Episode 134: Ambros Josef Tazreiter über Psychische Gesundheit im Verbindungsleben

Shownotes

Psychische Belastungen, überforderte Aktive, Alkohol als Coping-Strategie und der Druck von Studium, sozialen Medien und Alter Herren: Ambros Josef Tazreiter spricht offen über ein Thema, das in der Verbindungswelt oft tabuisiert wird. Eine wichtige Folge über Verantwortung, Prävention, Ehrlichkeit und die Frage, wie echte Bundesbrüder füreinander da sind.

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Intro: Night Rider 87 - Star Conquest (genehmigt durch bezahltes Abo bei Artlist.io) Outro: Night Rider 87 - K  (genehmigt durch bezahltes Abo bei Artlist.io)

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Credits – Intro & Outro
Komposition Intro und Outro: Pamela Soria
  Intro-Voice: Vladen Cemus

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Korpo Talk: gekriegt. So, okay, Aufnahme läuft. Dann mal kurz nochmal in dich gehen.

Ambros Josef Tazreiter: Ja.

Korpo Talk: Amborstatzreiter. Wie geht's dir?

Ambros Josef Tazreiter: Ich kann nicht genug klagen, so wie immer, tatsächlich geht es mir ganz schön gut. das Alter verlangt schon langsam so seinen Toll, wie man auf Neudeutsch sagt.

Korpo Talk: Das geht nicht spurlos an einem vorbei. Aber da habe ich einen Witz direkt zur Aufheiterung und zum Beginn. Sag mal, warum hat Robin Hood immer Dioron geklaut?

Ambros Josef Tazreiter: Ich habe keine Ahnung.

Korpo Talk: es unter den Armen zu verteilen. Okay, wir haben ja heute ein etwas ernsteres Thema und zwar du hattest dir ja gewünscht, dass wir über psychische Gesundheit bei Verbindungsstudenten sprechen. Dann schieß mal los, worüber möchte ich es versprechen?

Ambros Josef Tazreiter: Ja, ich habe das Thema deswegen angeregt, weil ich in den letzten Jahren und eigentlich nicht nur in den letzten Jahren, sondern in den über 20 Jahren, die ich inzwischen bei Studenten und da ursprünglich noch Schülerverbindungen rumgehüpft bin, sehr viele Männer, sehr viele Korpus gesehen habe, die unter enormem Druck standen, enormen Erwartungen an sich selbst und auch von ihrer Umwelt. Und ich habe sehr, sehr viele Menschen gesehen, die ganz schön gestruggelt haben, die ganz schön gekämpft haben und die auch oft das nicht besonders erfolgreich gemacht haben, weil also 2005 in Wien

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: gab es keine psychischen Erkrankungen. Die gab es einfach nicht. Da gab es ein paar Beklopfte, die dann eine eigenartige Diagnose hatten. Aber das wurde einfach ignoriert. haben ja im Vorfeld, hast du das auch schon gesagt, dass ich das schon ein paar Mal so gehört habe. Die Psyche ist...

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: wie der Körper. Die Psyche kann auch mal ein Schnupfen haben. du gehst auch mit einem, nicht erst zum Doktor, wenn du einen offenen Armbruch hast, sondern deutlich früher. Und so ist es bei psychischen Erkrankungen auch. Es gibt eine Vielzahl an größeren und kleineren, ich nenne es jetzt einfach mal so, psychischen Wehwehchen.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: Wir wissen aber aus der Prävalenz bzw. aus der evidenzbasierten Forschung, dass 2024 in Deutschland 40 % aller Erwachsenen versichert werden. eine psychische Diagnose hatten. Das bedeutet, zwei von fünf Deutschen hatten eine Diagnose, die irgendwann einmal im ambulanten Setting, das bedeutet, von einem Arzt bzw. einem akrobierten Psychotherapeuten eine sogenannte F-Diagnose bekommen hat. Im ICD-10-GM von 2022 Das kann man sich auch im Internet anschauen. Ist es dann nochmal ganz detailliert aufgelistert, was diese F-Diagnosen sind.

Korpo Talk: Das sind ja viele Sachen. Das sind ja jetzt sagen wir mal nicht nur schwerwiegende Sachen wie eine bipolare Störung, sondern es kann ja auch zeitweilige kleine depressive Phasen sein, also Episoden oder halt auch mittlere Dinge.

Ambros Josef Tazreiter: Genau, das wollte ich vorhersagen, dass da gibt es nicht nur Alzheimer oder Demenz oder eine maligne narzisstische Persönlichkeitsstörung, die dann idealerweise mit Ende 20, Anfang 30 im Suizid ändert, sondern da gibt es, wie gesagt, auch die kleine depressive Episode, die Anpassungsstörung, die angenommen wird, etwas im Erleben, im Fühlen nicht stimmt und man nicht genau feststellen kann, woher es kommt. Und ganz, ganz viele Geschichten, vor allem die großen Volkskrankheiten wie Depression, wie Angststörungen, sind sehr gut behandelbar. Einerseits, wie gesagt, ich bin kein Psychiater.

Korpo Talk: Mmh.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: muss ich an dieser Stelle ganz klar sagen. Einerseits natürlich medikamentös, in enger Absprache mit Ärzten, mit Psychiatern, auch mit dem Hausarzt. Und dann gibt es einfach Problemstellungen. Problemstellungen des täglichen Lebens, Problemstellungen, die Beziehung, Familie, Arbeit betreffen. Ich persönlich...

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: bin in der Systemik unterwegs. Das heißt, ich bin jemand, an dem man sich wenden kann, wenn es ganz klar eingegrenzte Problemfelder gibt. Die meisten Menschen, in irgendeiner Weise für die psychische Gesundheit arbeiten, sind ja keine Generalisten, die jetzt sagen, ich kann jede Störung.

Korpo Talk: Hm?

Ambros Josef Tazreiter: Ich beispielsweise mache sowas wie... ADHS, Autismus, Hochbegabung bei Kindern und Jugendlichen, wobei ich einen ganz klaren Schwerpunkt auf vorpuppertäre Kinder habe bzw. auf die Familiensysteme, in denen die da aufwachsen. beim Themasystem sind wir dann direkt im Körperwesen. Man muss sich das so vorstellen, dass

Korpo Talk: Mmh.

Korpo Talk: Ja.

Ambros Josef Tazreiter: natürlich auch eine Aktivitas, eine Alternschaft ein System ist. Dahingehend lassen sich da halt viele unterschiedliche Charaktere drin tummeln, dass da auch gewisse Rollen gespielt und eingenommen werden. meine, wer kennt ihn nicht? Den schimpfenden, inaktiven oder alten Herrn, der auf jeden Konvent aufschlägt und mal richtig alle rund macht. Witzigerweise, wenn dann der eine, der diese Rolle ignorierte, weg ist, irgendein anderer übernimmt sie dann.

Korpo Talk: Und auch derjenige, der im Bund immer Probleme macht, den man dann irgendwann rauskriegt und dann kommt plötzlich aus einer Ecke, nie Probleme gekommen sind, das nächste große Problem.

Ambros Josef Tazreiter: Ganz genau. Aber auch da ein positiveres Beispiel zu bringen. Ich kenne das von ganz vielen Verbindungen bzw. Herrenschaften. Da gibt es so 1 bis 3 Leute, die so gut wie alles schultern. Und hin und wieder kommt einer dazu. Und dann merkt man, wie ein oder zwei von denen, es vorher geschultet haben, still und heimlich in die Warteposition zurückkehren. Dass sozusagen hier auch die Selbsterhaltung des Systems, des Systems Verbindung ganz oft eine große Rolle spielt. hier sind wir auch wieder, hier sind wir meines Erachtens auch beim Kern der ganzen Geschichte, diese Erwartung, die Verbindung aufrecht zu halten.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: ist ein großer Druck, den wir auch auf sehr jungen Menschen am Ende abladen. Also wir reden hier von 18-, 19-, 20-, 21-Jährigen. Und jeder, schon ein paar Jahre auf dieser Welt zugebracht hat, wird verstehen, dass für einen 18-, 19-Jährigen die Verantwortung über 100, 150, 200 Jahre Geschichte, deren Fortführung und deren Befahrung

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: ganz schöner Druck ist, vor allem wenn man dann auch noch ein sehr teures, sehr großes Haus hat, auf das halbwegs aufgepasst werden soll. Und hier ist ganz viel mit, immer mit Druck kooperiert werden. Also nicht so, dass man sagt, wir gucken mal auf eine pädagogisch wertvolle Art und Weise, wir verstärken das Positive und versuchen das dem

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: negativen ein Alternativverhalten entgegenzusetzen, sondern der goldene Dreiklang der schwarzen Pädagogik, drohen, schreien, schubsen, stand da immer ein bisschen im Vordergrund. Zumindest ist es meine Beobachtung bisher gewesen.

Korpo Talk: glaube, meinst auch so bisschen so die Tribunale auf dem Konvent, wo das Erschießungskommando dann direkt aufgestellt wird. Das ist auch so ein Punkt. Ich glaube aber auch im Bündnis fehlt vor allem auch so eine Dankbarkeitskultur, dass man auch sich Anerkennung zeigt und halt auch offen sagt, danke, dass du dich darum gekümmert hast, auch den Druck rauszunehmen oder wenn etwas nicht gut gelaufen ist. Ich beobachte das auch oft, auch Aktive immer unterwegs, die gehen da mit der Strenge im Bund umher, als müsste dort ein Unternehmen geführt werden.

Ambros Josef Tazreiter: Ja.

Korpo Talk: Dabei sind wir ja alle freiwillig da.

Ambros Josef Tazreiter: Ja, da gibt es auch etwas, was ich als Boomer-Mentalität bezeichnen würde.

Korpo Talk: Buh, meinst du?

Ambros Josef Tazreiter: Boomer-Mentalität. Und zwar ist das diese Mentalität, wenn es dir nicht passt, dann gehst du halt. Hinter dir warten 15 andere, die deinen Job wollen. Und diese Wahrheit, die sie so lange war, oder diese gefühlte Wahrheit, die gibt es halt nicht mehr.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: Wir haben sowohl im Berufsleben als auch im normalen kooperierten Leben deutlich zu wenige Leute und die High Potentials, die wir dann haben, müssen dann eigentlich gehegt und gepflegt werden. Und damit meine ich nicht, dass man denen jetzt Goldstaub in den Arsch blasen muss, sondern da meine ich...

Korpo Talk: Aber wir werden die nicht meistens verbrannt. Also, weil die gerade so viel mit anpacken, dann machen sie zum 8. Mal die Charge, während die anderen sich dann irgendwie noch 2-mal schon inaktivieren lassen, die sie so mit Acht und Krach gemacht haben.

Ambros Josef Tazreiter: Ja, wobei ich mit High Potential jetzt nicht unbedingt die meine, die die Sicherheit voll verheizen lassen. Die gibt es natürlich auch. Das ist dann auch eine spannende Frage, mal zu gucken. Ist es nicht gesünder, zwei, drei Chargen zu sagen, ich lasse mich jetzt inaktivieren, als ich noch ein achtes Mal ran ziehen zu lassen? Auf der einen Seite und auf der anderen Seite ist es so,

Korpo Talk: Mmh.

Korpo Talk: Hm.

Ambros Josef Tazreiter: High Potentials sind einfach die Alpha-Tierer, man in jeder Aktivitas auch braucht und auch in jeder Alternschaft. Aber nicht nur die, sondern jedes einzelne Rädchen ist ja wichtig. Und in Firmen setzt es ja auch immer mehr durch, dass wohl für die physische als auch psychische Gesundheit der Mitarbeiter gesorgt wird, weil ... Nichts ist heurer als einen Mitarbeiter, den ich ersetzen muss. Wo ich dann jemand Neues anlernen muss, wo die gesamte Teamstruktur extrem leidert. Und die Teamstruktur auch jedes Mal umgeworfen wird.

Korpo Talk: Mmh. Ich meine, das ist ja im Bund manchmal ja auch nicht anders. Also ein guter Bundesbruder oder Korrbruder, der ausfällt, ist auch nicht so leicht zu ersetzen. Hast du eigentlich in deinem Bund auch oder in deinen Bünden, weil du bist ja bei drei Bünden in drei Ländern ja aktiv, du bist ja in Österreich beim Akademischen Chor Symposium Wien, in Belgien beim Chor Flaminéer Löwen bist du ja aktiv und in Berlin bist du ja bei Chor Vandalia Tortonia aktiv. Hast du dort, also ohne Namen zu nennen, Geschichten beobachtet, wo Bundesbrüder psychisch krank geworden sind.

Korpo Talk: Also wo die Situation sich verschlechtert hat, aufgrund des Studiums, des Leistungsdrucks der Deutschland, der Rollenerwartungen.

Ambros Josef Tazreiter: Ahm... Es ist ziemlich spannend, weil die Probleme sich in allen drei Ländern und in den Kurs ganz erheblich unterscheiden. Den krassesten Generationen-Konflikt habe ich tatsächlich in Flandern erlebt.

Korpo Talk: Hm.

Ambros Josef Tazreiter: wo es einfach so war, zu meiner Zeit waren wir da extrem partyorientiert. Ich kann mich auch noch an eine sehr lustige Situation erinnern, als ein grüner Kurstudent mich ansprach, dass man ja Flaminia überhaupt nicht ernst nehmen könne, weil ich bei uns ja den ganzen Tag nur Party ginge. Nur Party, Spaß haben und...

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: wir das Ganze nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit betreiben würden. Das war natürlich sozusagen ein bisschen die Außensicht, aber ehrlich gesagt auch so bisschen meine Innensicht. Gleichzeitig war es aber so, dass Flaminia dadurch, dass die Universität Löwen den besten Ruf im niederländisch-sparigen Raum hat, gern auch des Oxford des niederländisch-sparigen Raums genannt wird, wahnsinnig hohe Ansprüche an ihre Studenten hat. Das heißt, Lernen und Reinhauen war immer schon ein Thema. Auch ein extrem verschwultes Studium war schon immer ein Thema. Das ist nicht erst mit Bologna gekommen, das war immer schon so. Aber Der Zugang zur Konsumation von Psychotropen-Substanzen, in erster Linie Alkohol, auch was halt, da können wir auch ganz ehrlich sein, was halt sonst noch auf so einem Haus konsumiert wird, hat sich extrem gewandelt. Vor allem vor ungefähr, ich glaube 2019 oder 2020, ist ein Fuchs einer anderen Studentenverbindung.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: und zwar der Modereusechum. ist quasi so was wie die Landsmannschaft aus Antwerpen für Jungs. Da ist ein junger Mann gestorben. zwar er eine Salzvergiftung erlitten, weil sie ihm so viel Salzwasser trinken lassen, dass sein Salzwasser. Ich habe tatsächlich den genauen medizinischen Vorgang nicht ganz verstanden, aber es scheint wohl so zu sein, dass das Zellengleichgewicht durch zu viel Salz komplett aus den Anker gehoben wird und der ist dann daran verstorben. Und das hat den Löwen dazu geführt, alle Verbindungen

Korpo Talk: Hm.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: an einen großen, oder so gut wie alle Verbindungen, einen großen Rückgang an junge Aktiven verzeichnen. die jungen Aktiven sind nicht mehr auf, oder die jungen Menschen, die jungen Spielfüchse sind nicht mehr den ganzen Tag auf Saufen und Party und auf dem Tresen tanzen unterwegs. Die sind anders geworden. Ich muss auch sagen, ich versteh's nicht so ganz.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: Aber ich weiß natürlich auch, dass ich nicht mehr die Generation bin, heute 17, 18 ist, sondern doppelt so alt. das führt dazu, dass heute alte Herren, jetzt so alt sind wie ich, die wollen halt Jungs, den ganzen Tag Halligalli-Drecksau-Party machen. Und das haben sie einfach nicht mehr und sie verstehen es nicht und sie scheinen es auch nicht zu verstehen, dass die Interessen sich gewandelt haben. Und äh... eine ähnliche Problematik hatten wir auch in Berlin. Und da ist es so, das glaube ich auch partizipiert, dass wir gesagt haben, ja, die Aktiven, da wird nicht mehr drei, vier Mal die Woche getrunken. Das geht auch gar nicht mehr, weil es die Studienpläne gar nicht hergeben. Die machen viel, die sind viel besser organisiert. als wir es zu meiner Zeit jemals waren. Die haben jetzt einen vierseitigen Küchenputzplan erstellt, an den sie sich auch halten. ... Ja, aber er ist ziemlich gut prozessualisiert. Und der Fuchs, das gemacht hat, ist Leutnant der Reservier der Bundeswehr und hat da quasi so bisschen was aus dem Handbuch mit rausgenommen. Und ... die sind ... bürokratischer als wir es waren.

Korpo Talk: Mhm.

Korpo Talk: mit CechiPT.

Ambros Josef Tazreiter: Die sind auf jeden Fall enger als wir es waren und die müssen sich auch in einer ganz anderen Welt durchsetzen. Weil wir dürfen eins nicht vergessen, die sozialen Medien, die extremen Druck auf die junge Generation ausüben, gehen natürlich auch an unseren Füchsen nicht vorbei. Und wenn du den ganzen Tag Idealbilder vor Augen hast, dann führt das natürlich zu einem ganz erheblich gesteigerten Erwartungsdruck.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: gesteigerte Erwartungsdruck verbunden mit einem Erwartungsdruck der alten Herren, die ganz oft eine ziemlich verzerrte Wahrnehmung und eine ziemlich verzerrte Erinnerung von dem haben, wie sie selbst mal waren und was selbst mal los war, führt dann natürlich auch dazu, dass die Jungs es von allen Seiten kriegen und nicht nur unsere Jungs.

Korpo Talk: Mhm.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: sondern generell die junge Generation. Deswegen werden die Prävalenzen für psychische Erkrankungen in den nächsten Jahren meines Erachtens auch noch erheblich steigern. Und es abzuschließen, in Wien ist es so, dass ich da momentan tatsächlich am wenigsten Einblick habe. Aber Symposium war immer sehr, klein.

Korpo Talk: Hm.

Ambros Josef Tazreiter: Symposionen war immer ein sehr eng gestrickter Haufen und da haben wir immer versucht aufeinander Rücksicht zu nehmen. Bis heute ist es so, dass Symposionen eigentlich sehr gezielt und sehr individuell auf die Leute eingeht. Und das ist etwas, was ich auch versucht habe bei Avantardia Tatumia. integrieren. das ist auch halbwegs gelungen. wir werden ja oft von außen dafür kritisiert, dass wir versuchen, Leute durch eine Schablone zu pressen. Und diese Schablone, das funktioniert halt immer schlechter. Und wenn dann jemand kommt und sagt, ja wir haben übrigens achtmal die Woche geporkt,

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: unsere Inventarliste hat immer gestimmt. Wir haben das richtig gut gemacht und beim Fechten sehen uns quasi nie Fehler unterlaufen. Dann ist es halt so, dass ich dann ganz gerne mal alte Protokollege bemühe, da dann auch mal ein bisschen Realität in das Ganze reinzubringen. Und just eine der Personen, die gesagt haben,

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: Sie hätten zehnmal die Woche geporkt und das Parkzeug war immer in herausragenden Zustand und hervorragend katalogisiert. Hat einmal in seinem Konsignonbericht Anfang der 90er gesagt, dass diese Woche das Parken aufgrund gesellschaftlicher Verpflichtungen, womit Vormittagshof gemeint war, leider ausfallen musste und das Parkzeug in einem gebrauchsorientierten Zustandsaal. Was bedeutet, dass es stinkend und ungewaschen irgendwo am Parkboden auf dem Boden lag.

Korpo Talk: Ja, Gedächtnis kann einem dann auch trügen. Aber ich glaube, das ist ganz normal. Ich glaube, ist so ein Generationenkonflikt, den gab es schon immer. Es ist ja so, das Gehirn von Männern ist ja erst mit 25 völlig ausgereift. Da ist ja die Entwicklung erst abgeschlossen. Das ist ja auch so. Man erkennt es bis 25. Die Jungs haben Bock auf Adrenalin, die haben Bock auf Party, die wollen Sachen erleben, die die Fahnen sicherstellen, die steigen in Häuser ein, wenn es möglich ist. Die sind viel mobil unterwegs und ab 25 werden die ruhiger. Also auch so diese ganze Erlebnisorientierung nimmt da auch ab. Und ich glaube, ist halt auch das Problem. Je weiter man davon fortschreitet und älter wird, umso mehr verzerrt sich die Eigenwahrnehmung. Dass man ja gar nicht selber so war, weil man die letzten 10, 15, 20, 30 Jahre ja schon jemand anderes war. Und ich glaube, das ist auch etwas, Das müssen alte Herren auch lernen zu akzeptieren, weil das auch zu mehr Harmonie führt. Weil die Jungs werden sich nie ändern. Die werden von 18 bis 25, wenn männlicherer Generation, immer so sein. Auch wenn es vielleicht, sagen wir mal, trendmäßig mal weniger Party, mal mehr. Die Gen Z ist ja auch so eine, die wird ja immer so als faul und unbrauchbar dargestellt, aber sie arbeitet sehr viel, sie ist sehr fleißig und sie entscheidet sich halt häufig meistens lieber dafür, am Wochenende zu lernen. oder beziehungsweise montags fit zu sein, Samstags- oder Freitagszeit Gast zu geben, so wie das in unserer Generation zum Beispiel der Fall war.

Ambros Josef Tazreiter: Nieder. Der Leistungsdruck ist auch ein ganz anderer geworden. Ich sag's mal so, als ich jung war, gab's die Bravo und noch ein, zwei andere Schmierblättchen. Ich glaube nicht, dass ich zu viel verrate, wenn ich jetzt sage, dass ich die Bravo nicht wegen der Artikel gekauft habe.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: Und wenn du den ganzen Tag Instagram hast und da das Leben der Reichen und Schönen siehst, das man vor 20 Jahren noch ziemlich gut ausblenden konnte und dann halt an dich den Anspruch hast, eigentlich müsste ich irgendwann mal auf 300 Quadratmeter an einem See wohnen, dann musst du halt auch reinhauen und das wissen junge Menschen heute auch.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: noch mal ganz anders und der Umfang dessen, was heute einfach zugänglich ist an Wissen, an Können auch und die Vielzahl an Möglichkeiten führt auch einfach dazu, dass junge Menschen unglaublichen Druck haben und unglaublich angepasst auch leben müssen und angepasst im Sinne dessen, so wie das auch gesellschaftlichen Erwartungen entspricht. Und diese Anti-Haltung, die ja inzwischen eigentlich auch was genüminen korpo-mäßiges ist, weil man muss schon so ein bisschen ein eigenwilliger Geist sein, um 2021 mit einem Band und einer Mütze herum zu laufen und sich regelmäßig mit einer scharfen Klinge auf den Kopf hauen zu lassen. Aber selbst Band und Mütze und eigenartige Kneiprituale und antiquierte Lieder reichen ja schon völlig aus, sozusagen aus der Masse hervorzustechen und die... ja... genau, also in Verdachtsfalls wir werden eigenartig zu sein.

Korpo Talk: ein Verdachtsfall zu werden.

Korpo Talk: Das ist aber ein bisschen über typische Belastungsfelder bei Verbindungsstudien sprechen. Du hast ja schon mal den Studien- und Examenstress gerade angesprochen. Was genau meinst du damit? Ist es gerade das verschulte Studium, was das Studium schwieriger macht? Das ist der Zeitdruck, dass man das Ding in Regelstudienzeit fertig kriegt. Weil ich weiß nicht, zu unserer Zeit, wir sind ja fast genau gleich alt, gab es ja viele, die haben einfach erst mal los studiert. Da hatten wir diesen Zeitdruck nicht.

Ambros Josef Tazreiter: Ja, heute ist das Ganze sehr viel abschluss- und ausbildungsorientierter, also das Studium an sich, und zwar auch an Universitäten. Die deutschsprachigen Universitäten waren eigentlich immer dafür berühmt, dass sie genauso eben nicht sind. Das hat sich geändert. Ich habe meinen Bachelor angefangen nach dem Studienplan 2008 der Universität Wien.

Korpo Talk: Hm.

Ambros Josef Tazreiter: Geschichte und der war einfach das Diplomstudium, das es vorher gab, haben die einfach in drei Jahre reingequetscht, ein paar Kurse rausgenommen und in den Master reingesteckt, sind dann drauf gekommen, dass das ein bisschen zu viel sein könnte, also viereinhalb Jahre in drei Randzustätten, aber ich hatte auch noch alle Privilegien, die Menschen in Magisterstudiengängen hatten, nämlich

Korpo Talk: Hm?

Ambros Josef Tazreiter: Ich hatte eine oder zwei Lehrveranstaltungen mit Anwesenheitsverpflichtungen in der Woche. Ich bin grundsätzlich zu Vorlesungen nicht gegangen. Ich habe die unter irgendwelchen Vorwänden dann jungen Studentinnen, die ich für gute Mitschreiberinnen hielt, aufgrund ihres aufgeschlagenen Laptops, ihre Mitschriften abgeluchst. Entweder für Geld oder mit einer sehr, sehr traurigen Geschichte.

Korpo Talk: Hm?

Ambros Josef Tazreiter: die viel damit zu tun hat, dass ich einen Nebenjob habe, den ich natürlich nicht hatte. Aber ich musste ihr irgendwas erzählen. Und da muss man halt auch sagen, ich habe halt für Vorlesungen gelernt, bin zur Klausur gegangen, bin zur möglichen Prüfung gegangen, habe ein, zwei Arbeiten geschrieben, fünf Referate gehalten und das war's. Das war mein Bachelorstudium.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: Inzwischen ist es zu. Ich habe jetzt 2020 bis Anfang 2023 noch einmal Bachelor- und Masterlehram studiert. Da hatte ich jeden Tag zwei Vorlesungen bzw. zwei Kurse mit Anwesenden als Pflicht. Da musste ich dann die ganze Zeit hausaufgabenmäßig irgendwas abgeben. Irgendwelche Zwischenabgaben, die grundsätzlich eigentlich nicht benotet waren. die aber gleichzeitig verlangt wurden. Ich musste jede Menge Hausarbeiten abgeben, ich Plasturen schreiben. Ich hatte einfach richtig was zu tun die ganze Zeit. dieses Mitte des Semesters mal einfach eine ruhige Kugel schieben, zwei, drei Monate, das gab es nicht. ich habe dann auch noch mal, ich habe daneben auch gearbeitet.

Korpo Talk: Hm?

Ambros Josef Tazreiter: Und so gut wie alle meine Kommilitonen haben ebenfalls gearbeitet. Das heißt, einen viel höheren Leistungsdruck dahingehend, dass unglaublich viel den ganzen Tag abgeprüft wird. Man befindet sich dann in der Dauerprüfungssituation. Und daneben ist es auch so,

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: Die BAföG-Sätze sind in keiner irgendwie angemessenen Art Weise angepasst worden in den letzten Jahrzehnten. wenn ich kein Elternhaus habe, das mein gesamtes Studium einfach finanzieren kann, dann ist es in einer Stadt wie Berlin, aber sicherlich auch Düsseldorf oder Köln, München sowieso schon immer notwendig, eine Erwerbstätigkeit nachzugehen. Und es wird immer schwieriger, so eine Erwerbstätigkeit nachzugehen, weil man den ganzen Tag in irgendwelchen Pflichtveranstaltungen rumhängt.

Korpo Talk: Mmh.

Korpo Talk: Ja, das ist stark gestiegen. Ich hatte noch das Glück, dass ich ein Studium hatte, wo ich zwischendurch auch Nebenjobs hatte, aber sonst wirklich viel Freizeit hatte. Und das konnte ich halt in den Mund stecken. Und wie ist das denn so? Was haben wir denn dann für Krankheitsbilder? Das hört sich ja ziemlich stark auch nach Burnout an, was da entstehen kann oder Depressionen oder Angststörungen, dass man es halt nicht schafft. Und ich meine, wenn man dann halt noch im Bund ist, dann noch, sagen wir mal, High-Performer-Keller-Geschichten sind, Suchtendenzen, da mit in den Raum kommen, wie beurteilst du das?

Ambros Josef Tazreiter: Ich bin jetzt natürlich kein Psychiater und kein approbierter Psychotherapeut und kann keinerlei Diagnosen stellen. Was ich aber kann, ist Beobachtungen teilen, die in gewisse Krankheitsbilder passen. Angststörung ist eine ganz große Geschichte. Nämlich, sich die Einzelperson

Korpo Talk: Mhm.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: dann reindreht im Sinne dessen, dass eine Versagensangst erliannt wird und während positive Ereignisse, wie zum Beispiel, hey, ich bin zwar unter riesengroßer Angst in meine Prüfungen gegangen und hatte 6-8 Prüfungen und habe alle geschafft, diese positiven Verstärker, dieses... ...es, also diese Angst, also dieses Positive, nämlich trotz der Angst bestanden zu haben, wird ausgeblendet. Und als Verstärker dient dann eigentlich nur das, dass man, dass die Person dann voller Angst in die Prüfung gegangen ist. Das heißt, die Angst wird memoriert, das negative Gefühl...

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: die negative Emotion wird memoriert und das, dass es dann geschafft wurde, ich meine gerade bei Klaus Uhren, weil da sechs Wochen später das Ergebnis kommt, wird ganz klarerweise dieser Erfolg nicht mehr mit dem Ereignis, mit dem damaligen in Verbindung gebracht. Und so ist es dann so, dass die Angst immer größer wird oder wenn man Die meisten Kurs haben jeden Montag oder einmal die Woche Konvent. Und wenn du, wenn dann ganz defizit orientiert, alles was gemacht wird, auseinandergepflückt wird und man halt nicht sieht, hey, die Jungs haben voll reingehauen, richtig was gegeben, sondern sagt, ja, aber im aktiven Zimmer steht immer noch die eine Kiste mit Gerümpel. wo ich euch schon vor zwei Wochen gesagt habe, dass sie runter muss. Und dann wird all das Gute mit einem Mal weggewischt und es wird sich nur noch auf das Negative konzentriert. Depression läuft ähnlich. Es werden dann einfach Angstzustände konserviert. Diese Angstzustände werden dann immer... Das muss man sich wie so einen Korkenzieher vorstellen, der sich immer weiter in den Korken reindreht. So würde ich eine depressive Episode beschreiben. Da ist natürlich so ein Haus auch ein guter Ort, weil nicht selten ist es groß genug, dass man sich zurückziehen kann, dass man Vermeidungshaltungen dann auch einnehmen kann. Dann gibt es natürlich die gute alte Selbstbehandlung mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: die sozusagen dann auch ein zeitweiliges Ausbrechen aus dem ganzen ermöglichen, wo wir beim nächsten sind. Also Angststörung, Depression ist viel. Alkoholismus ist eine ganz große Nummer, weil es natürlich im Bund ganz oft den absoluten Obersprithe gibt. Und dann sagt man, ja, also natürlich saufe ich. Natürlich ist das auch zu viel, wenn man sich ein, zwei Mal die Woche umhakt. Aber... Alter Herr Schmidt 25. Der kam nur so besoffen aufs Haus, dass man ihn eigentlich gar nicht mehr verstehen kann. Das ist ein richtiger Alkoholiker. Ich bin das ja gar nicht. Und das sind dann so die kleinen Lügen. kleinen Ausflüchte, die man sich erzählt. Und in Wahrheit hängt man schon mittendrin im süchtigen Verhalten. Und tatsächlich ist Alkoholismus auch eine ganz große Sache. Bei nicht wenigen Verbindungen ist es auch so, dass illegale Drogen, also beispielsweise Koks, sehr große Rolle spielen. Und da brauchen wir uns auch überhaupt keine Illusionen darüber machen. Das wird deutlich mehr verwendet, als man es zu glauben würde und als es auch zugegeben würde. Und dann gibt es natürlich noch die Neurodivergenzen. ADHS, Autismus, nicht jeder Autist ist ein Rainman, der bei der kleinsten Berührung sich so auffällig verhält, dass man es aus 10 km Entfernung sehen kann. sprechen wir auch von der...

Korpo Talk: wenn man die Baseballkarten durcheinander bringt.

Ambros Josef Tazreiter: Beispielsweise oder wenn die Mensutlingen nicht alle exakt gleich in der Verpackung eingepackt sind und das ist

Korpo Talk: Aber lass uns doch mal kurz über den Alkohol sprechen. Wo findest du denn Senso frühe Warnzeichen, wo man sieht, dass der Aktive zum Beispiel den Alkoholismus abgleitet? Wo ist doch, sagen wir mal, ein Punkt der Selbstkontrolle, wo man vielleicht aus späterer Sicht sagen kann, das ist ein Punkt gewesen, da habe ich es überschritten? Oder wo ich gemerkt habe, so wow, das ist jetzt mehr als nur Genuss.

Ambros Josef Tazreiter: Ciao!

Ambros Josef Tazreiter: Naja, es ist ja so, dass ich selbst seit einigen Jahren abstinent liebe. Und zwar nicht deswegen, weil ich mich ursprünglich unbedingt freiwillig dafür entschieden habe, sondern weil es eine Notwendigkeit war.

Korpo Talk: Hm?

Ambros Josef Tazreiter: Da ist es so, dass natürlich immer wieder abstinente Phasen eingebaut werden sollten, grundsätzlich, wenn man halt ein Leben trinkt, in dem Alkohol auch dabei ist. Und so erste Warnzeichen.

Ambros Josef Tazreiter: Das ist schwierig zu sagen, weil ein missbräuchlicher Genuss von Alkohol eigentlich Teil des korporierten Wesens ist. Aber wenn jemand wegen Alkoholkonsumst Termine nicht wahrnehmen kann, Aufgaben nicht erfüllen kann. die Uni regelmäßig schleifen lässt wegen Alkohol, unzuverlässig ist, weil er Alkohol trinkt, dann sind es die ersten größeren Bandsignale.

Korpo Talk: Was sollte derjenige machen?

Ambros Josef Tazreiter: also drei bis sechs Monate nichts trinken und gucken, es ihm dabei geht.

Korpo Talk: Was sind den Zeichen, wo man erkennt, dass da schon eine Sucht besteht?

Ambros Josef Tazreiter: Also da gibt es natürlich den Suchtdruck bei Alkoholsucht beispielsweise da gibt es auch ein vom ECD-10.

Ambros Josef Tazreiter: gibt es da ganz klare Diagnosekriterien. Das eine ist das Craving. Das ist der starke Wunsch oder Zwang, Alkohol zu trinken. Wenn man dann am Nachmittag da sitzt im Büro oder auch an der Uni und sich denkt, jetzt würde ich eigentlich schon echt richtig gerne ein Bier trinken. Oder 10. Der Kontrollverlust. Also wenn man Schwierigkeiten hat, den Konsum, also den Beginn, das Ende oder die Menge zu kontrollieren. Ganz klassisch, man hat am nächsten Tag eine Klausur oder trifft sich mit einer Arbeitsgruppe oder will eigentlich lernen. Dann macht man sich ein Bier auf mit den Jungs am Tresen. Und der, der es gut unter Kontrolle hat, der sagt dann, okay um 21 Uhr oder um 22 Uhr gehe ich. Ich trinke jetzt 2-3 Bier, vielleicht noch ein Bier oder zwei und dann mache ich aber auch wirklich los. Und dann gibt es die 2-3 von 10, die dann gehen und dann gibt es die 1-2, die hat am nächsten Tag um 2, um 3 um 5, um 7 Uhr oder erst wenn der Hahn gerät, den Tresen verlassen. Dann natürlich körperliche Entzugssymptome. Natürlich ist der Kater auch ein Entzugssymptom, aber es gibt schon einen Kater, ich sage, ich habe jetzt Kopfschmerzen und Magensausen oder ich zittere morgens. Ich schwitze stark, ich habe eine innere psychomotorische Unruhe. Dann natürlich Toleranzentwicklung. Ich muss mir 8-10 Bier reindrücken, die Wirkung anfängt. Und 10-12, damit ich betrunken bin. Dann Vernachlässigung. der Alkohol.

Ambros Josef Tazreiter: Bestimmt alles, die ganze Lebensplanung, andere Interessen oder Vergnügen, soziale Beziehungen, nicht mit Alkohol in Verbindung stehen, werden vernachlässigt. Aber dann in späteren Entwicklungsstadien ist es dann auch tatsächlich körperliche Verwahrlosung. Und ganz wichtig, und der letzte Punkt, weiteres Konsum trotz Folgeschäden. Und da sprechen wir nicht nur über die Leberzirrhose, sondern wir sprechen auch über soziale Folgeschäden. Also ich habe jetzt schon zwei Termine verpasst, weil ich gesoffen habe. Und anstatt jetzt zu sagen, ich muss das jetzt mal auf Null stellen oder ganz klar ganz stark reduzieren, oft man weiter verpasst auch noch den dritten Termin oder besoffen Auto fahren.

Korpo Talk: Mhm.

Korpo Talk: Das ist ja auch ein Klassiker. Dann werden sie von den Bullen hochgenommen und dann gibt es den Idiotentest. Und 24 Monate lang die Haarprobe beim Polizeipräsidium abbringen. Habe ich auch schon alles erlebt gehabt. Also ich nicht persönlich, aber halt im Bund selber. Das ist schon mit der Alkoholkultur in der Verbindung schon schwierig. Wir haben halt diese Gruppendynamik. Du hast ja auch manchmal gar nicht die Möglichkeit, allem als junger Mensch, dem Ganzen zu entweichen.

Ambros Josef Tazreiter: Ja.

Korpo Talk: im Bund bist und kategorisch absinent lebst, dann funktioniert das glaube ich auf Dauer halt auch nicht. Also derjenige muss schon einen sehr besonders tollen Charakter haben und Stärken aufweisen, dass der Rest des Bundes sagt, der ist trotzdem ein cooler Typ. Es ist ja auch irgendwo ein Zugehörigkeitssignal, vor allem auch die Anerkennung, wenn es schnell und viel ist.

Ambros Josef Tazreiter: Ja? Aber, also es war, ich würde mal sagen, zu meiner aktiven Zeit, und da war ich auch jemand, der das ganz klar propagiert hat, Verbindung ohne Alkohol gibt es nicht, sehe ich heute sehr anders, ich erlebe immer mehr Aktive, die abstinent oder teilabstinent leben. Und ich erlebe immer mehr Bünder, die alkoholfreies oder 00er Bier permanent zur Verfügung haben. Ich könnte jetzt aus dem Kopf 3-4 aktive nennen, die ich noch nie Alkoholtrinken gesehen habe. Und das funktioniert schon. Und ich muss sagen, ohne den Brainfork, den regelmäßiger Alkoholkonsum bei mir damals auch ausgelöst hat, ich wäre wahrscheinlich nicht in der Intensität aktiv gewesen.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: das und deswegen finde ich das immer sehr beeindruckend wenn jemand sagt er fiel dazu geil dass er jetzt auch ohne alkohol oder dieses drogending das richtig geil mitmacht

Korpo Talk: ist noch schön, das was so ist. Aber lass uns doch mal auf...

Ambros Josef Tazreiter: Ich finde es geil. Das ist mit die beste Entwicklung, die wir in den letzten 20 Jahren bei Verbindungen hatten.

Korpo Talk: Das ist es auch. Also das Ganze ist nicht ganz ungefährlich. Also ich habe selber auch im Verbindungsumfeld Leute kennengelernt, die wirklich in den Alkoholismus abgedriftet sind, also krank geworden sind dadurch, die keinen Tropfen Alkohol mehr anrühren dürfen. Ich kenne Alkoholiker, die Probleme haben, die wissen, dass sie Probleme haben und trotzdem weiter saufen und mit ihrem sozialen Umfeld halt in Konflikt geraten. Das ist traurig, weil das so vermeidbar halt auch einfach ist. Das ist ja auch ein Leben, was da auch geschädigt wird oder bzw. sich nicht so grenzfrei entfalten kann, wie es eigentlich sollte. Und wie kann man denn da Präventionen zum Beispiel im Bund bieten? Also dass man sagt, so ey, da können wir eigentlich Leute auffangen, Vertrauenspersonen, extreme Ansprechstellen, Sensibilisierung, Beispiel im Fuchsenunterricht.

Ambros Josef Tazreiter: Was ganz viel hilft ist, wenn auch Menschen, trocken sind, da ganz transparent mit umgehen. auch ich kann da transparent sein. Also ich bin Alkoholiker und ich bin trockener Alkoholiker seit fast fünf Jahren trocken. Ich habe damals mit Anfang 30 aufgehört zu saufen. Ich hatte auch mal einen Idiotentest, weil ich betrunken Auto gefahren bin.

Ambros Josef Tazreiter: Ich gehe da auch, also vor so einem großen Publikum habe ich das noch nie gesagt, aber ich gehe damit transparent und sage auch meinen Jungs, ich trinke nicht, weil ich Alkoholiker bin. wenn jemand zu viel seuft, dann gehe ich auch zu dem und sage dem, also wenn es einer von meinen Jungs ist, und das nicht. mal ist, weil es gerade in die Stimmung reingepasst hat, sondern wenn ich merke, da ist Alkohol kein Mittel Spaß zu haben, sondern ein Mittel Probleme zu lösen, eine Coping-Strategie, so wie es bei mir auch eine Coping-Strategie war, dann greife ich da auch ein und sage was und es kommuniziert dann auch offen und ehrlich und mache.

Korpo Talk: Hm?

Ambros Josef Tazreiter: Wir hatten wegen Cannabis eben letzten Sommer auch eine Intervention und das hat ja auch ausragend geklappt, weil wir nicht gesagt haben, du bist ein beschissener Mensch, sondern gesagt haben, hey, wir machen uns Zwang dich. Und das wegzugehen von einer Defizitorientierung hinzugehen zu einer Ressourcenorientierung

Korpo Talk: Hm?

Ambros Josef Tazreiter: ist das, was wir in einem Bund auch bieten können. Dass wir sagen, der Typ, der die Protokolle nicht hinkriegt, da können wir uns jetzt darauf konzentrieren, der schreibt scheiß Protokolle und er reicht sie nie ein und da sind tausend Fehler drin. Das ist die eine Möglichkeit und die andere Möglichkeit ist zu sagen, aber dafür kann der richtig gut Partys organisieren.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: Dafür ist das ein richtig toller Typ, der immer hilfsbereit ist. diese Vorstellung, jeder muss alles und kann alles und muss alles können, davon muss man sich halt einfach verabschieden. Menschen können nicht alles können. Und dementsprechend, also ich kann nicht besonders gut singen. Und es fällt auf gar keinen Fall. Und ich habe manchmal so eine Tendenz, alten Herren, die Deutsche sind, vor den Kopf zu stoßen. Weil ich mich nicht dauernd so ausdrücke oder benehme, als wäre ich auf einem Mädchenpensionat. Und wobei es so ist...

Korpo Talk: Jetzt wir üben.

Ambros Josef Tazreiter: Es ist völlig unmöglich, sich so daneben zu benehmen, wie sich Mädchen in einem Mädchenpensionarzt daneben benehmen. Da gibt es einige... Naja, ich war ja selbst auf dem Internat. Und ich sag's mal so, man würde nicht glauben, was so zusammengeknotete Bettlagen alles aushalten. Und dementsprechend, da ging's schon immer wild her. Und...

Korpo Talk: Wie weißt du das?

Ambros Josef Tazreiter: Wir müssen uns einfach in unserer Sicht auf die Welt und auf die Realitäten auch hin und wieder mal unsere Brillen absetzen und auch mal ein paar harte Wahrheiten aussprechen. Und wir haben natürlich einen hohen Anteil an Menschen, an alten Herren, an Aktiven, die missbräuchlich oder süchtig Alkohol oder andere Substanzen konsumieren.

Korpo Talk: Mmh.

Ambros Josef Tazreiter: Und die Frage ist, wie gehen wir damit Und wie gehen wir damit wenn jemand nicht funktioniert, wie wir uns das gerade vorstellen? Und Verständnis, Validierung, den Menschen mal Freiraum zu geben, den Aktiven mal ein bisschen Freiraum zu geben, mal ihre sieben Sachen auf die Kette zu kriegen und ihnen dabei eine helfende Hand, eine Unterstützung zu sein, ist etwas, was eigentlich jede Alternschaft leisten kann und leisten können muss.

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: Und ich habe über die Jahre viele aktive durch irgendwelche und auch alte Herren und auch Klienten und auch Kinder in meiner Arbeit als Sonderpädagoge oder vor allem auch Eltern mit einer helfenden Hand durch durch schwierige Phasen geleitert. Das Gute bei den meisten psychischen Erkrankungen, Symptomen und Impulsionen, die man hat, die gehen auch mal wieder weg. Wenn man jemanden hat, unterstützt, der auch professionell unterstützen kann, wie zum Beispiel auch ich, kleine Währung, ist es so, mit medikamentöser Behandlung, mit Lebensstilveränderungen ist einfach unglaublich viel möglich. Und so blöd das jetzt klingt, 80 % von den, ich würde mal sagen, psychischen...

Ambros Josef Tazreiter: Wohlstandserkrankungen, das ist jetzt vielleicht das falsche Wort, sind durch zwei Dinge lösbar. Beziehungsweise lösbar ist zu viel gesagt, aber eindämmbar. Und das sind Bewegung und frische Luft. Weniger vom Computer rumhängen, weniger in verrauchten Kneipen rumhängen, mehr gemeinsames Schnefftern, und zwar gern auch ein paar Kilometer auf einmal. Und das ist einfach etwas, in unseren Breiten einerseits gerade in der Generation Z sehr sehr aufkommt, nämlich das auf sich zu achten, einen bewussten Lebensstil zu wählen und gleichzeitig auch total ins Hintertreffen gerät. Ich arbeite an einer Problem-Grundschule in Berlin-Spandau. Wir haben offiziell das Siegel nicht, aber wir haben schon eine sehr schwierige Klientel. Und da werden Kinder an der Playstation und am Fernseher großgezogen und lernen gar nicht, wie sie sich gut sich kümmern können. Und sich gut sich zu kümmern ist halt etwas, was wir jungen Aktiven auch beibringen können. Sich mit Freunden zu treffen, Probleme anzusprechen. auch mal ein bisschen aus sich rauszugehen und zu sagen, hey... Mein Leben ist vielleicht gar nicht so perfekt und ich habe Probleme und ich weiß gerade überhaupt nicht, was ich tun kann. Und da Vertrauenspersonen zu haben, die man sich anvertrauen kann, die einem helfen, die einem nicht verurteilen, sondern die Hand reichen in Verbindung mit einem etwas gesünderen Lebensstil macht ganz, ganz viel aus. Und hin und wieder muss man halt auch

Ambros Josef Tazreiter: ein paar Psychopharmaka einschmeißen, das ist dann halt so. Und da haben wir halt, da sehe ich halt auch einen sehr großen Generationenkonflikt auch schon mit meiner Generation, weil das einfach oft nicht verstanden wird, weil gesagt wird, du musst einfach die Ausspaken zusammenkneifen. Aber irgendwann kann man die Ausspaken nicht mehr zusammenkneifen, weil die Hemorrhoiden so groß sind, dass sie bluten, wenn man sie nur anguckt.

Korpo Talk: Ja, weise Worte auf jeden Fall. Ich hoffe, dass Sie Gehör finden.

Ambros Josef Tazreiter: Ja und wenn nicht...

Korpo Talk: Ich meine, wir haben als Verbindung ja auch eine Verantwortung den Menschen, Bundesbritannien auch gegenüber. Und das ist ja auch so ein Punkt, das ist ja auch traurig, wenn halt gerade so was Wahrhaftiges für die Verbindungen so ein Umfeld bieten, wo solche Krankheiten oder beziehungsweise so einen Schaden halt genommen werden kann. Und dass wir auch da offen drüber sprechen müssen, dass es kein Tabu sein darf.

Ambros Josef Tazreiter: Ja, aber psychische Erkrankungen sind leider gerade unter Männern, gerade unter konservativen Männern. Die meisten von uns sind konservative Männer, ich übrigens auch. Wird es tabuisiert und totgeschwiegen und einer guten psychischen Erkrankung kann man keinen größeren Gefallen tun, als sie zu ignorieren, weil dann kann sie blühen, wachsen und gedeihen.

Korpo Talk: Ja, Atmung ist anders.

Ambros Josef Tazreiter: Absolut, Atmung aus anderes. Und dementsprechend, ja, wir sind ein Freundschaftspunkt. Freundschaft bedeutet, auf jemanden zuzugehen, dem es schlecht geht und ihn zu fragen, wie geht es dir eigentlich? Und... Das ist witzigerweise etwas, was als Thema bereits in der Arthus-Epic unterwegs war, wo bei der Suche nach dem Goldenen Graal der Graalskönig, der sozusagen eine

Ambros Josef Tazreiter: Also weil er auch als Topos ein Jesus Christus ist, wird gefunden von Parthifal, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Und da ist es dann so, dass der Kralskönig eine blutende Wunde hat und

Korpo Talk: Mhm.

Ambros Josef Tazreiter: Der Ritter, der selbst nicht von hoher Geburt ist, sondern das Höfische erst später erlernt fragt aus höfischer Zurückhaltung nicht, was diese Wunder ist. Und dann schläft er ein und wacht ohne Gral auf und muss die ganze Suche erneut machen. Weil das wahre Höfische und das wahre Ritterliche Verhalten in diesem Zusammenhang nicht ist, sich höfisch zu verhalten, sondern das zu durchbrechen und es gegenüber zu fragen, wie geht es dir eigentlich? Und genau diese Frage, wie geht es dir eigentlich? Die ganz ehrlich gemeint ist und dann auch ganz ehrlich beantwortet wird. Und zwar nicht in so einem seichten Joke, wie ich das vorher gemacht habe, sondern zu sagen, wie geht es dir eigentlich wirklich? Alleine diese Frage kann halt schon ein wichtiger erster Schritt zur Prävention sein. Und ich kann dir sagen, wie es mir eigentlich heute wirklich ging, als ich hier eingestiegen bin. Ich war richtig krass müde. Ich hatte einen ziemlich schwierigen Tag in der Schule. Aber wenn man mit Kindern mit schweren und schwersten emotionalen, sozialen Geschichten am Laufen arbeitet, dann ist das einfach so. Und ganz oft kann ich nicht glauben, dass ich mit diesen Kindern arbeiten darf und auch noch Geld dafür bekomme. Und dann musste ich zu Ikea gehen und ich hasse Ikea. Und habe dort eine halbe Stunde auf vier Schrauben gewartet. Und das einzige, was mich über Wasser gehalten hat, war der Hotdog. Und dann bin ich nach Hause gekommen. und habe mich fast den ganzen Nachmittag einen IKEA-Aufbau, die Reparatur eines Fahrrades und eine ganz bezaubernde junge Dame gekümmert. Und jetzt war ich eigentlich zu müde, dieses Interview zu führen, habe mich aber dann doch dazu entschieden, ich unbedingt dieses Mikrofon, das ich extra gekauft habe, ausprobieren wollte.

Korpo Talk: Hört sich auch gut an.

Korpo Talk: Du hörst dich auch gut an mit dem Mikrofon. Ja, Ambros, vielen Dank für deine Zeit. Ich fand das war ein sehr guter Talk, sehr wichtig. Und ihr da draußen, mal wieder brummeln. Auf anderen Häusern ist es auch schön. Macht's gut. Ciao.

Ambros Josef Tazreiter: Danke schön, finde ich auch.

Ambros Josef Tazreiter: Servus, Tschüss!

Korpo Talk: So.

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