Episode 138: Matthias Sambale - Gemeinschaft, Tradition und Gegenwart
Shownotes
In dieser Folge spricht Jan mit Matthias Sambale, Altem Herrn der Burschenschaft Alemannia Köln und der Saarbrücker Burschenschaft Germania. Es geht um Parallelen zwischen Karnevalsvereinen und Burschenschaften, um Gemeinschaft, Rituale, Nachwuchsarbeit und die Frage, wie Burschenschaften auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren können, ohne ihren eigenen Charakter zu verlieren.
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Outro: Night Rider 87 - K (genehmigt durch bezahltes Abo bei Artlist.io)
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Credits – Intro & Outro
Komposition Intro und Outro: Pamela Soria
Intro-Voice: Vladen Cemus
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00:00:05: Labalümmel, der Corpo Talk.
00:00:09: Ein Podcast von Corpus für Corpus.
00:00:13: Herst ihr rein?
00:00:18: Herzlich willkommen Matthias Sambale!
00:00:20: Schön dass du den Weg hier zu Labalümmel den Corpo talk gefunden hast.
00:00:23: Ganz herzlichen Dank, ich freue mich jetzt so sein.
00:00:26: Es ist ja auch eine kleine Reise gewesen, dass du in dieser Sendung gelandet bist... Da kannten wir uns noch gar nicht.
00:00:33: Du bist mir schon von Hörern empfohlen worden, weil ich frag ja ab und zu, wen soll ich in die Sendung einladen?
00:00:37: Und dann kam raus dass du auch unter anderem Kölner Allemanne bist da wo ich jetzt mal mein Zweitband hier aufgenommen habe und dann haben wir uns an dem Abend kennengelernt, wo ich das Zweitband ja dann erhalten oder verliehen bekommen habe.
00:00:49: Meine große Freude!
00:00:49: Wir haben uns sofort auf Anhieb verstanden.
00:00:53: Auf Anhiebsfreunde werden!
00:00:57: Ja, wir wollen ja heute eine spannende Sendung vor allem darüber machen über Karnevalsvereine und die Ähnlichkeiten zu Verbindungen.
00:01:02: Weil Karnevalzvereine auch immer so ein bisschen abfällig als Begriff von Verbindung verwendet wird in der Verbindungs-Szene.
00:01:09: Wenn man sagt, es ist ein Karnevolzverein, das stimmt aber nicht weil da ist ja auch eine Riesenmaschinerie im Hintergrund, die wesentlich professioneller teilweise abläuft mehr finanzielles Vermögen
00:01:18: etc.,
00:01:19: als es in Verbindung der Fall ist.
00:01:21: Jawoll sehr gerne!
00:01:22: Ein großes Potpourri an Punkten, ich freue mich drauf Es
00:01:25: geht kreuz und quer.
00:01:26: Aber dass wir kurz über dich sprechen, du hast in deiner Schülerzeit das Band der Penalverbindung Fiducia Germania-Sabriken aufgenommen.
00:01:35: Dann warst du bei der Saarbrücker Burschenschaft Germania mit Erstband.
00:01:39: Und dann bist du nach Köln gewechselt und bist dort auch noch Kölner Allemann geworden.
00:01:44: also weil der Költer Burscha schafft Allermann ja wo wir beide drin sind und Bundesbrüder sind.
00:01:48: Schön!
00:01:49: Genau jetzt können wir uns Bundesbruder nennen.
00:01:51: Ja unverbandes Brüder auch theoretisch oder?
00:01:56: Na, ich würd...
00:01:56: Das blitzeln.
00:01:59: Gut!
00:02:03: Lass uns mal das erste Thema einsteigen und zwar Karnevalsverein.
00:02:06: Wie bist du mit einem Karnevalverein gelandet?
00:02:08: Ja hervorragend.
00:02:09: Ich bin zunächst einmal zum Studium nach Köln gekommen, im Jahr zwei Jahre mein Master dort durchgezogen und habe mir immer gesagt bzw.
00:02:23: mein lieber Bundesbruder und Freund Er sagt wenn wir in Kölnen bleiben Dann wollen wir uns irgendwie integrieren.
00:02:28: Integration ist auch immer eine Bringschuld.
00:02:30: Fußballspielen konnten wir beide nicht, eher vielleicht noch besser als sich aber... Wir haben ja gelernt das einmal andere Kölschglas zu trinken und da haben wir.
00:02:37: was liegt denn eigentlich näher an, als in Karnevalsverein zu gehen?
00:02:41: Denn wir haben immer schon mit Pippi in den Augen zur Verbrennung des Nubbels am Feilchen-Dienstartagestandung gesagt, ob Mistel ist schon wieder vorbei Und haben ansonsten die Tage vorher gesungen und waren in der Session einfach voll Feuer und Flamme dabei.
00:02:55: Obwohl wir beide keine Kölner sind, gönne ich aus dem Saarland.
00:02:58: Er kam also aus Deutschland.
00:03:01: Und dann haben uns gerade... Wir müssen uns jetzt integrieren und da haben wir uns mehrere angeschaut.
00:03:05: Wir haben uns einen vorgestellt und haben uns im Vorfeld auch angeschauert das Bitte eigentlich so zu uns passen.
00:03:11: Da haben wir gesagt keine Familiengesellschaft.
00:03:13: zunächst mal kommen wir gehen zum Traditions-Score.
00:03:15: Und da ist ja gar nicht so einfach dann reinzukommen und zu unserer Überraschung war das eine total positive Aufnahme.
00:03:21: Also wir hatten bei allen mit dem wir uns unterhalten haben, die wir kennenlernen konnten.
00:03:26: Tolle Abende uns mit denen unterhalten und dann am Schluss kamen wir unisono-unabhängig voneinander auf die Meinung okay wir gehen jetzt in diesen Verein zu den Blauen Funkern eine der größten und einer der älteren Traditionskurs im Kölner Karneval.
00:03:38: Aber
00:03:39: es ist ja in vielen Städten auch irgendwie diese Dualität immer zwischen Rotweiß und Blau Weiß ne?
00:03:43: Wie
00:03:44: zähmtest du darauf auch?
00:03:45: Ja das stimmt.
00:03:47: Interesse an der Weise sind also auch die roten funk von quasi auch Vater in der Linie für Blauen Funken, die dann in den Achtzehnten siebzig sich ausgegründet haben als Artillerie.
00:04:02: Und du hattest eben auch gesagt, die Kanwalt zwar irgendwie als Diminuation von Verbindungen und so ein bisschen um das lächerlich zu machen?
00:04:12: Ich glaube vielen ist das außerhalb von Köln oder des Rheinlandes gar nicht so bewusst was für eine große Maschinerie und auch etwas für eine Organisation dahinter steht.
00:04:19: Das sind also nicht nur monetär sondern auch sind wahnsinnig viele Personen dahinter, kann man sich ungefähr vorstellen wie ein altherren Bund von sechshundert, siebenhundert Mann vor Ort.
00:04:30: Die wirklich mit Herzblut dabei sind und was tun?
00:04:32: Und das gibt natürlich eine wahnsinnige Dynamik.
00:04:37: Es gibt ganz sehr viele Parallelen dazu zum Beispiel.
00:04:40: Verbindung haben Haus, eine Konstante, keinerfalls in Köln, haben auch große Konstanten z.B.
00:04:48: einen alten Werturm mit Anbau.
00:04:50: da kann man mit mehreren hundert Leuten auch drin feiern.
00:04:53: Jetzt
00:04:55: habe ich mal gesehen.
00:04:56: Ich bin mal letztes Jahr in der Vorkarn-Ewald-Zeit bzw.
00:05:01: da wo dann halt die Maschererie wieder anläuft, die Leute auch in den Uniformen sich dann halt treffen, war ich im Köln unterwegs, war ja in diesem alten Turm... Die Ampel war rot und sehe ich die ganzen Jungs.
00:05:13: Ich hoffe es war blau-weiß sogar, das waren wahrscheinlich dein Verein.
00:05:17: Dann habe ich das Fenster runtergekurbelt, dann hab' ich hellao geschrieben und bin weitergefahren.
00:05:24: Und ich hab nur Hass geerntet!
00:05:27: Ja, ich hoffe dein Kfz-Mechaniker hat sich gefreut dass er die ganzen Bollen von den Kölschstangen wieder ausmachen konnte.
00:05:34: Das Schöne ist aber auch, dass man über sie lachen kann.
00:05:40: Ich glaube, dass es denen Karibolisten doch zu eignen.
00:05:42: Dass man über Sie selber lachen können und lustigen Spruch zu kassieren macht da auch Spaß
00:05:47: Definitiv.
00:05:49: Erzähl mal so mit dem Background der Leute, wen trifft man so einem Karnevalsverein denn an?
00:05:55: Also es sind natürlich nicht wie in den Kooperationen Studenten oder irgendwie fertiger Akademiker aber auch sondern auch Leute die was Richtiges gelernt haben Handwerker, Elektriker, Lück wie ich und du ist eins die allerdings auch ähnlich was die Kooperation hat dass du schon so ein Selection bei hast in Richtung Leute denen Gemeinschaft wichtig ist, den Kameradschaft wichtig.
00:06:21: Den Freundschaft wichtig ist und eben auch die Übersicht selber lachen können.
00:06:24: ich meine wir gehen in Anführungszeichen real angelehnt aber eigentlich schon fantasie uniform allein wegen der Farbe tanzen und machen quasi ein Männer Ballett vor hunderten oder vertausenden Leuten.
00:06:35: da musst du schon so ein bisschen Ader haben über sich selber lachend zu können und das... Das ist so der Schnitt der Leute.
00:06:43: also ganz normale Glück wie ich und du die aber auch Wert legen auf Gemeinschaft, auf Tradition und auf Brauchtum.
00:06:53: Es ist ja gerade im Rheinland auch so ein Amalgan, den wir hier auch finden wo dann diese Dualität zwischen Karnevalsverein und Schützenvereinheit auch stattfindet.
00:07:03: Also da es ja wirklich einen Großteil der Bevölkerung ja auch aktiv findet und nach Neues geht, wo ja auch eine Karnevalskultur hier besteht sind die Schützen vereine zum Beispiel eine ganz ganz wichtige Sache.
00:07:13: das ist halt wirklich interessant weil in Düsseldorf ist das ganz ganz stark fluktuativ.
00:07:17: Da hast du Stadtteile mit den Schützen Vereinen Boah, nicht jedermanns Sache.
00:07:25: und dann gibt es wieder Stadtteile.
00:07:26: Da gehört das so einen guten Ton.
00:07:27: ist dann halt auch der Unternehmer mit hundert Angestellten genauso in diesem Verein halt engagiert wie ja der angestellte auf den ganz niedrigen also Hierarchieleiter.
00:07:39: dann zum Beispiel und da haben wir halt im Rheinland noch eine gute Abwechse kann sich ja doch im Karnevalsfall noch engagieren.
00:07:47: Wie ist das denn so?
00:07:48: Hat man aus dem Fuchsenstatus oder...
00:07:50: Tatsächlich ja, es gibt gerade, ich spreche jetzt für die Traditionskurs.
00:07:56: Die Welt ist bunt und groß da gibt's ganz verschiedene Ausprägungen.
00:07:58: aber bei den Traditionskurse sind in der Regel so dass du zunächst mal Paten brauchst die für dich birgen das du mitglied werden kannst Und Du bist erstmal Probemitglied.
00:08:11: Das wäre dann bei uns bei dem blauen Funken wäre wenn man das Jungfunk nennen.
00:08:16: das ist sowas wie die Fuchsenzeit.
00:08:17: Man muss sich erst einmal bewähren Man muss dazusagen, es gibt auch verschiedene Gesellschaftsteile.
00:08:22: Es gibt einmal das aktive Chor.
00:08:24: Das sind die mit dem Bus rumreisen und die Auftritte machen mit dem Pernzpaar quasi die Aktiven darunter auch viele Reiter
00:08:32: etc.,
00:08:33: dann gibt's den Senat.
00:08:35: vielleicht so ein bisschen mit der Alternschaft vergleichen?
00:08:37: Du hast weniger Pflichten aber die Beiträge sind ein bisschen höher.
00:08:43: Dann gibt's auch die inaktiven, das sind die, die irgendwie nicht vor Ort sein können.
00:08:46: Die werden auch... Also da gibt es auch eine Organisation, die machen auch sehr viel.
00:08:51: und dann gibt es noch die Reserve, die wahnsinnig viele im Hintergrund regeln von Veranstaltungsaufbau.
00:08:57: Und dass ist wirklich morgens um sechs Uhr da sein oder bis nachts um zwei haben sie abgebaut.
00:09:00: Morgens um sechs wird wieder aufgebaut und alles in Eigenregie Hallen vorzubereiten.
00:09:07: an dem Abend dann mehrere hundert, mehrere tausend Leute feiern jeden Tag.
00:09:13: Das sind also verschiedene Gesellschaftsteile.
00:09:16: Ich bin Teil des aktiven Kurs und da gibt es eben auch diese Probemitglieder im ganzen Verein, nach zwei Jahren werden die dann vereidigt.
00:09:28: Eine große Kanone aufgebaut bei einem Appell im Kölner Gürze nicht, dann locker achtundneinhalb Zuschauer dabei intern nur und dann werden die Jungs vorneauf der Bühne vereidig.
00:09:39: auf das Zündloch der Kanone ... schwirrt der Vater mit dem Sohn durchgedrücktem Knie, treu der Funken Artillerie.
00:09:46: Das sagt jeder.
00:09:47: nach ungefähr zwei Jahren... Nachdem es alles gepasst hat von beiden Seiten, sagt er das auf und ist dann damit quasi offiziell Funk.
00:09:55: Wirklich sehr wenig unverbindlich ne?
00:09:57: Also es ist ja wirklich eine ernstzunehmende Zweitorganisation, die man dann beitritt.
00:10:04: Definitiv!
00:10:05: Da gehört auch deutlich mehr damit als irgendwie mal mitzukommen.
00:10:08: Es hat viel in Eigenregie gemacht.
00:10:11: Gerade jetzt am Anfang ist es passiert tausende Sachen.
00:10:14: Es sind noch siebenhundert Leute, die sind total engagiert und machen den ganzen Tag was oder denken das ganze Jahr über was nicht nur in der Session.
00:10:22: aber wir gehen ja von der Entwicklung raus.
00:10:24: wie fängt's an?
00:10:25: als junges Mitglied hast du auch für sogenannte Jungfunkstunden?
00:10:31: Die Idee geht tatsächlich auf uns zurück, die wir dann zugekommen sind relativ schnell Kooperierte kennengelernt, die dabei waren.
00:10:41: Wir haben eine Idee.
00:10:43: Gerade so die Integration der Jungen in die Gesellschaft.
00:10:46: So eine Art Fuchsenstunde wäre doch super interessant und die Idee wurde total herzlich aufgenommen.
00:10:52: Habt da am Anfang auch mitgeholfen?
00:10:54: Da haben wir dann ältere die vorbei, die erklären dann die Uniform, die Geschichte der Uniform Geschichte des Karnevals in Köln alles ein bisschen angelegt an die Fuchsensstunden.
00:11:03: Die Uniformen sehen ja auch ein bisschen aus wie der Schadenweg, also weil das ist der Uniform des neunzehnten Jahrhundertes.
00:11:09: Ja, guter Punkt.
00:11:11: Ganz am Anfang, wir haben mal gesagt, wenn man in Köln mit einem Scharge und Buss fahren müsste, ein paar haben das einmal gemacht.
00:11:17: Wie sagt der Kölner?
00:11:18: Ist es wieder Karneval?
00:11:20: Wenn sie irgendwie zum Schargen hier hin gefahren
00:11:21: sind... Wie fand ihr denn für einen Karnevalsverein?
00:11:23: Jawoll!
00:11:25: Gehört da, gehört zum Stadtbild.
00:11:27: vielleicht im August weniger als im Februar aber es bringt jetzt weniger Augenrunzeln als in einer anderen Großstadt.
00:11:35: Also wie heißt er bei euch?
00:11:38: Hoppeditz?
00:11:39: Also, wir haben immer Karnevalserwachen am Elften und Elften erwacht Co-Hoppedits aus seinem Todeschlaf.
00:11:46: Die fünfte Jahreszeit beginnt und die läuft dann halt bis Faltchen-Dienstag beziehungsweise was Ascha Mittwoch.
00:11:51: Und an Ascha mittwoch wird der Hoppedit in einen Sarg gelegt und der Sarg wird dann verbrannt.
00:11:59: Den Begriff Hoppedits kenne ich so nicht!
00:12:03: Es gibt allerdings eine Strohfigur, die häufig über Kneipen gehängt wird Und das ist der Nubbel.
00:12:09: Der Nubel sammelt alle Sünden und wird dann freierlich Dienstagabend verbrannt.
00:12:13: Ah, okay!
00:12:14: Katholischer Einschlage wird alles vergolden.
00:12:18: Wie sieht es denn historisch aus?
00:12:20: Wo kommen denn diese Karnevalsvereine her?
00:12:25: Ich meine du hast ja im Jahr eighteen dreiundzwanzig, glaube ich, wenn ich richtig gehört habe gesagt.
00:12:28: Es ist ja alterstechnisch wie man sich das Gründungsdatum einer älteren Verbindung unter anderem auch kurs zum Beispiel.
00:12:35: Definitiv.
00:12:37: Insbesondere bei den Traditionskostfile sehr alte.
00:12:39: Aber bei dem Brauchtum können wir eigentlich noch viel früher ansetzen, schon bei den Saturnalien und Römern als Sklaven die Klamotten der oberen und umgekehrt angezogen haben.
00:12:50: Und Köln zur Hochburg dessen wurde wirklich in buntes Treiben in den Städten war.
00:12:55: das ist auch überliefert da kann man das schon sehen nach der Christianisierung.
00:13:01: Ur-Zufall gab es dann irgendwie.
00:13:02: auch wurde dann fast Fast so laufend, fast nacht.
00:13:05: Eine Karneval vor Ostern, bevor die Fastenzeit von Ostern losgeht.
00:13:10: und als dann in der Achtzehn-Treihen-Zwanzig wollte man dem Treiben Einheit gebieten.
00:13:17: Es waren neuer Herren und man hat gesagt jetzt müssen wir einmal ... Wir müssen das Ganze jetzt ordnen.
00:13:22: Das ist den TOVA-Bohr.
00:13:23: Da gab es ein festordnendes Komitee und dabei waren auch Stadtsoldaten dabei.
00:13:28: Die hatten eben rote und weiße Uniforms.
00:13:33: Meine gehört zu haben, dass am Anfang auch wirkliche Stadtsoldaten mitgelaufen sind.
00:13:36: Und später hat man sich die Uniform angezogen und das Ganze persifliert.
00:13:39: Das war in der Artillerie von den roten Funken rausgegliedert wurde.
00:13:49: Da hatte Zeistgeiz sich schon ein bisschen geändert.
00:13:50: Dann war es weniger eine Persiflage und mehr eine Hommage an das Militär.
00:13:56: Interessant!
00:14:03: Dann schaut bei COVE die Maßschneider vorbei.
00:14:06: Mit achtzehn Filialen deutschlandweit von Hamburg bis München und besonders stark in NRW bietet COVE Massarbeit auf höchsten Niveau.
00:14:14: Dazu gibt es handgefertigte Schuhe, edle Gentleman Assessoires und exklusive Nischen-Düfte.
00:14:20: Alle Infos und Terminbuchungen findet ihr über die Links in den Show Notes.
00:14:24: COVE Tradition trifft Eleganz.
00:14:27: Und jetzt zurück zum Talk.
00:14:31: Ich habe immer kennengelernt, dass man halt so die französische und die präussische meditär Besatzung bzw.
00:14:36: auch diese Präusifizierung des Rheinlandes nach dem Wiener Kongress da hingenommen hat weil die Preußen mit ihrer stachen militärischen Struktur hingekommen sind.
00:14:46: der Rheinländer ist ja eher ein jovialer Mensch der seinen Spaß haben will und sein Bierchen trinken möchte und seine Ruhe haben möchte Weil es werden ja auch im Karneval auch mal exorbitant viele Orden halt auch verdienen.
00:14:58: Ja, also es ist schwer zu sagen ob das jetzt eine Umarsch oder eine Perseflage am Schluss ist.
00:15:04: Wir sind jetzt auch wieder zweieinhalb Jahre später.
00:15:06: Es hat sich so eingebürgert und es macht großen Spaß und große Freude lustige viel zu große Orden zu verteilen Und die Leute freuen sich auch wirklich und das macht echt Spaß.
00:15:17: Ob ich am Anfang was durchaus ne Persiflage Bei den blauen Funken war's aus meiner Sicht irgendwann mal auch als umarsch gemeint aber immer mit einem mit zwei sehr zwingende Nau.
00:15:30: Ich meine, es ist ja historisch betrachtet in den Achtzehnhunderts-Siebzigern.
00:15:34: Ich glaube, Achtzentachzig ist der Dome auch fertiggestellt worden.
00:15:37: Da ist ja dann auch vor allem mit den Geldern die die Preußen reingesteckt haben wahrscheinlich nicht so die große Antiderstimmung halt in der Bevölkerung gewesen.
00:15:44: Das ist exakt der Punkt.
00:15:46: Man hat gesagt ich will auch nicht sagen dass das bei allen so ist.
00:15:50: Ich kann das jetzt nur für meinen eigenen Verein.
00:15:52: da kommt es uns eher als Umarsch vor aber der Zeitgast hatte sich da auch schon angefangen etwas zu drehen.
00:15:59: Aber generell hast du hundertprozent recht, der Rheinlander lässt sich da nicht viel sagen.
00:16:03: Und wenn er sie selber uniform anzieht und mit Regeln durch die Stadt läuft und Restaurant des Komitees hat dann ist das in Ordnung.
00:16:12: aber das soll doch bitte keins weiter von außen machen.
00:16:16: Ja spannend!
00:16:16: Wie sieht denn ja so der Jahresablauf bei dir aus?
00:16:21: An für sich ... Wir starten am elften Elften ins Jahr Dann beginnt der Session.
00:16:27: In aller Regel gibt es dann ein Festball.
00:16:29: Das ist ein wirklich guter und gut organisierter, gut besuchter Ball.
00:16:33: Ich meine der größte Festball des Rheinlandes im Kölner Gürze nicht mit Star-Besetzung.
00:16:40: Da war von Vanessa May über alle Lubega irgendwelche großen Stars da und es ist eine echten Rauschen.
00:16:48: das Fest als Ballnacht Klammer auf, eins den wir als Corpus so nicht wirklich mehr auf die Bühne stellen außerhalb von Wien und vielleicht Graz oder sowas.
00:16:58: Ein wirklich schönes gesellschaftliches Ereignis.
00:17:01: Und das ist in der Regel auch für uns der Elfte dann auch fertig.
00:17:07: Dann geht es in die Adventszeit.
00:17:10: Dann gibt's in die Advenzzeit.
00:17:11: Und kurz wenn das neue Jahr angefangen hat Heilige Greikönigke sechster siebter Januar gehts los mit den Veranstaltungen.
00:17:21: Also jetzt bei den Traditionskurs.
00:17:23: in der Regel werden dann, fängt jetzt da mit den Auftritten los und mit den Sitzungen.
00:17:26: Also eigene Sitzung mit eigenen Auftriten oder fremde Sitzungsmitauftritten wo man hinfährt.
00:17:32: Das sind irgendwas zwischen Fünfzig-und-Siebzig je nachdem wie lang das ist vielleicht auch zwischen Fünftig-und Sechzig-Auftritte die dann das Chor macht Und in der Regel sagen zehn zwölf Veranstaltungen eigens.
00:17:44: Da werden wirklich viele tausend Karten für verkauft.
00:17:49: Und dann Rosen Muntach ist das große Highlight.
00:17:53: Da kommen alle zusammen bei strahlend blauem Wetter und feiern quasi den Höhepunkt.
00:17:59: Aber was ich vielleicht noch erklären möchte vorher, es sind nicht nur Sitzungen, die da gemacht werden also Karnevalsvereine verjüngern sich auch.
00:18:07: Ich glaube wir sind damit weit vorne.
00:18:09: dabei haben viele Sachen zum ersten Mal gemacht.
00:18:11: zb im Bootshaus ein sehr bekannter Club international bekannt einer der bekannten Clubs in Deutschland dem wir an einem Abend mit vier, fünf Bands und einem Top-Top-Detail dann irgendwie besetzen.
00:18:26: Und das ist wie ich das gehört habe der Arm mit dem höchsten Bierkonsum im Jahr für diese Veranstaltungstokation.
00:18:35: Dann gibt es noch weitere Veranstaltungen also nicht nur irgendwie Festsitzungen in dem Frag oder im Anzug, dann gibt's Kostümsitzung mit den buddhistischen Kostüm aber auch Sitzungen für junge Leute die wir am Sonntag vor Rosenmontag durchziehen.
00:18:50: Also ein buntes Programm mit vielen tausend Besuchern, das wir da jedes Jahr in Eigenregie durchführen und planen.
00:18:57: Wie jede andere Kanonwahl zu einem auch?
00:19:00: Ist es auch so lebensbundmäßig aufgelegt wenn du da vereinigt wirst auf der Kanone?
00:19:06: Aus meiner Sicht ja absolut!
00:19:12: Die Kameraden aus dem Verein von denen die allermeisten werden bis zum Ende ihres Lebens auch stolz Mitglied des Vereins bleiben.
00:19:21: Einer unserer Mitglieder ist ein ganz bekannter Bestatter in Köln.
00:19:26: Er kümmert sich dann auch darum, wenn jemand verstorben ist, dass es einen Rundbrief gibt.
00:19:31: Es gibt jedes Mal von Präsidenten noch ein paar Worte dazu geschrieben wer war was er gemacht hat.
00:19:36: Es ist auf jeden Fall sehr liebevoll gemacht alles und es gibt tatsächlich auch auf Milaten aus der Größe oder der große Friedhof in Kologne gibt es auch eine eigene Skratmal für Funken.
00:19:47: das wurde aus dem Nachlass eines viel zu früh verstorbene Funken gebaut.
00:19:51: für diejenigen, die eben kein Geld haben sich ein Grab mal dazu kaufen.
00:19:56: Die können dann dort auch mit bestattet werden.
00:19:59: also aus meiner Sicht ganz klares Zeichen dass das auch ein Lebensbund ist.
00:20:04: Also ich weiß zum Beispiel meine Kameraden Ich gehe davon aus dass wir da bis zum Ende unseres Lebensmittel sein werden.
00:20:09: wie in unseren Verbindungen.
00:20:11: Interessant!
00:20:12: Die Praalien sind ja da auf jeden Fall
00:20:15: Definitiv.
00:20:15: und wenn die haben da jetzt angefangen.
00:20:18: Wie sieht das denn mit der medialen Wahrnehmung aus?
00:20:20: Weil wir haben auf beiden Seiten die Verbindungen und die Karnevalsvereine beide ziehen lustige, komische teilweise auch sehr bunte Uniform an.
00:20:30: Beide trinken total viel Bier.
00:20:32: Beider sind Traditionsvereinen, die teilweise über zwei Hundert Jahre alt sind oder hundertfünfzig.
00:20:38: Wie sieht da mit den Karneval die Mediendarstellung aus?
00:20:42: weil es ist ja sehr ähnlich im Gern.
00:20:44: Definitiv!
00:20:45: Die Ausnerstellung ist eine ganz andere.
00:20:48: Klar, es ist Brauchtum.
00:20:50: Es ist Lokalpatriotismus der mit rein spielt.
00:20:54: aber die Wahrnehmung ist eine ganz andere.
00:20:56: Weil der Karneval es geschafft hat, die Wahrnehmungen aufrecht zu haben.
00:21:02: Man ist da weil man Freude bringen möchte den Menschen.
00:21:05: jeder kann Mitglied werden.
00:21:08: Jeder kann mitmachen.
00:21:09: Jeder ist herzlich dazu angehalten anzupacken und Spaß zu haben.
00:21:17: Die mediale Wahrnehmung ist auch eine deutlich positivere.
00:21:19: Ich habe das Gefühl, dass bei Verbindung tourgutes und keiner redet darüber Wenn wir zum siebenhunderten mal ne DKMS-Spendenaktion machen.
00:21:27: oder der Kältebus in Saarbrücken Zimtria Königsberg sammelt da jedes Jahr Geld Das findet überhaupt keinen Anklang.
00:21:35: Aber irgendein Turnbeutelvergesse hat wieder bei LinkedIn irgendwas getwittert, das geht dann wirklich viral.
00:21:42: Also ich will das in sich verharmlosen Da ist noch Schwatsch was passiert.
00:21:45: Aber das ist natürlich was die Presse macht, Bad Press.
00:21:48: Und im Karneval ... Ist es anders?
00:21:51: Also mit der Wahrnehmung ist eine ganz andere ... Das ist viel näher an den Menschen dran eben auch unter anderem durch Rosenmontag durch die Sitzungen.
00:21:59: Jeder kann vorbeikommen, jeder kann hinkommen und theoretisch kann auch jeder in Karnevalswahlen aufmachen oder in einem Mitglied werden.
00:22:07: Die Wahrnehnung ist ne andere!
00:22:09: Ja, das ist so ein bisschen diese mediale Doppelmoral, der wir allen ausgesetzt sind,
00:22:14: ne?!
00:22:15: Ich glaub... Wie du ja gesagt hast, mit der DKMS Spendensammlung oder Keltypust interessiert sich kein Mensch darüber.
00:22:21: Aber wenn irgendwie was schiefläuft das wird dann immer ausgetreten.
00:22:25: aber ich meine im Kern ist es halt nur mit den Karnwalls für eine Verbindung ähnlich.
00:22:29: Das hat einfach so willkürlich die einen werden positiv immer dargestellt die anderen nicht und ich mein gibt so viele Verbindungen die Gutes tun gut drauf sind tolle Leute haben und halt völlig unter die Räder kommen.
00:22:40: oder wenn er Journalist an ADH kommt den die beste und tollste Gastfreundschaft gezeigt wird, die sich supertoll geben.
00:22:49: Und dann liest du oder siehst du diese Reportage was Sie denn am Ende machen?
00:22:53: Und du fragst dich so haben wir dem Weg getan.
00:22:56: also ne?
00:22:57: Ja da gibt es echt auch Geschichten.
00:23:00: selber erlebt das dann danach jemand anruft der bei uns war und gesagt hat ist du mir wirklich leid.
00:23:04: ich habe den Beitrag so gemacht und auch irgendwie euren O-Ton da reingebracht.
00:23:09: Aber es wurde mir dann eine Redaktion zerschnitten und gesagt, das geht nicht.
00:23:12: Das ist nicht was wir transportieren wollen.
00:23:14: Und dann wird's entweder gecancelt weil ein Bericht ohne Mehrwert... Es gibt ja keinen Skandal oder die Jungs sind doch alle in Ordnung.
00:23:23: Das klickt halt keiner, das liest keiner, dass will keiner hören.
00:23:26: Die Redaktionen möchte sich dann auch nicht miteinander setzen und dann gibt es halt wahnsinnigen Beiß auf die schlechte Publicity, die es ja leider auch gibt.
00:23:38: Ja, das hatte der Philipp von den Makaren aus Köln ja auch mal hier in der Sendung gesagt.
00:23:42: Als es diese Doku über den Kuboka-Convent gab mit haben sie aufs Abitur...
00:23:47: Ich erinnere mich schon.
00:23:48: ...wähnen
00:23:48: Sie bitte nicht die Aufstellung.
00:23:50: Hatte der das ja auch gesagt?
00:23:51: Die haben sich dann entschuldigt vom Team was halt vom Redakteur dort am Ende fabriziert worden ist in der Außendarstellung wo man sich das Gefühl hat da also... ultra negativen Darstellungen, wie es am Ende dann zusammengeschnitten war und doch nicht der Realität entsprechend war.
00:24:07: Es ist halt auch immer schade wenn er zu dieser freie Presse dann so völlig gebiast hat dann daran geht und ja diesen Mist dann daraus.
00:24:15: Absolut!
00:24:15: Und auch wenn man die Leute vor Ort weil man einfach auch eine ernstständige Leute ist überzeugen kann und sie sagen ich sehe jetzt gerade mit meinen eigenen Augen ihr seid alle so richtig okay.
00:24:25: das also hier gibt's jetzt irgendwie ich brauche nichts zu gibts nix zu holen.
00:24:31: Und die danach von einer Redaktion, die nicht dabei war irgendwas bekommt.
00:24:35: Das ist natürlich echt schade.
00:24:36: Ich kann mich an die ADB-Gründung... ...en Interview mit WDR Deutschlandfunk irgendwas erinnern.
00:24:44: Die gesagt haben ich nehme es ihnen eher ab dass sie hier für Demokratie stehen.
00:24:49: Hier sind die Jungs die normalen Anzügen rumlaufen und die später vielleicht zu den Big Vorberatern gehen und einfach irgendwie nett sind und ein freundliches Gesicht haben und höflich zuvorkommt.
00:25:01: Bei anderen Veranstaltungen habe ich das nicht abgenommen.
00:25:03: Habe ich es im Beitrag gemerkt?
00:25:05: Nee, also in persönlichen Umgang ist die Einsicht dann irgendwie doch da, die Reflektion.
00:25:11: Also... Die ganzen Vorteile hab' ich jetzt mal überprüft.
00:25:14: irgendwie dass ein oder andere passt nicht zusammen.
00:25:17: Es stimmt vielleicht doch nicht alles was man da sagt.
00:25:21: Im Nachgang wird aber dann leider in der Redaktion anders entschieden.
00:25:23: Ist zumindest mein Eindruck.
00:25:25: Vielleicht ändert sich das ja irgendwann
00:25:26: mal.
00:25:27: Jawoll!
00:25:28: Dann lass uns auch mal bisschen über Parallel und Unterschiede sprechen.
00:25:31: Welche Parallelen siehst du und welche Unterschiede siehst?
00:25:34: Jawoll, sehr gerne.
00:25:35: Ich fange mal bei den Paralleln an was für mich so die Klammer ist für alles das dieser Lebensbundgedanke man bleibt dabei auch bis zum Tod.
00:25:44: Du hast ja gesagt mit dem Melaten.
00:25:45: Der Melaten-Friedhof ist ja auch ein sehr renommierter Friedhof.
00:25:48: da kommt ja auch nicht jeder drauf.
00:25:49: also es ist hier gerade auch so wie der Père L'Achése in Frankreich in Paris halt.
00:25:54: Also es ist ja wirklich eine Honoration im Friedhof und es ist halt der Karneval wird halt sehr ernst genommen, glaube ich im Rheinland.
00:26:02: Was auch als Düsseldorfer mit Kölner Vorfahren in den Aachen geboren ist.
00:26:08: Alles drei Karnevalshochbogen.
00:26:12: Weitere Parallele und wenn man zurückzukommen, Kameradschaft zusammen halt Freundschaft aber auch lustigerweise der Gesang.
00:26:20: In Kooperation wird seit jeher gesungen.
00:26:21: Im Karneval ist das genau das Gleiche und für mich auch in dem Verein, den ich bin, also das Männerverein Und ab und zu Aber wirklich nur wenn die Sterne günstig sind, trinkt man auch mal einen Kölsch zusammen oder ein Bierchen zusammen.
00:26:36: Wer
00:26:36: denn jetzt?
00:26:37: Alle!
00:26:40: Genau das als Parallele und ich glaube auch so das Gefühl gemeinsam an etwas größerem zu arbeiten.
00:26:46: Als Burschenschafter klar die erste demokratische Vereinigung, die auch maßgeblich dazu geöffnet hat irgendwie dass Deutschland demokratisch wurde gerade zu Beginn.
00:26:59: Und im Karneval ist es da irgendwie Spaß und froh, Sinn uns die Leute zu bringen.
00:27:03: Also wir arbeiten daran dass alle Leute Spaß haben und das macht auch richtig Spaß, dass das motiviert bei den Auftritten zum Beispiel... Die wirklich die schönsten sind nicht in den großen Hallen, irgendwie langsess Arena oder im Gürzen nicht sondern in der Regel die beim Altenheim.
00:27:24: Da sind die Freude oder der Pipi in den Augen von den Jungs nach dem Auftritt.
00:27:29: Es gibt keiner zu, aber es sind schon die Emotionalsten Auftritte.
00:27:34: Weil du siehst wie ältere Menschen, die im Heim sind und vielleicht nicht mehr alles machen können, vielleicht auch nicht mehr so viel mitbekommen.
00:27:44: Aber wenn eine Trömmelsche geht oder das Marichen fliegt durch den Saal dann plühen die wieder auf und du siehst wirklich dass da viel mehr drin ist als einfach als was man am Anfang dachte.
00:27:55: Und das macht richtig Spaß!
00:27:57: Das sind somit die schönsten Auftrüte
00:27:59: Die kleinen Sachen
00:28:00: Genau, richtig.
00:28:02: Die fürs Herz!
00:28:03: Ja das sind noch die im Keller, ne?
00:28:06: Die Geschichten, die ja meistens Spaß machen müssen nicht immer die riesen Kommerzen oder irgendwelchen gemieteten Hallen sein.
00:28:10: Das ist halt so das kleine Halt was das Herzchen erwärmt.
00:28:14: Da
00:28:14: wo man sieht dass das was man macht hat wirklich einen Mehrwert für mich oder für andere und man einfach sieht ja weil... ...das hat jetzt viel Überbindung also es hat viel Vorbereitung, viel Training was auch immer gekostet aber man sieht man tut doch echt etwas Gutes für sich oder auch für andere.
00:28:31: Nächster Punkt, den ich echt als Parallele.
00:28:33: Es ist schon so eine Art Netzwerk,
00:28:36: aber... Das ist die Frage mit dem Klingel?
00:28:38: Richtig!
00:28:38: Der kölbsche Klingeln.
00:28:40: Ehrlicherweise ist es ja ähnlich wie Verbindung.
00:28:42: Das Netzwerk ist immer nur so gut, wie man irgendwie bereit ist da reinzugeben und auch ehrlichererweise nur dann wenn man das nicht macht ums auszunutzen.
00:28:50: also es ergibt sich vielleicht mal was Ich baue jetzt gerade ein Haus um Ein Kamerad ist Elektriker.
00:28:56: Den frage ich natürlich zuerst, weil ich sonst vielleicht nicht siebenundzwanzig Elektriker kenne.
00:29:02: Ist das jetzt schon geklüngel?
00:29:03: Nein!
00:29:04: Aber bei der Verbindung ähnlich.
00:29:05: Ich habe einen Knöllchen bekommen da geht es so beim Leibwursch.
00:29:09: Der ist Anwalt für Verkehrsdelegte.
00:29:12: Einfach weil man... Weil ich ihn kenne und weil ich ihm vertraue.
00:29:16: Und klar entsteht da irgendwie ein Netzwerk.
00:29:18: aber ich finde sowohl Verbindungen als auch Karneval ist echt gut diese puren Netzwerker, Berufsnetzwerker die einfach auf ihren eigenen Vorteil aus sind irgendwie auch zu sortieren.
00:29:28: Verbindung ist es ganz klar immer in Minus-Geschäft weil man so viel Zeit da rein investiert und beim Karneval ist das gar nicht unähnlich.
00:29:35: also er investiert sehr viel Zeit sehr viel Herzblut.
00:29:38: wenn man da keinen Spaß hat das zu machen und dass nur irgendwie als Korkül dann muss man die Rechnung, die funktioniert nicht.
00:29:48: Also jeder der irgendwie der Homo Ökonomikus wird dann sagen ne So ist das nicht, aber es kann sich immer mal irgendwas ergeben.
00:29:55: Das hat's ja in vielen Organisationen so da wo halt wirklich Geschäfte-Macherei gemacht wird.
00:30:00: den Leuten wird hier auch relativ schnell aus dem Weg gegangen.
00:30:04: Richtig!
00:30:04: Hast du den Film gesehen?
00:30:05: der Polier?
00:30:06: Nee.
00:30:07: Der spielt auch im Karneval.
00:30:09: Wir können ein Karnevals und das ist dann halt auch so einen Airport-Kömmling, der halt Gefälligkeiten innerhalb von der Stadt macht.
00:30:19: Da passiert dann halt auch eine ganz große kriminelle Sache, aber erst zu derjenige, die am Ende dann halt ohne Probleme rausgeht.
00:30:26: Es gibt dann einen Sündenbock den den Kopf hinhalten muss und erstmal fein raus und kann die nächsten Geschäfte halt machen.
00:30:32: Mir fiddelt das alles über Karneval als Zusammenhain also auch so dieses Extrem-Next-Werken auf allerhöchster Ebene mit der Stadtverwaltung war das in dem Film und irgendwelchen Interessen von sehr wohlhabenden Bankiers diesen Köln gab.
00:30:46: Und es ist ja auch glaube ich Ein Film letztendlich, das der Fantasie eines Drehbuchautors entspringt und nicht der Realität.
00:30:55: Absolut!
00:30:57: Ich erinnere mich da gerade an eine andere Szene... Der König von Köln, ja auch öffentlich-rechtlich.
00:31:05: Zwei Typen sind im Puff, beide haben Karnevalsuniformen, einer zieht sie aus und schreit nach hinten hückzahltet Bauamt.
00:31:12: Das ist glaube ich der gleiche Film, den wir meinen?
00:31:14: Ist doch der Polier.
00:31:15: Ich
00:31:15: dachte der König vom Kölner.
00:31:16: Ist das der Königs von Köllner, aber der wird ja noch der Polir genannt.
00:31:19: Ach!
00:31:20: Da haben wir grad hart aneinander vorbeigeregelt.
00:31:22: Ja,
00:31:22: den fiel bei mir.
00:31:24: Gut.
00:31:24: Na ja klar, das findert's Kölner Camps!
00:31:26: Sehr gut.
00:31:29: Und andere Parallele... Ein bisschen da hergeholt aber ich stehe dazu.
00:31:35: Ich glaube sie hat das gesellschaftliche Ansehen dass Kooperation von vor hundertfünfzig Jahren gehabt haben.
00:31:40: Die haben Karnevalsvereine zumindest in Köln Also sind stadtdragend.
00:31:44: Ein ganz großer Teil des gesellschaftlichen Lebens findet einfach im und um den Karneval herum statt ist also damit mit organisiert.
00:31:53: Auch viel soziales, was über den Karneval funktioniert.
00:31:59: Soziale Einrichtungen die gestürzt werden und da sind auch echt starke Summen dabei.
00:32:03: Also der Karnewald tut wirklich viel für die Stadt.
00:32:06: Wie kommt das Geld hin zu Sand?
00:32:08: Ist es mit dem Kartenverkauf, die Mitgliedsbeiträge oder...?
00:32:12: Ich kann jetzt nicht für alles sprechen.
00:32:15: Mein Eindruck ist dass es klar über den vielen Karten verkauft aber sehr viele Spenden noch ist die dann gesammelt werden für einen guten Zweck.
00:32:22: Die Aktionen, für den guten Zwecks Veranstaltung, aber auch das ist ja alles eingetragene Vereine, keine Gewinne damit, sondern das wird alles in wohltätige Zwecke zurückgeführt oder eben auch in Brauchtumtspflege, Sanierung einer der meistens Bauvereine, die sich um die Liegenschaften kümmern alte Stadttürme, die dann saniert werden.
00:32:47: Veranstaltungshallen sind auch der Öffentlichkeit zugänglich.
00:32:50: Da sind schon einige Summen dahinter und da fällt auch viel sehr viel für Soziales ab.
00:32:57: Sorgen wir nicht gerade in dieser Bauvereine dafür dass gerade solche Sachen wie dieser Stadtturm letztendlich ja nie abgerissen worden ist weil sie immer darin waren?
00:33:03: Richtig aber auch neu aufgebaut wurden.
00:33:06: teilweise mit den Steinen die als drüber neben dran standen wurden die neu auf gebaut.
00:33:10: und jetzt in unserem Falle haben wir jetzt neu saniert den Turm, den wir hatten als alte Stadtmauer und die alte Stadt-Mauern rekonstruiert.
00:33:20: Und darin eben dann ein Saal gemacht.
00:33:22: Es gibt ganz viele Beispiele von Karnevalzweinen, die genauso was gemacht haben auch die Rotenfunk unserer Nachbarn vom Gegenüber Die Prinzen gerade in anderen Nachbaren, die so einen Stadtturm den Alten tragen finanzieren und in Schoss halten.
00:33:36: Das ist eine gewaltige Aufgabe und auch finanzielle.
00:33:41: Weitere Parallele Wir hatten eben schon drüber gesprochen, die Fuchsenstunden-Equivalenten oder diese Jungfunkestunden.
00:33:47: Ganz klar hier tatsächlich auch mal abgeguckt würde ich sagen.
00:33:49: das andere dass nicht auch schon vorher gemacht haben.
00:33:51: aber Idee von uns.
00:33:53: viele Korpus in dem Verein kennen die Prinzipien und dann sprechen wir einfach kommt ein älterer Funk vorbei und bringt den jungen bei erzählt über Geschichte Uniformen was ist so die Resolidätre unserer Selbstverständnis?
00:34:08: Warum machen wir was wir tun wie?
00:34:10: Müsste die Uniform eigentlich selber kaufen?
00:34:12: Sie sind wahrscheinlich auch nicht bittig, oder?
00:34:14: Ja die ist nicht ganz so günstig.
00:34:17: Da kommt ein Hut und Stiefel
00:34:18: usw.,
00:34:18: das ist schon ein mittlerer vierstelliger Bereich dem man da ausgeben kann.
00:34:23: es gibt allerdings auch die Möglichkeit gerade für jüngere Studenten Azubis und so gibt's die Möglichkeit dass man da eine Unterstützung bekommt.
00:34:32: ich weiß dass es die gibt aber darüber wird ansonsten nicht gesprochen.
00:34:34: also sich ist entweder ein zinsloser Kredit und man kann ihn noch irgendwie mit Engagement kann man ja teilweise abstottern.
00:34:41: Das existiert, das wird auch genutzt.
00:34:43: Aber ich hab... Also da wird aber auch nicht drüber gesprochen.
00:34:48: Dann den guten Sittner schwirrt über ihr halt nicht gesprochen?
00:34:50: Jawoll!
00:34:51: Ja das ist doch das Schöne der steht in der Uniform steht dann multimillionär mit einem mittellosen Studenten oder jemand der gerade irgendwie seine Ausbildung beendet hat und du erkennst nicht wer er ist.
00:35:04: Und einmal viel jeder holt mal eine runde Bier und irgendwann holte einer nur noch und sagt komm sag mal dass es von dir sehr kameradschaftlich und...
00:35:15: ...große Soziallexperiment.
00:35:17: Ja, definitiv!
00:35:18: An drei Tagen im Jahr funktioniert das.
00:35:21: Ja es ist ja durchaus geht ja das ganze Jahr dieses Veranstaltungsjahre, Auftritte, Sitzungen, Tanztraining, Reiten, Reitstunden, Events die gemacht werden, Sommerfest, Kinderfest was auch immer, ganze Vereinsmeierrei, was noch dazu kommt irgendwie ... Walf, neuer Vorstände und so weiter.
00:35:43: In Turm als Konstante... ...und beispielsweise bei uns gibt es jeden Dienstag Essen für einen sehr guten Preis.
00:35:49: Und das sind echte Köche!
00:35:51: Das ist immer voll.
00:35:52: Das macht richtig Spaß.
00:35:53: Es ist wie ein Stammtisch, weil es eben ein richtig gutes Essen gibt.
00:35:56: Es gibt über ganze Jahre verteilt weitere Appelle.
00:36:00: So eine Art Gesamtkonvente.
00:36:04: Es gibts auch Veranstaltungen innerhalb eines Gesellschaftsteils.
00:36:07: Es gab auch Veranstalten.
00:36:09: mit allen Gesellschaftsteilen, Veranstaltung mit anderen Vereinen, Sozialträgern und was auch immer.
00:36:14: Also es ist wirklich das Veranstaltungsgeist eigentlich.
00:36:17: preil gefüllt oder gemeinsame Fahrten.
00:36:20: Tagesausflüge mehr tägliche Touren.
00:36:22: Amsterdam waren wir waren aber auch hier mehrfach in China ein chinesischer Hotelier einen Milliardär der eingeladen hat und dann sind wir für den Hotel in Chin Tao früher die Kaisers-Germania Brauereistand.
00:36:38: Und da gibt es so eine semi-deutsche Bierkultur und eben auch so ein Oktoberfest, das ist ich meine von entweder von den Quadratmetern oder größer als das Münchner Oktober fest.
00:36:49: Da wurden wir eingeladen.
00:36:50: die haben dann so Deutschlandwochen.
00:36:53: Und dann klar für den Chinesen ergibt es auch Sinn dass Karneval gleichzeitig zum Oktober Fest ist.
00:36:58: Dann waren wir dort bei vierzig Grad hundert Prozent Luftfeuchtigkeit in unseren Uniformen, die für den deutschen Winter gemacht sind und haben dann dort mehrere Auftritt am Tag gemacht.
00:37:06: Und Männerballett, wir machen das ja auch sehr professionell Männer Ballett.
00:37:11: Da kommt man ganz schön ins Spitzen.
00:37:13: Ganz zu Spargel vom Tanzbar, dass da wirklich Sport macht und das wird alles... Das haben wir gesponsert bekommen und sind dann mit mehrfach um die Hundertfünfzig Mann nach China geflogen.
00:37:27: Nicht schlecht!
00:37:27: Das ist eine Lebensereignisse, die man da erlebt?
00:37:31: Absolut war eine tolle Erfahrung.
00:37:33: Also richtig Spaß gemacht, auch auf diesem chinesischen Oktoberfest zu sein.
00:37:36: Das war was ganz anderes.
00:37:40: also die Boxen waren so lauter hat sie in den Ohren geschäppert, die waren völlig übersteuert.
00:37:43: Gehörtentisch
00:37:44: war das?
00:37:46: Also authentisch Deutsch, null Komma fünf Prozent ist.
00:37:50: man hat die großen Markennamen gelesen und es gab riesige griesengroße Zelte.
00:37:57: aber zu einem gewissen Punkt, kam dann vorne ein Maler und hat mit patriotischer Stimmung vorne Schriftzeichen gemalt.
00:38:07: Die konnte man hersteigern.
00:38:09: Ich kann mich noch dran erinnern dass einer von uns gewunken hat.
00:38:11: Er will noch einen Bier haben und vorne der Mann hatte gedacht er bietet jetzt auf dieses Schrift Zeichen und dann haben sie die Chinesen überboten weil warum soll dieser weiße Typ dann jetzt diese Schrift zeichen kaufen?
00:38:21: Also es war dann schon sehr... Es war kein Original Natürlich kein original deutsches Oktoberfest, aber es war mal eine sehr lustige Geschichte.
00:38:31: Hört sich auch mega-lustig an!
00:38:33: Also... ist schon cool.
00:38:35: ich meine das strahlt ja in die Welt aus.
00:38:36: also ich ändere mich auch mal in den Reportage.
00:38:38: da war der Düsseldorfer Karneval auch in Rio eingeladen und dann sind sie auch mit dem Wagen runtergefahren und haben von dort halt auch die Kamelle unter die Brasilianer geworfen.
00:38:49: Ja,
00:38:49: sehr gut, ich erinnere auch dass irgendwie zweitausenden auch mal ins Stolpenparade in New York sind.
00:38:55: Das passiert auch, oder die Eröffnung des Oktoberfestes.
00:38:57: Da sind ja auch häufig Wagen aus oder Gruppen aus ganz Deutschland traditionelle Brauchtümliche Gruppen dabei und da ist auch ab und zu mal ein Karnevalsverein dabei.
00:39:06: Gibt es auch einen Verein wo die Corpus oder eine Interessensgruppe wo die corpus sich treffen?
00:39:11: Also du hast ja gesagt ihr habt ja andere getroffen und gerade fängt an so einem kleinen bisschen die Wechselwirkung ein dass es diese Jungstunden halt gibt.
00:39:22: So nicht... Schelm wird sagen, morgens um fünf am Dresen.
00:39:26: Dann ist die Körperquote was höher.
00:39:28: Aber überall auch von jedweden Verband vom VDST zum KV über ADB-Burschenschaften, Coors... Also eigentlich alles vertreten.
00:39:38: Es gehört in Köln halt zum absoluten Stadtbild dazu und es ist ein wichtiger Träger der Stadtkultur.
00:39:49: Verbindungen stehen heute vor einer neuen Herausforderung Nachwuchs, Außenwirkung, Identität.
00:39:54: All das entscheidet sich längst auch online.
00:39:56: Wer sich digital nicht zeigt wird übersehen.
00:39:58: doch wie präsentiert man Tradition so dass sie modern wirkt ohne sich zu verbieten?
00:40:03: Corpor Content Lab gibt genau darauf die Antwort.
00:40:05: mit unseren Workshops Social Media Keilen und der Contemporation Meisterklasse lernt ihr eure Verbindung strategisch authentisch und attraktiv zu zeigen für mehr Sichtbarkeit neue Mitglieder und das gute Gefühl zu wissen was man tut Ein moderner und professioneller Auftritt schafft Vertrauen nach innen wie nach außen und zeigt, dass eure Verbindung nicht in der Vergangenheit stehen bleibt sondern Zukunft gestaltet.
00:40:27: Wir vom Corpo Content Lab erstellen euch genau diesen Auftritt.
00:40:31: Mit einer zeitgemäßen und ziehgruppenorientierten Webseite, offiziellen E-Mailadressen, stilvollen Semesterprogrammen, Polörkarten, Imagefilme um
00:40:38: viel mehr
00:40:39: damit jeder erkennt eure Verbindungen lebt und hat Zukunft.
00:40:43: Beeinbart jetzt euren Demokall.
00:40:45: alle Infos findet ihr in den Shownotes.
00:40:50: Wie viel ist das ein Engagement für dich eigentlich?
00:40:54: Es war mal mehr.
00:40:55: Das gab man eine Zeit, da war ich beruflich bedingt in Tel Aviv und bin quasi jedes Wochenende zurückgeflogen um bei den Auftritten dabei zu sein.
00:41:02: Ich habe damals als Pressereferent Social Media Sachen gemacht Da kannst du ja ein Lied von singen Und bin dann auch wirklich freitags zurück geflogen und sonntags wieder hoch.
00:41:14: Ansonsten versuche ich bei so vielen Auftriten wie möglich dabei zu seien.
00:41:20: Ziel ist da schon irgendwie neunzig Prozent.
00:41:23: Es ist nicht immer möglich, aber das ist schon das Ziel und unterjährig versuche ich das mitzunehmen was geht.
00:41:31: Wie wird man denn eigentlich keine Weilsprinzen?
00:41:34: Oh!
00:41:35: Jetzt kann ich jetzt vom Hörensagen reden.
00:41:37: Nicht dass ich da jetzt irgendwie Erwachsen hätte.
00:41:40: Mir war nur Spaß.
00:41:44: Es gibt das Festkomitee und die entscheiden das.
00:41:47: es gibt wohl Bewerbungen Mit einem richtigen Konzept etc.
00:41:51: Und dann wird entschieden, wer das wird und dann wird es erzählt.
00:41:55: Habt
00:41:55: ihr das Dreigestören?
00:41:57: Richtig!
00:41:57: Das Dreigesteuren bewirbt sich dann und der Präsident des Vereins muss die vorschlagen.
00:42:03: Zumindest ist meine Lesart davon.
00:42:05: D.h.,
00:42:06: die Vereine oder der Präsident schlägt dann eben drei vor... ...und dann wird gewählt.
00:42:12: Wer hat das beste Konzept?
00:42:14: Wer passt irgendwie am besten?
00:42:16: Und so wird man Prinz Carnaval bzw.
00:42:18: Teil des Dreigeschirmens.
00:42:19: Es ist auch ein immenser finanzieller Aufwand, wenn man das gemacht hat.
00:42:22: Also es ist jetzt nicht kostenlos, wenn wir dich da anbietet ne?
00:42:25: Ja
00:42:25: definitiv unter anderem... Ich glaube große hohe Kosten sind das Ornat, Kamelle und die ganzen Spangen, die verteilt werden aber auch unter anderen ich glaube was ist wahrscheinlich noch nicht mal das höchste Ist dass die monatelang eine Etage im Hotel buchen für sich und die entourage Und das geht alles auf eigene Kosten.
00:42:44: also ich gehe davon aus, dass das pro Person guter guter sechster legerbetrag ist.
00:42:49: Ja, es sind so doch ähnlich.
00:42:50: Also das sollte man sich sehr gut überlegen, ob man halt Karnevalsprinz oder Karnevalsprunzessin werden möchte.
00:42:57: Ist ja auch gut fürs Geschäft.
00:42:58: also in Düsseldorf kenne ich das vor allem wenn das dann Leute waren die halt im Einzelhandel bekannt sind weil sie halt ihre Traditionsgeschäfte haben.
00:43:06: da war dann die Die Karnevalsprinzen schafft ziemlich gut ne?
00:43:11: Oder wenn du eine Praxis halt auch hast ist das ein super Renommee was sich dann halt ergeben hat.
00:43:16: Absolut!
00:43:17: Ich finde nur es wäre der falsche Grund das zu machen.
00:43:19: Nee, aber es ist gerade bei die sich das meistens leisten können.
00:43:23: Aber dann haben wir mal ein B to C Geschäftsmodell und dann spielt sich das auch wieder in der Regel halt wieder ein weil die ganzen Leute dann bei denen halt auch dann einkaufen gehen.
00:43:34: Man muss auch einfach sagen man muss ein paar Monate entbehrlich sein können.
00:43:38: Also jemand anderes wird das Geschäft weiter oder definitiv.
00:43:45: Ich finde es toll dass wir da noch solche Traditionen haben.
00:43:47: also das ist nicht nur wie Verbindungen diese Traditionsträger in einer gewissen Art und Weise sind, sondern es ist auch noch andere Volkstums.
00:43:56: Traditionsvereine gibt die das genauso ernst nehmen und nicht halt wie man immer so lapidar sagt ist ein Karnevalzverein, dass es halt nicht der Fall ist, sondern eine sehr professionelle Struktur ist mit hohem finanziellen Aufkommen viel Organisationen viele Personen die dort okkoordiniert werden müssen Und die Probleme über vier Chargen weg.
00:44:13: soweit hinausgehen definitiv
00:44:16: sehr strikte Organisation dahinter, um die Jungs auch alle zusammenzuhalten und da auch nach außen ein Bild zu geben.
00:44:23: Wie sieht das denn aus?
00:44:24: Wenn man in den Uniformen aussieht wie gelatzt... Es gibt einen Spieß der achte darauf.
00:44:28: es gibt Wachoffiziere, die achten darauf war... ...es gibt eine Uniformordnung, die pinibel eingehalten wird sonst sitzt man im Bus.
00:44:35: Wer nicht mehr ich sag mal gerade guckt Der geht auch gar nicht mehr aus dem Bus raus, wenn wir mit dem Bus fahren oder wird nach Hause geschickt.
00:44:40: Und wenn das Mehrfach passiert dann halt eben auch mit Konsequenzen und das wird ganz strikt verfolgt.
00:44:46: also da ist deutlich mehr Zucht drin als man sich das als Nicht-Kölner oder Nicht-Reinländer vielleicht vorstellen kann.
00:44:53: Man hat zwar mit den Jungs auch nie irgendwie auf einem Munzioboden gestanden aber irgendwie durch diese gemeinsame Busreise oder vielleicht mit der Flugreise durch die Welt und irgendwie tanzen durch die Säle ziehen das schweißt dann doch schon zusammen.
00:45:05: Und vor allem man hat ja auch den gleichen Feind, das volle Fassbier.
00:45:09: Aber wie ist es denn so für dich als Koppel gewesen?
00:45:11: Du bist ja auch aus dieser Koppekultur in diese Karnevalskultur reingekommen und du wirst ja wahrscheinlich dann auch ein Kultur-Clash gehabt haben.
00:45:19: Gar nicht!
00:45:21: Ich war... ich bin eingetreten im Jahr zwei Tausend Siebzehn und da war gerade das Vorsitz, wir haben den ersten Vorsitz in der ADB damals gemacht und da musstest du immer organisieren neu aufbauen, also es war nicht einfach nur wir Ratanschema F sondern Neuaufbau.
00:45:38: alle wollten irgendwas.
00:45:39: Es gab Hier-Satzungen hier Änderung und hier noch das und da eine Ehrenordnung.
00:45:43: Und Da habe ich mir einfach die Uni vom Angezogen Mütze auf in den Bus Kopf aus der Spießsache gelingst rum Der Wachowitzier Bibbel rechtsrum.
00:45:53: Ich hab das getan und ist halt einfach Spaß gemacht.
00:45:55: Kameradschaft im Bus Hirn aus und mal mit gehen und Einfach Spaß haben unter den Kameraden Das hat mir richtig gut getan.
00:46:07: Es war kein Kulturwechsel zwischen Kooperation und Funktions.
00:46:12: Ähnliche Strukturen, ähnliche Personen... ...ähnlicher Umgang miteinander.
00:46:17: Das passt alles!
00:46:19: Ja man hört dir auch raus, dass du das super cool findest?
00:46:22: Es ist mega Spaß!
00:46:23: Viele meiner besten Freunde auch dort kennengelernt.
00:46:25: Ähnlich wie auch in meiner Zeit als aktiver Verbindungsstudent oder danach.
00:46:30: Wie ist es denn jetzt gerade?
00:46:30: Ich meine, wir sind ja gerade in der Vorosterzeit und ein bisschen noch in der Fasten-Zeit.
00:46:36: Die Karnevalshauptsaison ist jetzt vorbei.
00:46:38: Habt ihr jetzt grad'n bisschen Ruhephase oder gibt's die ganze Zeit schon Veranstaltung?
00:46:43: Es endet traditionell mit nem Fischessen am Freitag nach Aschermittwoch Und dann bin ich jetzt wie wahrscheinlich neunzig Prozent meiner Kameraden am Fasten.
00:46:53: Wir sitzen uns hier auch gegenüber und trinken den ganzen Tag holfrei und temporale Humour ist.
00:46:59: Es tut weh, aber es tut auch mal ganz gut für den Körper.
00:47:02: Man fällt nach so einer Session immer in ein Loch.
00:47:05: Vielleicht kennst du das von Stiftungsfesten?
00:47:07: Du hast vier Tage lang die Zeit deines Lebens immer irgendwie am Ball.
00:47:12: erstmal richtig Spaß und dann stiftungs fest.
00:47:15: Montags- oder Dienstag ist das Ding vorbei und ist erst einmal nichts.
00:47:20: ähnlich ist das noch auch schon Mittwoch.
00:47:22: Du hast Tage und Wochen verbracht, immer mit den Kameraden in den Sälen.
00:47:26: Hast gesungen gelacht das eine oder andere Kölsch aus Versehen gedrunken Und dann ist plötzlich nichts mehr da.
00:47:34: In der Phase sind wir gerade.
00:47:36: Man geht es jetzt wieder los richtig?
00:47:38: Ich gehe die ersten internen Veranstaltungen nach der Fastenzeit ab.
00:47:42: Ostern Geht's wieder irgendwie Frühlinge.
00:47:44: Dann ist da was, dann ist Vatertag.
00:47:45: Da treffen uns alle zusammen im Riesengarten und grillen dort gemeinsam.
00:47:51: Ja, dann fangen die ersten Hochzeiten an der Kameraden.
00:47:55: Dann gefangen die ersten Geburtstage wieder an.
00:47:57: Es läuft...dann läuft das Geschäft wieder los?
00:48:00: Die Tänzer treffen sich wieder, dass Tanz bei Tanz sowieso durchgängig.
00:48:04: Dann werde ich wieder aufs Pferd gehen um Reizstunden zu machen.
00:48:09: Die Musik trifft sich.
00:48:11: Das geht wieder los!
00:48:12: Die Musik macht auch bei den Schützenfesten mit.
00:48:14: Die werden auch dann gebucht dafür.
00:48:16: Also schöner Schulterschluss.
00:48:17: dann auch zu den anderen Brauchthumsorganisationen
00:48:22: Ja, ist doch schön.
00:48:24: Jetzt haben wir viel über die Gemeinsamkeiten gesprochen und es gibt aber auch Unterschiede.
00:48:28: Dann schießen wir los!
00:48:30: Klar sind nicht nur Akademiker – das ist schon eher ein gesellschaftlicher Querschnitt durch die ganzen Hindernisse des Brauchs.
00:48:37: natürlich Geld um ein Uniform zu kaufen oder eine Brauchzeit.
00:48:39: Es geht so wieder was anderes.
00:48:40: Aber alle eint einen Einsatz für Gemeinschaft und für Brauchtum.
00:48:47: Das sind soweit die großen Unterschiede.
00:48:50: Und natürlich auch, dass die Warnung.
00:48:52: in der Öffentlichkeit haben wir schon drüber gesprochen.
00:48:55: Witzigerweise hat man aber die gleichen Probleme mit Social Media.
00:48:59: Wir hatten kurz im Vorbespräch angesprochen.
00:49:02: Du machst sehr viel aus Social Media und ich habe nur eine rudimentäre Erfahrung.
00:49:06: Meine Frau macht das allerdings echt sehr gut.
00:49:10: Ich hab damals als ... Damals.
00:49:13: vier, fünf Jahren vielleicht drei Jahre als Pressereferent mitgeholfen und da wirklich gemerkt es gibt ja schon ähnlich wie bei Verbindung.
00:49:23: Du kannst das dann nicht allen recht machen wenn du richtig kreativen Content machst.
00:49:28: dann sagen die Älteren hat das sein müssen.
00:49:30: um Gottes Willen was ist denn hier immer damit der englischen Musik?
00:49:33: und so auf der anderen Seite die Jungen die man auch ansprechen möchte die sagen jetzt haben wir das siebenundzwanzigste mal über Was bedeutet Ehre oder im Karnevalsverein, wie sieht unser Turm aus?
00:49:46: Da musst du irgendwie einen guten Querschnitt finden um alle deine Stakeholder abzuholen.
00:49:50: Die Zielgruppe die auf Social Media ist und B natürlich auch Facebook da sind mittlerweile unsere Großeltern sehr stark drin.
00:49:56: Die musst du auch irgendwie abholen.
00:49:57: Ja sicher war mein Opa auch der nutzt Facebook so wie ich.
00:50:05: Das muss alle abholern das ist gar nicht so einfach.
00:50:08: aber auch ein Unterschied.
00:50:11: Nachwuchsgewinnung.
00:50:14: Ich kann jetzt bei den Planfunktionen darüber sprechen, jedes Jahr sind das Dutzende, ich weiß, Fünfzig, Sechzig Männer die gerne Mitglied werden wollen und kommen zum Vorstellabend unser Regimentskoch kocht und dann stellen sich die Gesellschaftszeile vor und sagen was erwarten sie von den Leuten?
00:50:32: Was können Sie bieten um einfach noch abzustecken wo kann man sich da finden?
00:50:36: und es sind Wir können uns davor nicht retten.
00:50:39: Es ist nicht so, dass wir irgendwie einen Aufnahmestopp hätten aber es sind schon wirklich viele Leute.
00:50:42: Aber auch viele engagierte Leute ähnlich wie vor hundertfünfzighundert Jahren bei den Verbindungen.
00:50:49: Warum läuft das da so gut und in der Verbindung nicht so?
00:50:53: Gute Frage.
00:50:55: Wahrscheinlich die mediale Wirkung und die Social Media Auftritte würde ich sagen bei vielen Verbenungen.
00:51:02: Beide ziehen ja im Endeffekt auch die gleichen Leute an.
00:51:05: Leute, die Bock auf Freundschaft haben und Gemeinschaft auf Brauchtum.
00:51:10: Die Verbindung machen das sehr viel über die Zimmer.
00:51:13: Und dann gibt es einen wahnsinnigen Gegenwind von Leuten, die mit Vorteilen beladen kommen und das tun.
00:51:20: Auf der anderen Seite... Das Commitment ist leicht anderes weil du wohnst nicht zusammen.
00:51:27: In aller Regel bist du später Mitglied.
00:51:31: So die Erstsemesterjungs, die das machen.
00:51:34: Die gerade irgendwie eine neue Stadt kommen, die irgendwie coole Leute kennenlernen wollen was auch immer.
00:51:38: Jetzt sind schon eher kulturell eingeborene Leute, die damit aufgewachsen sind oder halt eine hohe Affinität dazu haben?
00:51:44: Ja also nicht nur ich als Beispiel dazu es gibt ganz viele, die aus ganz Deutschland oder aus der Welt kommen und dann sagen ich lebe jetzt in Köln, ich möchte da mitmachen aber diese sind eher gesettelt.
00:51:54: Die wissen schon Ich bin jetzt in den Kölnen, ich werde lange Zeit in Kologne bleiben oder ich bin geboren, ich will dir sterben die das dann tun, weil sie auch eine andere Lebensabschnitt sind.
00:52:05: Vielleicht mit dem Studium fertig vielleicht im ersten Job, vielleicht irgendwie gerade das Kind ausm Haus oder so wo man sagt ich habe jetzt Zeit, ich hab Lust darauf Ich wollte das schon immer mal machen und man ist auch von klein auf damit groß geworden.
00:52:18: also jeder Körner gehen die Ohren hoch wenn der Trömmelsche geht Das wird es mitgegeben und das ist meine Verbindung Es sei denn man hat irgendwie familiäre Vorbelastung.
00:52:30: ja überhaupt nicht der Fall.
00:52:34: Ja, vielleicht muss man da auch ein bisschen... Also von unserer Seite halt die Zugänglichkeit ein bisschen verändern und den Ruf in der Öffentlichkeit halt auch bessern.
00:52:42: Dass es halt auch Spaß macht, dass das eine coole Sache ist.
00:52:46: Ein super Gemeinschaftserlebnis wie du es im Karneval halt auch hast.
00:52:50: Hier müssen wir glaube ich auch selbstkritischer sein weil ganz häufig wenn ich mir angucke einen jünger Student kommt an ne Bude klopft oder hat vielleicht nen Zimmerbesicht und dann macht jemand auf, der kriegt die Zähne nicht auseinander In Jogginghose und T-Shirt hoffen sich die zwei Tage nicht geduscht, macht diese Villa auf.
00:53:06: Und sagt ja wir machen hier übrigens ganz wichtig also diese kognitive Dissonanz zwischen meinem ersten Eindruck wenig da sehe und was man sich dann irgendwie gibt.
00:53:16: das hat der Kanwald ganz anders professioneller gemacht.
00:53:19: ich habe gerade von diesem Vorstellabend gesprochen dass es wirklich gut gemacht und erst eintrug ist auch zweiteindruck und dritteindruck und ist auch so wie's gelebt wird und gewollt ist.
00:53:29: bei Verbindung Hast du manchmal zu wenig Zucht dahinter?
00:53:34: Da hast du ein paar Schloffis, die dann Schloffys nachbringen und plötzlich ist der ganz gesamte Bund in eine andere Richtung abgebogen.
00:53:42: Das ist im Karneval weniger der Fall!
00:53:43: Und ich glaube das ist ein ganz großer Grund warum viele High Potentials gute Leute, die irgendwie anfangen zu studieren, dann sagen also das Konzept fand ich cool aber die Leute boah nee... Das gibt es leider zu häufig.
00:53:54: Das
00:53:54: is so'n Gespräch was ich häufig schon mit... Also jetzt nicht am Mikrofon auch mit alten Herren geführt habe, aus anderen Verbindungen vor allem wenn das Mikrofon nicht läuft.
00:54:05: Wie wir es eigentlich schaffen dass wir die Leute in die Verbindung reinholen die später im Leben in der Gesellschaft eine besondere Rolle halt auffüllen gestalten führend tätig sind weil die wollen wir ja auch eigentlich haben und das ist auch das was in unserem Selbstverständnis halt drin ist.
00:54:24: Es ist halt auch so ein Punkt wo du mir gerade gesagt hast so ihr habt einen Vorstellabend Dass es viel professionellisierter ist als zum Beispiel in der Verbindung, dass dann halt der Klassiker jemand will dann ein Zimmer haben, Tür geht auf und du hast dann den Menschen, der sein Leben nicht unter Kontrolle hat weil er in Jogginghosen rumläuft von der Tür.
00:54:41: Das schreckt dann halt ab.
00:54:42: Aber da muss halt auch von der Altherrenschaft oder beziehungsweise generell Muster mehr Druck gemacht werden, dass die Leute A auf dem Haus nicht so rumlaufen, dass man solche Leute erstmal nicht reinholt, die tagelang nicht duschen, ne?
00:54:53: Also ich meine das kann ja mal bei jedem mal passieren, dass es irgendwelche Gründe gibt, dass wir mal zwei Tage nicht duschnen können.
00:54:57: aber wenn es halt in der Regelfall ist... Zimmerpreise vielleicht höher machen oder halt eine Regelwerke festhalten und die Alterenschaft auch mehr aktiv dabei ist, dass auch gerade bei so Keilgästen mehr strukturiert vorgegangen wird.
00:55:11: Dass man dann hat guckt welchen Studien gegangen es der, das man an Leute nimmt, die ähnliches studiert haben gleich ein Professorin vielleicht sogar hatten, dass diese Relatability halt wie was so schön heißt also die Beziehungsfähigkeit vielmehr gesteigert wird.
00:55:24: und ja Leute reden immer davon Wenn Sie zum Beispiel so ein Retreat gemacht haben, in einem Kloster oder halt ähnlich das denen diese Tagesstruktur total gefallen hat.
00:55:36: Also dass die am Anfang alle immer wie eine Ableinung der Gegend haben, dass sie so viel aufstehen mussten und dass es Gemeinschaftsveranstaltungen gibt.
00:55:44: Diese Tagestruktur aber hinterher sagen die, das fand ich toll!
00:55:48: dass wir in den Verbindung vielleicht auch mehr diese Strukturen und Regeln einführen.
00:55:52: Dass es nicht so eine Rumgeschlurfe ist, sondern klar es gibt auch Freiräume dann kannst du mal rumschlurfen.
00:55:58: aber das ist nicht der Standardzustand, sondern dass halt auch die Dresscode gewahrt wird auf dem Haus.
00:56:03: Das sind nicht in Jogginghose rumläuft Das gemeinsam gelernt wird, dass es gemeinsame Essenszeiten gibt.
00:56:08: Und das Ganze nicht so unverbindlich ist, dass da halt in der WGM eine bessere Wohnlage irgendwie aneinander vorbeigelebt wird.
00:56:14: und dann ist jetzt wieder, oh Sempro sagt heute zum zwanzig Uhr CT, wie deine Fahnscheidung, sondern dass das ganze ein bisschen mehr geleitet wird, halt wie ein Kloster
00:56:22: z.B.,
00:56:23: also wir müssen ja jetzt kein Abt oder so halt haben.
00:56:25: Das muss ja auch keine pseudo-religiöse Gemeinschaft aufgebaut werden.
00:56:30: Ja, mehr
00:56:30: als Fuchsmajor?
00:56:31: Genau!
00:56:32: Aber das wird halt da auch professionalisieren und gucken was können wir eigentlich von anderen Organisationen lernen wie die ihre Mitglieder ziehen strukturieren ausbilden und das bei uns transferieren weil wir sind ja Akademiker.
00:56:46: also wir haben halt die höchsten Bildungsabschlüsse in der Regel die dieses Land bietet.
00:56:52: Ergo haben wir halt auch die größten Karriere Chancen.
00:56:56: Das ist jetzt kein Kleinmachen von Leuten, die das nicht haben.
00:56:58: Es gibt wunderbare Karrieren von Leuten die nicht studiert haben ganz viele und auch sehr intelligente Leute.
00:57:04: Ich muss auch sagen wenn man sich die Universität heute anguckt mit dem Anspruch was man dort lernt oder im richtigen Leben umsetzt sind eigentlich viele Onlinekurse, die es auch gibt wesentlich hilfreicher für die berufliche Gestaltung als das Studium selber.
00:57:20: aber dass wir da halt hingehen und mehr Wert schaffen
00:57:23: Mehrwert ist ein super, super Punkt.
00:57:26: Wir brauchen einen Mehrwert für die jungen Leute aber auch eben für uns als Verbindung und das muss man irgendwie auch klar kommunizieren.
00:57:33: Ich finde diesen strukturierten Tag ist aber total interessant.
00:57:36: Es widerspricht zuerst mal so ein bisschen Verständnis von Verantwortung und Freiheit.
00:57:41: Aber in einem kleinen Kind gibt es nicht alle Verantwortung oder Freiheit sondern bringt zum ersten Mal wichtige Grundlagen bei.
00:57:49: Sie ist dann, ach super das entwickelt sich so und so.
00:57:51: Das kann auch später anders laufen.
00:57:53: aber ein paar Grundlagen die da irgendwie da sein müssen ne?
00:57:55: Und wir haben es... Wir im Sinne von wir alle in unseren Kooperationen haben zwar in der Regel irgendwie Nachwuchs Aber zu viele Schnarchnasen, zu viele Mitläufer und weniger Gestalter mit wirklichen Ambitionen wie du es eben beschrieben hast.
00:58:11: Und das ist auch kein Generationenproblem, dass die Jungen von heute sind alle so.
00:58:16: Stimmt gar nicht!
00:58:17: Ich glaube es ist ein Haus gemachtes Problem von unserer Rekrutierung erst mal wehnen und wie aber auch von unserer Integration.
00:58:24: Dann haben wir zwei gute und dann gehen sie wieder.
00:58:27: Auch gerade bei uns Burschenschaften gibt's zu zweiextreme, die ich da so beobachten kann.
00:58:32: Auf der einen Seite eine politisch-odiologische Plase, die sich als Vorfeldorganisation von irgendeiner Partei sehen Zweifelrechte Aktivisten und dann halt auf der anderen Seite auch so anspruchsloses Partyvolk.
00:58:45: Günstiges Zimmer, Hauptsache lang schlafen, wobei ich lange schlafe bei den andern will ich jetzt auch nicht.
00:58:52: Das würde ich denen auch unterstellen.
00:58:54: Und beide Schrecken eigentlich genau die Ab, die wir suchen eine leistungsbereite vielleicht charakterfeste ambitionierte Studenten.
00:59:02: und was ist die Folge daraus?
00:59:03: Wir schleppen Studienversager durch.
00:59:06: Vielleicht fechten wir weniger und irgendwie verbessern wie unseren Anspruch.
00:59:10: Und das Schlimme ist dann, die Alternenschaft verliert auch den Bezug.
00:59:14: Die kommen in der häufig aus Generation bei denen das nicht so war, wo das nicht geduldet wurde und man hatte einen größeren Stall um auszusuchen.
00:59:22: Dann hat man eben die rausgeworfen, die ihn nicht gepasst haben, die er nicht geliefert haben.
00:59:27: und jetzt sagen wir ach komm, er hatte ja schon gestern hatte er schuhe an, das wird schon mit seinem Studium und der zieht natürlich dann den nächsten Deppen hoch!
00:59:38: Oh Gott, das ist auch das was du wieder gerade sagst.
00:59:40: Das hatte ich halt in den Workshops mit den alteren Vorsitzenden oder so die ich da in der Regel dann noch kennenlerne.
00:59:48: Das beste war halt wirklich eine Aussage es ist ne WG von Studienversagern die High Performance Olympiasaufen betreiben halt keine Studie auf dem Ende schafft
01:00:04: Exakt.
01:00:05: Und dann wundert man sich, warum wenige alte Herren aus der Haus kommen?
01:00:07: Weil die sagen ich habe gar keinen Bezug zu diesen Schnarchnasen und auf der anderen Seite auch keine jungen Studenten, die richtig Bock haben was zu reißen dort hingehen.
01:00:15: Sondern weil die an der Türstelle sagen ne danke ich hab etwas anderes gesucht und die irgendwie sagen Ich bin Partyvolk oder so sofort dahin.
01:00:22: und das Ganze ist natürlich eine demografische Zeitbombe einer finanzielle Zeit bombe bei Einzel sicher die Rente Die meisten Kooperation.
01:00:31: in ein paar Jahren oder ein paar Jahrzehnten werden viele Probleme haben, ihre Häuser zu finanzieren.
01:00:36: Einfach aufgrund der demografischen Realität.
01:00:39: und wenn ich dann weniger habe aber die deswegen auch weniger erfolgreich waren weil sie im Studium nur gesoffen haben viel Erfolg dann sehen wir weiteres Sterben Fusion etc.
01:00:48: das kann ja eigentlich nicht unser Anspruch sein.
01:00:51: Ich hab gerade beruflich habe ich echt einige junge Leute kennengelernt.
01:00:56: die waren brillant und die würden objektiv irgendwie auch gut in Verbindung passen mögen Leistung Verantwortung Begeistungsfähig, aber wir sind nie aktiv geworden.
01:01:08: Und wenn man sie dann irgendwie länger kennenlernt und viel ab und zu kommt das ja mal raus, dass man da irgendwie in so einer Verbindung war, dann hört man echt häufig.
01:01:15: Das fand ich echt interessant.
01:01:17: Aber ich habe dabei zwei Partys hier im meinem Dings und ich fand das unrasierte Schnarch-Nasen in Schockinghosen.
01:01:23: Die konnten sich nicht artikulieren.
01:01:24: Ich hatte eigentlich keine... Also ich hab mich da nicht zugehörig geführt und sind dann wieder weg und sagen okay, das Thema hat anscheinend keinen
01:01:31: Relevanz.".
01:01:32: Weißt du, wie einige Verbindungen dieses Problem gelöst haben?
01:01:35: Also erfolgreich.
01:01:36: Mit einer weiter bestehenden Aktivitas und dem Haus
01:01:38: usw.,
01:01:39: die sind hingegangen, die Mieteinnahmen, also die Mietpreise signifikant erhöht und auf Realmarkt-Preise erhöht.
01:01:47: Die haben dann halt auch festgestellt als sich da eine mit zwei-, drei Jahren Laufzeit ne komplett neue Generation etabliert hat dass das Leute waren, Privatumfeld auch vorstellen konnten, also Leute die vorzeigbar waren.
01:02:01: Also Leute wo dann neue Füchse Vorbilder halt drin finden weil sie ihr Studium durchziehen was er halt eine gute Erziehung genossen haben und nicht so Opfer dieser allgemeinen gesellschaftlichen Prolitarisierung geworden sind.
01:02:18: Sehr quersprudentisch.
01:02:22: Dem kann ich schon etwas abgewinnen.
01:02:24: auf der anderen Seite gibt es auch gute Leute die sagen, ich mache halt sehr viel für den Bund.
01:02:29: Deswegen muss ich halt irgendwie nicht arbeiten weil das Zimmer halt sehr günstig ist und meine Energie stecke ich dann in den Bund rein – in die Organisationen usw.
01:02:38: Ich bin mir nicht sicher ob das der Königsweg ist aber wenn das für manche funktioniert, dann lieber so als Schnarchnasen.
01:02:44: Ja definitiv!
01:02:45: Es ist halt, ich würde sagen dass die Mietpreise jetzt nicht die Lösung für alle Probleme sind.
01:02:50: es ist halt generell, es muss mehr Struktur und mehr Verpflichtung halt etabliert werden.
01:02:56: die Kontrollorgane innerhalb eines Bundes müssen halt auch besser funktionieren.
01:03:00: Konvente sollen keine Tribunale finde ich sein, die die Leute exekutieren.
01:03:05: wenn irgendwas nicht passiert passt.
01:03:07: es soll auch keine toxische Atmosphäre sein dass wer derjenige keine Tore mehr schießt das er dann zum Verräter deklariert wird und im Ansehen der Bundesbrüderheit fällt sondern dass man eine Kultur der Wertschätzung aufbaut aber auch der Forderung die dahinter steht also dass man sagt so Das kann nicht sein, dass wenn wir einen Bundesbruder haben der sich wieder für alles bereit erklärt sechs sieben mal den Sprecher macht bis er überhaupt keinen Bock mehr hat und diesen Bund halt am Ende verlässt.
01:03:35: Und die ganzen Papnasen dann halt sich weg ducken und ihre Last auf ihn verteilen weil Sie wissen der macht das ja, geben die Verantwortung ab und wissen es wird halt vorn getragen.
01:03:44: Dass man halt auch ein Konvent sagt oder evaluiert so wie habt ihr eure Schage gemacht damit gerade halt Hochpotenziale, die es in der Aktivitas ja ab und an mal gibt.
01:03:56: Nicht völlig unter die Räderheit kommen und die Leute den Bund anfangen zu hassen weil sie halt das Gefühl haben nur ausgenutzt zu werden.
01:04:04: Du sprichst mir aus der Seele und das ist finde ich ein super Connect.
01:04:07: zurück zum Karneval also wo wir angefangen haben.
01:04:11: da gibts nämlich ganz klar so eine Dankeskultur.
01:04:15: Es gibt Orden, es gibt Ränge
01:04:16: etc.,
01:04:17: das sind Äußerlichkeiten die aber wirklich zählen.
01:04:19: Und auch ein echtes und ernst gemeintes Dankeschön.
01:04:22: Koran.
01:04:22: Publikum wirkt echt wunder.
01:04:25: Wir haben vielleicht so einen Ehrenband oder vielleicht manche geben auch einen Schieber raus für kleine äußere Zeichen wo man mal Danke sagen kann.
01:04:33: Aber auch mal für eine hervorragende Schadenklammerung zum Beispiel.
01:04:37: Aber einfach das ganze Mal Danke sagen bringt wirklich viel.
01:04:42: Wertschätzung halt in dem Sinne, dass man höflich und Respekt voll miteinander umgeht.
01:04:48: Dass das nicht nur so ein Umherab ist, dass die Hierarchie durchaus auch flach sein kann aber halt nicht so beliebig und unverpflichtend.
01:05:00: also wir hatten bei uns im Bund eine ganz wichtige Erkenntnisphase gehabt und zwar war lange bei uns so.
01:05:08: Die Regeln, die braucht man nicht festschreiben.
01:05:10: Wir sind freiheitlich lebende Menschen bis wir irgendwann gemerkt haben dass Bundesbrüder, die man nicht so gemocht hatte, die hat man irgendwie nach allen Regeln der Kunst auf den Konzentren abgestraft wenn sie sich die kleinsten vergehen erlaubt haben aber die Bundesbruder die everybody's darling waren richtige richtige Brocken an Problemen ausgelöst haben.
01:05:29: das man da ein Auge zugedrückt hat der meint das ja ernst.
01:05:33: Aber dass man halt wirklich ein Vereinheitliches Regelwerk auf den Weg bringen.
01:05:37: Wir haben da zum Beispiel unsere GGO komplett neu erarbeitet, wo halt genau solche Sachen geregelt sind, das keiner eine extra Wurst bekommt und jeder halt den Anspruch auf Recht hat.
01:05:48: aber wir halten jetzt nicht irgendwie so ne... Korinthenkackerei dort betreiben, dass man irgendwie jetzt nun noch nach Paragraph XY lebt.
01:05:55: Wir haben eine Geschäftsordnung für uns entworfen.
01:05:58: die ist sehr komplex mittlerweile, da sind sehr viele Regeln drin aber wir betrachten sie als Betriebssystemes des Bundes und nicht als autistisches Regelwerk wo wir gucken können wie können wir dem anderen jetzt eins rein drücken?
01:06:09: Sondern wir gucken wie können mehr produktiv konstruktiv vorgehen.
01:06:14: alle wissen, was sie zu tun haben.
01:06:15: Also es ist jetzt auch nicht perfekt, das ist immer noch bei uns in der Entwicklung und wir entdecken halt auch immer wieder neue Rollen oder halt auch Prozesse die es gibt und wir können halt nur einmal im Jahr machen wir halt diesen Bundeskonvent wo wir dann diese neuen Paragrafen halt aufnehmen.
01:06:28: aber es ist darin geregelt also auch an der Realität halt auch.
01:06:31: Wir hatten zum Beispiel den Fall, wir hatten einen der hatte achtzehn Monate nicht mehr studiert hat uns das nicht erzählt.
01:06:37: da haben wir jetzt Sachen halt eingeführt dass wir sagen so es geht nicht Die haben drei Monate Zeit uns Bescheid zu geben, dass die nicht mehr studieren.
01:06:44: Ist vollkommen in Ordnung.
01:06:45: Jeder hat das Recht sein Studium abzubrechen.
01:06:47: aber wenn du das verheimligst dann krieg ich sehr Ärger und dann kommt das raus hinter er.
01:06:51: Ich wollte gerade eine flammende Brandrede halten warum zu viele Regeln auch so viel sein können und man nicht alles ein bisschen kleinste Detail durch regeln muss.
01:07:01: Aber achtzehn Monate nicht zu studieren ist natürlich ein ganz anderes Ding.
01:07:04: also auf jeden Fall Diese Gerechtigkeit, also quasi dieses Regelwerk als Ab-, als Konstituierung von Gerechtigkeiten.
01:07:14: So ein bisschen wie ja nennen wir es Bürokratie als irgendwie Sicherstellung von Gerechtigkeit kann man so sehen.
01:07:24: aber irgendwann ist zu viel Bürokrate auch schlecht.
01:07:27: Es soll ja keine Bürokreatie sein, das soll ja ein Betriebssystem sein, dass du weißt wenn du eine Charge hast oder dieses Amt was du zu tun hast wieder mit wem Zusammenhalt arbeitest Und welche Regelungsmöglichkeiten es gibt, wenn derjenige sich daran hält.
01:07:40: Das soll ja nicht für jede Kleinigkeit direkt ein Strafenkatalog bestehen sondern dass man halt eine gesunde Maßheit auch findet.
01:07:48: Das ist genau
01:07:48: das Wichtige und das brauchst du in den Verbindungen.
01:07:52: Wir hatten zum Beispiel zweimal hier ab Nikodemos Schnabel in dieser Sendung und er ist Benediktiner und hat sich bei mir das Interesse entwickelt so wie... Leben, die Benediktiner hat das dann auch recherchiert.
01:08:07: Ich habe auch zum Beispiel wenn ich halt sturmfrei hab bei mir privat zu Hause und meine Frau mit den Kindern weg ist, habe ich halt auch so ein Produktivitätsalltag, den nicht mehr versuche aufzuwohnen, den ich an der benediktinischen Tagesabläufe orientiert habe nur.
01:08:20: Und ich mache keine Nachtgebete, ich versuch da durchzuschlafen, meine acht Stunden wenn es schlaf zu haben.
01:08:27: Das ist wirklich ein Gerüst was du dann halt an den Tag gelegt hast also das Ruhephasen, was aktive Phasen Und da müssen wir vielleicht mal ein bisschen mehr Verbindlichkeit in den Verbindungen bringen, dass wir das halt transferieren.
01:08:41: Was können wir von denen lernen?
01:08:42: oder von Karnevalsverein oder anderen Organisationen?
01:08:45: Verbindlichkeit ist eine tolle Stichworte.
01:08:47: Ich absolut, absolut d'accord wenn der Bund ... Wir können nur dann irgendwie Qualität... Qualität bringt Quantität.
01:08:59: also ich muss erstmal sicherstellen, dass die Qualität stimmt und dann kommt die Quantität irgendwie von alleine.
01:09:03: So ein Bund mit zwei bis fünf Charakterfesten aktiven ist halt deutlich stärker als jemand mit fifteen Mitläufern.
01:09:09: Und wenn ich irgendwie merke, die Jungs studieren nicht mehr richtig oder die Jungen fechten nicht mehr richtig dann muss sich halt nach... also da darf ich da nicht nachgeben und sagen ach die Zeit der Zeitgeist ist halt so Studium ist jetzt nicht mehr wichtig und wir machen jetzt irgendwie gehen mir den Pflichtpartien runter Nee!
01:09:24: Dann ist ja Zeitpunkt die Zügel anzuziehen um zu sagen Jetzt erhöhen wir die Pflichtpatinen führen ein Akademikerprinzip oder wir überprüfen wie viele Credit Points zweimal in Folge zu wenig und du bist raus, wie auch immer.
01:09:40: Wir haben eine Leistungsüberprüfung durch die Altherrenvorstand.
01:09:44: also da müssen halt auch die Aktiven ihre Leistungen vorlegen.
01:09:49: der Altherenvorsitzende prüft das ja.
01:09:54: so können wir gewährleisten dass sie immatrikuliert sind Klausuren schaffen, weil wir wollen ja Leute haben die ihr Studium fertig kriegen.
01:10:02: Wir wollen hier Leute haben auf die wir stolz sind dass wir neue leute kommen das wir sagen können guckt mir mal das ist der bundesbruder xy.
01:10:07: Das ist auch etwas was ich zum Beispiel wenn alle mannen beobacht haben sehr stolz auf dich auch mit deinem werde gang und es ist ja cool weil es ist.
01:10:13: es zeigt er so.
01:10:14: solche leute werden in diesen bünden sozialisiert und das der hängen gebliebene versumpfte typ Nicht das Ideale ist, was wir haben wollen.
01:10:26: Wir wollen halt nicht den lauten Dauerstudenten an der Theke haben sondern wir wollen halt... Das ist halt ein bisschen ruhiger der Junge.
01:10:33: Aber er macht sein Studium fertig, er macht seine Chargen fertig, wer jetzt sich bundesbrüderlich?
01:10:38: Der ist tausendmal mehr wert als ein Selbstdarsteller, der auf allen Häusern gern gesehen wird weil die Wissen.
01:10:43: heute werden die Reffchen geknustbert und aber sonst passiert da nichts.
01:10:49: Du bist Vorsitzender oder Schatzmeister in einem Studentenwohnheim und plötzlich fühlt sich alles nur noch nach Finanzamt und Haftung an?
01:10:55: Dann brauchst du Profis, den Verband für Studenten Wohnheim in Bonn.
01:10:58: Partner von über einhundertfünfzig Studenten-Wohnheim in ganz Deutschland seit über seventy zwei Jahren.
01:11:03: Rechtssicherheit, automatisierter Spendeneinzug, Musterverträge, Klauzegriff, Haftungsdach und persönliche Beratung alles inklusive.
01:11:10: Für nur vierhundertfünfzig Euro im Jahr plus drei Komma fünf Prozent auf die Spendeinnahmen.
01:11:14: Alle Infos in den Show-Notes und du hast den Kopf frei fürs Wesentliche.
01:11:20: Exakt genau!
01:11:21: Qualität in der Nachwuchsarbeit bringt aus meiner Sicht zwangsläufig Quantität in Zukunft.
01:11:27: Wie war es die Zehnwache nach?
01:11:29: Und da müssen wir wirklich aufpassen.
01:11:32: Wenn wir keinen Nachwuchs haben, müssen wir halt die Pflichtpartien erhöhen.
01:11:36: Der ist in Spulung nicht ernst nimmt der muss halt rausfliegen also konsequent und im Zweifel frühzeitig.
01:11:41: das kann dann im Einzelfall echt wehtun aber im Großen und Ganzen schützt den Bund.
01:11:47: Er hat deutlich mehr Werte.
01:11:52: Wir müssen auch fordern und fördern und genau in der Reihenfolge zuerst fordern und dann fördern wir die Jungs.
01:11:58: Die aktive müssen, die Vorbilder werden, die wir uns für unser eigenen Söhne
01:12:02: wünschen.".
01:12:03: Und so eine Quantität im Fuchsenstall ist dann der gelungene Nebeneffekt?
01:12:07: Da sind wir alle gefragt das zu machen!
01:12:09: Das ist nicht nur... Wir als alter Herr ruhen uns aus und sagen von oben macht ihr mal aber bitte hier mit mehr Partien und mehr Studium sondern das ist halt auch ein Einsatz von alten Herren.
01:12:20: So einen Bund ist natürlich keine Einbahnstraße.
01:12:22: wie eben gesagt Netzwerk keine Einbahnsstraße ist es immer so.
01:12:25: ein gegenseitiges Nehmen ergeben und nehmen Auch zwischen Aktivität und Alternenschaft.
01:12:29: Also die Aktiven müssen liefern, ne?
01:12:32: Da gehören einmal dazu tadellose Umgangsformen, gepflegtes Äußeres.
01:12:37: aber Äußerlichkeiten sind also ja äußerlichen sind wirklich nicht wirklich unwichtig Aber im Zweifel überstrahlen die auch keine fehlende Erziehung.
01:12:45: das heißt sie sind nicht alles.
01:12:47: Das heißt wir brauchen da noch ein bisschen mehr Vortragsabende Empfänge Ich nenne es gerne so Veranstaltung mit weißen Tischdecken gute gesellschaftliche Veranstaltungen, Verantwortung übernehmen von den Aktiven.
01:13:03: Früher in Verantwortung nehmen ihnen die Hilfe geben, die sie brauchen aber auch fordern dass es gut wird.
01:13:08: und wir müssen halt anfangen Elite zu sein und nicht einfach nur Elite zu spielen.
01:13:13: Ja weil das merken auch diejenigen an der Pforte, die klingeln und sagen ich würde euch gerne kennenlernen.
01:13:19: Die merken in null Komma zwei Sekunden sind die Elite oder spielen die das?
01:13:24: Ja, da gibt es ja diese Signaltheorie die in der Sozialwissenschaften.
01:13:29: Vor allem in der Milieforschung halt drin sind.
01:13:32: Es gibt so fälschungssichere Signale.
01:13:37: Das ist eine Theorie, die unter anderem von Hanno Sauer, der dieses Buch Klasse was auch gerade überall den Buchhandlungen ausliegt, elaboriert hat.
01:13:47: und das sind also gerade dieser Habitus mit dem nicht authentisch rüberbringst, merken wir Menschen das in einem Bruchteil von einer Sekunde dass dieser Mensch nicht echt ist.
01:13:58: Dass es gespielt ist und das sind halt ja Fälschungssichere Signale wie man das benennt.
01:14:04: Das ist der Kleidungsstil.
01:14:06: Es sind die Details oder wie Pierre Bourdieu gesagt hat die feinen Unterschiede die da halt im Spiel sind.
01:14:12: wenn diejenigen das nicht liefern können, dann macht sich der ganze Bundheit auch damit nur lächerlich.
01:14:17: Und da ist glaube ich der Punkt der Mehrwert den wir als Verbindung schaffen müssen aufzubauen... ...ist dass wir diese Kompetenzen Leuten beibringen, dass wir kulturelles Kapital diesen jungen Menschen halt beibringen.
01:14:30: Dass die halt Sachen lernen, die sie anderswo nicht lern ob das jetzt halt ein Rhetorik-Seminar ist was man an einen nennen Sprech wie ein CEO?
01:14:41: Ansprechend gestaltet Zukunftskompetenzen, die es da gibt.
01:14:45: Das ist ein ganz wichtiges Stichwort!
01:14:47: Wir müssten eigentlich als Verbindungen und Workshops Seminare anbieten in dem Punkten dass die Leute Sachen lernen, die für ihr Leben verwenden können, die sie brauchen das eigentlich eine Art Selbstläufer entsteht, dass es ein No-Brainer ist in der Verbindung zu gehen weil du weißt, dass die Verbindung voranbringt nur nicht einfach nur ne WG ist wo du lebst.
01:15:13: Das ist etwas so an der Arbeit.
01:15:14: Und ich meine, viele Verbände machen das ja schon.
01:15:16: Der CC zum Beispiel hat die CC-Akademie in Bad Blankenburg wo die wirklich... Also man hat gesehen dass sind sehr sehr viele Teilnehmer aber es hätten noch viel mehr kommen können auch viel mehr Bünde Man sieht als auch die Interesse da Die Aktivität werden sich sehr stark selbst überlassen und dann wird halt auch das gemacht was die coolen Anführerintern halt entscheiden ob wir gehen oder nicht.
01:15:39: Das sind solche Kompetenzen die man da halt lernt die du in deinem Berufsleben, in deinm Privatleben für den Vermögensaufbau im Auftritt, in der Akkumulation deines kulturellen Kapitalzeit nutzen kannst.
01:15:51: Und da müssen wir als Verbindung finde ich aktiv werden und loslegen.
01:15:54: Absolut!
01:15:55: Mein Plädoyer ist da an die alten Herren, der bräuchste Offizier für von vorne.
01:16:00: Schnappt euch die Aktiven?
01:16:01: Macht das im Zweifel organisierte Veranstaltung selber oder initiiert das und macht das durch?
01:16:06: ... Workshops etc.
01:16:10: sind total wichtig, um das Grundgrößen das einzuordnen und eine gewisse Sensibilität dafür zu schaffen, worauf es ankommt.
01:16:18: Aber dann auf der anderen Seite muss ich das natürlich auch im Feld einsetzen.
01:16:22: Auf anderen Häusern ist es auch immer schön, geht mal wieder boomen!
01:16:28: Da rausgehen und üben.
01:16:31: Auch sich mal auf einem Konvent schwierigen Situation stellen... Und nicht direkt
01:16:35: austreten?
01:16:36: Richtig und argumentativ dagegen halten ein anständiges Nein zu formulieren, zu können und auch dahinterzustehen.
01:16:45: Das sind dann die Punkte wo man es wirklich nutzt was man auf diesen Simularen lernen kann.
01:16:51: Und ich glaube das geht Hand in Hand!
01:16:54: Ja also die Verbindungen müssen wieder eine Schule der Gesellschaft hat werden in dem Punkt.
01:16:57: Sehr guter
01:16:58: Punkt.
01:16:58: Also nicht eine kost-, also günstige Viki-Alternative im Bestlage
01:17:06: Für Schnarchnasen in Jogginghausen
01:17:07: Genau Nein, also wir wollen das ja auch nicht alles schlechtreden ist.
01:17:11: Es gibt ja auch wirklich viele engagierte Aktive die vielen ihren Bünden bewirken.
01:17:16: es gibt auch viele die sind in einer hoffnungslosen Situation.
01:17:19: ich hoffe dass solche Worte diesen Menschen halt Mut geben und Hoffnung das Hopfen und Malz nicht verloren gegangen ist.
01:17:26: Absolut!
01:17:26: Hoppen und malz ist definitiv nicht verloren.
01:17:28: so viele wirklich interessante junge aktive mit denen es richtig Spaß macht zusammenzuarbeiten Die existieren, die gibt es überall.
01:17:36: Es ist natürlich jetzt hier ein bisschen überspitzt formuliert.
01:17:38: Aber manchmal muss man was überspitzen formulieren, dass das ernst genommen wird und wenn der An... Wenn die Zeiten schlecht sind kann man beim Anspruch nicht runtergehen.
01:17:48: Also ganz klar ist Bledoyer.
01:17:50: Absolut!
01:17:51: Das ist nie eine Option.
01:17:52: Also viele Bündner haben das probiert und die sind auch untergegangen.
01:17:55: Es hat zum Beispiel einen Punkt, der gerade in einigen Bündnen stattfindet.
01:18:01: Durch Corona sind einige sehr starke strukturelle Probleme entstanden.
01:18:06: Es ist auch an den Universitäten, es findet ein Wechselstadt das gerade einige Universitäten fast nur noch ausländische Studenten halt haben.
01:18:15: Das meine ich jetzt nicht in irgendeinem rassistischen oder kriminell verfolgbaren Kontext was ich hier sage sondern es ist halt darum wenn man beobachtet Verbindungen die anfangen Leute aus anderen Kulturen hauptsächlich zu keilen, verändert sich diese Verbindung.
01:18:33: Die Leute kennen das nicht und das Ganze wird sehr schnell eine internationale WG wo keinerlei Traditionen mehr so gepflegt wird.
01:18:43: Das ist dann halt praktisch wirklich eine internationelle WG mit einer Prunkfarne in der tollen Villa aber der eigentliche Geist der Verbindung halt verloren geht und da müssen wir halt auch eine Lösung finden, dass wir dieses Romankapital für die Verbindungen auch nutzen können.
01:18:58: Aber das wir halt selber unseren Kern nicht aufgeben.
01:19:02: Ja definitiv und es gibt ja extrem gute Beispiele von anfangs ein gelungener Integration wenn man frisch nach Deutschland gekommen ist und in ganz kurzer Zeit durch die Verbindung nicht nur Sprach sondern auch irgendwie Kulturaufgesogen hat.
01:19:17: und dann vielleicht auch eine Karriere.
01:19:22: Ich kann mich daran erinnern, wir hatten einen Austauschstudenten aus Nigeria auf dem Haus in Saarbrücken.
01:19:28: Der konnte kein Wort Deutsch, war aber ein unfassbar herzsicher Kerl und hat in kürzester Zeit, hatte der Deutsch gelernt, da Medizin studiert Und wir hatten eigentlich gar keinen Zimmer.
01:19:39: deswegen durfte, konnte eher auf einem Geschäftszimmer im Geh-Zi übernachten.
01:19:44: und dann irgendwann hat er gesagt ich bräuchte ja schon mal ein eigenes Zimmer aber es wird auf absehbare Zeit nix frei ob ich mitgehen könnte.
01:19:50: zum Aster Er hatte da eh beim Studentenheim angefragt.
01:19:54: Die haben uns auch angefragt und gesagt, wir haben hier einen.
01:19:56: Die habe nur Studentenheim-Sabrücken-EV gelesen.
01:19:59: Und dann kam ich da an oder kam er da an und ja, ich wohne gerade bei der Burschenschaft.
01:20:03: das alles super aber ich hab leider kein Zimmer und die Dame... Was?
01:20:06: Wo wohnen sie?
01:20:07: um Gotteswillen wie furchtbar?
01:20:10: Weil er so neben ist es mega!
01:20:11: Wir gehen jede Woche Fußball spielen, wir machen Paukstunden und das macht richtig Spaß.
01:20:16: Ja, das ist halt dieses verzehrte Öffentlichkeitsbild was wir heute haben.
01:20:18: Genau!
01:20:19: Aber der junge Mann hat davon wirklich profitiert also wir auch von ihm.
01:20:25: aber er war einfach ein total netter Typ der richtig schnell Deutsch gelernt hat, richtig schnell sich in Deutschland integriert hat in den Bund.
01:20:31: Also er ist nie Bundesvoter geworden, aber richtig schnell in die Gehausgemeinschaft integrierte und davon bis heute profitieren.
01:20:38: Wir haben heute noch ein deutsches Verhältnis.
01:20:41: So was ist Lebensbund?
01:20:42: Richtig!
01:20:44: Deswegen, also ich glaube da haben wir ordentlich noch Baustelle vor uns.
01:20:51: Ja definitiv!
01:20:53: Ich würde sagen wir kommen jetzt heute mal zum Schluss.
01:20:55: Matthias schön dass du da warst.
01:20:57: Ganz herzlichen Dank habe mich sehr gefreut, sehr kurzweilig.
01:21:01: Hier draußen geht man wieder bummeln auf anderen Häusern und es ist auch schön, wisst dahin machts gut.
01:21:05: Ciao.
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