenzieren muss der alte Herr holt einem nicht den Job.

00:53:47: Darum geht das nicht.

00:53:48: aber sind gerade Geschäftsbeziehungen wenn man gerade wen hier und dort kennt.

00:53:52: Man bucht denjenigen als Dienstleister oder et cetera pp.

00:53:56: das ist halt dieses soziale kapital was dann halt drin ist.

00:53:59: man kennt sich halt untereinander und vor allem wenn alle diese schule durchlaufen haben ihren preis bezahlt haben auch irgendwo.

00:54:06: Und wirklich dazugehören dass es wirklich authentisch geworden ist denn öffnen sich da türen die man als außenstehender nicht so viel möglich halten würde wo die man sonst vielleicht mit viel aufwand von serviclub scant oder halt anderen geschichten oder halt sagen wir mal das war mir ihre netzwerk wirtschaftlich in der gehobenen Position zum Beispiel steht.

00:54:27: Man halt viele kennt durch die Vereine, weil man im richtigen Tennis Club ist oder Golf Club

00:54:31: etc.,

00:54:31: Pp.

00:54:34: Yes!

00:54:36: Das ist so...

00:54:38: Ich meine, unser symbolisches Kapital haben wir ja auch, das sind die Ämter, die wir gemacht haben, die geklammerten Schargen, die es gibt, die Anerkennung und die Reputationen, die man sich selber aufgebaut hat, die Reputation des Bundes für die man halt auch einsteht Und die werden ja von unser eins untereinander auch als legitim auch anerkannt und das ist halt auch so der Punkt.

00:55:03: Ja, aber wenn mir jetzt irgendein alter Herr sagt im Sommersemester neunzehundertsiebzig hatte ich eine geklammerte Schage als Senior dann okay da interessiert mich nicht.

00:55:14: Sorry!

00:55:15: Also

00:55:16: es

00:55:17: hat bis zum gewissen Grad ja und vielleicht ist es eine kurzfristige oder in dem Semester.

00:55:22: Es ist ein Außengeschild, aber langfristig interessiert es doch in Wirklichkeit kein.

00:55:27: Es sei denn du hast wirklich was Besonderes gemacht wie zum Beispiel damals dass die das Haus zurückbekommen haben nachdem's einem weggenommen worden ist oder dass sie abbrennen vorhin dat haben oder was auch immer.

00:55:41: okay Aber das hat ja wenig mit deiner Charge zu tun.

00:55:44: Das weiß einfach nur eine kleine Auflistung.

00:55:46: halt check ich.

00:55:47: aber

00:55:48: für aktiv ist das wichtig

00:55:50: Genau, für aktive wiederum ist es wichtig.

00:55:51: Aber ich glaube langfristig ist das eigentlich total egal was du gemacht hast in der Charge oder welche Rolle du hattest?

00:55:58: Definitiv!

00:55:59: Es ist halt auch generell finde ich schwierig.

00:56:01: also den Lebensbund wenn man sich das anschaut die jungen alten Herren Von denen kriegst du dann wenig mit, weil die Familiengründen Kinder kriegen.

00:56:07: Dann sind sie so in diesem Kinderloch.

00:56:09: Mit Anfang Fünfzig kommen sie vielleicht wieder zurück, mit Anfang Sechzig übernehmen sie dann wieder ein paar Ämter und damit Siebzig kommen sich dann etwas auf die Kneipen.

00:56:16: Und das ist natürlich auch immer ein bisschen schwierig.

00:56:19: aber ja letztendlich finde ich es so wird immer geguckt was hat denn der alte Herr da auch auf die Beine gestellt?

00:56:26: Was macht er beruflich?

00:56:27: Das ist auch so ein bisschen der Status den er dann zeigt.

00:56:29: Je mehr von sagen wir mal Hochstatus, alten Herren die du hast.

00:56:32: Umso höher ist auch die Reputation des Bundes nach außen.

00:56:35: weil dann nochmal sagen wir einmal das ökonomische Kapital beziehungsweise der Bund hat ja gar nicht so viele Vorteile daraus.

00:56:41: ich kenne Bündne die haben Milliardäre in der Altherren schafft und auch die spenden den ganz normalen Geldmengen.

00:56:47: das Geld also es

00:56:49: haben kommt

00:56:51: haben kommt von Behalten und nicht ausgeben.

00:56:54: Es ist ja auch so.

00:56:55: Und der letzte Punkt, wenn man den von Bourdieu nimmt und auf die Verbindungswelt anpasst, das ist ja die Reproduktion und Durchlässigkeit.

00:57:01: Das ist ja so wie.

00:57:02: Verbindungen haben es geschafft in den letzten zweihundert Jahren unsere Erbten kurz zu bewahren und zugleich können halt Personen auch ohne entsprechendes Elternhaus diese Kurz neu erlernen.

00:57:17: Können sie?

00:57:17: Weil wir natürlich die Möglichkeit geben dazu... gewisse Codes, die aber halt auch ich sage jetzt mal überlebenswichtig ist falsch.

00:57:25: Aber zumindest sind sie ja schon wichtig dass man halt auch die Sprache irgendwo adaptieren kann und die man vielleicht vorher gar nicht hatte.

00:57:34: Es ist halt wie ich jetzt schon gerade vor ein paar Minuten relativ ausführlich gesagt interessant, wie sich dann halt Leute verändern.

00:57:48: Man sollte halt nicht vergessen wo man herkommt oder welche Person man vorher war.

00:57:51: Man muss sich damit nicht andauernd belasten, aber halt schauen dass es wie gesagt in der Hinsicht auch authentisch bleibt oder zumindest auch des glaubwürdig bleibt und das man einfach ein angenehmer Zeitgenosse ist.

00:58:05: Definitiv!

00:58:06: Wenn da so'n Arschloch wird mit der Zeit... Das hat doch nicht schön, ne?

00:58:09: Ne

00:58:09: genau und da hast du selber keinen Spaß dran wenn du dich selbst hast und wenn dich die anderen auch noch scheiße finden bringt's auch nicht viel ehrlich gesagt und dann mag man die Rolle vielleicht gut machen Wobei das glaube ich nicht mal, aber es bringt wirklich keinem was.

00:58:27: Das finde ich gerade bei ziemlich coolen Bünden manchmal auch die Sache dass sie schaffen im Vergleich zu den anderen Bünden um sich herum, dass die Leute wenn sie dreifarbig werden halt nicht diese Arschlöcher werden, die in diesen anderen Bündnen gibt also Gerade die Leute, die den Kopf runtergehalten haben.

00:58:46: Die dann halt nach diesem Heinrich-Manschen Fahrradfahrer werden nach oben hinbuckeln und nach unten austreten.

00:58:55: Das ist immer bunt unabhängig.

00:58:58: Bzw.

00:58:59: von Bund zu Bund unterschiedlich oder generell die Leute die gerade aktiv sind.

00:59:05: Es gibt ja auch die schöne These das Arschloch war schon vorhin in eurem Drinnen es kam jetzt nur noch mehr heraus kann was wahres dran sein.

00:59:14: aber Gut, wir wollen uns jetzt ja nicht mit den schlechten Dingen und die ganze Zeit beschäftigen.

00:59:21: Aber das sind Sachen, die man halt beobachten kann und die es dann halt auch wert sind einfach mal so ein bisschen zu besprechen.

00:59:26: Und jetzt geht's aber weiter zum Leben Hanno.

00:59:31: Gegenwartzphilosophie?

00:59:33: Gegenwartzufilosof tatsächlich Professor an der Universität Utrecht hauptsächlich für praktische Philosophie also Ethik vor allem hatte auch zuvor ein gutes Buch geschrieben, Moral hieß das.

00:59:46: Auch im Bestseller?

00:59:48: Absoluter Bestsella und auch wirklich schön geschrieben.

00:59:50: Hannover hat eine gute Sprache und ist wirklich wie ich sagen möchte selbst erlebt aber auch sehr belesen kann sich schön ausdrücken und ist ein angenehmer Mensch.

01:00:03: und umso interessanter ist jetzt halt aus seiner doch praktischen philosophischen oder auch ethischen Sicht jetzt mal auf ein soziologisches Thema zu kommen.

01:00:13: Also gerade diese Klasse oder Classismus ist ja auch immer wieder dabei ein Thema in der Debatte.

01:00:20: Weil das Spannende ist bei Hanno Sauer im Vergleich zur Pierre Bourdieu, während Pierre BourDieu die Außenseiterperspektive eingenommen hat und praktisch so eine Anthropologe das Ganze analysiert hat, ist HannoSauer selber aus sehr gehobenen Feldern.

01:00:33: Und er wird... Er sagt es ja auch Immer wieder gerne und sobald man mit dem Buch beginnt zu beginnen.

01:00:40: Es ist erstmal so ein Ausschütteln von dem wer es gemacht hat, woher er kommt.

01:00:46: Viele sehen das als arrogant an.

01:00:49: Er hat aber gesagt dass er das extra macht und auch wenn man auf das Literaturverzeichnis mal blickt was er alles so gelesen hat oder zumindest im Buch angibt Das sind achtzehn Seiten und das ist schon für einen ja nicht unbedingt wissenschaftlich geschriebenes buch ist es halt schon besonders oder zumindest viel.

01:01:10: Ja, das Ganze ist ja eine sehr fundierte Forschungsanalyse auch gewesen.

01:01:14: Ich meine die hat es ja auch in die Populärwissenschaft gebracht und da hat er auch besser damit hingelegt.

01:01:23: Hanno Sauer ist, wie du es gesagt hast, sprach dich sehr zugänglich.

01:01:26: Also wir haben jetzt nicht diese verschacheten Fachwörter überladenden Sätze wie bei Pierre Bourdieu wo teilweise auf einer Seite ein Konvodut an Fachwöltern auftaucht wurde erstmal so zu Logisch studieren muss um überhaupt zu verstehen was sie in diesem Kontext überhaupt bedeuten.

01:01:43: Ich sitze dann selber mit meiner Doktorbeit die ja sehr stark unter die Räder gekommen ist hier durch diesen Podcast und ich habe auch Pierre BourDieu mit als Theorie drin, in der Biografie über mein Ukrusonkel.

01:01:56: Und ich hab da teilweise mit KI gesessen um mir diese Sätze zu entschlüsseln und zu lassen weil das halt sehr unzugänglich ist.

01:02:04: Und Hannover ist anders also auch das Hörbuch zum Beispiel in der Variante ist auch cool.

01:02:08: es ist auch sehr angenehm zu hören.

01:02:13: Sauer beschreibt ja Klasse als eine Form sozial erzeugter Knabheiten.

01:02:18: Menschen konkurrieren halt um Ansehen, um Rang, Signale die schwer zu imitieren sind also die fälschungssicheren Signale wird das oft auch bezeichnet und die stabilisieren die Statusordnung auch dort.

01:02:31: wo hat die materielle Knabheit nicht alles erklärt?

01:02:34: Also die teure Uhr des Luxusgut A, Luxus-Gut B etc.

01:02:40: Ja und interessant ist ja dabei auch das Buch heißt Klasse.

01:02:44: Und er sagt halt auch, dass es im Grunde keine Gleichheit geben kann.

01:02:50: Dass dieses klassenlose Denken diese klassenloser Gesellschaft in diesen aktuell modernen Großgesellschaften überhaupt gar nicht möglich ist.

01:03:00: Eben selbst wenn wir allen Besitz und alles Geld vollständig umverteilen würden Hört der Mensch ja nicht auf, um Rang ansehen oder auch um Reputationen.

01:03:12: Letzten Endes zu konkurrieren ist es immer so ein Spiel miteinander oder gegeneinander und dahin verlagert sich eigentlich nur der Wettbewerb.

01:03:20: wenn gerade die materielle Knappheit verschwindet dann gehen wir halt im symbolischen Bosern um Moral was wir ja oft sehen.

01:03:26: Ja wer ist der?

01:03:28: Moralisch besser?

01:03:29: oder wer ist hier der Gute und wer ist dir der Schlechte?

01:03:32: dass das ja auch gerade in der gegenwärtigen Zeit

01:03:37: Seitens des Hyperhoralismus.

01:03:39: Total.

01:03:39: und wenn dann so eine selbst empfundene moralische Großmacht vor einem steht, uns sich dann behauptet... ...und ihr das humanistisch einmal eins irgendwie so ein bisschen erklären wollt, dann wird es auch irgendwann mal ein bisschen... Ja kann man sich hier denken.

01:03:54: Absolut!

01:03:56: Genau.

01:03:58: Wobei wir ja immer schon also ganz sorry, ganz kurz noch eigentlich ja schon evolutionsbiologisch darauf trainiert sind, dass wir halt diese sozialen Signale ... einmal senden und gleichzeitig auch empfanden.

01:04:11: Sind ja auch überlebensnotwendig?

01:04:13: Total!

01:04:13: Und haben uns, ich meine wir sitzen immer noch hier... ...und das haben unsere vorherigen Generation sicherlich auch gemacht aber sich halt vielleicht noch nicht so... Wir wissen es nicht, aber vielleicht nicht die Gedanken darüber gemacht.

01:04:28: Ja vieles nicht kritisch hinterfragt letztendlich.

01:04:33: Ja, und ich weiß nicht wie es ist jetzt zum Beispiel in antiken Griechenland wird ja auch jetzt aus der Store z.B.

01:04:39: eigentlich nichts wirklich direkt überliefern also zumindest eigentlich so gut gar nix.

01:04:47: oder dass das viel weggefallen ist Und das wäre, finde ich noch eine interessante Frage.

01:04:53: Ob die sich damit vielleicht schon damals auseinander gesetzt haben?

01:04:56: Da können wir auch mal ne Folge drüber machen.

01:04:58: Das große

01:04:58: Lebenskunst ist, müssen wir mal machen.

01:05:00: Also mit den alten Gerichten, es kommt aber auf den Stadtstaaten auch letztendlich an... ...wenn man sich die Lacke Diplonia halt anschaut also die man heute als Spatiaten oder Spartaner bezeichnet bei denen war's ja so der gab es diesen agonalen Lebensstil diese Tischkultur wo der Haus her mit seiner Tafel halt eingeladen hat, wo dann halt praktisch der Reichtum dadurch demonstriert worden ist.

01:05:22: Was er in Gastfreundschaft seinen Leuten halt, seinen Kumpels halt präsentieren konnte und den war das damals auch schon sehr, sehr klar bewusst vor allem die, ja ... Die Spatiaten wie das so ein bisschen übertrieben in drei Hundert halt dargestellt wird.

01:05:39: War eine Realität gar nicht so fern?

01:05:41: Das waren halt die einzigen Krieger In Griechenland, wo so war dass die sehr reiche und wohlhabend waren.

01:05:50: Und dadurch das sie so reichem Wohlhaben waren konnten die sich den ganzen Tag in einem demonstrativen Reichtum wie Weblender es gesagt hat mit Sport- und Kriegstechnik fortbilden oder beschäftigen.

01:06:03: Deswegen waren die Spateaten die Krieger halt so extrem Kampf erfahren weil ihr halt einfach ihren ganzen Tag damit verbracht haben zu trainieren während des Gesinde das Sklavenden gehört hat, praktisch für die Erstellung des ökonomischen Kapitals dahinter ist.

01:06:22: Und sie hatten sehr stark ein symbolisches inkoperatives und soziales Kapital mit in sich hatten.

01:06:29: Und zwar so weit dass sie praktisch wie Navy Seals im heutigen Vergleich waren, also super durchtrainierte, super erfahrene Kriege halt waren... Wie wir eigentlich im Runde!

01:06:39: Sie kommen uns nahe aber noch nicht ganz Und das erkennt es auch daran, bei Gefangennahmen von Spatiaten nach Schlachten und so weiter wurden horrende Lösegelder gezahlt damit die Leute wieder rauskommen.

01:06:54: Das ist wie bei Warhammer wenn du eine super teure Figur hast.

01:07:00: Wenn einer davon auf den Schlachtfeld ausfährt oder zwei dann ist halt schon Herberverlust.

01:07:05: um das man in der Sprache einige Aktiven zu erklären, worum es da geht.

01:07:08: Und das ist halt sehr spannend.

01:07:09: und diese Statussymbole also gerade im alten Griechenland mit diesen fälschungssicheren Signal sind es halt so viel Essen auf dem Tisch zu stellen als die ganze Tafel satt ist und dass noch ganz viel übrig bleibt.

01:07:20: und das zu demonstrieren war ein armer Mensch!

01:07:22: Das nicht konnte, weil er nämlich verhungert wäre wenn er nämlich in den Mengen das Essen anderen gegeben hätte.

01:07:27: Und

01:07:27: heute siehst du es im Fine Dining dass die Portionen auch immer kleiner werden und das ist ja das lustige, ne?

01:07:34: Dass auch da schon wieder sich alles genau andersrum dreht.

01:07:37: wo hingegen früher kleine Portion jetzt ärmlich angesehen wurden sind halt große Portionen heute primitiv.

01:07:45: Das ist das Geschmackserlebnis.

01:07:48: Natürlich, klar und es sieht ja auch schöner aus.

01:07:50: Aber

01:07:50: ich hab doch gar keinen Bock drauf.

01:07:52: also wenn ich esse würde ich satt werden und nicht nur ein Gaumen-Erlebnis hat.

01:07:56: Das

01:07:56: verrät viel über dich.

01:07:57: Ja das verrät ganz viel gerade über mich.

01:07:59: Nein aber natürlich!

01:08:00: Wenn du irgendwo im Wurzhaus bist geh mir auf die Beulgerstraße oder auf die Ratinger Straße und die stellen uns dann irgendwie da so einen kleinen Teller hin... Das bringt ja auch nichts.

01:08:08: Wenn du irgendwie ein gutes Bier trinkst, möchtest du ja auch dabei gesättigt werden.

01:08:11: Es ist schlicht und ergreifend nur mal klar wenn du jetzt in die Schwarzwaldstube gehst oder ins Barreis oder auch hier in das Schiffchen oder you name it egal wohin.

01:08:21: es ist natürlich einen anderen Ansatz.

01:08:22: Ist ein anderer Rahmen und das ist klar dass du da halt nicht nachher Wachsing gesetzt bekommst mit Sauerkraut und einem mit angefetteten Teller.

01:08:31: Das ist logisch aber trotzdem ist es halt interessant wie sich da einiges Bewegt.

01:08:38: absolut also.

01:08:41: Handel sauer um da wieder den bogen hinzuspannen.

01:08:43: der hat halt auch mal das ganze weil wo es bei ihm geht, auch mal an einem Modellbeispiel halt auch erklärt und zwar die Louis Tontasche.

01:08:53: und zwar hat er gesagt die unteres schicht kann sich die Louis tontaschen nicht leisten.

01:08:59: was macht die?

01:09:00: Die geht beim pauschal urlaub et cetera.

01:09:02: pp.

01:09:03: kauft sich die gefälschte.

01:09:05: Diejenigen die eine gefälschte Tasche haben in dem umfeld erkennen nicht dass es ne gefälscht Tasche ist eine.

01:09:10: denken dies echt dann können sie damit halt.

01:09:13: Status darstellen, dann ist das so.

01:09:19: die Mittelklasse kauft sich diese Produkte die originale Sachen zu viel Geld was dir auf ihr Ressourcen kostet.

01:09:25: um das demonstrativ zu zeigen, dass sie sich diese Güte an dieser Louis-Tor-Tasche leisten kann.

01:09:31: Die gehobene Mittelschicht geht schon wieder hin und sagt so nicht kaufen wir diese Tasche nicht!

01:09:35: Nicht weil Sie es nicht können sondern gerade genau aus dem gegenteiligen Ansatz, dass die sich es leisten kann.

01:09:41: aber als Statussymbol sieht sie sich nicht kaufen.

01:09:44: zum Müssen, was da drüber steht.

01:09:47: Dann kommt ja die Oberschicht, die läuft auch nicht mit der Tasche auf der Straße rum.

01:09:55: Alle zwanzig Varianten davon.

01:09:56: Ja, und eine Vererbte vor allem?

01:09:57: Oder auch eine vererbter, genau.

01:09:59: Wo das MS-Tuch in dem schönen Knoten noch am Handgriff dran ist bei der Birkingback.

01:10:05: Ja wobei ich weiß gar nicht, also da kommt es auch wieder glaube ich auf die Herkunft an ob jetzt ja Neueros Geld oder älteres Geld aber... Vielleicht dazu noch mal zur Einordnung, dass Hanno Säuer auch vier Konzepte oder dieses Vierklassenmodell letzten Endes was du ja schon angesprochen hattest.

01:10:23: Gerade jetzt einmal die teuren Signale wo dann sobald?

01:10:25: oder die Custley Signalling...

01:10:28: Das ist ja auch ein seiner tragenden Gedanken.

01:10:30: Total.

01:10:31: und wo es dann halt umgeht das ein Signal eben nur dann glaubwürdig wird wenn es teurer oder halt schwer zu fälschen ist ne?

01:10:36: Und er sagte dann auch in der Biologie sei das dann halt so.

01:10:39: der Faun Schwanz ja der ist total unpraktisch Kostet Energie, aber Beweisheit stärker.

01:10:46: Ach

01:10:47: genau die Schotter-Einfahrt sagt er ja auch.

01:10:50: Ja

01:10:50: es ist alles... Und

01:10:51: der weiße Kraken wieder mal!

01:10:53: Du siehst ja auch gerade in einem weißen Hemd.

01:10:57: Ich habe mich im blauen Kraken an.

01:11:14: Rechtssicherheit, automatisierter Spendeneinzug, Musterverträge, Klauzegriff, Haftungsdach und persönliche Beratung alles inklusive.

01:11:22: Für nur vierhundertfünfzig Euro im Jahr plus drei Komma fünf Prozent auf die Spendeneinnahmen.

01:11:26: Alle Infos in den Shownotes und du hast den Kopf frei fürs Wesentliche!

01:11:30: Und gerade bei der Mittelschicht ist halt da die Anwendung das es ein sichtbarer Luxus sein muss also grade einen Sportwagen oder teure Uhren und man muss halt zeigen dass man es sich leisten kann.

01:11:42: Das lustige Gegenspiel dazu sind die Conta-Signal, das Conta Signaling.

01:11:46: Da ist es eben so wenn eine Schicht so sicher in ihrem Status ist dass sie es gar nicht mehr nötig hat diese teuren Signale zu senden dann schlägt halt das Verhalten ins komplette Gegenteil um.

01:11:56: ja also man trägt dann eben schlichte unbedruckte Kleidung und fährt ein unauffälliges Auto und das ist eine demonstrative Untertreibung Oder trägt eben halt eine total günstige Uhr.

01:12:07: Ich finde man sieht das immer so.

01:12:09: Tech-Milliardäre, die im zehn Euro T-Shirt in grau oder schwarz durch die Gegend laufen, ja?

01:12:15: Die dann auch trotzdem immer noch sagen, ich bin so mächtig dass ich mich den Triscords der Mittelschicht überhaupt nicht mehr unterwerfen muss.

01:12:23: Dann gibt es noch zwei weitere.

01:12:24: Einmal die Vergrabenseinsignale sind die Buried Signals.

01:12:28: Es sind eben dann halt Signale, die so extrem tief in diesem kulturellen Wissen vergraben sind.

01:12:33: Das hat nur noch die eingeweiht und aus demselben, wenn man will, elitären Zirkel die letzten Endes überhaupt lesen können.

01:12:41: Das wäre dann gerade in der Oberschicht des Hörens von Azzunalla zwölf Tonmusik wie Hanno Sauer sagt oder auf einer einsamen Hütte das Tragen von einem Maß an Zug.

01:12:51: Knöpfe oder Logos, feine Nuancen in der Sprache sind da auch genauso wichtig.

01:12:56: Ich glaube die Stoffe sind noch mittlerweile sehr wichtig.

01:12:58: Die Stoffee

01:12:58: sind auch wichtig total und für Unbeteiligte wirkt es dann eher so wertlos oder langweilig.

01:13:05: Für die eigene, wenn man so sagen will Kaste ist das aber tatsächlich ein ultimative Erkennungszeichen, die dann halt wirklich nur untereinander diese Zeichen erkannt werden In der Verbindungswelt einige Zeichen, die nur wir Verbindungstudenten tatsächlich auch erkennen.

01:13:22: Ganz kurz noch das letzte.

01:13:24: Das ist nämlich das Virtue Signalling und dabei geht es dann eben halt dem moral als das klassen Symbol.

01:13:31: Da sagt dann Sauer auch dass sich heute die ganze gebildete progressive Elite ich glaube freizicht jetzt ist die akademische Quasselklasse Nicht mehr eben primär durch Geld ab, sondern halt auch durch moralische Besserstellungen wie ich schon vorhin einmal kurz erwähnt.

01:13:49: Wo dann halt die Moral zum Status Symbol wird.

01:13:52: Also eben wer die neuste akademische aktivistische Terminologie beherrscht und bioregional einkauft und CO-zweineutrale Urlaube macht, you name it was es da alles gibt!

01:14:03: Und der betreibt dann halt Klassenpolitik mit diesem moralischen Anstrich.

01:14:09: Das war interessant oder?

01:14:11: Wenn wir jetzt gerade wieder auf die Ursprungsfrage zurückkommen, woran erkennst du ein Verbindung?

01:14:15: Studenten auch wenn er gerade keinen Band an hat.

01:14:18: Dann war es eigentlich immer die Timbys mit bunten Socken dann eine Chino oder halt ne Korthose und meistens die Barbarette oben drauf also die Barberjacke entweder als Wachsjacke oder als Steppjacke.

01:14:36: Da kann es eigentlich schon ziemlich sicher sein, dass dieser Mensch zum neunzig Prozent ein Korburs ist.

01:14:41: Nicht immer!

01:14:42: Es gibt da Ausnahmen, die laufen auch so rum... Die sind manchmal mal so schwierig, wenn du den dann als Bierjungen ins Gesicht sagst und dir nicht wissen was du von denen willst.

01:14:51: Das gibt's auch.

01:14:52: aber letztendlich ist die Trefferquote relativ sicher und das ist gerade dieses Signaldinge auch, was da drin ist.

01:14:59: Auch diese fälschungssicheren Signale also wenn du irgendwie in der ODEMAR-PG für rund um zwanzigtausend Euro läufst Die ist sehr schwer zu imitieren, also vor allem klar es gibt Fälschungen.

01:15:08: Ich

01:15:08: glaube es gibt von allem heutzutage Fälschen aber halt wie gesagt die fälschungssicheren Signale... Wie zum Beispiel den Universitätsabschluss solche Sachen oder meidet wegen auch ein hochpreisiges Auto wenn das für Leute wichtig ist?

01:15:25: Hanno Sauer sagt sogar auch dass Tränen fälchungssichere Signale sind weil sich selbst Schauspieler schwierig tun auf Knopfdruck zu weinen.

01:15:34: Es gibt sicherlich Leute, die das können und auch aus manipulativen Gründen.

01:15:38: Aber an sich sind Tränen erst mal fälschungssichere

01:15:41: Signale.".

01:15:43: Und er sagt ja halt auch wir haben diese Verstiebung von Statussymbolen.

01:15:46: also wenn sichtbare Zeichen massentauglich werden entstehen neue subtilere Unterscheidungen.

01:15:52: Das hat man ja auch schon in der Folge ein paar Mal gesagt.

01:15:54: da war jetzt zum Beispiel die rote Hose das war wirklich so.

01:15:56: Das war damals so die TL-Korpus von denen du wusstest wenn die heute am bei dir Bommeln kommen dann wird es ein lustiger Abend.

01:16:05: Das war eher so ein Zeichen für coole Korpus und dann fing irgendwann an die Masse, die Dinger zu tragen.

01:16:10: Dann hat sich das verschoben!

01:16:11: Und dann weißt du nicht mehr, ist es Verkleidung oder was erwartet mich da?

01:16:13: Dann verwässert alles so...

01:16:18: Aber wir haben halt auch ein paar, so ein paar Tendenzen finde ich die Hanosauer nicht so aufgreift ist wenn man Rolf Sieferl nimmt und zum Beispiel diese Proletarisierung der Gesellschaft halt auch nimmt.

01:16:26: Und auch gerade sagen wir mit den gehobenen Schichten die Leute plötzlich wie Assis rumlaufen wie man früher gesagt hat aber halt aber auch die Umgangsformen auch das soziale Kapital plötzlich haben weil sie völlig verwahrlos war aufgewachsen sind also mit Taschengeld halt seiner mal zugepumpt worden sind aber halt sich sehr viel über selbst überlassen gewesen sind.

01:16:45: dann Wird das schwierig, weil die dann halt plötzlich schwer akzeptierbare Status-Symbole haben.

01:16:52: Die Torren Sneaker wo keiner nachvollziehen kann um ihr halt vier, fünfhundert Euro kosten.

01:16:56: Da

01:16:56: kriegt man schon andere gutische

01:16:58: Ur.

01:16:58: Ja deswegen ja da hast du dann halt auch immer diese Verschiebung.

01:17:03: Das ist immer dieses Distinguierungsspiel letztendlich was da ist.

01:17:08: Die Elite sucht sich immer wieder etwas Neues.

01:17:09: Es gibt in dem Sinne keine Demokratisierung von Elitengeschmack.

01:17:12: Sobald dass der Fall ist sind sie wie ich eben schon gesagt habe.

01:17:16: Zehn Meter weiter wieder.

01:17:19: Ja, das ist so...

01:17:20: Ich glaube halt für uns Corpus ist gerade halt Hanno Sauer sehr interessant mit den Signalen also vor allem in unserer Kommunikation die wir haben, die Fälschungssicheren und die anderen Unterpunkte, die du halt gesagt hast weil wir relativ schnell halt in dieser feinen Binde in Hierarchie auch erkennen wer geht als besonders commandfest redewand gut vernetzt halt den Status den er nach außen stellt in diesem Theaterstück in dem wir halt unterwegs sind vor allem wenn man halt ... aktiv ist.

01:17:46: Ich weiß auch ein interessanter Punkt, es ist zum Beispiel die digitale Selbstdarstellung... gerade von coolen Wünnen, die sich halt nach außen bewusst so darstellen, dass sie ihren Status zeigen.

01:18:00: und das ist auch gerade, dass vor auf achtzehn bis zwanzigjährige Männer dann halt auch extrem hart abfahren.

01:18:05: wenn die dann die Partys sehen, die Mädels sind überall, da ist eine Party in der Weis, dann wird er noch auf dem Fluss nebenan mit dem kleinen Kahn rumgetuckert.

01:18:14: Alle haben gehobene Kleiderordnung an und halten sich dran.

01:18:19: Das ist dann halt auch cool, ne?

01:18:21: Und das hat die Sache, wenn aber die anderen Bünde wieder anfangen, genau das zu imitieren, werden diese Bünde das nicht mehr so machen, weil wir in einer andere Form finden.

01:18:29: Die Wochen da vielleicht eine Zeit bis sie wieder neue Statussymbole entwickelt haben, aber dann geht der Spiel wieder von vorne los.

01:18:36: Wenn ich daran denke früher war es halt auch so ... Der gehobende Kulörstudent um die zwei Tausend Zehner Jahre Der wirklich Kohle hatte, der hatte dann zum Beispiel John Lobbs halt an.

01:18:46: Also handgemachte rahmengenähte Schuhe die damals von fünfhundert sechshundert Euro gekostet haben und Das war halt so ein Symbol.

01:18:56: Da hast du viel bei Kürsner Chorstudenten zum Beispiel gefunden.

01:18:59: und das Witzige ist gerade auch in Phaserland gibt es ja auch eine Referenz dazu wo er auch an Lobchen einer Szene im Buch betont, dass er gegenüber halt auch Rahmgenete schuelt.

01:19:12: Er trägt ja gerne... Was hat der gesagt?

01:19:16: Berluti?

01:19:17: Es kann sein!

01:19:18: Ich mag Crocodile in Chance.

01:19:22: Ja, es gibt einige gute Schuhe.

01:19:24: Aus Deutschland natürlich auch schon den oft erwähnten Fabian Zug oder auch Olden natürlich auch als Klassiker.

01:19:30: Aber jetzt driften wir zu sehr ins Modische ab vielleicht.

01:19:35: Sagen wir mal nochmal diesen Aspekt des Costly Signaling.

01:19:39: Beim Verbindungsstudenten trifft dieses Hanno Sauersche Costly signalling oft... mit diesen Weblinschen Ansatz des Reichtumstar-Stellen nach außen hin zusammen.

01:19:51: Vor allem gerade Leute, die so richtig, richtig tief im Game gefangen sind fangen ja an genau diese ganzen Signale aufzunehmen und zu senden.

01:20:01: also die Jungs, die richtig, wirklich tief im game drin sind Die richtigen Schuhe, die richtige Hose, die Richtige Jacke der richtige Kummer, die richtigen... sagen wir mal auch wie du das eben gesagt hast sich im innen befindende terminologische.

01:20:19: Ausdruck den wir dort haben der viel auch durch kopf um die mir auch gepfrägt ist buben rein stellen rein gehen oder so Sachen wie zum beispiel gönn dir das.

01:20:29: man auch so sagt dass haben wir im verbildungsmilieu angefangen und dann ist das irgendwann auf die restbevölkerung umgeschwoppt und keiner sagt mehr gönnt ihr also Nee, und ich glaube das ist halt gerade.

01:20:40: Ich meine du hast halt diesen Statuszeichen.

01:20:42: die kosten Geld Zeit Mühe also du komm als Corpo wenn du so richtig in die Theater unterwegs bist dann hast auf jedem Konvent eine andere teure Krawatte für siebzig-achtzig Euro halt an.

01:20:51: So weißt ihr solche Spiele die du dann halt treibst?

01:20:53: Und es kostet halt ganz ganz ganz viel Geld.

01:20:57: aber da kommt's auch mal wieder ran.

01:20:59: so welchen Background hast Du halt grad auf?

01:21:01: Also wenn du jetzt grade nicht die reichen Eltern halt hast dann wird das schwierig.

01:21:04: Können die das Spiel meistens nicht spielen oder kriegen sie meistens Hochstapler?

01:21:09: Nein, Spaß aber wenn die gibt's auch.

01:21:12: Aber ich sag mal so... Die Leute, die es haben müssen es ja eigentlich nicht zur Show stellen.

01:21:15: Das ist haben weil sie habens.

01:21:17: und ich glaube wenn man halt diese Selbstverständlichkeit und ich finde immer noch, ich stört mich immer noch daran wirklich dass halt zu viel über Geld gesprochen wird Ich find's gar nicht mehr so interessant weil das sind das ist einfach etwas Dass man hat oder dass man einfach nicht hat.

01:21:36: Entgegen zum ökonomischen Kapital, zum symbolischen oder auch zum sozialen Kapital das ist doch viel interessanter und das macht ja auch viel mehr den Menschen aus also der Mensch der hinter dem Korpo steht für welche Musik interessiert er sich?

01:21:54: Es kommt immer zu kurz, vor allem in der aktiven Zeit.

01:21:57: Ja natürlich!

01:21:58: Dass du ein Ding wie ein alter Herr bist?

01:21:59: Dann spielt das eine Rolle.

01:22:00: ja

01:22:01: aber auch dann ist natürlich glaube ich ne Frühprägung einfach wichtig.

01:22:05: und da geht es nicht nur... Da gibt's vielleicht auch um einen Common Sense und ja...

01:22:13: Das ist

01:22:14: schwierig.

01:22:15: Also die Statuskonkurrenz ist halt auch sehr hartnäckig bei uns.

01:22:20: Schwierig also gerade dieses kollektive denken das der eingebunden der geizte ist und die anderen sind immer kacke.

01:22:27: Das ist halt anstrengend auf.

01:22:28: da war was macht hat spaß das ist auch eine sache die machst du mit maximal bis vormundzwanzig mit und dann.

01:22:34: Gehst weg und je intensiver das ist, umso kürzer ist diese Zeit.

01:22:37: Wenn man es immer auch von den Chorstudenten hört dann ist das diese berühmt brüchtigte vier Semester die eigentlich nur aktiv sind.

01:22:42: ein Jahr Fuchs, ein Jahr Bursch und dann wechseln sie in Studienort und dann fliegen die unter dem Radar während sie noch am alten Hochschulort ordentlich die Fetzen haben pflegen lassen.

01:22:53: aber das gehört halt dazu dass auch eine Art von Status die letztendlich signalisiert wird Dass du das halt auch so gemacht hast.

01:23:01: Wichtig ist ja am Ende, dass du das Studium schaffst und ins Berufsleben reinkommst.

01:23:05: Weil gerade bei uns Korpus ist es wie die gleiche Regel mit den lauten coolen Jungs auf dem Schulhof.

01:23:10: Fünf Jahre später erinnert sich keiner mehr an deinen Namen während du vorher in aller Munde gewesen bist.

01:23:15: Sollen wir langsam mal zum Ende kommen?

01:23:18: Ja gerne!

01:23:19: Ich meine, die gemeinsame Schlusstese ist ja so.

01:23:21: Der verbindestudentische Habitus ist nicht nur Mode und Traditionsliebe.

01:23:25: Er verbindet halt sichtbare Zeichen, eingeübte Dispositionen und langfristig erworbene Anerkennung.

01:23:30: Welche von diesen drei Theorien ist deine Lieblingstheorie eigentlich?

01:23:33: Oder würde da sagst du, boah, da habe ich den guten Zugang eigentlich zu.

01:23:37: Also... ...ich finde Hanosauer aktuell interessant weil er eine aktuelle Position einfach beschreibt.

01:23:47: Tiefgehender fürs Verständnis, finde ich allerdings Pierre Bourdieu.

01:23:53: Insofern sagen wir mal so... Ich tue mich ein bisschen schwer!

01:23:56: Ich glaube aber ich tendiere minimal mehr zu Pierre-Bourdieu weil er halt das alles ein bisschen sitzierter hat und Hanno Sauer greift halt viel darauf zurück.

01:24:10: deswegen würde ich würde sagen Pierre Bourdieu für mich es ist auch wie gesagt zu empfehlen.

01:24:15: Aber was sagst du?

01:24:17: Wo hältst Du Dich gerne dran Fest.

01:24:20: Ehrlich gesagt würde es genau sagen wie du.

01:24:23: also ich finde Hanno Sauer bringt halt den Gegenwart Bezug ganz stark drin, weil wir auch in einer sehr oberflächigen status orientierten Gegenwart leben.

01:24:31: Pierre Bourdieu in den siebziger Jahren noch eine andere Art von Habitus-Status kennengelernt hat aber gerade diese Kapitalsform ökonomisch kulturell sozial das Konzept der Distinktion was dann daraus den Habitus alles bildet ist eigentlich zeitlos wenn man da gegenwärtsgeist, siebziger Jahre Frankreich rausstreicht.

01:24:53: Hast du immer noch das gleiche Erklärungsbeispiel?

01:24:58: Und Wepplen ist halt so jenige der ist halt derjenige den... den ersten Stein ins Rollen gebracht hat, dass das nicht die allumfassende Theorie ist.

01:25:05: Es ist keine Frage.

01:25:06: aber er hat ja auch viel Recht vor allem mit der demonstrativen Musik an Geschichte.

01:25:10: Das ist ja bei vielen Menschen heute immer noch so.

01:25:12: zum Beispiel dann ist dieser demonstrative Konsum zu zeigen wie viele Kohle man hat was man sich alles leisten kann es gerade einen Oberkassel-Düsseldorf zum Beispiel.

01:25:19: eine ganz ganz schlimme Geschichte.

01:25:21: da ist halt auch so diese Statusnachahmung von denen Werbung spricht.

01:25:24: also alle drei Theorien sind nach wie vor nicht out of date würde ich sagen.

01:25:31: Es ist immer gerade so, wie gerade selber der Zeitgeist unterwegs ist.

01:25:34: Der bevorzugt wieder ein von diesen drei.

01:25:36: Und

01:25:36: aber auch worauf man selbst achtet grade.

01:25:38: Das ist glaube ich auch noch mal wichtig.

01:25:41: Ich meine wir haben jetzt auch gerade einen Zeiten wo die Oberschicht ja sehr lange dann sagen wir mal diesen Staffwave gelebt hat wie das zum Beispiel auch bei Succession zum Beispiel der Fall ist wo halt... Dann Loro Piana Klamotten, die Capy für sechshundert Dollar getragen wird.

01:25:58: Das Outfit fünftausend Dollar kostet weil das die nicht interessiert ist, dass es so viel Geld kostet.

01:26:04: Dann geht's dann hin, dass die breiten Marken wieder hingehen und das adaptieren.

01:26:07: Dann läuft die Masse rum, dann kommt diese Old Money Cosplayer... ...und dann hast du wieder eine Statusverschiebung.

01:26:12: Wahrscheinlich würden wir wahrscheinlich wieder große Logos bald wieder in sein wenn der Rest wieder mit logolosen Klamoten halt rumläuft und denkt, das is cool!

01:26:20: Es ist immer Es ist eine

01:26:22: Pendelbewegung.

01:26:23: Ja, es gibt kein Ruhetzustand.

01:26:25: Alles

01:26:25: ist Pendel mal da, mal da!

01:26:28: Ich würde eigentlich gerne enden mit einem Zitat von Pierre Bourdieu... Dass der heißt das mag etwas zurechtlich.

01:26:34: Sagst du das auch französisch?

01:26:35: Wenn Du willst.

01:26:37: Er ist auf Deutsch.

01:26:39: Man hat was man mag weil man mag was man hat.

01:26:44: Das war ein schöner Wort.

01:26:46: Ihr da draußen uns interessiert.

01:26:48: natürlich schreibt in die Kommentare was ihr von diesen Theorien haltet.

01:26:53: Lass uns gerne in die Diskussion kommen.

01:26:56: Und sonst geht man wieder.

01:26:58: bummeln auf anderen Häusern, sind auch schöne Status-Symbole.

01:27:03: Bis dahin macht's gut!

01:27:05: Bist du auch schön mit dir?

01:27:06: Find ich auch.

01:27:07: Macht es gut bis dahin.

01:27:08: Tschüss

01:27:09: Servus.

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