Episode 121: Dario Bühler über Menschen, Motivation und langfristiges Denken

Shownotes

In dieser Folge spricht Jan mit Dario Bühler, Verbindungsstudent aus der Schweiz und Unternehmer im Recruiting. Gemeinsam analysieren sie Parallelen zwischen Keilarbeit und Social Recruiting, sprechen über Lebensbund, Motivation, Resilienz und warum nachhaltiger Erfolg immer auf echten Beziehungen beruht.

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Transkript anzeigen

Korpo Content Lab: Herzlich willkommen bei Lava Lümmel, der Corporate Talk. Mein Name ist Jan und ich bin euer Host. Heute habe ich einen Gast, der zwei Welten verbindet, die auf den ersten Blick weit auseinander liegen und auf den zweiten Blick überraschend ähnlich sind. Dario Bühler ist Verbindungsstudent aus der Schweiz, Mitglied der traditionsreichen AV Mercuria San Galenzis. Wir hatten ja damals schon den NACO aus dieser Verbindung zu Besuch und gleichzeitig Unternehmer im Bereich Headhunting beziehungsweise Social Media Recruiting. Er weiß, wie man Menschen digital erreicht, begeistert und gewinnt. Und genau darüber sprechen wir heute. Was können Verbindungen von modernen Recruiting lernen und wo begegnen sich Keilen und Recruiting in denselben Mechanismen? Es freut mich auch, weil ich bin selber hauptberuflich auch in der Branche tätig, einen Kollegen vor mir zu haben. Dario, schön, dass du dir die Zeit genommen hast, dieses Interview durchzuführen.

D. Bühler: Sehr gerne Jan. Und ich weiß, wie schwierig das ist ein Intro zu machen. hast das echt gut gemacht.

Korpo Content Lab: Danke schön. Ich habe das schon ein paar Mal gemacht. Ja, es wird heute eine richtig spannende Sendung. Wir werden ja darüber reden, wie läuft das Recruiting ab und was kann vor allem das Keilen davon lernen. Wie können wir zum Beispiel halt auch Keilgästen ein viel besseres Erlebnis machen, dass sie bereit sind, am Ende auch beizutreten und nicht die Kandidaten zum Beispiel auffangen, die vielleicht in dem Prozess verlieren. Lass uns einfach mal ein bisschen einsteigen. Wenn du die Verbindungswelt und die Recruitingwelt in einem Bild zusammenfassen müsstest, welches Muster siehst du dazu erst?

D. Bühler: Ich glaube, es ist sehr menschlich. Ich glaube auch, dass ein Geschäft, ein Business auch sehr menschlich ist, obwohl wir oftmals das Gefühl haben, dass wir remote und über digital alles steuern können und alles automatisieren. Diese Automatisierungsinflation ist ja Wahnsinn. Alle meine Branchenkollegen reden darüber, wie man alles automatisiert, von der E-Mail, die man antwortet, bis zu Texte verfassten. ... dann auch irgendwie Meetings ... und alles zu automatisieren. Ich finde das gut ... zum Teil, aber es ist zu 80 % Schwachsinn, ... ... ich glaube, Business ... ... ist 100 % menschlich ... ... und das einzige Asset, das ich als Agentur habe, ... als Headhunting und Social Recruiting Agentur, ... ... sind die menschlichen Beziehungen zu den Kunden. Und wenn wir das nicht mehr haben, dann haben wir kein immaterielles Gut mehr ... und als Agentur hast du sowieso keine großen Assets. Und ich glaube, in der Verbindung ist es ähnlich. Da baust du Netzwerke auf, da baust du ehrliche, coole Freundschaften auf, die du auch fürs Leben hast. Und ja, das möchte ich heute nicht mehr missen. Das war eine spannende Zeit und ist es immer noch. Und meine Verbindungskollegen sind immer noch eine der besten Kollegen in meinem Umfeld.

Korpo Content Lab: Die Sache ist auch, wo ich größeren Vorteile in der Verbindungswelt, sagen wir mal zu der Berufswelt sehe, ist, wie ihr Leben als Verbindungsstudenten zusammen in Extremsituationen unterschweißt zusammen und man lernt ja auch zu sehen, wie ist dieser Mensch unter Belastung und das heißt im Berufsleben oft nicht, weil im Berufsleben können ja gerade die Lava-Backen sich sehr groß profilieren und sich als Scheinriese vor potentischen Dörfern projizieren.

D. Bühler: Ja, ich kann mich noch erinnern, hatten teilweise beim Keilen hatten wir halt auch bisschen Streuverlust. Da hast du halt Leute drin, die halt denken, ich suche mir jetzt die Verbindung aus, die das beste Netzwerk hat, die die besten Testimonials hat. Da haben wir schon ein paar Starke drin. Ehemalige, weltweit berühmte Banker, dann Gründer von Othos Warenposten und

Korpo Content Lab: Hm?

D. Bühler: Das strahlt halt aus und dann sind da halt ein paar Junge drin, die denken, wenn ich da reingehe, dann hab ich gute Noten, weil die helfen mir und ich werde da einen guten Job haben. Da auch wieder, ne? Da hast du einen guten Bullshit-Radar, den du halt entwickelst. Und da merkst du, die kommen halt nur rein, damit sie halt sehr opportunistisch ein Leben aufbauen können. Das ist nicht nachhaltig. Das geht kurzfristig vielleicht gut, aber das ist nicht nachhaltig.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Mh.

Korpo Content Lab: Hm. Nee.

D. Bühler: Das ist auch im Geschäft so später. Wenn du immer kurzfristig Gewinne abschöpfen möchtest, da wirst du keine spannende Karriere haben. Die macht keinen Spaß, glaube ich. Was denkst du?

Korpo Content Lab: Ich sehe das genauso. Du musst wegen den Leuten dort aktiv werden. Wegen dem Lebensbund, der da im Hintergrund steht und nicht wegen den Benefits, weil da wirst du nämlich ziemlich schnell auf die Fresse fallen. Weil, ehe sich die Benefits, sagen wir mal so richtig auszahlen, also dass du in diesem Netzwerk, was diese Verbindung dir bietet, schwimmst, da musst du schon sehr viel geleistet haben in den Bünden. Also ich glaube, diese Motivation da ist, so ich bereiche mich jetzt mal so weit wie es geht zum niedrigsten Preis, da möglich ist. Das geht eine Zeit lang, geht das gut, aber dann fliegst du halt irgendwann auf die Schnauze. Ich erzähle mich an Give and Take von Adam Grant. Ich weiß nicht, hast das gelesen, das Buch?

D. Bühler: Ja.

Korpo Content Lab: mit der Kategorisierung mit den Low-Performer-Givers, den Matchern, den Takern und den High-Performer-Givers. Das ist gerade vor allem diese Taker, diese Nehmer-Personen, können relativ schnell am Anfang der Karriere weit vorankommen, aber irgendwann sind die in so hohen Gefilden unterwegs, wo sie da meistens auf High-Performer-Givers treffen und dann knallen die gnadenlos auf die Nase. Und das haben wir in der Verbindungswelt halt auch. Und es ist ehrlich und das ist auch gerade was ich gerade schön finde an der Verbindungswelt. Es ist authentisch, ist wahrhaftig. Und das hast du selten anderswo.

D. Bühler: Ja, definitiv, weil es 100 Prozent intrinsisch ist. Theoretisch auf dem Blatt Papier von der Verbindung, da gibst du mehr rein, als du bekommst. Das weißt du auch. Langfristig gesehen, glaube ich, kriegst du mehr, als du gegeben hast. Ich war ja nur drei Jahre an der Uni. Und in diesen drei Jahren war ich in der Studentenverbindung in der AV Mercuria. Und da hat es sich angefühlt, ich ich schon sehr viel für die Verbindung gebe. Und ich wusste nicht genau, was das bedeutet.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: Aber da gehst du auch nicht rein mit dieser Taker-Mentalität von, ja, dann hab ich einen super Job und bla, bla. Das weißt du schon, dass das nicht reicht. Die Verbindung reicht nicht aus, damit du dann eine coole Karriere machen kannst, die Spaß macht. Aber ich glaub so ... Worüber ich viel darüber nachdenke, dieses ... Wir hatten ja ... Das Trinken war ja bezahlt. Wir mussten ja keinen Rappen ausgeben für Bier.

Korpo Content Lab: Mh.

D. Bühler: weil wir halt im Haus von unseren Altherren alles sponsort gekriegt haben. Und ich dachte mir so, irgendwann bin ich selber Altherr und dann bezahle ich das Bier und das macht dir halt schon Spaß. ist, glaube ich, die einzige Gebühr im Jahr, die einzige Vereinsmitgliedschaft, die ich mit Spaß bezahle. Diese 150 Franken, die du pro Jahr an die Mercuria zurückgibst, da habe ich einfach richtig Bock.

Korpo Content Lab: Hm?

D. Bühler: Da gehe ich auch nicht in der Zahlungsfrist irgendwie, in zehn Tagen bezahle ich das, sondern sofort, wenn die Rechnung kommt, dann bezahle ich das. Weil ich einfach auch so bisschen diese Dankbarkeit dafür habe. Weil ich so eine coole Zeit hatte im Studium. Und ich glaube, 70, 80 Prozent Spaß war, weil die Verbindung halt da war. Ich glaube, das Studium war halt schon extrem streng, extrem seriös. Aber du konntest halt diesen Kontrast aufbauen mit der Verbindung.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: Weiß nicht, bezahlst du als Alther bei euch noch Vereinsgebühren?

Korpo Content Lab: Ja klar, wir sind ja ein Lebensbund, das ist ein alter Beitrag und er ist so ziemlich identisch mit dem, was du da gerade gesagt hast.

D. Bühler: Okay, gut, der Euro ist ja momentan nicht so stark gegenüber den Schweizer Franken.

Korpo Content Lab: Ja, nein, also es ist ähnlich. Es wird jetzt aber nächsten Jahr so bisschen ansteigen, weil wir jetzt auch ein Haus haben bei uns und da müssen wir uns auch an den Kosten mit beteiligen. Aber ich flichte dir dabei, es gibt so ganz wenige Abos, die ich gerne bezahle und gerade die Mitgliedschaft, den Beitrag. Das tut mich weh, das macht halt Spaß. Es ist halt schön zu wissen, dass du da in einem Mehrgenerationenprojekt halt tätig bist, das all deinen Werken und Tun dazu führt, dass der Bund eine gewisse Zeit weiter überlebt, bis jemand anders diesen Staffelstab übernimmt. und fortsetzt, weil diese Staffette weiterführt, so einen anderen bildlichen Terminit auszudrücken. Und das ist das Schöne. Es ist halt gerade dieser Wert, da drin ist, dass du etwas für die Zukunft halt auch machst. Du bist im Jetzt, im Hier und das solltest du wirklich auch achtsam wahrnehmen. Aber dein Werken und Tun ist trotzdem etwas, was in einer Geschichte des Bundes verankert ist und sich fortführt. bist hoffentlich ad eterna.

D. Bühler: Ja, und was mich vor allem begeistert hat, das klingt vielleicht ein bisschen makaber, aber das ist, dass du eigentlich noch eine zweite Beerdigung hast. Bei uns ist es ja so, da wird dein Name, Vulgo, mein Vulgo ist ja Goethe, den beerdigst du sozusagen auch. Und als ich das meiner heutigen Frau damals erzählt habe, beim wahrscheinlich ersten Date, das ist ja so ein Corpo-Ding. Wir müssen ja beim ersten Date auch schon erzählen, wie cool unsere Verbindung ist und dass es das Wichtigste im Leben ist. Die war, heute erzählt sie mir, dass sie damals eigentlich geschockt war. Sie wollte mir das eigentlich nicht sagen. Weil da so, da wird ein Glas zerschlagen. Und ja, das hat bei mir schon Eindruck gemacht. Das zeigt auch, dass es wirklich ein Lebensbund ist, wie du sagst. Und das ist schon sehr schön. Und ich glaube auch, so gehe ich auch.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: in meiner Karriere ein bisschen vor. Ich hab ja die Agentur mit meinem besten Freund, der nicht Verbindungsschaftler ist, gegründet. Und ich hab mal von Nawal Ravikant, ich weiß nicht, ob du den kennst, der hat die Angel List gegründet. okay, sehr gut. Hab ich wahrscheinlich 15-mal gelesen. Das ist so meine Bibel geworden. Und dort sagt, ich weiß nicht, ob ihr das im Buch sagt oder in einem Twitterstorm, da sagt er auch

Korpo Content Lab: Ich lese das Fug gerade.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: wenn du nicht die Intention hast, jemandem ein Leben lang zu arbeiten, solltest du keinen einzigen Tag mit ihm verbringen. Auf der Arbeit. Das kam mir am Anfang bisschen extrem vor, aber das, glaube ich, ist im Geschäft auch so. Meinem Kumpel hab ich gesagt, wenn wir das jetzt machen, dann machen wir das ein Leben lang. Vielleicht machen wir was anderes, aber ich hab Bock, das ein Leben lang zu machen. Und dann gehst du diese ...

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: Bunt schafft ja auch einen auch im Geschäft, dass du sagst, hey, wir sind Geschäftspartner und wir machen das so, als würden wir ein Leben lang miteinander arbeiten. Und dann sind auch kurzfristige Dinge viel einfacher zu verdauen. Beispiel, in einem Jahr hat er zum Beispiel mehr Umsatz gemacht als ich. Dann denkst du, scheiße, er hat ein bisschen mehr verdient. Wir haben so ein Provisionsmodell. Er hat mehr verdient als ich und so. Das ist dir aber auch egal, weil du denkst, in den nächsten 40 Jahren

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: wird's dann einen Auf und Ab geben und dann ist der kurzfristige Effekt ja eigentlich auch egal. Und ich glaube, so diese Freundschaften auch einzugehen und auch im Geschäft diese Partnerschaften einzugehen, wie in der Verbindung, dieses Endlose, dieses Zeitlose, das hat irgendwie etwas Beruhigendes. Hey, wir können heute über irgendetwas diskutieren. Solange es langfristig gut ist, ist alles okay.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Das erinnert mich so ein bisschen an Simon Sinek mit Infinite Game, dass viele Leute halt denken, das Leben ist so rundenbasiert, aber dabei ist das eigentlich ein... ein unendliches Game als Spiel, wo es gewisse Zwischenziele gibt, aber es geht ja dann weiter. wenn man sein Handeln und Senken darauf ausrichtet, dann trifft man viel nachhaltigere Entscheidungen und bekommt auch eine andere Perspektive, so wie du, du auch gerade gesagt hast, dass der Neid dann nicht so stark ist, wenn der andere mal besser performt. Weil es ist immer ein Auf und Ab, man kann nicht immer nur nach oben, es gibt immer Aktionen und Gegenreaktionen, die da im Raum stehen und damit kann man dann auch, wenn da eine riesentlich größeren Gelassenheit, also nicht so Sorglosigkeit oder Nachlässigkeit an seine Lebensgestaltung auch rangehen, finde ich. Aber die Weisheiten von Nawal Ravikant, die sind halt auch ziemlich gut. Also der einmal nach ist schon...

D. Bühler: Almanach ist wahrscheinlich, wie gesagt, meine Bibel geworden, weil da stehen schon Dinge drin, die ich mir aus dieser Perspektive wahrscheinlich ohne dieses Buch niemals in mein Leben gelassen hätte oder auch nicht gewusst hätte. Es hilft mir sehr, dieses langfristiges Denken. Und wenn du Simon Sinek ansprichst, er sagt ja auch, ein Finite Game ist ja wie ein Fußballspiel. Du weißt, es ist 90 Minuten, es gibt einen Schiedsrichter, es gibt zwei Teams.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Hm?

D. Bühler: Wenn du ein Tor machst, ist es 1-0. Das Ziel ist dann einfach, gewinnen nach diesen 90 Minuten. In der Karriere solltest du nicht dieses Finite-Game spielen, sondern dieses Infinite-Game. Das merken wir jetzt auch in der Recruiting-Branche. Wir haben vorher im Off auch darüber gesprochen. war so 2022, 2023 kam dieser Fachkräftemangel in der Schweiz erst richtig an. Hier in Deutschland habt ihr ... Das ist schon seit 2015, 2016 schon extrem. Also diese Social Recruiting Agenturen sind auch wie Pilze aus dem Boden gewachsen. Und ich glaube, die Mehrheit der Agenturen, die halt gegründet worden sind, haben dieses Finite Game gespielt. Die haben gesagt Ende des Jahres machen wir am meisten Umsatz und unser Ziel ist nächstes Jahr der größte Player im Markt zu sein. Das war niemals unser Anspruch. Niemals. Ich bin in dieses Game reingegangen, in diese Branche und habe gesagt, ich will mal was aufbauen.

Korpo Content Lab: Absolut ja, das stimmt.

D. Bühler: Und ich erwarte eigentlich erst in 10 Jahren richtig krasse, Ergebnisse. Das mussten jetzt nicht nur Zahlen sein oder Abit oder was auch immer, sondern für mich ist dann Erfolg in 10 Jahren, dass ich sage, hey, ich habe mir was aufgebaut, das Spaß macht. Ich muss nicht mehr so viel arbeiten wie im Angestelltenverhältnis. Und es kommt trotzdem Cashflow rein. Ich kann mein Leben finanzieren. Und das ist ganz ein anderer Anspruch. Das ist ganz ein anderer Anspruch anstatt ich will Nummer eins sein, weil das ist so, das ist, ich weiß nicht, das ist

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: Es ist irgendwie so ein Ali... Wie soll ich sagen? So willkürlich dieses, ich bin Nummer eins in der Branche. Was bringt dir das? Am Ende des Tages bringt dir das überhaupt nichts. Weiß nicht, was dein Anspruch wäre, wenn du ein Geschäft gründest.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Ich seh das nicht. Ich sehe das ähnlich. Hier auch mit dem Podcast haben wir auch eine Firma im Hintergrund. Und klar, haben eine Wachstumssteigerung im Blick. Das wollen wir ja auch. Aber es ist halt ein langwieriges Spiel. Und es ist halt, wie du gesagt hast, kein Finite Game. das ist zeitlich basiertes Endspiel, sondern es geht halt immer weiter. Mir ist halt auch wichtig, ehrliches, vertrauensvolles, ein respektvolles Miteinander im Team und halt auch mit den Externen, mit Kunden und so weiter aufzubauen. Weil da habe ich nämlich auch einen Satz von Simon Sinek aus allen seiner vielen YouTube-Räten, die man sich anschauen kann. Es ist halt nur, weil etwas nicht verboten ist. Heißt das nicht, dass es gut ist, dass man das macht? Und was ich halt oft beobachte, ist halt auch immer diese diese Kurzfristigkeit, so wie du das gesagt hast. Wir müssen jetzt die größten und stärksten und umsatzstärkste Firma werden, es gibt. Das sehe ich falsch. Ich sehe es eher so, wir müssen die Besten werden. Also die Besten in dem Sinne, dass die Kunden mit uns zufrieden sind, dass wir tolle Kandidaten finden, dass die Kandidaten glücklich sind, die wir dort vermitteln und das Vertrauen da besteht. Dass die wissen, ich verbessere jetzt das Leben von denen. Klar, ich verdiene da auch dran, weil wir haben da einen Job. Es gibt auch ein Leben, was dahinter hängt. Aber ich ziehe dich jetzt nicht ins Unglück, weil ich diese Provision haben will. Und überrede dich jetzt mit möglichst vielen Sales-Taktiken, dass du dann am Ende im Hörn gewaschen Ja sagst, sondern dass der freie Wille und der Respekt halt auf Augenhöhe halt auch weiterhin besteht. Und das ist für mich halt auch ein wichtiges Handlungsmaxime.

D. Bühler: Ich weiß nicht, ob du den Podcast Kosher Money kennst. Das ist ziemlich cool. Mich hat immer interessiert, warum sind Juden überdurchschnittlich erfolgreich? In den USA gibt es, ich weiß nicht die Zahlen, also hänge mich da nicht auf. Die Zahlen sind irgendwie, ein Prozent der Amerikaner sind jüdisch, aber von den Millionären sind es irgendwie oder Multimillionären sind es 25, 30 Prozent.

Korpo Content Lab: Nö, geht nicht.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: überproportional viel Millionäre oder Multimillionäre sind jüdisch. Und das hat mich immer fasziniert. Und im Kosher Money Podcast reden sie sehr oft darüber, wie halt ihre, also da verstehe ich dann auch ihre Vision. Ein Ding hat mich gepackt und das war, jüdische Menschen sehen sich immer selber als Diener von anderen Menschen. Das ist sehr ehrvoll, wenn man jemandem dient. Also die Schuhe zu putzen ist etwas sehr Schönes, weil jemand dann Freude daran hat, dass er Gepolierte schuhe hat und ich glaube auch du wirst überdurchschnittlich erfolgreich wenn du diese diener mentalität Ja, du musst du musst nicht de vot sein überhaupt nicht aber diese diener mentalität zu haben und dieses der kunde ist der könig das Wie kick textil discount ja das eigentlich so schön sagt der kunde ist könig Das ist schon eine mentalität die sind bisschen verloren gegangen und

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: die wieder rauszuholen, dass es etwas ehrvoll ist. ich glaube, langfristig macht ich das auch erfolgreich. Ich glaube, wir Schweizer haben das auch extrem. Diese Höflichkeit, diese Arme muss den Menschen auch immer sehr höflich sein und immer zu dienen. Ich glaube, das ist sehr wichtig. Und das versuche ich auch, jede Woche mir selber wieder in den Kopf reinzuballen. dass auch wenn mich ein Kunde nervt, so richtig nervt, weil wir haben einen Skipp geschrieben, haben Videos gemacht, da kommt der Kunde und sagt, aber hier in dem Video kann man nicht, da musst du dich mal zusammennehmen und dann musst du denken, hey, der Kunde hat nicht immer, aber meistens recht. Und dann schlägst du dem Kunden eine Lösung vor und du sagst nicht, der Kunde hat falsch. Und ja, ich glaube, ich glaube, das ist das Geheimrezept.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Ja.

Korpo Content Lab: Mh. Ja, da haben wir in Deutschland ja ein großes historisches Vorbild, gerade mit Friedrich dem Großen, der sich als den ersten Diener des Staates ja verstanden hat vor allem. Das ist aber auch so, das finde ich gerade ja auch an dem Agilen Mindset jetzt zum Beispiel ziemlich geil. Also dass du da auch vor allem, was den Scrum Master zum Beispiel betrifft und mit dem Product Owner zusammen, Servant Leadership halt im Mittelpunkt steht. Dass du nicht der große Kingpin bist, der Boss, der alles weiß, obwohl du überhaupt nichts weißt. absolutistische lexikalische Wissen, was dem Chef ja immer zugeschrieben hat, was er überhaupt gar nicht hat und dann die dümmsten Entscheidungen am Ende trifft. Das finde ich halt gerade gut, wenn man halt kundenfruxiert ist, wenn man den Kunden und halt dem Kandidaten oder auch... generell im Business das bestmögliche Erlebnis gibt. Der hat auch immer recht und der ist auch schwierig. die Sache ist auch, du hast ja auch Kunden, die sind halt kacke, aber mit denen arbeitest du dann auch irgendwann auch nicht mal zusammen. Wenn sie halt immer und immer wieder nur das Ärgerwillen was ändern wollen, weil sie wissen, dass du springst, dann ist das auch keine gute Grundlage. Aber wenn du das trotzdem verinnerlicht hast, dann kann das nur gut gehen. Ich glaube mit dem Erfolg von Juden, das kommt auch daher, das hatte ich auch in einer anderen Folge, die ist jetzt noch gar nicht ausgestrahlt, wo wir jetzt gerade aufnehmen, auch gesagt, es ist die Sozialisierung, die da im Hintergrund steht. Gerade das Judenturm ist eine Buchreligion und die Kinder, die in dieser Gesellschaft aufwachsen, also Babbel halt, die sind sehr belesen. Das Lesen und Schreiben ist sehr wichtig. Durch das Torradlernen, was die sehr früher schon mit 5, 6, ich, anfangen,

Korpo Content Lab: haben die eine sehr enge Beziehung zu Büchern und auch zu Wissen. hast du halt in der Bevölkerung nicht so stark und das ist auch ein Erfolgsrezept von denen. Das ist ähnlich so ein Sozialisierungseffekt, den du hast in evangelischen Pfarrhäusern. Aus den Kindern sagt man ja mal entweder das das ganz große Persönlichkeiten oder die stürzen ganz tief ab, Kinder, aber es liegt halt daran, dass die mit Büchern aufwachsen, dass da viel gelesen wird. Weisheit vermittelt wird. Und das ist halt so ein Punkt, den müssten auch Unternehmer machen. Also ich merke ja auch im Gespräch mit dir, du liest ja auch sehr viel, du bist ja auch sehr offen, du bist ja reflektiert in dem Bereich. Aber es ist auch nicht jeder Unternehmer. Das sind viele so, die wollen jetzt einfach mal eben Geld verdienen, also mal das Finite Game spielen. Und dann wundern die sich, dass das alles nicht so ganz läuft, wie sie sich das vorstellen.

D. Bühler: Definitiv. Lesen ist einer meiner Hobbys. Ich hatte auch eine Zeit, wo ich dann aufgehört habe zu lesen. Studium war zum Beispiel so eine Zeit, weil du halt sehr viel Schulstoff lesen musst. Da hast du keinen Bock mehr zu lesen. Dann ist es ganz wichtig, dem Studium wieder diese Routine aufzubauen. da auch vielleicht wieder Nawal Ravikant hat mir da sehr geholfen, weil er sagt...

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: fange an zu lesen was du liebst, bis du liebst zu lesen. So, dann kannst du vom Comic schon was lernen. Dann liest du einen Comic, das ist zwar totaler Bullshit, sind Stories, das ist Trash, aber trotzdem, du liebst es zu lesen und irgendwann merkst du, ja, jetzt habe ich diese Routine drin, jetzt nehme ich mal einen Roman, so einen plumpen Roman, dann gehe ich mal weiter.

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: bis du irgendwann jedes Buch aus der Bibliothek rausziehen kannst und keine Angst mehr davor hast, es zu lesen. Weil wenn du gar nicht liest, dann hast du Angst vor vielen Büchern. so ein Lord of the Rings Buch. Wow, irgendwie 1000 Seiten niemals. Nein, könnte ich niemals. Aber wenn du halt schon 50 Seiten nicht liest, dann wirst du halt auch die 1000 Seiten nicht lesen. Und in dieser Twitterstorm Kultur, in denen wir halt leben, diese 40, 400...

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: 40 oder 400 Zeichen oder sind dann schon zu viel. Ja, ich glaube, wir müssen wir müssen wieder mehr lesen in der Gesellschaft und uns wieder Zeit nehmen und nicht diese entschleunigen auch. Das hilft dir auch extrem. Auch wieder als Gründer, als Unternehmer, auch als als Manager, wo auch immer. Es gibt dir diese Ruhe, glaube ich auch.

Korpo Content Lab: Ja, entschleudigen,

Korpo Content Lab: Hm. Absolut apropos Ruhe, da fällt mir Stillness is the Key ein. auch für mich, also für mich ist die Bibel die Bibel, aber ich habe da trotzdem zum Beispiel noch einen Autor, von dem ich sehr, sehr viel mitgenommen habe. weiß nicht, ich kenne es ja Ryan Holiday, The Daily Stoic. Ich habe alle Bücher von dem durchgelesen. es ist jetzt auch gerade, Wisdom is the Key, glaube ich, hieß das, Neue. Das habe ich auch direkt mir schon vorbestellt, das ist an dem Tag auch geliefert worden.

D. Bühler: Mhm. Mhm.

Korpo Content Lab: Ich habe es einem Freund dann auch noch weiter geschenkt, eine weitere Ausgabe. Die Bücher finde ich zum Beispiel sehr gut. Da ist auch sehr, viel Weisheit drin. Gerade dieses stolische Weltbild, das total verzerrt in der Bevölkerung wahrgenommen wird nach dem Motto, du musst total emotionslos wie ein Stein alles an dir abrasseln lassen, sondern diese Resilienz, die du halt aufbaust und diese langfristige Perspektive. Das ist halt ... Und das finde ich halt schön. Und das ist halt bei uns in der Gesellschaft irgendwie wenig vorhanden. Es muss immer alles schnell gehen. Es muss immer schnell Ergebnisse bringen. diese Nachhaltigkeit, ich rede jetzt hier nicht von irgendwelchen links-grünen Ökofantasien, sondern von langfristigen nachhaltigen Ergebnissen. Das ist halt, glaube ich, was wir auch mehr verinnerlichen müssen. Was wir vielleicht auch unseren Füchsen mehr beibringen müssen, finde ich.

D. Bühler: Riesenthema Resilienz. Du sprichst ja auch Markus Aurelius an. Bin ich auch ein Riesenfan oder Seneca. Wir haben ja auch unseren Sohn nach Markus Aurelius benannt. heißt Aurel, der Goldene. Aber nicht wegen den Goldenen, sondern wirklich wegen Markus Aurelius, ihm das auch bisschen symbolisch auf den Weg zu geben. Resilienz ist, glaube ich, ein Skill, der total unterschätzt wird.

Korpo Content Lab: Ja, die Meditation.

Korpo Content Lab:

D. Bühler: Ich glaube, früher sprach man ja oft, du musst Russisch lernen, so vor 20 Jahren. Das wird die Weltsprache. Vor zehn Jahren hat man gesagt, das war in meinem Studium, du musst programmieren lernen. Dann kam die KI, dann musst du auch vielleicht nicht mehr programmieren lernen. Und ich glaube, heute ist es so ein bisschen, diese Resilienz aufzubauen. Und obwohl ich auch mit dem Stoizismus ein bisschen Mühe habe, je mehr ich darin gehe, weil du verlierst auch ein bisschen den Spaß.

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: Ich bin ja auch sehr frankophon. Also mein Umfeld ist sehr frankophon, weil ich in Biel wohne. Es ist eine Bielang-Stadt. Also wir reden französisch und deutsch und meine Frau ist französisch sprechend. Und dann rede ich auch mit dem Sohn halt französisch und deutsch. Und was wir von den Frankophonen lernen können, ist dieses laissez faire. Ich mag diesen. Ich glaube, wenn man meinen Charakter oder mein momentanes Leben beschreiben würde, ist es so zwischen Stoizismus und dieses laissez faire.

Korpo Content Lab: Hm?

D. Bühler: Und das mag ich, so diesen Kontrast von, hey, wenn ich arbeite, bin ich total diszipliniert. Vollgas, ne? Und wenn dann ein Kunde irgendwie absagt, ein Lead absagt oder ein Bewerber kurz vorher sagt, nö, ich mach doch was anderes, dann brauchst du schon starke Resilienz, weil du hast so viel Arbeit da reingesteckt, vor allem als Unternehmer hast du so viel Skin in the game. Da musst du halt schon resilient sein, sonst hörst du irgendwann auf und dann sagst du, hey, ich mach wieder ein Bewerbungsbesprechen, ich will wieder angestellt sein. Und andererseits

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: mag ich halt, weil ich halt sehr viel mit Franzosen zu tun habe, nicht nur Westschweizer, sondern auch Franzosen, dieses, ja, man kann einfach auch mal loslassen. Man muss nicht immer dieses Schweiz-Germano diszipliniert sein und ja, und dann Montagmorgen und so. Ich glaube,

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Also wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren.

D. Bühler: Ja, genau, das ist auch anstrengend. Und das ist auch, wenn du von Nachhaltigkeit sprichst, glaube ich, der ideale Weg. Du brauchst auch diesen Kontrast. Ich bin dann ein Mensch, der extrem viel Kontrast braucht. Wenn ich nach einem kreativen Gespräch suche, auch wieder Disziplin. Und nach der Disziplin suche ich dann wieder Kreativität. Ich brauche diesen Ausgleich. Und das ist, glaube ich, auch, was wir von Büchern lernen können.

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: Diese Vernetztheit. Wenn du... Du hast vorher von Uberman und Joe Rogan und wer auch immer gesprochen im Off. Ich glaube irgendwann checkst du dann so eine Vernetztheit. Dann denkst du, Uberman hat das auch erwähnt und dann hier und dann dort und so. Und das ist, ich, auch wichtig, dass du verschiedene Bücher liest, verschiedene Industrien auch hast in Kunden. Das ist Befriedigung in meinem Leben. Diese Diversität im Leben und nicht immer nur einen Weg zu gehen, weil...

Korpo Content Lab: Mh.

D. Bühler: Ich glaube, das Leben ist nicht nur schwarz-weiß. Und wenn du vorher Politik angesprochen hast, ich glaube auch, die Politik und vor allem die Medien, wollen dir immer dieses schwarz-weiß denken. So Demokraten, Republikaner, schwarz-rot, grün-rot, blau, keine Ahnung. Das Leben ist nicht so. Das Leben ist sehr vernetzt. Und ich glaube, das suche ich auch, auch in der Literatur und auch im Business suche ich das auch. Und das macht auch total Spaß. Weiß nicht, wie es dir geht.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Ja, ich rede da mal von dem Grau zwischen dem Schwarz und dem Weiß. Das ist eigentlich das, wo das Leben stattfindet in den verschiedensten Schattierungen. nicht wie bei Fifty Shades of Grey, aber... Aber weißt du was, meine, die Philosophie habe ich da auch sehr ähnlich. Es ist halt alles Sehen, perspektivische Sehen, wie das Nietzsche ja auch sagt. Und das versuche ich halt auch immer zu verinnerlichen, dass es dann meine Perspektive ist. Es gibt aber noch andere, wo kann ich falsch liegen? Und dann auch offen zu sein, halt auch seinen Blickwinkel, seinen Kurs zu ändern. Also wichtige Lebensphilosophie in meinem Reich ist halt auch, also für mich persönlich, ist dieses Konzept von Meta Neuer nach Johannes dem Täufer, also die Bereitschaft seinen Sinn zu ändern und umzudrehen und einen anderen Weg zu gehen und offen zur Reflektion halt zu sein. Das macht das Leben erträglicher, schöner, glücklicher und halt im Jetzt halt auch zu leben und nicht so stark, also ich weiß nicht, so hart abzuplackern, wenn man sagt, boah in fünf Jahren, dann hab ich's gut, sondern halt jetzt glücklich zu sein, jetzt mit der Situation. Auch sagen wir mal mit dem Podcast, dass ich zufrieden bin, dass ich dieses Richtmikrofon hier hab, die Kamera gut ist, der Hintergrund aufgebaut ist und nicht irgendwie noch zu denken, so was kann ich dir jetzt noch kaufen, es noch schöner zu machen, sondern zufrieden halt zu sein. Auch zum Beispiel mit im Berufsleben, mit dem Kunden, genau in dem Moment, dass das jetzt so ausgegangen ist, dass man zufrieden ist und nicht irgendwie noch, was hätte ich denn da noch mehr rauspressen können.

D. Bühler: Das ist ein Riesenthema, womit ich mich schon seit der Gründung meiner Firma beschäftige. Dieses auch mal zufrieden zu sein, aber trotzdem ambitioniert zu bleiben. Weißt du, das ist ja das, wovor viele Menschen Angst haben, vor allem im jungen Alter, dass du denkst, ja, ich muss immer in dieser Unzufriedenheit bleiben. Ich glaube, im Englischen ist es besser, dieses Thema out of the comfort zone. kannst du ja sein, obwohl du zufrieden bist.

Korpo Content Lab: Hmm.

D. Bühler: Du kannst ja außerhalb der Komfortzone bleiben, obwohl du eigentlich zufrieden bist. Aber diese Balance zu finden, finde ich nicht immer sehr einfach. Weil wenn du zufrieden bist, dann lehnst du dich auch gerne mal zurück. Wieder dieses eher französische, laissez faire, dann gehe ich mal zurück, mach mal ein Wochenende, einfach mal Skifahren, mal Wein trinken. Und am Anfang hatte ich immer Angst, du musst jetzt eigentlich arbeiten. Es ist Sonntagmorgen, du solltest eigentlich dich vorbereiten für morgen.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Hm?

D. Bühler: Sonst hast du keine Ambitionen mehr. Aber ich glaube, diese Balance zu finden zwischen, ja, ich kann einfach auch mal relaxen und mal mit meiner Familie sein, aber trotzdem am Montag Vollgas geben. Und ich glaube, das war eine der größten Challenges, größten Herausforderungen in meiner Neugrundungszeit vor drei Jahren. Dieses ...

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: Ja, du kannst auch zufrieden sein und du musst nicht in ein Burnout gehen, auch wenn du Unternehmer bist. Ist nicht immer ganz einfach. Ich glaube, ist ein Kampf, den haben viele in sich. weiß nicht, ob du den Kampf auch täglich austrägst.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Ja klar, den hast du immer. das Problem ist halt, es gibt nie genug. Das ist halt auch unserer Psyche verankert, weil wir halt Wesen sind, die mit Knappheit in der Natur klarkommen müssen und wenn du da den Busch voll Früchten siehst, dann wird sich der Wands voll gehauen, so viel wie es geht, weil in zwei Tagen können die Dinger schlecht sein und dann dauert das wieder Monate, bis du den nächsten Busch findest und wir leben halt heute in einer Konsumüberschussgesellschaft. Diese Büsche sind immer und überall, aber dieser Reflex ist halt drin. Und ich versuche mich halt da immer so ein bisschen einzufangen, dass man halt auch sagt, so jetzt ist auch mal gut. Also sag mal mal so, ich meine das kennst du ja auch als Podcaster, haben vor allem unsere wichtigste Metrik, die wir haben, ist ja die Streamzahl. Wie oft wird der Podcast gehört? ist ja Nummer 1 Zahl. Dann gibt es noch, wann ist die Aussteigerzeit ungefähr, wie viel hören die Dinger bis zum Ende an? Das war bei mir auch so. Am Anfang habe ich mir gedacht, boah, als wir 10.000 Streams erreicht hatten, boah, war es das jetzt schon? Geht das jetzt weiter? Dann habe gesagt, nein, ich muss 25.000 haben, damit die Leute das noch mehr respektieren. Als ich 25.000 war es dann, ja eigentlich sind es die 50, aber 50 sind eigentlich auch nicht so ernst zu nehmen, weil gerade die 100.000, die die Schallmauer sind. Dann hast du beide Dinger durchbrochen, dann denkst du dir, ja 100.000, das ist jetzt gut, aber eigentlich ist ein großer Podcast... auch 150.000. Das geht halt immer so weiter. Das war halt auch wieder so ein Lernprozess, wo ich jetzt gesagt habe, auch für mich, ich achte nicht mehr so stark auf die Streamzahlen jetzt am Anfang oder generell oder push das, sondern wir machen jetzt halt weniger Folgen, aber kontinuierlich und halt gute Gespräche. Das ist mehr wert halt als eine Sendung nach der anderen mit der heißen Nadel produziert, damit die Streamzahlen halt hochgehen. Und das ist keine schöne Geschichte. Also da muss man halt auch mal sagen, stop und zufrieden sein mit dem, was man halt hat. Ich meine, wie viele Ideen für Podcasts gibt es da draußen, dass du 100.000 Streams knackst? Das ist ganz wenig. Ich wüsste jetzt kein weiteres Thema. Wie du einen Recruiting-Podcast machen, wäre das ja wieder ein ganz anderes Game. Wir würden dir dann einen branchenspezifischen Podcast erstellen, der ein Mikropublikum hat. Der muss dann aber auch extrem mit Wert geliefert werden, dass die Leute an der Stange bleiben.

Korpo Content Lab: Da ist dann halt wieder eine ganz andere Metrik drin. Und dann ist dann die Frage, was kam dann, kommt danach. Deswegen, man muss auch sein Schicksal auch akzeptieren und mit seinen Leisten zufrieden sein, die der die Begott halt auch hinlegt.

D. Bühler: Total, ich glaube, es ist nie fertig. Ich glaube, es gab eine amerikanische Studie vor ein paar Jahren, die herausfinden wollte, wo die magische Zahl an Reichtum oder an Cash ist, das sogenannte Net Worth, das du haben musst, glücklich zu sein. Und sie haben dann eine Studie gemacht und Leute befragt. Und es kam dann raus, dass durchschnittlich fast Also das eigentlich fast jeder gesagt hat, dass wenn er das Doppelte verdient oder das Doppelte auf dem Konto hat. Beispiel, ein Millionär, der eine Million hat, sagt sehr wahrscheinlich, wenn ich zwei habe, dann bin ich glücklich. Der wird nicht sein, weil der, der 100 Millionen hat, der sagt, wenn ich 200 Millionen habe, dann bin ich glücklich. Und das geht immer so weiter, auch wenn du, der, der 100.000 hat, der sagt 200.000. Also das ist...

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Wird aber nicht sein.

D. Bühler: Bei mir selber ist das auch ähnlich. denke mir auch manchmal, ja, das Doppelte wäre schon cool. Aber du wirst genau am gleichen Ort wieder sein. Beim Podcasten ist es sehr ähnlich. Und ich habe da eher eine andere Konversionsrate, die für mich sehr wichtig ist als Kennzahl. Und das ist, wie viel Feedback kriege ich im richtigen Leben? Wenn ich mit Kumpels spreche, auf der Straße mal.

Korpo Content Lab: Mhm.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: Wenn mich mal einer anspricht, bin jetzt überhaupt nicht groß in der Schweiz, es kommt sehr selten vor, aber das gibt mir sehr viel. Und das gibt mir sehr viel mehr, 1.000 Follower zu haben, die wirklich jeden Podcast hören, anstatt 100.000 Follower zu haben, die eigentlich den Podcast so gar nicht hören. Diese Wiedergabezeit ist eine gute Kennzahl. Wo du denkst, ja, das war jetzt ein guter Podcast.

Korpo Content Lab: Mh.

Korpo Content Lab: Ja, absolut.

D. Bühler: Wichtiger für mich ist eigentlich daraus zu lernen. Also, wenn ich einen Podcast gemacht habe und der war sehr erfolgreich, dann ist es für mich eigentlich wichtiger zu erkennen und die richtige Erkenntnis auch daraus zu ziehen. ist auch manchmal, manchmal ziehen ja Menschen die falsche Erkenntnis daraus. Die richtige Erkenntnis daraus zu ziehen und zu sagen, warum war diese Podcast Folge eigentlich erfolgreich? Und darauf dann aufzubauen. Das glaube ich.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: macht viel mehr Sinn. Also dieses stetige Weiterentwickeln, ohne ins Burnout zu fahren, ist, glaube ich, so der Sinn des Lebens. Und ich glaube, ein deutscher Rapper hat das mal gesagt, der Sinn des Lebens ist, dem Leben einen Sinn zu geben. glaube, Kool Savas hat das gesagt. Fand ich geil. Und da habe ich immer versucht. Und ich glaube, bei mir ist es dieses, jetzt sind wir ganz tief drin, ist es dieses Weiterentwickeln. Und das macht total viel Spaß.

Korpo Content Lab: Okay.

Korpo Content Lab: Mh.

D. Bühler: dieses unternehmerische immer sich weiterzuentwickeln, aber nicht so extrem sich motiviert. So dieses so ein bisschen sich selber zu challangen, aber dann auch mal zu sagen, hey, guter Bordeaux, jetzt hatte ich echt Spaß. da kommt, glaube ich, auch dieses Verbindungs diese Verbindungsmentalität ein bisschen auf. so einen so zwischendrin mal einen über den Durst trinken. Das muss schon sein. Diese Rekalibrierung.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Ja, ist wie damals mit den Joysticks, da muss wieder auf den Null Null Punkt zurückkommen und dann kannst du nämlich auch richtig funktionieren. Aber was du jetzt auch gerade gesagt hast, da hab ich auch mal ein Buch drüber gelesen und zwar Never Enough von Andrew Wilkinson. Ich weiß nicht, ob du den kennst, dem gehört unter anderem, ja, mit der Aeropress.

D. Bühler: Hab ich auch gelesen. Ist ein Buch, das kriegst du ja fast nicht in der Schweiz, weil wir haben kein Amazon. Dann hab ich das über Nalda bestellt. ganz, ganz, nee, wir haben kein, also wir haben Amazon, aber es ist sehr, sehr limitiert. Sehr limitiert. Also ich hab noch nie ein Produkt gesehen, das ich kaufen konnte für die Schweiz.

Korpo Content Lab: Nein?

Korpo Content Lab: Echt?

Korpo Content Lab: Echt, ist so hier in Deutschland der Turbo-Supermarkt, da findest du alles drin. Aber lass uns mal auf Andrew Wilkinson zurückkommen. das, worauf er sich da mitgenommen hat, das ist ja genau das, was du gesagt hast. Der ist ja vom Barista zum Milliardär aus eigener Kraft geworden. Aber ziemlich cool, muss ich sagen. Das ist ja ein sehr entspannter Ansatz, der da hat. Mittlerweile ist ja inzwischen mal kein Milliardär mehr gewesen. Dann ist er, glaube ich, in so neunhunderter Millionen Vermögen runter und dann wieder hoch.

D. Bühler: Ja, ja. Ja.

D. Bühler: Mhm.

Korpo Content Lab: Und das ist halt so dieses... Wer den Kontakt mit anderen Milliardären hat, dass das halt wirklich ist so, wie viel hast du? Ja, drei. Red ich nicht mit dir, ich hab zehn. Und dann hat er zehn der Typen, denkt sich, aber ich brauch eigentlich 20 Milliarden. Und es geht immer so weiter. Das ist halt auch zum Beispiel mit diesen riesen dicken Booten von den Superreichen. Diese 200, 300 Meter Dinger von den reichsten Leuten der Welt. Das ist ja nicht, weil die das zum Überleben brauchen. Das ist Ego, das ist Wettbewerb. Zu Schaustellen, ich bin's. Und... Das ist irgendwo, finde ich das traurig. Ich bin da lieber, lebe ich im Pappkarton und bin glücklich mit meinem Leben, als weint im Taxi die ganze Zeit zu sitzen.

D. Bühler: Definitiv, also Andrew Wilkinson mit seinem, ja er ist ja so bisschen der Warren Buffett des Internets mit seiner Firma Tiny heißt die glaube ich, tiny.com finde ich sehr spannend, der ist auch sehr divers aufgestellt, der hat von Agentur bis zu diesem Kaffee Tool da finde ich eine ganz spannende, Aeropress, Aeropress, ist die gut? Ja?

Korpo Content Lab: Mh.

Korpo Content Lab: Die Aeropress, ich habe auch eine hier. Die ist richtig gut. es ist wirklich, ich habe das dann wirklich kritisch, habe ich mir das Ding gekauft und so verarschen die einen. Es ist nicht so. Also wenn du da richtig fein gemahlen den Kaffee hast und du hast die Filter dazu und du machst das fertig, das ist mit einer der besten Kaffee, ich in meinem Leben getrunken habe, weil die Bitterstoffe halt durch die Filter auch rausgezogen werden. Es ist halt nur so durch die Druckenergie, die du ausübst, geht halt auch bisschen Temperatur natürlich verloren. Der Kaffee ist da nicht so heiß. Also du kannst den so vertrinken. Aber der Geschmack ist schon, also schon definitiv gut. Ich hat das ja nicht selber erfunden. hat das ja von dem Typen abgekauft, der diese Frisbees entwickelt hat, wo das Loch in der Mitte drin ist. Aber es ist wirklich, gut. im Urlaub...

D. Bühler: Der hat ihm doch irgendwie, der hat ihm gesagt, ich sag dir jetzt einen Preis, weil ich will eigentlich gar nicht verkaufen, der ist so absurd. Und dann hat der ihm, glaub ich, irgendwie, was war der Preis? 50 Millionen oder? Ja, und das war noch so klein und dann hat er es gekauft. Also das Buch ist wirklich zu empfehlen, das ist echt cool. No spoiler natürlich.

Korpo Content Lab: Ja so in den Dreh war das,

Korpo Content Lab: Ich weiß auch gar nicht, warum das nicht so durch die Decke gegangen ist. Ich hab den über Ali Abdal kennengelernt, weil ich fand einfach auch die Art von ihm im Interview einfach super sympathisch wieder drauf ist. Ich folg dem auch bei Instagram und der hat auch so einen total kleinen Account. Also das ist jetzt nicht so der 3,2 Millionen Follower-Mega-Influencer, sondern halt wirklich irgendwie ist der extrem cool, Typ.

D. Bühler: Ja.

D. Bühler: Okay?

D. Bühler: stimmt.

Korpo Content Lab: Also...

D. Bühler: Ja, und ich kenn ihn von My First Million, von diesem Podcast mit Sam Parr und Sean Puri. Find ich ziemlich cool, Podcast. Da hör ich, glaub ich, jede Episode. Und sie sagen halt selber auch, sie sind in einer sehr kleinen Nische, sehr berühmt. Aber solange sie aus dieser Nische rausgehen, kennt ihn keine Sau. Und das ist ... Ja, und das ist ... Das ist ein Platz, du sein willst. Du willst von deinen Nerds, die ähnlich denken wie du, bekannt sein.

Korpo Content Lab: Das ist guter

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: Du willst eigentlich bekannt sein für das, was du tust und nicht einfach von jedem bekannt sein. Und ich glaube, das fand ich ganz cool. Und da bleibt er auch in dieser Nische drin. Und darum bleibt er auch so modest. Also ich glaube, der hat ein einfaches, einfacheres Leben als Elon Musk und ein besseres Leben, weil das ist schon ganz anstrengend. Wenn du Milliardär bist, ist das ganz, ganz einsam da oben, glaube ich. Also nicht, dass die mir jetzt leid tun. Überhaupt nicht. Aber das ist, ich, schon... Und er selber sagt ja auch im Buch, die meisten Milliardäre, haben so Chip on the shoulder, er selber auch. Meistens ist das der Vater. Das ist meistens von der Erziehung, dass die ein Problem hatten in der Erziehung und dass die eigentlich dieser Minderwertigkeitskomplex haben. Und der geht dann auch nie vorbei. Der ist auch nie therapiert. Du willst immer mehr. Du willst es deinem Vater oder wem auch immer beweisen. Und ich glaube, das war auch... Ich bei mir so, ich wollte immer meinem Vater beweisen, dass ich erfolgreich werde. Fußball, er war ein ziemlich guter Fußballer, in Schweizer Nazi, in den Junioren. Und ich war immer ein schlechter Fußballer. Ich konnte nie Fußball spielen, ich war immer auf der Ersatzbank. Das war mir immer so peinlich, weil mein Vater am Spielrand war. Der halt berühmt war im Kanton Wallis für ... Das ist der Sohn. Ja. Schon vorbei. Ja, und als Sohn eines, ne? In dem ...

Korpo Content Lab: Gleich, gleich Papa. In 5 Minuten werde ich eingestellt. das Spiel ist schon vorbei. Nächstes Mal.

D. Bühler: in dem Sport berühmteren Menschen hast du halt auch Druck. Und irgendwann hab ich für mich selber entschieden, auch allgemein für dieses Erfolgreichsein, ich muss dem gar nichts beweisen. Der mag mich, wie ich bin. Und ich glaub, das möchte ich auch meinem Sohn mitgeben. Irgendwann werd ich dem sagen, hey, mach die Dinge in deinem Leben für dich selbst und nicht für mich. Weil so viele Väter sagen das ihren Söhnen oder Töchtern nicht. Und dann gibt's halt ...

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: Menschen, extrem unglücklich sind. Und das hat auch mit dem Thema Resilienz zu

Korpo Content Lab: Absolut. Ich hab ja auch einen sechsjährigen Sohn und der findet halt auch so meine Hobbys halt dementsprechend ziemlich cool. So das Alter, wo man halt als Vater vergöttert wird, wo es dann losgeht bis zur Pubertät, wo dann die Fragmentierung des Mythos Vaters dann stattfindet. Ich sag ihm auch jetzt schon, dass ich mich freue, wenn er sich nach Verwindung später anschließt, aber ich erwarte es nicht von ihm. Also er soll es sich selber entscheiden und er soll es auch nicht machen, mich zu beeindrucken und zu sagen so mein Papa, der ist da jetzt auch super aktiv, ich will das auch machen, sondern dass es nur machen soll, wenn er halt Bock darauf hat. Ich glaube, was viele Väter auch machen müssen, ist ihre Söhne öfters mal in den Arm nehmen und sagen, dass sie sie lieben und dass sie stolz auf sie sind, was sie machen, weil das kann nämlich, glaube ich, diese Minderwertigkeitskomplex-Entwicklung auch eindämmen. Man sollte es natürlich so machen, dass man den Kindern immer natürlich auch ein Gerüst vorgibt, also dass man versucht, dass sie möglichst bestens durchkommen und jetzt nicht in den Gedanken unserer Uhrzeit vorfahren und der Natur direkt verrecken, sobald sie den ersten Fuß vor die Höhle setzen alleine. Aber dass da nicht die Erwartungshaltung drin ist, dass jetzt unbedingt das größte Mammut vorne aus der Herde erlegen werden muss, was am gefährlichsten ist, sondern das Grundprinzip erfüllt ist, dass ihr über die Runden kommt. Das auch das kleine Mammut, was man dann fängt, wo man sich nicht die Stoßszene in den Unterleib dann rammen lässt. Das ist halt, ich, wichtig.

D. Bühler: Und das ist auch echt eine Mammutaufgabe. glaube, Erziehung ist eines der... Ja, ja. Ich glaube, Erziehung ist das Schwierigste, ich... Also, ist erst zweijährig. Da hat er die Erziehung erst begonnen als Vater. Vorher kannst du nicht viel machen. So ab eins fängt es so bisschen an. Jetzt fängt er an zu reden. Ich kann mir vorstellen, wenn dein Sohn fünf ist... Ich habe ein Buch gelesen, das heißt Jungen. Das war, glaube ich, ein deutscher Autor. Das ist ziemlich oldschool. Also, ist nicht für alle.

Korpo Content Lab: Das war ein guter Überbruch.

Korpo Content Lab: Mhm.

D. Bühler: Aber ich interessiere mich halt auch für diese Montessori und diese ganzen Erziehungsweisheiten, die man halt so mitbekommt. Und ein Buch, heißt Jungen, das findet man. Ich weiß nicht, wie der Autor heißt. Das ist ziemlich konservativ. Und meine Frau hat mir trotzdem gesagt, weil ich das Geschenk bekommen habe von meinem besten Freund, dass ich das lesen soll, weil sie hat es gelesen und alles gut empfunden. Und ich habe es dann gelesen und dort steht drin tatsächlich die Erziehung. Bis sechs Jahre bei einem Jungen ist hauptsächlich von der Mutter. Und ab sechs Jahren fängt es erst an für den Vater. Weil vorher ist er noch sehr mutteranhängig. Und dann wird der Vater zu seinem Vorbild. Ab sechs Jahren. So, und jetzt habe ich halt noch vier Jahre Zeit meiner Frau immer zu sagen, ja, das ist dein Job. Ich mach dann, wenn er sechs Jahre ist. Ist sehr einfach für mich momentan. Aber ich glaube, dann geht's los.

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: Ich weiß nicht wie es bei dir ist jetzt, aber dann geht's los.

Korpo Content Lab: Also das ging bei ihm so ab vier, fünf ungefähr los, dass die Orientierung sehr stark dann auch zu mir gekommen ist. Also wir hatten von Anfang an immer ein sehr enges Verhältnis, weil ich halt auch wegen Homeoffice immer präsent halt auch war und halt nicht irgendwie dieser Mann war, der da 17 Uhr nach Hause gekommen ist, sondern ich war der Mann, da immer in diesem Zimmer vor dem Computer gesessen hat. Ja, es geht mit sechs geht das jetzt gerade los. Wir haben auch diese Woche einen sehr schönen großen Fortschritt gemacht und zwar, war ja mal, ich ja schon in vielen Sendungen gesagt, mache ich ja mal Lehrer im Internat nach dem Studium. Und das war so eine, eine der frühen Digitalschulen. Alle hatten iPad und die haben dann zum Beispiel halt auch im Geschichtsunterricht haben wir bei Minecraft im Creator Modus römische Lager nachgebaut. Die Bastille wurde einmal nachgebaut. Da ich eine Architektur Klasse Gruppe gegründet. Eigentlich wollte ich mit den Jungs einfach nur bauen, aber wir haben es dem Schulleiter verkauft, als würden wir uns mit Architektur beschäftigen. Da haben wir den Kölner Dom zum Beispiel eins zu eins nachgebaut. haben wir acht Monate dran gesessen. Das waren wahrscheinlich so um die 40.000 Steine, wir da drauf gesetzt hatten. Und mein Traum war eigentlich immer so, weil mir dieses kreative Bauen sehr viel Spaß macht. dass ich eigentlich mit meinem Sohn im Kooperationsmodus die Bauwerke weiter bauen wollte. Und diese Woche war es soweit. Er hat mein iPad gekriegt. Er kannte das Spiel bedienen. Er hat angefangen, Sachen zu bauen. Ich war auch mit drin. es war dann so, wir haben zusammengebaut. hat seine Sachen gemacht. Dann haben uns gegenseitig mit Pfeil und Bogen beschossen. dann haben wir wieder weiter zusammengebaut. Und das war wirklich ein sehr, schönes Erlebnis. Weil jetzt bin ich so in dem Alter angekommen oder eher in dem Alter angekommen.

Korpo Content Lab: wo er auch der Companion irgendwo wird. der Junge, mit dem du auf die Jagd gehst halt, Und nicht mehr nur das Kleinkind, was von der Mutter behütet wird. Und das war echt cool. Der fragt jetzt jeden Tag so, Papa, spielen wir jetzt Minecraft? das ist halt auch so ein schönes Erlebnis, ich gerade so, was man als Vater-Sohn-Tandem machen kann, dieses gemeinsame Hobby. Und was ich an Minecraft, sag mal, pädagogisch gut finde, ist, dass du mit dem Großprojekt anfängst umzusetzen. Fährst am Einturm, machst du kleine Häuser, Zeigst du ihm, bringst ihn aber auch bei, wenn du, weiß ich nicht, ein 40-stöckiges Hochhaus mit vier Turmen baust, was wir gerade machen, dass das Stein für Stein ist, dass das nicht heute und nicht morgen fertig ist, sondern dass das eine kontinuierliche Arbeit ist, an der du dran bist, was du später fürs Studium brauchst, wenn Bachelor, Masterarbeit, den Doktor vielleicht zu machen. Also ich hacke ihm E-Mail aber auch so, ey, wenn du Handwerk machen möchtest, mach das. Du musst hier, nur weil Mama und Papa hier durchstudiert haben, musst du nicht auch Student werden. Aber halt dieses kontinuierliche Durcharbeiten, das versuche ich dem halt früh beizubringen, dass es gut den Gweile haben will und dass man halt Geduld entwickelt, bis etwas fertig ist.

D. Bühler: Mmh, mmh.

D. Bühler: Und wie siehst du deine Rolle als Vater? Ist das als Tor zur Neugier? Ist das der Kumpel? Ist das vielleicht auch etwas, das verschiedene Phasen hat? Du bist nicht immer dieselbe Rolle?

Korpo Content Lab: unterschiedlich kommt auf die auf die also nicht nur die Phase sondern kommt auch glaube ich auf die Situation halt stark an. Es ist zwischen Buddy Kumpel Vertrauensperson aber natürlich halt auch irgendwo der Erzieher also wenn er sich dann anfängt total daneben zu benehmen dann werde ich halt auch dementsprechend laut und sage ihm dass er es sein lassen soll und ihn halt auch einzufangen weil klar das sind kleine Jungs die schaukeln sich hoch das ist wie mit den Korpus an den Tassen später im Keller das kann ja auch eskalieren und Da muss man halt glaube immer so eine Mitte finden. Nicht allzu streng, aber auch nicht allzu lasch. Und eben halt frei halten lassen. ist so, das ist wichtig ist. Und halt auch gucken, was sind seine Interessen. Dass man nicht nur eben seine Sachen aufdrängt, sondern zu gucken, worauf hat der den Bock und sich dann halt auch mal einzulassen, dass man Sachen mit ihm macht, man selber keinen Bock drauf hat. Das ist ja nicht nur, du der Elternteil bist, dass du da verpflichtet bist, alles gut und toll zu finden und zu sagen, mein Gott, ist der hochbegabt. sondern halt, dass man auch mal nein sagt oder auch ja sagt.

D. Bühler: Sehe ich tatsächlich sehr ähnlich. Man hat ja verschiedene Hüte an. Es sehr ähnlich wie damals bei den Fuchsen. Die musst du auch immer ein bisschen anders dran nehmen. Je nachdem was für eine Situation.

Korpo Content Lab: Ja.

Korpo Content Lab: Ja. Ich meine, das ist ja auch wirklich fuchsabhängig. Wenn das halt, sagen wir mal, jemand ist mit Führungspotenzial und du weißt, wird den Bund mal später als Sprecher ziemlich gut leiten, dann gehst du anders mit dem dann bist du mehr der Mentor. Wenn das dann halt eher so eine schwache Persönlichkeit ist, dann kann das natürlich auch in eine andere Richtung ausschlagen. Also klar, da muss man natürlich auch Maß halten, aber man weiß, was ich meine. Natürlich, dass man sich irgendwie in Augen schauen kann, aber das ist halt, ja.

D. Bühler: Ja, ja.

Korpo Content Lab: Das nennt man ja eine Verbindung, Menschen einzuschätzen. Ist ja dann wieder für unseren Job wichtig.

D. Bühler: Hm. Hm.

Korpo Content Lab: deswegen authentisch sein glaube ich. Authentisch und wahrhaftig sein, das ist halt Verbindung.

D. Bühler: Definitiv. Ich wollte noch das Thema Keilen ansprechen. Das fand ich ganz interessant, dass du das angerissen hast. Was ist denn so deine Meinung, wie Studentenverbindungen heute keilen sollten? Sollten die keilen mit traditionellen Maßnahmen? Gibt es da neue Maßnahmen? Sollte man die vermischen?

Korpo Content Lab: Es ist so, ich gebe hier mal die Social Media Kai-Workshops, die geben wir hier bei uns und wir sagen jetzt nicht, dass Social Media die Lösung für alles ist, das ist jetzt die große Sau, die durchs Dorf getrieben wird, sondern es ist ein weiterer Kanal, Mitglieder zu ziehen. Das ganze Kyle Game ist praktisch ein Multi-Channel-Kile, praktisch was wir machen. Es ist weiterhin der Zimmer, wenn du ein Haus hast, es ist das persönliche Netzwerk, es sind Veranstaltungen, externe Wahrnehmung, da mit drin ist. Aber mit dem Social Media Keil können wir es schaffen, eine unfassbar große Awareness in unserer Zielgruppe aufzubauen. Was schwierig ist für Verbindungen dann zu lernen ist, wen wollen wir denn da eigentlich haben? Wir wollen den 18 bis 22 jährigen jungen männlichen Studenten oder sagen wir mal, wenn eine Damenverbindung ist, die weibliche Studentin, bei gemischten Bünden ist es dann der 18 bis 22 jährige Person, die wollen wir haben. Wie tickt diese Person? Die Leute beschäftigen sich nicht mit der Psychologie dahinter. Die schauen sich nicht an, was spricht so ein 18 bis 22 Jährigen an? Das Problem ist, Unser Gehirn ist in der Evolution in verschiedenen Phasen entwickelt worden. Es ist keine lineare Progression, die wir dort haben, wo du sagst, wie bei der Computer- Softwareinstallation von 0 % bis 100%, sondern wir haben das Reptilienhirn, das ist das älteste Hirn, wir haben das limbische System und wir haben den Neokortex, das unsere Hauptregion. Und gerade so 18- bis 22-Jährige stehen halt hardcore auf Reptilienhirn-Content und halt auf limbisches System. Das sind so Sachen wie, dass man früher so als die niedrigeren Instinkte bezeichnet hätte. Also Sex, Status, Territorialdenken. eine Werbung mit Reptilien-Content ist der aufgepumpte Typ im Polohemd mit seinem Ferrari Testarossa im Sonnenuntergang in Monaco mit der

Korpo Content Lab: mit der bildhübschen Model, Freundin auf dem Beifahrer sitzt. Da geht unser Reptilienhirn an. Dann gibt es das limbische System, das ist Emotionen, Familie, Liebe, aber auch soziale Akzeptanz. Und das ist das, wo die Dunkelste anspricht. Die meisten Verbindungen gehen dann hin und sagen, wir machen jetzt hier unsere Geschichte des Bundes, wir machen hier noch einen Infopost darüber vom Fuchs bis alten Herren. Das spricht die Null an. Du brauchst actiongeladene Videos, wo die 18- bis 22-Jährigen sich denken, geil, da will ich hin. Die haben Spaß, die haben Party, da ist auch der akademische Anspruch drin. Dann sind die alle auch noch im Anzug oder im Sacko unterwegs oder sagen wir mal im Silent-12-Look, meinetwegen halt, je nachdem wie das Niveau des Bundes ist. Und damit musst du die Leute ziehen, authentisch mit Emotionen. Und das ist halt ein super Zusatzgewinn, weil die Reichweite so unfassbar hoch ist. Du hast beim Social Media keilen die Möglichkeit, wenn du den, also wir reden ja mal vom Algorithmus, das sind ja heute KI's. KI so triggert, dass du genau diese Proliferation an deiner Zielgruppe hast, gemischt aber auch mit Bezahlwerbung, damit du halt bewusst die Corpo Bubble durchbrichst, weil das wird dir erstmal an deiner Follower ausgespielt, da erreichst du keinen Erstsemester. Und das bringt halt dazu, dass du vor allem nach diesem AIDA Modell Awareness, Interest, Desire, Action diese Person über diese Social Media Keilen in den Funnel reinbringst, in deinen Bund. Und wir haben es so, wir haben jetzt dieses Semester fünf Keilgäste dadurch auch alleine generiert über unseren Content. haben bis dato kein Haus. Das wird sich dann ändern, weil wir dann auch Zimmerkeile betreiben werden in Zukunft. Und das hat uns das Überleben gesichert. gibt viele Bünde in Deutschland, haben gerade richtig Probleme nach Corona. Vor allem die, die sich an alle Bestimmungen gehalten haben. Da ist halt Traditionswegbruch, Wissensverlust drin. Die Aktivitates haben nicht mehr das Game, wie die Aktivitates aus dem gleichen Bund vor Corona. Und ... Die brauchen Leute. Und das ist das, was wir mit diesem Social Media Kallen halt machen. Wir ziehen die 18- bis 22-Jährigen durch Content auf den Bund zu, durch Aufmerksamkeit. Und dann bespielen wir die, gucken, dass wir 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 Touchpoints aufbauen, dass daraus in dieser Interest-Phase die Desire-Phase entsteht. Dass die sagen so, geil, bock. Aber das ist ja eine Verbindung, dann werde ich ausgegrenzt.

D. Bühler: Hm.

Korpo Content Lab: eine rechte Sekte. Also baust du Content, der diese Barrieren runterzieht. Nicht das große Saufen, das jetsu nicht da, es sind die anderen Sachen, du darstellst, es ist diese Gemeinschaft, diese Freude, dieses Gefühl. Vor allem, wenn du dich alleine führst. Und das lässt dann diese Angst vor diesen Hürden senken. Und dann bringst du die Person dazu, dass sie in diese Actionphase kommt und aktiv sich meldet und dann kommt das Keilen-ADH oder im Bund. Und das funktioniert. und das ist natürlich Arbeit, aber man kann damit wirklich coole Sachen halt anstellen. Und wir haben es geschafft zum Beispiel als Verbindung, das muss man sich halt auch immer die Relationen vorstellen, dass wir da andere Reichweiten haben, wir haben es geschafft zum Beispiel in unserem Bund auf 208.000 Views in 30 Tagen zu kommen als Verbindung mit 20 % organisch. Also 20 % davon von diesen, also 160.000 waren organisch und 40.000 haben wir alleine nur durch

D. Bühler: Organisch.

Korpo Content Lab: die Käufe für Werbung halt generiert. Und das hat dazu geführt, dass die Leute anfingen, also uns mehr zu folgen. Wir haben auch die 1000 Follower-Marke geknackt. Das ist ja für eine Verbindung auch eine Scheimauer. Und dann gehen wir in Kontakt mit denen und machen eine Community-Pflege. Wir reagieren auf die Formentare, außer die sind zu beleidigend, weil du hast natürlich auch irgendwelche Linke, dann drunter schreiben, dass das alles Nazis sind und so weiter. Die löschen wir dann meistens in der Regel. Aber wenn wir merken, so mit denen können wir auch gucken, anzulatschen. entstehen Gespräche und du kannst dein Bild in der Öffentlichkeit aufbauen. Das führt dazu, dass der Bund überlebt und stärker wird und eine Ausstrahlung hat. Das haben wir auch wieder mit diesem limbischen System. Es ist die soziale Akzeptanz. So ein 18- bis 22-Jähriger, der geht dahin und guckt sich an, wie viele Follower haben die? Wie viele Male werden die Videos angeguckt? Und wenn du da Brecher hast, wie wir das haben, wo du teilweise... Es gibt Verbindungen, die haben da wesentlich mehr. Aber sagen wir mal, so Video mit 75.000 Views halt hingekriegt hast, da geht dir in den Kopf dieses 18- bis 22-jährigen Interessenten, weil der ist ja noch kein Kallgas genau genommen, durch den Kopf, Moment mal, die Verbindungen, sind doch eigentlich immer, die sind doch immer so blöd. Warum haben die 1000 Follower und warum gucken sich 70.000 Leute das Video an? Vielleicht verpasst sich da etwas, vielleicht habe ich da eine falsche Ansicht. Und dann werden sie aufmerksam auf dem Bund. Und das ist die Strategie. Also jetzt sagen wir mal, in einer Nussschale ganz schnell komprimiert. wie wir davor gehen und halt auch in diesen Workshops das dann halt auch ausarbeiten. Dann machen wir noch ein Zielgruppenanalyse, wir machen Alleinstellungsmerkmal des Bundes, dass man halt auch mal lernt als Bund, was macht denn uns aus? Sagen wir mal, wir reden jetzt hier von der Verbindungsstadt, wo du bist eine Landsmannschaft und du hast aber sechs andere Landsmannschaften bei dir in der Stadt. Ja, warum soll der denn zu dir gehen? Warum soll der denn nicht die Straße runtergehen zum Chor, wo die geilen Partys sind und die hübschen Mädels rumlaufen? Warum soll der zu dir kommen?

D. Bühler: Mmh.

Korpo Content Lab: und diese Botschaft musste anfangen zu entwickeln und dahin zu kommen.

D. Bühler: Das ist schon der Ansatz. Das ist ja eigentlich Social Recruiting. Natürlich im Geschäft, das was wir machen, gehen wir hart mit Werbung rein. Also wir haben dann Werbebudgets von irgendwie 2.000 3.000 Franken pro Monat. Nur Werbebudget. Also dass wir dann auf Meta oder LinkedIn ausgeben. Und dann machen wir auch mit den Kunden, machen wir geile Videos, zeigen, ja. Ah, so.

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: hab ich gesehen. Mit den weißen Lieferwagen. Wie viel verdienen sie denn, dass sie sich so ein Auto leiten?

D. Bühler: Der Mercedes für 100.000. Haben wir übrigens sehr viele Bewerber. Ist dann natürlich auch die Challenge, dass du eben diese extrinsisch motivierten bisschen rausfältest. Das ist klar. hast du sicher auch. Ja, ja, genau. Trends kannst du übernehmen.

Korpo Content Lab: Ja.

Korpo Content Lab: Geil.

Korpo Content Lab: viele Trends auch übernehmen. Das geilste finde ich, das hatte ich von einem deutschen Handwerksbetrieb mal gesehen. war dann so eine Handwerksmeisterin, die macht dann was, also die macht so bisschen popende Poolgeschichten, auch im Hintergrund, dann dreht die sich und sagt dann, ey bist du auch zu hässlich für OnlyFans? Dann mach eine Ausbildung bei uns. das ist halt geil, das ist das coole Botschaftsformulierung, da drin ist.

D. Bühler: Yes.

D. Bühler: Das ist cool und das sagt so viel mehr aus, die Leute denken. Das zeigt halt schon, hey, du bist ein lockerer Arbeitgeber. Der Schauspieler, die Schauspielerin, auch so vertraut gegenüber dem Arbeitgeber, dass sie überhaupt vor die Kamera geht. Das ist schon eigentlich ein richtiges Vertrauensbekenntnis.

Korpo Content Lab: Du kannst auch mal krank machen, Du Bock hast.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: wo sich die potenzielle Bewerberin denkt, da muss schon was hinter der Firma sein. Das ist dann auch bei der Studentenverbindung so. Wo du die Leute vor der Kamera schon kennst und dann kommst du rein und dann siehst du die Person, vor der Kamera war. Die ist dir nicht fremd. Das ist schon ein Medium, das sich in den letzten zehn Jahren so aufgebaut hat. Das ist schon stark. Schon sehr stark. Das Videoformat ist schon sehr stark.

Korpo Content Lab: Ja.

D. Bühler: Ich glaube das wird auch mit KI nicht weggehen. Klar, man kann es dann natürlich skalieren. Aber ich glaube dieses authentische Sein vor der Kamera wird noch viel wichtiger. Weil die Leute werden in Zukunft auch wissen, ob das dann mit Stempel ist. Momentan erkennt man ja ein KI-Video noch an gewissen Feinheiten. Ein geschultes Auge, siehst du ja.

Korpo Content Lab: Ja, wenn du die Rasantheit schaust in zwei Jahren, wird das so schwierig sein, das zu unterscheiden, ob das echt ist oder nicht.

D. Bühler: Definitiv, dann wird es wahrscheinlich ein Stempel geben. KI generiert, was auch immer. Hast du jetzt schon?

Korpo Content Lab: hast du jetzt schon. das authentisch musst du ja bei Instagram angeben, wenn das realistisch generierter Content ist, dann musst du es angeben. Aber wenn du irgendwie so mit KI einen Comic malen lässt, dann musst du es halt nicht machen. Logisch, dass das kein echter Mensch ist. Aber das schimm ich dir voll und zu. Aber ich muss auch sagen, dieses AI...

D. Bühler: Hm.

Korpo Content Lab: Das auch schwierig. Ich mag zum Beispiel die Bilder nicht, die generierten. Bei mir ist es auch so, wenn ich Dienstleistungen sehe und ich sehe, dass diese Bilder KI generiert sind, reagiere ich da schon negativer drauf, obwohl es eigentlich vorher Stockfotos waren. Das ist genau die gleiche Kacke, es hat auch nichts damit zu tun. Aber es ist halt so unecht.

D. Bühler: Ja, ist halt... Weißt du, ich weiß nicht, an welcher Epoche man so computergenerierte Briefe schreiben konnte, keine Ahnung, seitdem es Computer gibt. Das ist für mich das beste Beispiel. Wenn ich so Werbung erhalte, Werbung von irgendwas, und dann steht dann, Kunde, und das ist dann in Schriftform, das hat kein Mensch geschrieben. Dann legst du das halt beiseite.

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: Kriege ich einen Brief, wo ein Mensch in Schriftform was geschrieben hat, dann werde ich diesen Brief sehr wahrscheinlich nicht mal in den Abfall werfen. Denn behalte ich, weil es kostbar ist. Und das ist auch in digitaler Form ähnlich. Wenn ein Mensch ein Video wirklich gemacht hat und Arbeit reingesteckt hast, das merkst du und das guckst du dir halt schon eher an. Aber ein KI generiert das Video noch wahrscheinlich. Vielleicht wird es auch so bleiben. Da denkst du dir ja komm.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Mmh.

D. Bühler: Das hat, da ist er nicht mal, da ist er nicht mal vom Mensch oder anders gesagt, ein Bild von Miro ist nicht das gleiche. Ein Originalbild von Miro ist nicht das gleiche wie eine Lithographie. Eine Lithographie ist nicht mal das gleiche wie ein Druck, der 100.000 Mal gemacht wurde. Eine nummerierte Lithographie ist schon besser als ein anderer Druck. Und ich glaube, werden Menschen auch immer schätzen. Dieses Handgefertigte wird der Mensch immer schätzen.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Das machen wir auch. Das machen wir auch, also mit Partnern, wo halt auch wirklich ein vertrauensvolles, enges Verhältnis besteht. Den schreiben wir dann hinterher auch mit der Schreibmaschine. Ich habe hier eine von uns 52 noch funktionierende Schreibmaschine von meiner Schwiegermutter mit wirklich sehr schönem Briefpapier. Wir haben es da nicht loben lassen. Das ist hier unser...

D. Bühler: Und ich glaube, das wird auch im Video sein.

Korpo Content Lab: Briefpapier, was wir da haben, das ist auch richtig geschöpft von Hand und hat auch so diese Rillen, wie man das Papier vom Notar kennt. da schreiben wir dann mit Schreibmaschine ein Dankesbrief und unterschreiben das dann mit Füller. Und ich habe dann auch noch so zwei Stempel. Das habe ich mir von Peter McKinn abgeguckt. Und dann geht dieser Brief raus an denjenigen. Und das ist auch, ich, ein schönes Zeichen von Wertschätzung, weil

D. Bühler: wow.

Korpo Content Lab: Schreibmaschinen geschrieben im Brief. Wie viele davon wirst du in deinem Leben bekommen und wo dir dann auch noch Dankbarkeit gegenüber geschmolten. Ich rede jetzt hier nicht, das ist reine Kalkulation. Wir machen das auch einfach Freude, diese Wertschätzung auch auszudrücken. das ist halt auch schön. Und dann hast du auch noch eine ganz andere Beziehung mit uns, weil wir uns die Zeit dafür nehmen. Weil so ein Schreibmaschinenbrief, das ist ätzend. Das ist, du schreibst ihm vorher mit Hand vor. Und dann musst du gucken, dass du keinmal dich vertippst, weil wir sind das durch unsere Tastaturen gewohnt, sofort Backspace drücken und dann ist das korrigiert. Und da kannst du, wenn du zu viele Täterfehler machst, kannst du das Papier rausnehmen, zerknütteln und dann Neues rein und fängst du von vorne an. Und das ist halt wirklich ein schöner Effekt, weil du halt auch den Leuten damit zeigst, so ey, das war jetzt hier nur nicht irgendwie mal eben Geld machen, sondern so ich hoffe, dass ich euch Wert geliefert habe und hier ist noch ein kleines Dankeschön.

D. Bühler: Return, ja.

D. Bühler: Das ist auch etwas, das haben wir uns angewöhnt seit drei Jahren. Ich und meine Frau. schreiben an alle unsere Freunde und auch an meine Geschäftskunden einen handgeschriebenen Brief. Und wir lassen immer einen Monat vor Weihnachten, machen wir Fotos von uns. Das hat dann zwei Effekte. Der eine ist, alle Fotos werden wir in Zukunft mit dem kleinen Aurel, werden wir sehen, jedes Jahr ist er gewachsen. Das ist auch für uns. Dann haben wir so eine kleine Kollektion.

Korpo Content Lab: Mhm.

D. Bühler: Aber wir verschicken das auch an alle Geschäftskunden und Freunde. Und diese Briefe zu schreiben, das macht echt Spaß. Schon nur zusammen diese zu schreiben, diese dann abzuschicken. Und die Resonanz ist unglaublich wahnsinnig. Obwohl ich auch sagen muss, ein guter Kumpel von damals hat mir gesagt, du, das ist schon ziemlich Boomer-mäßig, was du da machst. Aber ich finde es total schön. Und die Resonanz ist durchgehend positiv, weil das erwartet niemand. Diese handgeschriebene Briefe mit einem Foto, das du jedes Jahr machst, das erwartet niemand. Und das ist schon ein Geschenk für den Absender und den Empfänger. finde, ein Brief zu schreiben, das hat irgendwas.

Korpo Content Lab: Das ist sehr persönlich und das kannst du nicht mit einer JGPT generierten E-Mail auf kompensieren.

D. Bühler: Nein, und ich überlege mir auch schon, wie kann ich den Leuten, meinen Geschäftskunden bei der E-Mail auch zeigen, dass ich das nicht KI generiert habe, indem ich eben teilweise sehr persönliche Sätze reinschreibe, zum Beispiel, hey, das, du mir letztes Mal im Restaurant gesagt hast, war echt cool, vielen Dank. Das kann die KI nicht, weil sie nicht da war, noch nicht. Und diese Persönlichkeit, ja, genau.

Korpo Content Lab: Mikro anlassen.

D. Bühler: Und diese Persönlichkeit versuche ich auch in jedem Medium irgendwie mitzugeben. Ist nicht ganz einfach, aber ich glaube, das kann sich jeder angewöhnen. Das, du am Anfang auch gesagt hast, die E-Mail nicht mehr mit Kai schreiben zu lassen. Ich glaube, das ist ein guter Anfang, weil dann verlierst du auch nicht diese Schreibtechnik. Das ist schon auch ganz wichtig, dass wir die beibehalten.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Ja absolut. Das witzige ist das Unterschreiben mit dem Füller. Das war auch wieder so ein Punkt. Ich sage jetzt nicht welche Marke es war, wo es nicht funktioniert hat, aber ich habe von einem sehr bekannten deutschen Schrifthersteller einen Füller, der... das weiß ich nicht.

D. Bühler: Fängt mit an.

Korpo Content Lab: Da ist es so, der trocknet total schnell immer aus und kannst du kaum mit arbeiten und dann hast du für 20 Euro diesen Lamy-Füller, der wie eine Einschreib, das ist dann wie die zuverlässige Bäuerin, die ziemlich stämmig ist, die aber auch den Baumstamm aus dem Matsch räumen kann, eins alleine. ja, da sieht man halt auch wieder, das ist die nicht so großen Sachen, im Leben sind, die immer funktionieren, sondern das die kleinen Dinge, die das bringen.

D. Bühler: muss ich echt mal Lami ausprobieren. bin ja auch ein riesen M-Fan, aber finde auch, ist overpriced für das, was es dir gibt. Die Kugelschreiber, ja, die sind nicht schlecht. Bin dann aber auch auf die, ja, die sind nicht ganz günstig, aber es sind schon noch günstige, die Carondage, die kennst du vielleicht aus, ein Schweizer Kugelschreiber. Die kannst du kaputt machen, das schaffst du nicht.

Korpo Content Lab: Die Kugelschreiber

Korpo Content Lab: Ja klar, ich habe diese Sonderedition von Yves Klein in diesem Yves Klein Bleu und das ist sehr schön. Die Caran d'Ache, habe ich mir auch mal geholt, also davon habe ich auch zwei oder drei. Wo ich jetzt ein Riesenfan von bin von den Kugelschreibern, das ist Inventory, ist von amerikanischer Hersteller, die machen das von Hand.

D. Bühler: Hmm...

Korpo Content Lab: Also es ist der Jeff, mit dem habe ich auch schon paar Mal E-Mails ausgetauscht. Die machen ich von Hand. Also hier den jetzt zum Beispiel, den ich habe, das ist jetzt ein Sondermodell von Mad Mods Musing. Da Matthew in China dieser Creative Director, der auch diese mechanischen Tastaturen und so weiter macht, riesengroße Follower schafft. mir die Edition von denen geholt. Die sind so hochwertig, dass die sind halt von Hand einzeln gemacht und Du merkst das Handwerk, wenn du die auf und zu machst, ist das Gewicht da drin. Das einfach schön. Das macht Spaß.

D. Bühler: Ja, das ist schon auch ein Utensil, wo man tief reingehen kann. Du kennst vielleicht auch diese japanischen handgemachten Kugelschreiber oder Füller. sind auch ganz krass. Da kostet einer dann irgendwie 1000 Euro. Das ist ja wie Uhren. Also jedem, jedem Mann sein Tool, glaube ich, auch dort und Kugelschreiber finde ich auch etwas. Wenn man sich dann auch einen teuren Kugelschreiber kauft und einen Füller, dann

Korpo Content Lab: Hm.

D. Bühler: hat man auch noch bisschen mehr Spaß beim Briefe schreiben und es regt einen noch mehr an. Also ich glaube, das ist ein gutes Investment, das man tätigen kann. Ich sag jetzt muss es nicht 500 Euro sein, es reicht schon irgendwie 50 Euro. Lami ist ja glaube ich irgendwie zwischen 20 und 50 Euro. 20? Muss ich mir echt mal horren. Muss ich mir echt mal horren.

Korpo Content Lab: mehr.

Korpo Content Lab: 20 kostet der Safari.

Korpo Content Lab: Die sind zuverlässig. Nee, ist auf jeden Fall, ist eine gute Sache. die sind, schreibt immer. Das ist auch so, der, ich geb dir ja auch mal den Sprecher, wenn er, also es ist ja auch so, wir schicken ja auch Semesterprogramme raus, plus Brief und der wird für Hand unterschrieben. Das ist dann immer mal ein Lami-Föller, der dafür hergegeben wird. Funktioniert immer, ist zuverlässig. Der trocknet nie aus und das das, was du auch im normalen Leben brauchst, dass er immer ... vertrauend da ist. Das cool ist hier mit dem, der hat auch so einen Stadtbein, dann kannst du den halt wie so einen Federkiel auf Tisch stellen.

D. Bühler: Sehr geil. Sehr geil. Da weiß ich jetzt, was ich mir zu Weihnachten wünsche.

Korpo Content Lab: auf Fall eine gute Entscheidung. Wir kriegen keine Provision dafür. Es gibt keine Affidient-Links. Ja, sollen wir mal zum Ende kommen. Dario, schön, dass du da warst.

D. Bühler: Hahaha Ja, Hammer!

D. Bühler: Kenne.

Korpo Content Lab: Ein super toller spannender Talk, weil wir haben uns null an das Skript gehalten, was ich vorbereitet habe. Das war ein authentisches, echtes Gespräch und ich hoffe, dass es Zuhörer draußen gefällt. Ihr da draußen, mal wieder bummeln auf anderen Häusern, das ist auch schön. Macht's gut. Ciao.

D. Bühler: Tschüss!

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