Vom Senior zum Stadtrat: Michael Weickert über Führung, Verbindung und Leipzig

Shownotes

Was haben die Marine, eine Studentenverbindung und die Kommunalpolitik gemeinsam? Für Michael Weickert vor allem eines: Man lernt ziemlich schnell, was Verantwortung bedeutet, wenn Entscheidungen plötzlich nicht mehr nur einen selbst betreffen.

Michael Weickert wurde 1989 in Borna geboren, wuchs in Nienburg auf und kam später zum Studium nach Leipzig. Zuvor diente er bei der Marine. In Leipzig trat er der KDStV Germania Leipzig bei und übernahm dort eine außergewöhnlich lange Zeit Verantwortung: Ganze sechs Semester stand er seiner Verbindung als Senior vor.

Im Gespräch mit Korpo Talk geht es darum, was ein solches Amt mit einem jungen Studenten macht, wie man Menschen führt, die einem formal gleichgestellt sind, und warum Konflikte, Wegducken und das berühmte „Das haben wir immer so gemacht“ für eine Verbindung gefährlicher sein können als offener Streit.

Doch Michaels Weg führte weiter: Seit 2014 sitzt er im Leipziger Stadtrat, seit 2023 ist er Vorsitzender der CDU-Fraktion. Inzwischen wurde er vom CDU-Kreisvorstand als Kandidat für die Leipziger Oberbürgermeisterwahl 2027 befürwortet.

Wie viel von dem, was man in einer Verbindung über Führung, Psychologie und Verantwortung lernt, lässt sich auf Politik übertragen? Was musste Michael in der Politik vielleicht sogar wieder verlernen? Und sind Studentenverbindungen tatsächlich „Schulen der Verantwortung“ – oder werden sie das erst durch die Menschen, die bereit sind, Verantwortung wirklich zu übernehmen?

Eine Folge über Führung ohne Befehlsgewalt, Persönlichkeitsbildung, Konflikte, Tradition, Politik und die Frage, was Verantwortung mit einem Menschen macht.


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Credits – Intro & Outro
 Komposition Intro und Outro: Pamela Soria
  Intro-Voice: Vladen Cemus

Links & Kontakt:
  Pamela Soria
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Vladen Cemus
 – Hier geht es zu seiner Website
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Transkript anzeigen

00:00:05: Michael Weikert, heute ist so Gast.

00:00:20: Schön dass du hier bist!

00:00:22: Du bist ja für den Oberbürgermeisterkandidat der Stadt Leipzig für die CDU.

00:00:27: Aber was noch viel wichtiger ist, du bist ja alter Herr von KDSTV Germania Leipzig.

00:00:32: So ist es.

00:00:33: Herzlichen Dank für die Einladung und ich bin gerne gekommen.

00:00:36: Ja, ich freut mich auch gefreut dass das endlich geklappt hat.

00:00:37: Da haben wir schon länger geplant und da hatten ja vor ein paar Monaten den Erstkontakt.

00:00:41: jetzt sitzt ihr hier grad aus Düsseldorf hierhin ins schöne A-Grad?

00:00:47: Hier ist die Welt noch in Ordnung!

00:00:50: Kann man so sagen.

00:00:50: Wir haben auch einen CDU-Bürgermeister bei uns.

00:00:53: Das ist meistens gut.

00:00:54: Hat ja meine Frauen mich auch getraut.

00:00:56: Sehr gut, sehr gut.

00:00:58: Dann lass uns nochmal ein bisschen darüber erzählen.

00:00:59: du hast ja auch einen interessanten Wertegang hinter dir.

00:01:01: Du warst nicht nur... CV oder bist nicht nur CV, du bist bei der Marine gewesen.

00:01:05: Du bist bei Leipzig aufgewachsen dann bist in den Westen rüber Dann wieder zurück als immer.

00:01:10: wie ist das gekommen?

00:01:11: Ja also das ist in der Tat ein spannender Weg gewesen.

00:01:14: Also ich bin ja im Oktober neunundachtzig geboren einen kind der friedlichen revolution wie ich gerne sage.

00:01:21: Noch DDR Staatsbürger gab es ja damals noch und meine Eltern sind in den Westen gezogen.

00:01:30: Wir hatten in Nienburg an der Weser-Westfermannschaft, da bin ich aufgewachsen, bin zur Schule gegangen, Abitur abgelegt – war damals schon politisch aktiv.

00:01:39: und also ich bin mit dreizehn vierzehn politisch aktiv geworden.

00:01:44: Schüler-Sprecher dann in der Jungen Union die klassische Ochsentour und da habe ich mein Handwerkszeug gelernt.

00:01:55: und dann gab es ja hinterher noch die Werbpflicht.

00:01:58: für mich auch wurde ja noch richtig gemustert und musste auch, stand für mich auch nicht zur Debatte ob ich zur Bundeswehr gehe oder nicht.

00:02:06: Weil für mich stand fest Ich kann mich nicht politisch dafür einsetzen dass es einen Afghanistan Einsatz oder Piratenjagd am Horn von Afrika geht Und dann wenn ich gefragt werde aber verweigere das war für mich völlig klar hat die bundeswehrzeit hat mich im positivsten Sinne sehr geprägt.

00:02:22: und Dann bin ich?

00:02:29: Diese fünfzehn Jahre haben mich natürlich noch mal ganz anders und auch noch viel tiefer geprägt, denn Leipzig ist meine Heimat.

00:02:38: Ich bin zwar woanders aufgewachsen und habe auch numerisch die größte Zeit meines Lebens nicht in Leipzig verbracht aber mittlerweile sind das fünfzehnt Jahre, die zu den Glücklichsten gehören keine Frage und durch das was ich in Leibzig gemacht habe mich natürlich nochmal ganz anders geprägten.

00:02:57: Interessant!

00:02:58: Wie war das denn so für dich?

00:02:59: Also ich meine, du bist ja dann... Seid ihr dann relativ früher rüber in den Westen gezogen.

00:03:04: Dementsprechend hast du ja eigentlich eine relativ normale westdeutsche Sozialisierung auch durchgelaufen.

00:03:10: Fallen dir der Unterschiede auf wenn du mit deinen Kumparen in Leipzig zu tun hast dass es da Unterschiede gibt also Mentalitäten anders sind.

00:03:20: Ja, da gibt es natürlich Unterschiede.

00:03:23: Also zum einen war ich nicht getauft Ich habe mich erst mit achtzehnt taufen lassen.

00:03:30: Das heißt, es gab schon mal... Also zwar damals völlig klar, es gibt nur Konfirmationen.

00:03:35: da wo ich aufgewachsen bin ist absoluter Diaspora.

00:03:39: also wenn man macht Konfiration oder halt nicht Jugendwege gab's ja am besten damals noch nicht so und das war schon ein Unterschied.

00:03:46: Es war immer klar wir sind die zugezogenen.

00:03:48: Es waren immer klar Wir sind die Ostdeutschen.

00:03:52: Das ist schon etwas anderes gewesen Normale westdeutsche Sozialisation.

00:03:57: ja im Großen und Ganzen ist das so.

00:04:01: Aber immer mit diesem Vorbehalt, der ist in einer Kleinstadt natürlich noch mal wesentlich größer.

00:04:05: man gehört nicht dazu.

00:04:07: Man ist nicht Teil der etablierten Nienburger Familien und war sicherlich so dass ich da mich halt eben hocharbeiten musste oder meinen eigenen Weg gehen musste.

00:04:21: Ich habe das aber nie als Merkel empfunden.

00:04:23: also ich bringe es nochmal auf den Punkt.

00:04:25: Als ich im Westen gewohnt habe, war ich immer der Ossi.

00:04:27: Also als ich in Osten gezogen bin, war er immer der Wessi.

00:04:30: Ich bin aber ein gesamtdeutsches Produkt.

00:04:33: Findest du dass die Ost-West-Thematik eher von Ostdeutschen angesprochen wird?

00:04:36: Als von Westdeutschern oder...?

00:04:39: Ich glaube das nimmt sich nicht viel!

00:04:41: Also was ich feststelle ist... Dass heutzutage sehr viele, die deutlich jünger sind als ich, die nach der Jahrtausendwende geboren sind ihre ostdeutsche Identität wieder entdecken zu versuchen.

00:04:53: Ich glaube dass das an sich keine große Rolle spielt zwischen den beiden Landesteilen.

00:04:58: Es gibt natürlich nach wie vor Unterschiede zwischen Ost und West, keine Frage.

00:05:02: es gibt auch nach wie Vor viele Westdeutsche die noch nie im Osten waren.

00:05:06: Und jetzt ist Leipzig natürlich die größte Stadt Ostdeutschlands.

00:05:10: aber ich sage auch immer wenn ich sagen wenn jemand in Osten wollt fahrt nicht nur nach Leipzig oder Dresden Fahrt mal nach Döbeln Nach Torgau nach Görlitz nach Weißwasser.

00:05:23: Das ist ja dann schon nochmal was anderes.

00:05:27: Ich sehe es immer so.

00:05:30: Es ist ja unsere Verpflichtung auch als CDU, als Partei der deutschen Einheit da sehr klare Grenzen aufzuzeigen.

00:05:38: Ich kann aber natürlich viele in Ostdeutschland verstehen die in den neunziger und nuller Jahren mit Westimporten keine guten Erfahrungen gemacht haben.

00:05:50: also da gibt es ja nun auch diverse Beispiele die auch nicht aufgearbeitet sind Stichwort Treuhand.

00:05:55: Das ist ein sehr, sehr weites Feld und ... Da waren ja auch viele Chorstudenten, die da dann aktiv waren?

00:06:04: Ich glaube also wirklich Detlef Karsten Rohwedder ist ein Märtyrer der deutschen Einheit.

00:06:10: Der wollte einen anderen Weg als die Treuhande ihn eingeschlagen hat nachdem er ermordet wurde kaputt gemacht worden.

00:06:22: Auch an Vertrauen.

00:06:24: Arbeitslosigkeit war auch im Westen natürlich ein Thema, aber hier sind wirklich Generationen und ganze Gesellschaftsschichten auf einmal standen vor dem Nichts.

00:06:34: Und das unterscheidet Ost- und Westen ganz stark.

00:06:38: War das nur die Treuhand oder die Umstellung von Planwirtschaftsbetrieben hin zur freien Marktwirtschaft?

00:06:48: Die Lebensbiografie für Millionen Deutsche war am neunten November zu Ende beziehungsweise.

00:06:54: Man musste sich auf etwas ganz Neues einstellen und zur Wahrheit gehört ja auch, dass bis auf wenige Ausnahmen viele westdeutsche Politiker die deutsche Einheit nur noch aus für Kloregründen aufs Tapé gehoben haben in Sonntagsreden.

00:07:11: Ich glaube Kohl und Genscher waren da wirklich Ausnahmen, die da wirklich immer dran geglaubt haben und so ist es dann auch gekommen.

00:07:18: Die Erfahrung vieler Ostdeutschern, die ich nicht gemacht habe vor dem nichts zu stehen und deswegen auch anders mit Veränderungen umzugehen.

00:07:28: Auf der einen Seite nämlich eine enorme Veränderungsbereitschaft nach wie vor war.

00:07:34: also unsere langjährige Kulturamtsleiterin hat immer gesagt wenn wir etwas können dann ist es Veränderung.

00:07:39: auf der anderen Seite sind aber Ängste sorgen für mich schon auch nachvollziehbar Wenn es darum geht, wir müssen jetzt entweder bei dem Thema Migration, was ich auch sehr kritisch sehe.

00:07:55: Aber das da man eben sagt und wir wollen nicht, dass es hier aussieht wie in Duisburg-Marxloh.

00:08:00: Das kann ich dann schon irgendwo nachvollziehen, dass man da jetzt nicht mit der Flagge vorne dran steht und sagt ist jetzt eine super Idee eine Million Menschen unkontrolliert ins Land zu lassen.

00:08:12: Was ist ja gerade die CDU gewesen?

00:08:13: Das war ja, das ist so.

00:08:18: Das war in erster Linie die lahmalige Bundeskanzlerin Die auch das muss man ja mal nicht betrachten.

00:08:24: Ich teile viele ihrer Entscheidungen überhaupt nicht halte sie auch nach wie vor für falsch.

00:08:29: aber Man kann ihr jetzt nicht vorwerfen dass sie handwerklich schlecht regiert hat.

00:08:33: Inhaltlich sehe ich vieles also Vieles was wir jetzt am problem haben ist halt damals einfach liegen geblieben.

00:08:40: man wollte keinen konflikt eingehen man hat alle politischen konflikten mit Geld zugeschüttet.

00:08:45: Aber was damals schon begonnen hat und das da werde ich ja auch nicht müde dieses Thema zu bespielen ist, dass den Kommunen immer mehr Aufgaben übertragen werden.

00:08:55: Wofür sie das Geld nicht bekommen?

00:08:56: Also das, was wir jetzt an Misere haben, das liegt in der Zeit zweitausendfünfzehn-zwei-tausendsechzehn begründet weil wir viele Kosten im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerbern nicht erstattet bekommen haben.

00:09:09: Ja es ist auf jeden Fall ein sehr, sehr strittiges Thema.

00:09:12: Das ist so.

00:09:13: Was mich aber auch noch interessiert ist ja auch hier, sagen wir mal dieses Selbstverständnis.

00:09:18: Beobachtest du oft bei in Leipzig oder generell in Ostdeutschland eine Ostergie?

00:09:23: Oder eher sagen wir einmal wie das mit den Worten von Justus Geilhoff wird zu sagen ne ostdeutsche Vita?

00:09:28: Beides beides.

00:09:29: also es gab Anfang der Nullerjahre gab es ja so verschiedene Austalgie-Shows, mit Kathi Witt.

00:09:38: Rotkäppchen und wobei rottkäppchend wirklich würde ich immer wieder sagen was das deutsche Sekt angeht auch an der Spitze ist.

00:09:45: aber das war dieses New York und doch haben wir halt ein Kesselbundes und Helge Haarlemann und so war doch alles nicht so schlecht.

00:09:53: Ich hatte einen Geschäftslehrer damals der gesagt hat wunderbar wann machen wir eigentlich mal eine dritte Reichsshow?

00:09:59: Weil für mich immer klar war Natürlich gab es glückliches Leben in der DDR.

00:10:05: Keine Frage.

00:10:06: und dass viele auch sagen, das war eine andere Gemeinschaft weil man sich anders auch miteinander ins Benehmen setzen musste.

00:10:15: aber am Ende des Tages blieb Es war eine Diktatur die achtzehn Millionen unserer Landsleute unterdrückt hat.

00:10:21: so Und das darf man halt eben nicht vergessen.

00:10:25: Diese und ostdeutsche Vita wie gesagt ist von Brüchen geprägt an vielen Punkten und das finde ich dass das können viele, die im Westen unseres Landes groß geworden sind.

00:10:36: Das können viele so nicht nachvollziehen und ich finde es würde einfach gut tun, das zu akzeptieren, das anzuerkennen und gerade in vielen auch politischen Fragen nicht immer so belehrend auf Ostdeutschland zu schauen.

00:10:49: So nach dem Motto ja ihr seid hier sowieso immer ein bisschen komisch, weil sie denken ne es gibt ja Gründe warum das so ist Es gibt ja Gründe, warum Parteien bei uns bei Weitem nicht so viele Mitglieder haben wie in der Haltenbundesrepublik.

00:11:03: Ja es ist ein großes Skepsis die da auch glaube ich dem Staat gegenüber besteht.

00:11:07: Das ist mir aufgefallen als sich mir die Biografie bzw.

00:11:11: das Buch Freiheit von Angela Merkel das Hörbuch angehört hatte gerade als sie im Osten die neuen Parteien sich gegründet haben.

00:11:18: zur Wende hin war das halt auch schwierig, dass viel Personal dort auch aktiv war.

00:11:23: Die hatte eine Stasi-Vergangenheit halt hatten und dass man sich gegenseitig nicht trauen konnte weil es nicht klar war ob die Person gegenüber einer tickenden Zeitbombe ist.

00:11:32: Das ganze Schifter mit runterziehen könnte?

00:11:35: Es ist ganz spannend welche Parteien sich damals auch so gegründet haben.

00:11:39: also es gab ja das neue Forum Demokratie jetzt den demokratischen Aufbruch Also das, was dann später in Bündnis neunzig auch übergegangen ist.

00:11:50: Das war alles also und viele sind ja bewusst in diese Parteien gegangen und nicht im Blockparteien weil sie eben die Angst haben mussten dass in den block parteien leute sind Die überwachen und auch die cdu hat jetzt ihre geschichte als blockpartei noch nicht so zu hundert prozent aufgearbeitet Aber es Und das ist für viele natürlich nach wie vor auch mit einem Markel behaftet, sich parteipolitisch zu engagieren.

00:12:16: Weil es war völlig klar wer da in so eine Partei geht oder die Partei ist irgendwas.

00:12:27: Ich will mir gar nicht ein Urteil darüber erlauben warum das Leute gemacht haben.

00:12:31: Das steht mir nicht zu weil ich nicht weiß wie ich mich in so einer Situation verhalten hätte.

00:12:35: Bestes Beispiel Sie können jetzt hier sich drei Jahre verpflichten oder sie studieren nicht Als ich nicht weiß, was ich da gemacht hätte.

00:12:44: Ganz klar!

00:12:46: Oder auch wirklich wenn es dann richtig böse wurde und man die Familie genommen hat um einen zu adressen... Ich breche da wirklich nicht den Stab über einzelne Aber das ist natürlich eine große Skepsis nach wie vor vorhandenes Gegenüber Politik insgesamt gegenüber Parteien.

00:13:04: auch Das kann ich verstehen.

00:13:06: Man sieht es ja auch an den Wahlergebnissen.

00:13:08: Das ist ja wirklich ganz klar, wenn man die Karten einfärbt... ...dass man da eine ganz klassische Ost-West-Verteidigung sieht zwischen den Neuen und den alten Bundesländern.

00:13:18: Ist noch ein weiter Weg!

00:13:19: Aber ich meine das ist ja auch ne Art von Kultur, die dort besteht.

00:13:23: Du hast ja eben erzählt, dass du dich mit Achtzehn hast hoffen lassen?

00:13:26: Also du bist ja dann praktisch atheistisch aufgewachsen.

00:13:28: Dann hast du dir eine Konfession ausgesucht.

00:13:31: Wie kam's, dass wieder den Katholizismus ausgesuchten?

00:13:33: Weil ich mein geradees ist so, Leipzig etc.

00:13:37: ist eher ein protestantisch geprägtel Gegend?

00:13:39: Das war noch meine Nienburger Zeit.

00:13:43: Also ich habe immer einen Eininteresse an kirchlichen Abläufen sicherlich erst mal an Gottesdiensten gehabt, mich hat das irgendwie fasziniert und Ich weiß noch es war bei der Beerdigung meiner Großmutter September zwei tausend sieben also kurz vor meinem achtzehnten Geburtstag, kam eine mir unbekannte ältere Dame auf mich zu und überreichte mir ein Bild von Papst benetigt im sechzehnten.

00:14:18: Und da war eine Kreuzkette mit dran die angeblich vom Papst gesegnet sein und sollte.

00:14:24: kann man jetzt sich fragen stellen?

00:14:25: aber das war für mich so die Initialzündung.

00:14:27: ich hatte lange schon immer wieder überlegt Willst du den Schritt gehen, willst du das nicht machen?

00:14:33: Und das war für mich wie so eine Art... Erweckungserlebnisse sind jetzt nicht so Mainz.

00:14:37: Aber das war die Initialzündung auf jeden Fall, mich damit auseinanderzusetzen.

00:14:42: Ich bin dann ganz, wie soll ich sagen, naiv oder blau irgendwie auch immer... Ich bin einfach aufs Gemeinderamt gegangen ins Fahramt und hab gesagt ja, ich möchte gerne katholisch werden!

00:14:57: Der Pfarrer der mich später auch getauft hat, Pfarrermetzler Da hatte er so, ja das ist schön.

00:15:02: Kommen Sie mal vorbein.

00:15:03: zwei Wochen haben wir Terminen gemacht und der hat mir einen Satz mitgegeben Das ist hier kein Verein in denen man einfach austritt eintritt und wieder austritt Und dass prägt mich bis heute.

00:15:17: also ich habe dann ein Glaubskurs gemacht wurde Dann Ende?

00:15:27: Und ich habe mich damit schon sehr bewusst auseinandergesetzt.

00:15:32: Das prägt mich bis heute und insbesondere dieser Satz prägt mich bis Heute, denn für mich ist völlig klar das bei allen weltlichen Verfehlungen die Kirche mit Sicherheit begeht.

00:15:45: Ich immer wieder auf der anderen Seite sehe wie viel Gutes sie auch tut aber dass es mir vor allem darum geht die Botschaft, die im Evangelium verkündet wird, weil herunter mit.

00:15:58: viele sind gestorben, aber eine ist auferstanden.

00:16:02: Das hilft mir auch in meinem Alltag.

00:16:06: Interessant!

00:16:08: Und das hat ja dann noch den Weg zum CV gewählt.

00:16:10: Eht nicht?

00:16:11: So ist es.

00:16:12: Das ist eine sehr spannende Geschichte wie ich zum CV gekommen bin.

00:16:15: Also ich war dann... Ich bin tatsächlich jeden Sonntag in die Kirche gegangen.

00:16:18: Das war in Nienburg so und das war dann in Bremerhaven während meiner Marinezeit so.

00:16:27: Organist sowieso gleich dreimal nicht kein Instrument spielen.

00:16:31: Und das war dann so ein guter Freund meines Oberstufengeschichtslehrers, meines Leistungskurs-Lehrers.

00:16:39: Volker Herrholdt falls er zuhört an dieser Stelle Grüße bitte dessen also der Freund Marc Schiffner Kartellbruder Schiffener aus Berlin von der Brossus Saxonia meines Wissens nach noch genau.

00:16:51: Tochterverbindung von den Schwaben aus Berlin.

00:16:52: Ja genau Der lernte mich kennen, das war kurz vorm Abitur.

00:16:59: War der zu irgendeiner Veranstaltung an meiner Schule?

00:17:02: Ich kann dir aber nicht mehr sagen was das war.

00:17:03: Der lernt mich kennen und wir blieben so in Kontakt und stellte dann fest aha katholisch und cdu.

00:17:10: Und dann geht's mit dem Studium los.

00:17:12: er ist mal bundeswehr okay war gab.

00:17:14: damals hat man noch über facebook geschrieben Und dann schrieb der mich so an als dass dann deutlich wurde hier Ihr habt fünfundzwanzigstes gründungsfest ...Germania Leipzig.

00:17:26: Ähm... ...zwei-tausend elf, möchtest du da nicht hinkommen?

00:17:29: Und wäre das nicht was für dich?

00:17:31: Oh, kann ich mir mal angucken!

00:17:32: Und ich war dann da und es war auch sehr schön.

00:17:34: Es gibt noch das Bild vom Vierundzwanzigsten.

00:17:36: Da bin ich sogar mit drauf.

00:17:39: Ich habe dann aber erst einmal ein Jahr lang äh ähm ähm ja mich in Leipzig eingelebt.

00:17:44: Und zwothausend zwölf im September äh hab ich äh bin ich rezipiert worden von einer spontanen Knappe wie das bei Germania so üblich ist.

00:17:54: Der Mark Schiffner war aber dann immer penetrant und hat gesagt, jetzt geht er mal hin.

00:17:57: Und jetzt mach doch's mal!

00:17:59: Ja so bin ich zu Germania gekommen... ...und das hab' ich auch bis heute nicht bereut.

00:18:05: Was hatt' ich denn so fasziniert daran?

00:18:07: Also erstmal die Gemeinschaft.

00:18:10: Das muss ich ganz klar sagen.

00:18:11: Das war sozusagen als ich zur Germania kam hatten wir noch unsere Wohnung in der Schulze Beusenstraße.. ..das war eine Wohnung im Erdgeschoss mit Terrasse.

00:18:22: Die war so klassischer neunziger jahre schick mit nunulium boden einem kleinen innen liegenden bat und sagen wir sehr sperrlich ausgestattet.

00:18:31: und das war Zu einer veranstaltung.

00:18:35: Ich weiß gar nicht mehr was das war.

00:18:37: Und naja, wir kennen ja das geschäft.

00:18:40: wie wird dann gekriegt?

00:18:41: was machst du?

00:18:42: So ah in der cdu katholisch also das war dann so natürlich nach dem paar nach ein paar Alkoholhaltigen getränken.

00:18:52: Da hab ich mir so gedacht, okay, das klingt ja interessant!

00:18:57: Also es war für mich erstmal die reine Optik.

00:19:01: Band toll, Wix toll, eine Uniform, habe selber ein Uniform getragen... Das hat mich erst mal fasziniert und dann natürlich in der Fuchsenzeit und dann in meiner Zeit als aktiver habe ich halt erfahren also was für einen Das war ein großartiger Weg, der man ja schon in der DDR genommen hat.

00:19:21: Ich meine, siechsundachtzig gegründet.

00:19:22: Das nötigt mir immer wieder Respekt vor den Bundesbrüdern ab die damals diesen Schritt gemacht haben und mich bis heute.

00:19:31: dieses ganze Korpo-Wesen bietet etwas was glaube ich nur wenige, die außerhalb stehen verstehen können.

00:19:39: eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten also ich stelle das immer wieder fest gibt ja auch auch so im kommunale, industriellen Komplexen Leipzig den ein oder anderen korporierten und jetzt mal unabhängig auch vom Dachverband.

00:19:51: Man spricht ja irgendwo schon die gleiche Sprache.

00:19:53: also man kennt das dann so und war hier auf dem Haus gezaubert.

00:19:57: Und wie war das früher?

00:19:58: Das bringt einen schon wahnsinnig viel weiter.

00:20:01: und auch in Krisensituation habe ich dann erlebt Wie bundesbrüder auch wirklich da sind.

00:20:08: dass kann Ich nicht anders sagen.

00:20:11: das habe ich in der Intensität woanders auch nicht erlebt.

00:20:44: Tradition trifft Eleganz.

00:20:46: Und jetzt zurück zum Talk!

00:21:13: Diese, diese beiden.

00:21:15: Die Leben ist lange Bundesbrüderlichkeit in schweren Situationen dazu sein auch einen guten Situationen da zu sein.

00:21:23: Das prägt auch mich bis heute und ich durfte ja sechs Semester der Verbindung als Senior vorstehen.

00:21:31: das war auch eine Erfahrung die ich für später sammeln konnte.

00:21:36: Was haben wir denn dir die Verbindung?

00:21:37: Und vor allem auch die Marine über das lesen und führen von Menschen beigebracht?

00:21:43: Sehr, sehr viel.

00:21:45: Also bei der Bundeswehr war es natürlich so... Es gibt einen Befehl und dem ist zu folgen.

00:21:53: Das heißt das ist erstmal auf der Oberfläche eine sehr einfache Form der Führung.

00:21:57: weil warum machen wir das so?

00:21:59: Weil ich das jetzt hier sage Ich habe aber das große Glück gehabt tolle Vorgesetzte zu haben von denen ich viel lernen konnte Und das heißt nicht dass man sich jetzt hinstellt und den befehlen eine halbe Stunde erklärt.

00:22:11: Aber Ich habe da halt ganz schnell gemerkt, ich kann natürlich jetzt auch die Rekruten, die wir dann hatten.

00:22:16: Natürlich kann ich jetzt hier hundert Mann erst mal zwanzig Minuten anschreien.

00:22:20: Spätestens nach einer Minute schalten die aber auf Durchzug und... ...ich hab' die Erfahrung gemacht je leiser und bestimmter man im Ton ist das wirkt viel mehr.

00:22:31: Und immer war mein Lieblingsspruch den haben wir ja immer gebracht Wenn Sie hier noch Probleme haben helfen wie Ihnen dabei, ne?

00:22:38: Dann sehen wir ja Sie haben hier noch Ausbildungsbedarf.

00:22:42: Dann werden wir den jetzt am Wochenende natürlich nachholen, weil es ist ja dann ... Wir sehen ja, wir haben da sehr unser Problem und da werden wir ihnen jetzt helfen das zu machen.

00:22:51: Das hat meistens immer ganz gut funktioniert.

00:22:53: einfach nur Tür auf fünf Minuten rumbrüllen kann man mal machen aber bringt halt nicht viel.

00:23:01: Und auch bei der Verbindung natürlich Meine Senior ist ja auch nicht immer das dankbarste Amt Aber Ähm... Ich sag mal so, Menschen lesen ist vielleicht das falsche Wort.

00:23:15: Aber was Führung angeht konnte ich immer lernen?

00:23:18: Das ist schon eine Grundlage dafür.

00:23:22: braucht und da muss man sich immer wieder bewusst werden warum mache ich das?

00:23:25: der muss ich mir selber bewusst werden Was will ich denn erreichen?

00:23:28: Was ist denn das Ziel, wo ich hinwill um auch zu versuchen Menschen- Ich mag das halt nicht, aber die Menschen halt mitzunehmen.

00:23:36: So nach dem Motto das machen wir jetzt gemeinsam Führe ich euch jetzt hin und dann erreichen wir gemeinsam das Ziel.

00:23:46: Das musst du ja noch spätes nächstes Jahr, wenn es erfolgreich wird.

00:23:49: Das wird dann auch die ganz große Herausforderung, dass ist richtiger!

00:23:53: Ja, es ist schon wirklich ein spannender Pferdegang, den du da hast.

00:23:56: Du hast ja auf wie du es dir schon gesagt hast, sechsmal den Senior gemacht.

00:24:01: Zwei Seniorats-Episoden waren das?

00:24:02: Zweimal drei.

00:24:03: Weil das ein Zeichen von Vertrauen, von Krise, von Fangeln an Alternativen oder von einem bisschen... Also, Germania hat ja Freiheit recht treu als Mahlspruch.

00:24:12: Und ich habe immer dann gesagt und was uns auszeichnet ist Improvisation.

00:24:17: Tatsächlich ist es natürlich für eine katholische Verbindung im Osten und in Leipzig noch viel mehr sehr schwierig zu keilen.

00:24:24: Keine Frage.

00:24:25: Allkatholisch-und-Verbindungsaffin ist keine Armee die da vor der Tür steht.

00:24:32: Die erste Senioratsepisode das war zwei drei zehn, zwei vierzehn.

00:24:38: Da war ich einfach ganz regulär dran.

00:24:41: Es war immer klar, wer hier jeder Bursch muss mal und das war auch eigentlich immer klar dass es zwei Semester sind denn wir hatten damals ein Aktivitas.

00:24:51: Ich müsste jetzt grob überschlagen acht neun Leute vielleicht also da kann man sich gar nicht rausnehmen.

00:24:58: Und die zweite Seniorats Episode Die entstand ein bisschen dann mehr aus der Krise heraus Und ich hatte damals die Gelegenheit, den Prozess unseres Umzuges in unsere neue Konstante mitzubegleiten und zu gestalten.

00:25:18: Das war ja auch ein echter Kraftakt in jeder Hinsicht.

00:25:26: Wir hatten immer geguckt, neue Konstanten – und ich werde nie vergessen unser Filistakwestor Doug Udo Und unser Gründungsbursch, Häger und ich.

00:25:36: Wir stehen an unserer jetzigen Konstante, steht der Markler davor?

00:25:42: Und wir haben natürlich in den Vorgesprächen nie so ganz gesagt was wir sind, weil da machen ja viele gleich zu.

00:25:49: Der Dirk Udo fing so an Ja, wir wollten übrigens sagen also wir kaufen das jetzt hier nicht nur für uns sondern wollen das nicht nur von uns kaufen Sondern sie sind eine Studentenverbindung.

00:25:58: Der Markler sagte auskenne Ich bin auch ein Einer!

00:26:01: Das war natürlich.

00:26:03: Also.

00:26:03: in dem Moment wusste ich, das klappt jetzt hier auch.

00:26:07: Und da war ich dann drei Semester Senior noch mal bis Anfang.

00:26:13: zwei Tausend Neunzehn hatte dann das große Glück also auch den Eröffnungskommeres für die Konstante zu schlagen und ich wollte es dann halt eben auch... Also ich habe gesagt, Schulz-Bollenstraße war toll aber das erste Semester der neuen Konstante, das wollte ich mir als Senior nicht nehmen lassen und da hab' ich dann wie gesagt nicht nur zwei sondern nochmal drei Semestern gemacht Und das war wirklich... Das war eine sehr anstrengende, aber auch sehr schöne Zeit und da hatte ich das Glück dass wir dann zwei sehr gute Füchse bekamen die den Laden dann auch lange geschmissen haben.

00:26:45: Das ist immer viel Glück und eine schöne Sache wenn das passiert.

00:26:48: Wenn man noch Leute hat mit dem gut zusammenarbeiten kann und die nicht nur Arbeit machen?

00:26:55: Das ist so.

00:26:56: Als Senior hast du ja auch Menschen geführt die eigentlich ja auch erstmal gleichgestellt sind irgendwo abgesehen natürlich zwischen Füxen und Burschen.

00:27:04: Ähm, wir haben das kloreltere Semester.

00:27:07: Was ist für dich schwerer Befehle geben zu dürfen oder Menschen zu führen die jederzeit Nein sagen können?

00:27:13: Ich würde spontan sagen natürlich eher zwei.

00:27:17: Beim Befehligeben ist aber dass hera oder ob das nun ein befehl und eine dienstliche Anweisung ist der öffentliche Dienst funktioniert da ja irgendwo nicht unehnlich.

00:27:27: Menschen die jeder Zeit nein sagen können motivierst du natürlich immer auch durch Vorbild nochmal ganz stark.

00:27:34: Beim Befehle geben ist es eher so, ich muss mir Gedanken darüber machen.

00:27:39: Wenn die das jetzt wirklich so machen was für Konsequenzen hat dass derjenige der nein sagt uns nicht macht.

00:27:44: Das sind zwei unterschiedliche kategorien.

00:27:48: beides ist nicht ganz einfach aber unterschiedlich schwer oder eben auch nicht.

00:27:54: also auch das gehört natürlich dazu, wenn man die Leute dann doch irgendwie motiviert kriegt.

00:28:00: Klassischer Schnitt zum Hausbautag oder hier muss mal was aufgebaut werden und... Dann läuft's auf einmal!

00:28:06: Also ich weiß noch als wir unsere Bar abgeholt haben, die bei uns steht?

00:28:09: Ich konnte leider nicht.

00:28:11: Ich hab ja in den Wochenenden meistens arbeiten müssen.

00:28:15: Und da sind aber... Haben sich drei Bundesbrüder im Auto gemietet, sind in die... Wo sind die denn gefahren?

00:28:20: Doch Libstadt glaube ich haben die Barb, es war ganz problemlos dass das funktioniert und das ist dann natürlich immer schön.

00:28:28: Wenn man sich mal so vorstellt, sein Seniorat als eine kleine TV-Mini Sendung oder einen bekannten Abteilungsleiter.

00:28:40: Welches Szene wäre der Wendepunkt der Staffel?

00:28:42: Und was wäre danach anders?

00:28:44: Oh!

00:28:45: Das ist ne gute Frage.

00:28:48: Der Wendelpunkt... Also Da würde ich schon sagen, der Kauf der neuen Konstante.

00:28:56: Weil das war räumlich ein Wendepunkt und das war für mich eben auch der Weg ins inaktiv sein, auch wenn wir den Status ja nicht kennen aber... Das war schon der Wendelpunkt.

00:29:07: Was war denn der größte What-a-Fuck-Modern im Moment für dich?

00:29:11: Oh!

00:29:13: Das ist eine gute Frage weil da gibt es natürlich viele.

00:29:17: also ich weiß noch Wir hatten Beim fünfundzwanzigsten Mauerfall-Commerce, ... ähm ... Klassiker, ne?

00:29:30: Schön im Ratskeller gewesen.

00:29:32: Also haben die Leute nicht gemacht ihre Rechnung bezahlt.

00:29:34: ja wir haben übrigens noch dreieinhalb tausend Euro übrig.

00:29:37: Ja da müssen wir jetzt wohl eine Lösung finden, ne So das war ich schon so Scheiße.

00:29:43: was mach'n jetzt hier?

00:29:46: Ich hatte nicht einfach mal so cash dabei.

00:29:52: Das war so ein Klassiker oder ich weiß noch, also... Ich bin einmal auch in die neue Konzente gekommen und es sah wirklich aus als hätte dort nicht nur eine Bombe eingeschlagen sondern, wo ich mir so dachte okay wir haben aber hier eine Stunde Konvent.

00:30:10: Das kann jetzt echt nicht sein!

00:30:14: Wir hatten auch einmal ne Situation Da musste jemand von der Konstante, der nicht Bundesbruder war, gehen in den Zimmert.

00:30:27: Das war auch nicht schön aber musste halt gemacht werden.

00:30:30: Ja gut man erlebt ja mal die schönen Erlebnisse und die Küche ist auch immer ordentlich.

00:30:34: Die Küche...die Küche..die Küchen ist sagen wir mal schlimmer als jedes Bad sag ich immer wieder.

00:30:40: In WGs insgesamt oder auf Korpohäusern?

00:30:43: Ja das stimmt!

00:30:44: Ich habe mal den Kühlschrank ausgemistet.

00:30:48: Ich sag mal so, ne?

00:30:50: Das war auch... Also da hab ich an vielen Punkten meine Ekelschwelle echt neu definiert und überwunden.

00:30:56: Es ist auch so, wenn ich unterwegs bin, ich bin auf anderen Häusern und es wird irgendwie gemeinsam auch gegessen.

00:31:03: Dann holen die Schüsseln, die Tellermesser und Gabel raus, dann denkst du, ahm, bitte lass die Witze sauber sein und lass die Witte noch ein zweites Set haben, muss sie für andere Sachen benutzen!

00:31:16: Das ist wirklich so.

00:31:18: Aber ich sage mir, hat mir meine Bundeswehrzeit wirklich geholfen?

00:31:21: Weil da musst du auch... Ich weiß noch, Donnerstag war ja mal Seemannssonntag und wenn der Heizagast reinkommt und einmal über den Kuchen legt und sagt jetzt Mainz, musst du trotzdem essen.

00:31:34: Also das ist halt so!

00:31:35: Da muss man eben dann auch Grenzen setzen.

00:31:37: Und ich war vor bei einer Bundeswehrzeiten, aber ich war ein ganz... etepitäte Kind so, also nicht dreckig machen.

00:31:45: Nicht draußen sein und vor allem geäkelt gefühlt das habe ich dort wirklich abgelegt Und dann als Korpo natürlich noch zweimal mehr abgelegt.

00:31:59: Was hat denn das Seniorat an dir noch konkret verändert was vielleicht nicht in einer gewissen Weise nur angenehm war?

00:32:09: Also verändert hat es sicherlich Erstmal, dass man weniger Zeit hatte zum Studieren.

00:32:22: Beziehungsweise, weil ich ja immer noch nebenbei beim Bräuniger gearbeitet habe das Koordinieren von freien Wochenenden Das war nicht ganz einfach.

00:32:35: Aber wenn ich da heute darauf zurückblicke sag ich mal wieder Zum Negativ wüsste ich jetzt nicht, muss ich ehrlicherweise sagen.

00:32:44: Ich könnte mir jetzt sicherlich irgendwie so die Klassiker ausdenken aber jedes Semester meines Seniorens hat mich weitergebracht in irgendeiner Art und Weise und darauf blicke ich.

00:32:55: vielleicht verkläre ich es auch.

00:32:57: das kann ja durchaus sein.

00:32:58: aber da sage ich auf mittlerweile ganz selbstbewusst dass muss man die Bundesbrüder fragen die damals heute mit dabei sind.

00:33:06: sie sollen einen Urteil darüber fällen.

00:33:09: Ich meine, es gibt ja auch negative Fälle.

00:33:10: Also Sachen wo Leute sich so entwickeln, dass sie nur Elebogen einsetzen und Stock im Arsch haben, völlig Spaß befreit sind!

00:33:17: Das heißt ja auch... Wo obachtet man oft nette Jungs die Archivferne?

00:33:21: Und zwei Semester später erkennst du die gar nicht mehr wieder und denkst dir was wird hier

00:33:24: passiert?!

00:33:26: Da würde ich immer behaupten, also ich sag mal so klar, so aus dem Jahr ist das erste Mal auch Stadtrat wurde, da hatte ich schon ein bisschen die Nase oben ganz klar war.

00:33:35: Ich war vierundzwanzig dachte mir Wann ruft der Bundespräsidenten an und fragt, wofür ich zur Verfügung stehe?

00:33:43: Hat er bis heute nicht gemacht.

00:33:44: Gut seine Sache aber selbstverständlich das war schon so.

00:33:49: Ich hatte immer das Glück dass ich aber Bundesbrüder und insbesondere meinen Leibvater und mein Leibbruder um mich herum hatte die da zur Erdung beigetragen hatten.

00:33:59: Mein Leib Bruder der Nils Oberstadt der saß mit mir zusammen auch im Stadtrat Und das hat uns unfassbar auch beide wahrscheinlich gegenseitig geerdet.

00:34:10: Ich hab natürlich jetzt weniger im Korpo Kontext, aber in der Politik immer auch Niederlagen erlebt und eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen guten Politiker und ich würde sagen auch für ein guter Senior ist man muss niederlagen erprobt sein.

00:34:23: Das ist ganz, ganz wesentlich!

00:34:25: Ich habe mir aber nie meine gute Laune nehmen lassen und habe immer festgestellt Dingen mit Humor zu begegnen.

00:34:33: Das ist auch für viele entwaffnend.

00:34:36: Und immer einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist, kröchen und richten und weitermachen?

00:34:42: Ich sage mal so ... ich meine es ist auch ein deutsches Erbübel.

00:34:45: Dieses Haar der ist da mit seiner Firma pleite gegangen das konnte ja nichts werden.

00:34:50: wo ich mir so denke ne hat's versucht ist doch wunderbar beim nächsten markt klappzahlt.

00:34:54: also da erfinde ich diese diese diese angelsächsische mentalität wesentlich angenehmer und Da sage ich mir wirklich in jeder niederlage aus der man aufgestanden ist, geht man stärker, abgehärteter und auch besser heraus.

00:35:09: Und jetzt machen sich immer Türen auf.

00:35:12: also auch da der heilige Geist würfelt nicht, er wird schon lenken, er würde es schon irgendwie richten.

00:35:20: das mag auch eine etwas sagen wir naive oder vielleicht auch kindliche Vorstellung von Glaube oder Fügung oder wie auch immer man das nennen mag sein aber es hilft mir zumindest weil Schlechte Laune und sich aufkriegen, das überlasse ich der Talkshow-Industrie im öffentlich rechtlichen Rundfunk.

00:35:43: Verbindungen stehen heute vor einer neuen Herausforderung.

00:35:46: Nachwuchs, Außenwirkung Identität – all das entscheidet sich längst auch online.

00:35:50: Wer sich digital nicht zeigt wird übersehen.

00:35:52: Doch wie präsentiert man Traditionen so dass sie modern wirkt ohne sich zu verbieten?

00:35:57: Corporal Content Lab gibt genau darauf die Antwort.

00:35:59: Mit unseren Workshops, Social Media Keilen und der Content Creation-Meisterklasse lernt ihr eure Verbindung strategisch authentisch und attraktiv zu zeigen.

00:36:07: Für mehr Sichtbarkeit neue Mitglieder und das gute Gefühl zu wissen was man tut!

00:36:13: Ein moderner und professioneller Auftritt schafft Vertrauen nach innen wie nach außen und zeigt dass eure Verbindung nicht in der Vergangenheit stehen bleibt sondern Zukunft gestaltet.

00:36:22: Wir vom Corpo Content Lab erstellen euch genau diesen Auftritt an einer zeitgemäßen und zirkruppen orientierten Webseite offiziellen E-Mail Adressen Stilvollen Semesterprogramm, Polörkarten, Imagefilmen und vielmehr damit jeder erkennt eure Verbindung lebt und hat Zukunft.

00:36:37: Bei allem bald jetzt euren Demokall.

00:36:39: alle Infos findet ihr in den Show-Notes.

00:36:45: Du hast ja jetzt gerade schon gesagt dass du ja schon aus dem Jahr hier im Stadtrat gewählt worden bist.

00:36:50: Beobachtest du eigentlich jeden Tag, sagen wir mal Haus auf Karts für Arme?

00:36:57: Nein eigentlich beobachte ich jeden Tag Haus auf karts für die Normalsterblichen.

00:37:04: Das hat in der lustige Geschichte, als ich nach meiner Trennung eine neue Wohnung brauchte, zog ich zurück zu meiner alten Hausverwaltung.

00:37:14: Fast in die gleiche Adresse, wo wir früher mal gewohnt hatten und den Hausmeister kannte ich noch.

00:37:18: Und er fragte mich hier ein ganz toller Typ so sagen Sie mal sind sie noch an der Politik?

00:37:24: Ja!

00:37:25: Ich habe jetzt die Hausaufgarts angefangen.

00:37:28: ist das wirklich so?

00:37:30: Also ich habe jetzt noch niemanden vor der U-Bahn geschubst, aber der Rest stimmt schon so ziemlich.

00:37:33: Oh okay gut!

00:37:35: Nein also es ist natürlich überzeichnet keine Frage filmisch aber sehr gut dargestellt in den ersten beiden Staffeln.

00:37:42: Ich stelle eher fest manche wären gerne wie Frank Underwood oder Francis Urquhart in der Original Serie Die britische, ne?

00:37:50: Ja die auch.

00:37:51: Die ist viel geiler finde ich als die Amerikaner.

00:37:52: Die erste Staffel auf jeden Fall.

00:37:55: Die zweite und dritte Staffel Also die dritte Staffel ist auch bei der Original-Serie nicht wirklich gut.

00:38:02: Ich habe bisher noch nicht geschafft, die Romane dazu zu lesen.

00:38:05: Ich glaube sie sind auch wesentlich besser.

00:38:08: Aber Ian Richardson ist natürlich Weltklasse als Urquhart und ich glaube viele wollten das immer gerne so sein.

00:38:18: Am Ende des Tages sag' ich mir mal so Freunde Wir sind hier auf der kommunalen Ebene.

00:38:26: wir müssen versuchen pragmatische Politik zu machen.

00:38:29: Der Mitbewerber ob innerhalb oder außerhalb der Partei, der eigenen Partei ist ja auch nicht per se doof.

00:38:38: Im Sinne von dass er das nicht merkt.

00:38:40: Kommt auf die Partei an?

00:38:41: Ja, das ist zum Beispiel etwas... Hab ich früher auch so gedacht.

00:38:46: also ich weiß noch Ich bin als vierzehn-fünfzehnjähriger schneidiger J-Ula gerne mal mit Aussagen aufgefallen wie Grüne sind für mich alle Terroristen.

00:38:56: Sorgte für viel Schenkelklopfen ist aber natürlich in der Realität nicht so.

00:39:01: Im Gegenteil und alle Parteien haben irgendwo gute Leute, aber ... Nein also wie gesagt es gibt... Also das habe ich wirklich gelernt ne?

00:39:16: Da schleift man sich ja auch ein bisschen ab.

00:39:19: Man muss ja mit versuchenden schwierigen Mehrheitslagen da auch mehr halten.

00:39:22: Jedenfalls Aber es ist, glaube ich in der Politik auch gerade um so einen Punkt.

00:39:27: Dass du ja relativ schnell lernst dass die Ideale, die Du hast, die Dich dort hintragen, relativ schnell von der Realität eingeholt werden wo es halt wirklich ein Handeln ist Mehrheiten zu finden das Gegnerlager mitzunehmen und wichtigen Punkten in Schacht zu halten Krisen zu nutzen.

00:39:47: Das ist so.

00:39:48: deswegen war ich immer ein großer Fan eines Mehrheitswahlrechts Denn daran oder dann kann eben eine Partei nach Möglichkeit auch schwierige Dinge durchziehen.

00:40:02: und in meinem Büro hinter meinem Schreibtisch hängt ein Porträt von Margaret Thatcher.

00:40:08: Und für mich ist das eine der größten Figuren des zwanzigsten Jahrhunderts, eine der bedeutendsten ja absolut einer der bedeutensten konservativen Frauen die es oder überhaupt Politiker die es je gegeben hat Und der, der jetzt unabhängig was sich von bestimmten inhaltlichen Fragen des Thatcherismus haltet, die ja auch sehr Großbritannien spezifisch sind.

00:40:31: War jetzt nicht alles Gold was glänzt aber die Entscheidungsfreudigkeit auch in schwierigen Situationen etwas mal durch zu halten weggebompt zu werden nach knapp von der IAA.

00:40:45: Zwanzig Minuten später vor den Kameras zu stehen The Conference will go on As usual.

00:40:52: Das beeindruckt mich schon, also das ist für mich so... Also Mrs.

00:40:58: Setscher, Ronald Reagan, das sind für mich auch so.

00:41:00: Goats sagt man ja heute.

00:41:03: Zeigt mir mal heute jemanden der das so kann um dann noch sinnvolle politische Entscheidungen zu treffen?

00:41:10: Ich finde, also für mich ist das einfach mit Leidenschaft im Englisch nur den sagen nicht dedicated, dass das groß Das ist groß.

00:41:23: Ja, das ist ein Format, das findet man heute nicht mehr so stark.

00:41:26: Es ist viel bei Politikern, da hat man das Gefühl des Gebieterstands und dann wird die Flintenskorn geworfen.

00:41:32: Ich merke es war nicht so.

00:41:33: Die hat ja auch viele Krisen gekonnt genutzt Ja, immer diese Dienerei-Strategie gefahren.

00:41:42: Der ist eine Alternative was ich ja übrigens auch von Satcha abgekommen hatte dann Krisen auszusitzen bis es so ist dass man solange nicht reagiert hat sich alle irgendeine Art Sachen Reaktion wünscht und dann kleine Reaktionen geben Und dann ist die Sache abgehackt.

00:42:00: Ja das ist aber glaube ich halt doch was ein Staatsmann halt auch ausmacht.

00:42:03: und Satcher is ja wirklich ein spannender Wettergang Kleinkremer von Familie hin zur Premierministerin in dem Ständerstaat Großbritannien.

00:42:12: Absolut, absolut.

00:42:13: die musste gegen so viele Widerstände kämpfen.

00:42:15: Weißt du was dir mit wo die mit an der Erfindung daran beteiligt war?

00:42:18: An Softice als Chemikerin weil ursprünglich Chemikerinnen hat.

00:42:21: ein Oxfordstipendium kam aus kleinsten also man würde fast sagen ärmlichen Verhältnissen und hat sich als Frau In den sechziger und siebziger Jahren in Großbritanien an die Spitze der konservativen Parteien gesetzt und hat dieses Land verändert.

00:42:40: Ob das nun der Sieg über den argentinischen Faschismus ist, ob es die Deregulierung der Wirtschaft ist?

00:42:48: Die Macht der Gewerkschaften gebrochen?

00:42:50: Und ich meine Großbritannien in der Art.

00:42:51: seventy-neun-siebzig waren am Ende!

00:42:54: Da ging ja gar nichts mehr Müllberge in den Straßen.

00:42:58: Das können wir uns gar nicht vorstellen.

00:43:00: Ich habe das immer sehr bedauert dass Es in Deutschland Nur in den Osten natürlich noch viel weniger.

00:43:06: Nur wenig Verbindungen, nur wenig Blick auf Großbritannien gibt weil für mich immer noch einer unserer wichtigsten und naturlichsten Verbündeten.

00:43:20: Und wie du sagtest es gab Politiker die eben gesagt haben ich bin jetzt hier davon überzeugt und ich ziehe es jetzt durch dieses schon wieder neue Umfrage Aber auch heute im Spiegel, das war ... Ist ja egal.

00:43:38: Eine eisende Regel, die ich auch jüngeren Nachwuchskräften gerne mitgebe.

00:43:43: Montags erscheint eine Zeitung, Dienstags auch und montags ist der Schnittsturm für dich da.

00:43:50: Dienstag liegt mal in der Ostsee und Mittwochs haben wir Taubenschläger auf dem Marktplatz.

00:43:57: es geht immer weiter.

00:43:59: also Also das Durchheitspotenzial in der Medienwelt ist so massiv, dass man sich keine Gedanken machen muss wenn man mal schlechte Presse hat.

00:44:10: Ja gut aber die Presse hatte ja auch ordentlich viel angelassen.

00:44:12: also absolut!

00:44:13: Das ist ja auch nicht mehr wie früher.

00:44:15: Also ich sage immer so dieses... Wird ihr auch viel von der Politik finanziert?

00:44:19: Ja also vom Gebührenzahler ja hauptsächlich und dann auch so private... Ich sag mir immer wieder es gibt jetzt diese Talkshow-Industrie wo alle paar Wochen so die gleichen Programme durchgenudelt werden inhaltlicher Natur.

00:44:36: Man sieht ja auch immer, dass da eigentlich nur die gleichen Deute sitzen.

00:44:40: Die gleichen Playbooks und Frames?

00:44:42: Absolut, absolut!

00:44:43: Wo ich sage ist okay, früher gab's immer so die... Also ich sag mal heute ist der Klassiker Ralph Stegner Armin Laschet Albrecht von Lucke Melanie Armann auch ganz wichtig das freundlichste Gesicht des deutschen Journalismus Wo ich mir denke, ihr brüllt euch dann jetzt hier eine halbe Stunde an und wiederlegt euch oder auch nicht.

00:45:04: Es ist hat mit der das Publikum klatscht bei den klassischen Holzhack-Phrasen okay aber es hat mit Lebensrealität von über achtzig Millionen Menschen absolut nichts zu tun.

00:45:15: Absolut!

00:45:15: Guckt das auch keiner mehr aus der Politik?

00:45:19: Ich gucke es auf gar keinen Fall.

00:45:20: Erstens bin ich damals schon ein bisschen müde.

00:45:22: Zweitens interessiert es mich überhaupt nicht was die da sagen und was sie machen.

00:45:28: Bei aller Liebe auch zu Leuten, die immer in der Politik sagen müssen wir über Reformen reden.

00:45:34: Wir müssen mal machen.

00:45:36: Macht's einfach!

00:45:37: Ich will es gar nicht hören.

00:45:38: ich will auch nicht viel erklärt bekommen.

00:45:39: Ich will auch Politik nicht mehr erklärt bekomme.

00:45:41: ich will gute Politik die aber gemacht wird und dann alle vier Jahre werden wer gefragt was war davon haltend?

00:45:46: Aber so große partizipative Beteiligungsprozesse in Programmfragen für eine Bundestagswahl braucht das die?

00:45:55: Da ist es für mich viel Selbstbespaßung auch.

00:45:58: Das Entertainment letztendlich?

00:46:00: Ja, das ist es ja leider nicht weil wenn ich... Ich weiß es ist auch so dass wir mal bei Tramie zuviel gesehen haben früher.

00:46:06: Da wurden Gefechte ausgefochten und Deutschland gerettet.

00:46:10: Klaus Schlupp!

00:46:12: Das waren noch Zeiten der Schluck des Jahres.

00:46:15: Nein natürlich bringt es überhaupt nichts und ich sage immer wieder für mich gilt in meiner Wahrnehmung Die Menschen haben uns Politiker gewählt, um sie zu repräsentieren.

00:46:29: Aber auch um Sie zu führen!

00:46:31: Die wollen das Wirt Probleme lösen.

00:46:33: Die wollen nicht dass wir ihnen erklären was es nicht geht und wie wir versuchen uns Problemen zu nähern.

00:46:39: Das ist natürlich heute alles nicht mehr ganz unkomplex mag ja alles sein.

00:46:42: aber die wollen nicht hören dass wir jahrelang und ich sag mal so dieses Thema Entertainment Faktor spielt auf der anderen Seite des Konditens des großen Teiches eine große Rolle.

00:46:54: Man kann das jetzt gut oder schlecht finden.

00:46:56: Ich glaube eigentlich ist es eine Stärke, dass deutsche Politiker sehr wenig für Entertainment übrig haben und da auch nicht sonderlich gut sind.

00:47:05: mittlerweile halte ich's aber für ne Schwäche.

00:47:07: man sieht das ja in Sachsen-Anhalt der Spitzenkandidat der AfD dort Millionen also hunderttausende Follower auf jeden Fall.

00:47:16: Ich finde den ganz grauenhaft so wirklich der schmierigste Typ den ich mir vorstellen kann.

00:47:21: Es zieht aber so.

00:47:24: Ich sag mir immer, also gibt dir einen schönen Satz von Roger Stone.

00:47:27: Politics is show business for ugly people und... Hast du die Doku gesehen von dem?

00:47:34: Absolutes Weltniveau.

00:47:35: Absolut das Weltnivel!

00:47:37: Also irgendwie ich kann mich der Faszination dann nicht verschließen und sage auch immer er hat ja recht.

00:47:45: wenn ich in den Spiegel gucke hat er Recht.

00:47:48: für's Showgeschäft bin ich zu hässlich fürs Priestatum war das Latein so schlecht blieb ja nur Politik übrig drastisch formuliert.

00:47:54: Nein Spaß bei Seite Politik ist schon auch ein ernstzunehmendes Geschäft.

00:47:59: Aber dieses und in Amerika darf man natürlich nicht vergessen, spielt das Thema, dass Politiker entertainmentfähig sein müssen.

00:48:07: spätestens seit Ronald Reagan eine viel größere Rolle.

00:48:10: Das ist bei uns nicht so.

00:48:11: aber ich sag mal so Sieht euch wenigstens mal paar Schuhe an die nicht nur auf sich Euro gekostet haben Wände ich jetzt nicht schlecht wäre dem Amt glaube ich angemessen zum Beispiel Vor allem aber und das sind ja alles nur so scenery for the public.

00:48:30: Macht gute Politik, macht einfach gute Politik.

00:48:34: Ich glaube auch dass viele Politiker gerade in der zweiten dritten vierten Reihe irgendwo gehöre ich ja auch dazu, wie man jetzt mal die Leipziger Politik vielleicht ausnimmt, die machen auch eine gute Arbeit.

00:48:50: Die hängen sich rein!

00:48:51: Die gehen zu jedem Kaninchen-Züchterverein, jedem Dorf fest Jeder Feuerwehrversammlung und verbringen dort Stunden, die sie nicht bei ihrer Familie verbringen.

00:49:03: Das gehört ja auch dazu!

00:49:05: Und hängen sich rein und kommen am Ende... Also er feiern dann sicherlich auch Erfolge und kleine Erfolgen, die vor Ort auch wichtig sind.

00:49:13: Aber wo ich mir so denke ihr hängt im Hamsterrad drin das tut mir schon echt leid.

00:49:16: Die großen Fragen gehen an euch vorbei.

00:49:18: Das ist meistens ein kleiner Zirkel der das entscheidet und ihr müsst halt mitmachen.

00:49:24: Du bist Vorsitzender oder Schatzmeister in einem Studentenwohnheim und plötzlich fühlt sich alles nur noch nach Finanzamt und Haftung an?

00:49:30: Dann brauchst du Profis, den Verband für Studenten-Wohnheime in Bonn.

00:49:33: Partner von über einhundertfünfzig Studenten Wohnheim im ganz Deutschland seit über seventy zwei Jahren.

00:49:38: Rechtssicherheit, automatisierter Spendeneinzug, Musterverträge, Klauzegriff, Haftungsdach und persönliche Beratung alles inklusive.

00:49:45: Für nur vierhundertfünfzig Euro im Jahr plus drei Komma fünf Prozent auf die Spendeneinnahmen.

00:49:49: Alle Infos in den Shownotes und du hast den Kopf frei fürs Wesentliche!

00:49:55: Ja was mich auch noch interessiert ist vor allem die Fähigkeiten die wir in der Verbindung lernen zu überleben.

00:50:06: Was hast du gelernt für die Politik?

00:50:07: Weil ich frage aus einem gewissen Blickwinkel, weil es bleibt ja vor der letzten US-Wahl das Interview zwischen Joe Rogan und Donald Trump.

00:50:17: Und Donald Trump hatte da eine sehr interessante Aussage gemacht und zwar hat er gesagt, der Fehler den er in der ersten Amtzeit gemacht hatte, weil er auch relativ frisch noch im Business war, war dass er sein Team nicht aus Survivor ja gebaut hat und survivor meinte der politiker die sich seit zwanzig fünfundzwanzig jahren in diesem geschäft halten die spielregeln kennen.

00:50:38: Dass er nicht auf den aufgebaut hat weil der halt auch so eine antipolitika image und team haben wollte was natürlich dann auch gescheitert ist, weil die halt die feestricker alle nicht so ganz kannten.

00:50:48: deswegen ist das team jetzt im zweiten amtszeit komplett anders aufgebaut als das erste.

00:50:54: wie siehst du das?

00:50:54: vor allem auch als verbindungsstudent der auch um politik leben aktiv is.

00:51:00: Also da ist eine ganze Menge Wahrheit dran, weil es gibt ja aus Wall Street noch den schönen Satz von Gordon Gekko.

00:51:08: Was ich brauche sind clevere Leute die arm sind und die nach oben wollen.

00:51:14: Und finde ich beschreibt das Ganze auch ganz gut.

00:51:19: Politik ist ja auch ein Kampf ums Überleben.

00:51:23: Aber der Politiker muss dem Wähler gegenüberstand halten.

00:51:26: Der muss innerparteilichen Konkurrenten gegenüberstandhalten, das ist sich da über ein paar Jahre zu halten.

00:51:35: Für mich ist es meine dritte Wahlperiode im Stadtrat.

00:51:40: Die erste Wiederwahl ist immer die Schwerste.

00:51:43: Einmal gewählt zu werden ist gar nicht so schwer wenn man bestimmte Dinge richtig macht.

00:51:49: aber die erste Wiederweile ist die Schwerkste Da wird abgerechnet das erste Mal.

00:51:54: Und man braucht meistens so eine Wahlperiode, um überhaupt erst mal reinzukommen in die ganzen Themen.

00:51:59: Ehrenamt noch viel mehr... Aber es stimmt schon!

00:52:03: Das was man in politischer Führungsfunktionen braucht oder auch in der Verbindung braucht und das war ja auch die Frage du brauchst Leute denen du vertrauen kannst, die loyal sind und die ein Loyalitätsverständnis haben, was nicht heißt Kadava Gehorsam sondern ich bin Dein Erster, der dir sagt was auch nicht gut läuft.

00:52:25: Das habe ich immer gesagt.

00:52:27: So eitel ich bin und das bin ich wirklich... Was ich nicht brauche ist Lobholigung.

00:52:33: Also nicht von meinem engsten Umfeld weil das soll bitte die anderen machen aber wenn mir das nicht sagen kann war scheiße dann geht's nicht.

00:52:42: Und das ist zum Beispiel etwas.. Das hab' ich im Verbindungskontext gelernt.

00:52:46: dort wird auch offen miteinander geredet.

00:52:49: Alles schwierig was du da beschreibst weil es so Die Wegverfährten, die einem da folgen.

00:52:55: Dann wollen wir mit dem Weg nach oben.

00:52:56: Die bleiben auch nicht ewig immer bei ihnen.

00:52:58: Das ist so?

00:52:59: Wer das ausgetauscht durch Leute, die noch bessere Fähigkeiten haben aber vielleicht dann die Punkte über der Legalität geringer haben wissen wie man halt manipuliert und dann halt in die Führungskraft ein bisschen einbuttert und hermetisch abriegelt.

00:53:12: Also es ist ja dann... Das ist ganz klar.

00:53:14: Ich sag mal, wenn ich jetzt erst neun dreißig bin, aber ich mach jetzt zwanzig Jahre ungefähr Politik, ein bisschen länger sogar ... Das muss man erkennen.

00:53:25: Also ich sag mal so diese klassischen Torwächter, die dann sagen, ich schirmet dich ab oder ich schirme dich von deinem Umfeld ab.

00:53:32: Da sage ich immer, wenn man sowas merkt raus geht nicht.

00:53:36: Natürlich es entwegen sich immer Leute.

00:53:38: weiteres gibt andere berufliche Perspektiven und man muss da neue Leute auch immer finden.

00:53:42: das ist nicht immer schön macht die ganze Sache aber auch spannend.

00:53:46: Es ist halt nicht eintönig.

00:53:48: Es ist immer wieder was Neues jeden Tag neue Herausforderung.

00:53:53: Lenny Kissinger ist ja der Satz, ne?

00:53:54: twenty four hours are damn long time in politics Stimmt auch und Es ist ein eisernder Grundsatz.

00:54:02: aber es geht immer weiter.

00:54:04: Jeden morgen gibt es eine neue Nachrichten neue Vorlagen neue Entscheidungen Und wer ernsthaft in der Politik führen will muss immer auch ein gewisses Risiko eingehen.

00:54:15: und zum zweiten Kann sich nicht nur damit aufhalten, wenn mal Dinge nicht gerade ganz komfortabel sind.

00:54:23: Sondern ich sag mal so jemand aus meinem engeren Umfeld hat eine neue berufliche Perspektive oder nimmt aus anderen Gründen Abstand.

00:54:31: das kann ja alles passieren da muss ja jemand neuen finden.

00:54:35: Das ist doch meine Aufgabe.

00:54:36: Kann ich sagen oh war doch jetzt so ein tolle Zeit?

00:54:40: Nein es geht immer weiter.

00:54:41: auch dass ist der Anspruch den der Wähler an uns haben kann, dass wir uns nicht darüber beklagen.

00:54:46: also ich formuliere es immer so Never explain, never complain.

00:54:52: Das ist ja auch so gerade in der CDU das der CV auch sehr stark dort.

00:54:58: Soll so sein?

00:54:58: Ja.

00:54:59: Sehr vom Bundeskanzler bis hin zur JU-Führungsspitze sind ja meistens auch noch alles wie gesagt CV.

00:55:08: Wie ist es da miteinander spätest am Ende noch eine große Rolle wenn zu viele sind oder... Es ist das was ich vorhin beschrieben habe.

00:55:16: du hast natürlich erst mal einen Zugang.

00:55:18: also ich hab den Bundeskanzler tatsächlich einmal auch persönlich getroffen.

00:55:23: Da waren noch nicht Kanzler und Klassiker haben ein Bild zusammen gemacht, da freuen sich die Bundesbrüder in der aktiven Gruppe.

00:55:34: Das war sofort ... Ich hab jetzt nicht du gesagt, das traut man sich trotzdem nicht ganz.

00:55:43: Also was ich zum Beispiel ganz toll fand Joachim Herrmann ist zwar CSU aber In der ersten Reihe bei der CV mit Band, regelmäßig mit Band in der Kirche.

00:55:54: Und da auch Armin Laschet hat, ich glaube seine Verbindung die Repo Aja Empfang in der Staatskanzlei als Ministerpräsidenten mit Band.

00:56:04: also das finde ich finde es immer gut wenn sich Leute auch offensiv und öffentlich dazu bekennen weil das was wir machen ist nichts Verwerfliches ganz im Gegenteil.

00:56:13: Und immer dieses, oh das sind ja so Seilschaften und Netzwerke.

00:56:17: Erstens ist das alles transparent.

00:56:19: Zweitens, Netzwerken gibt es überall.

00:56:21: Das ist halt eins Ende der Fahnenstange.

00:56:27: aber in der Tat also CV... Also ich glaube die Dichte an CV'n ist in der CDU schon groß.

00:56:32: Ich hätte auch irgendwann mal so den Erkenntnis moment wo mir klar geworden ist dass der CV das System ist.

00:56:38: Ja, denn der CV ist halt eben, erstens ist er relativ alt Und relativ beständig.

00:56:44: Also das muss man ja auch sagen und da kommt wieder hinzu, die katholische Kirche ist seit zweitausend Jahren durch Kriegerevolutionen Schismata gegangen.

00:56:58: Auch es geht immer weiter.

00:57:00: Und sicherlich gilt das für den CV an bestimmten Stellen.

00:57:08: Es ist aber jetzt mitnichten so dass ... regelmäßig, sagen wir mal CV-Runden innerhalb der CDU gibt.

00:57:15: Eher ist es so... Man guckt mal wer's bei Parteitagen dabei und aha manche haben ja auch eine CV-Nadel dran.

00:57:22: Erkennt man sich und das ist dann schon schön.

00:57:25: Spinnartfleck!

00:57:26: Ganz genau, ganz genau.

00:57:29: Ja, ist interessant aber ich meine es ist ja auch ein gleiches Werteverständnis was da noch drin ist.

00:57:34: Absolut.

00:57:35: Man kann sich auch schneller vertrauen glaube ich halt auch ne?

00:57:37: Das definitiv.

00:57:38: also das stelle ich immer wieder fest innerhalb des CVs, aber auch da Verbandes übergreifen würde ich sogar sagen.

00:57:46: Du hast halt eine andere Verbindung miteinander.

00:57:48: Das ist wie wenn du in der gleichen Teilschreitkraft warst.

00:57:51: also stell das fest.

00:57:53: unser langjähriger LVV-Chef war auch bei der Marine an ganz anderen Zeiten.

00:58:00: jetzt kurz vom Wohlstand Aber das ist dann schon so.

00:58:03: ne ok man hat irgendwie Ist es dann schon was?

00:58:07: Und das ist natürlich so eher den Eindruck, das würde ich schon sagen.

00:58:13: Bei einem Corpo und bei einem CV oder bei einem Kartellbruder oder natürlich bei einem Bundesbruder noch viel intensiver.

00:58:20: die Gefahr dass der dich einfach so kaltblütig absolviert ist immer gegeben aber es ist unwahrscheinlicher.

00:58:30: Ja das kann ich mir auch gut vorstellen.

00:58:32: also es gibt immer glaube ich die goldene Ausnahme die Chaos verbreitet.

00:58:37: aber im großen und ganzen Ist das glaube ich da relativ ähnlich?

00:58:42: Ich würde auch sagen, wir kommen jetzt langsam zum Ende.

00:58:44: Sehr gerne Michael gibt es noch etwas was du zum Schluss jung aktiven mit auf den Weg geben möchtest also bei sich jungen aktiven unsere Nachwuchskräften immer mit auf dem weggebe.

00:58:57: Stellt euch nicht immer die frage was die umstände sind und ob das gerade in die ins leben passt hört man ja heute gerne.

00:59:04: Ja, es passt grade nicht nur ein lebensplan.

00:59:06: wenn er mit ein zwanzig lehmensplanen hast du schon mal fehler.

00:59:08: Ich habe eine quater life.

00:59:10: Ja alles ist ein käse mittlerweile.

00:59:14: erstens Leben genießen.

00:59:16: Die studentenzeit kommt nie wieder.

00:59:18: stundenzeit problem an der studenten zeit viel zeit wenig geld.

00:59:22: macht was draus Macht einfach was draus.

00:59:25: Genießt diese Zeit, sie kommt nicht wieder.

00:59:29: Nutzt es um Grundlagen zu legen für spätere Verbindungen?

00:59:36: Nutzt alte Herren!

00:59:38: Ich kenne viele, viele alte Herren die sich freuen nicht nur Vorträge zu halten sondern die das ernst man mit du kannst.

00:59:45: ich helfe dir hier bei einem Praktikum.

00:59:48: Ich gebe dir hier einen Hinweis später auch vielleicht für den beruflichen Einstieg.

00:59:52: Nützt das immer, nehmt das ernst und vor allen Dingen wenn es um die Verbindung geht einen Satz nie ernst nehmen.

01:00:01: Das haben wir schon immer so gemacht gibt Es nicht.

01:00:05: ihr seid aktiv ihr seid da.

01:00:07: Ihr habt die Chance ist besser zu machen.

01:00:11: Da ist ein schönes Schlusswort Michael Weikert.

01:00:14: schön dass du da warst sehr gerne hat mich sehr gefreut.

01:00:16: hier draußen geht man wieder bummeln auf anderen Häusern.

01:00:18: das ist auch schön.

01:00:19: bis dahin macht's gut tschau.

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