Episode 117: Hendrik von adH-Gourmet
Shownotes
In dieser Folge spricht Jan mit Hendrik, dem Gründer von adH-Gourmet. Gemeinsam erkunden sie die kulinarischen Absurditäten der Verbindungshäuser, den Charme von Schimmelreels und warum Humor zum identitätsstiftenden Kern der Verbindungswelt gehört. Hendrik erzählt von Ursprung, Wachstum und Wirkung seiner Page und erklärt, wie digitale Kultur das moderne Verbindungsleben verändert.
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Korpo Content Lab: So.
Korpo Content Lab: Herzlich willkommen zu Laberlümmel, der Corporate Talk. Mein Name ist Jan und ich bin euer Host. Mein heutiger Gast hat etwas geschafft, das nur wenigen gelingt. Er hat mit Humor einen Nerv in der Verbindungswelt getroffen. zwar einen, den viele nicht mal kannten. Er ist Burschenschafter in Tübingen und Leipzig, Betreiber der Instagram-Page adihagormi, auf der er nicht weniger als die kulinarischen Abgründe und den alltäglichen Wahnsinn der Verbindungshäuser dokumentiert. Schimmlige Kühlschränke, legendäre Küchen, fragwürdige Fuchsenbuden. und das alles mit einem Blick für Humor, der die Szene gleichzeitig liebevoll, schonungslos und überraschend modern spiegelt. Willkommen Hendrik!
Hendrik - AdH-Gourmet: Servus, danke für die Einladung.
Korpo Content Lab: Schön, dass du dir die Zeit genommen hast und zum Talk vorbeigekommen ist. Wir nehmen das Ganze ja remote auf. Lass uns da direkt auch mal einsteigen. Stell dir vor, du müsstest einem Außenstehenden erklären, warum tausende Menschen freiwillig Bilder von schimmeligen Kühlschränken liken. Was ist für dich der Kern von ADHD-Gummi?
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich meine, bin selbst tatsächlich ein bisschen überrascht gewesen, dass es so ein Erfolg geworden ist am Ende. Ich meine, ich habe jetzt auch schon 1500 Abonnenten ungefähr. Was ich glaube, so bisschen diesen Reiz ausmacht, ist, dass es einfach jeder nachvollziehen kann. Das ist ja wie bei Corpo-Memes zum Beispiel. Die meisten Memes sind ja über Sachen, die ein Corpo sieht und sich denkt, jawohl, das kenne ich. Ja, diese Geschichte, diese Biergeschichte, kenn ich. ich sag mal, die kollektive Ranzigkeit der korporierten Kulinarik ist da, glaub ich, auch so eine Grundtendenz, mit der sich jeder so bisschen identifizieren kann.
Korpo Content Lab: Mmh.
Korpo Content Lab: Es ist, ich, da hast du auch ein spannendes Zauberwort auch schon direkt angesprochen. Und zwar, das ist ja die Relatability des Contents. Das ist ja das A und O, erfolgreich zu sein, weil du ja genau die Leute ansprichst. Und wie du es ja gesagt hattest, was ich ja auch an der Seite ja sehr toll finde, auch als jemand, halt selber einiges mit Social Media gemacht hat, ist, du hast einen Nerv getroffen, du hast ein Bedürfnis getroffen und du hast einen Spot entdeckt, wo sich eigentlich so gut wie jeder Verbindungsstudent, der eine Bude hat, mit identifizieren kann, weil diese Dinger sind so schnell unordentlich, wird schmutzig. Es geht ja in Windeseile. Ich meine, das ist ja eine Truppe von mehreren Leuten, dann leben. Wenn die Leute nicht anfangen, ihre Sachen in die Spülmaschine zu stellen, nichts zu putzen, dann wird es halt extrem schmutzig. Und das ist halt so eine Situation, die erlebt ja jeder. Aber du hast es ja erkannt, dass da ja ein Spot ist, auf dem man sich halt fokussieren kann.
Hendrik - AdH-Gourmet: Zufällig tatsächlich, aber ja, ist Sache, dass die Küche ADHD ist halt innerhalb von, vielleicht sogar innerhalb von einem Tag ein komplettes Chaos. Und es gibt ja auch immer diese Idee von Junggesellenküchen und jetzt nimm zehn Junggesellen, pack sie in ein Haus mit einer Küche und
Korpo Content Lab: Hm?
Hendrik - AdH-Gourmet: die sind sie auch noch jeden Samstagabend zu. Also dann kommen da wirklich die glorreichsten Dinge dabei raus.
Korpo Content Lab: Definitiv. meine, Sache ist halt so ein kleiner Sneak-Preview auf das wahre Leben später, wenn man Kinder hat. Da ist das Haus noch unordentlicher und es geht noch schneller.
Hendrik - AdH-Gourmet: Da muss man dann aber das Zauberkeitsgefühl schnell entwickeln, weil ich glaube nicht, dass das eine Frau und ein Kind sehr lange haushalten in einem Haus, so ranzig ist wie ein Corpo-Haus. Ganz ehrlich.
Korpo Content Lab: Ich hätte mir neulich überlegt, ich die Sache ist ja, ich hab immer so Gefühl von Romantik, wenn ich irgendwo adiha gehe und ich diesen typischen Verbindungshausgeruch in der Nase habe. Von kalten Zigarettenrauch, der irgendwie noch in der Luft ist. Bier, seit wahrscheinlich 14 Stunden irgendwo rumsteht, trockene Heizungsluft, dann noch dazukommt, leichter Schimmelgeruch aus dem Keller, der noch hochkommt. Da, ich würde sagen, man könnte ja eigentlich mal mit so Anbietern wie Yankee Candle einfach mal so einen Duft generieren. Dann hast du dann Yankee Candle adeha. Dann kannst du das zu Hause anmachen, vor allem als alter Herr. Dann kannst du dann in den Erinnerungen schwelgen von dem, wo du dich früher viel aufgehalten hast.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich weiß nicht, ob es jemand kaufen würde, aber versuchen könnte man es auf jeden Fall.
Korpo Content Lab: Wann war denn der Moment, an dem du gemerkt hast, diese Page, ist nicht nur ein Gag, das wird immer größer und spricht Leute an?
Hendrik - AdH-Gourmet: Das war tatsächlich relativ früh, ich meine dazu kommen wir wahrscheinlich gleich noch, dass Adi Hagumi aus einer Situation entstanden ist und relativ spontan entstanden ist und dann relativ schnell Abonnenten bekommen hat. Und wenn man da plötzlich 100 Abonnenten hat, was das eigentlich nur so ein Spaß war und dann wirklich merkt, wow Leute, schauen sich das wirklich an. Leute finden das irgendwie aus irgendeinem Grund wirklich interessant und die schicken halt auch ihre Sachen ein. Also ich bekomme ja auch Ansendungen aus den verschiedensten Bündn... aus den verschiedensten Dachverbänden. Und da war das dann das...
Korpo Content Lab: Hm?
Hendrik - AdH-Gourmet: und kam irgendwann die Erkenntnis durch, da ist wohl irgendwie bisschen mehr. Das ist wohl doch eine größere Sache, als man pausstet einmal aus Spaß die Sachen, man in der Küche ADHD fabriziert hat.
Korpo Content Lab: Ja, definitiv. Das ist ja gerade auch das Schöne, finde ich, von diesen ganzen Pages. Das ist sehr interkooperativ. Das ist halt nochmal ein ganz anderer Austausch, den du hier dann als Host hast, wo du plötzlich mit Leuten zu tun hast, wo du wahrscheinlich im normalen, aktiven Leben keinen Kontakt gehabt hättest und das meistens lustige, spannende Leute sind, die dahinterstehen.
Hendrik - AdH-Gourmet: Es ist auch ganz interessant, es gibt ja auch diverse Bünde, die dann wirklich tatsächlich extra gucken, haben wir irgendwas, was wir vielleicht mal einsenden können und es gibt ja auch einige Bünde, die lassen sich dann auch markieren. Also ich mache das grundsätzlich nur, wenn mich die Leute explizit danach fragen.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich will ja keine, ich will ja nicht irgendwie einen Drama auslösen, wenn das plötzlich irgendein Alternhauswart sieht und dann plötzlich aufs Haus gestürmt kommt und die Küche in ihrem normalen Zustand sieht. Das wäre ja sehr, sehr schnell, sehr, problematisch für die Aktiven.
Korpo Content Lab: Das nennt man dann organisiertes, bzw. eingewilligtes gemeinsames Lügen. Dass man sich erzählt, dass es immer ordentlich ist.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das ist ja... Es ist einmal ordentlich auf dem Haus, die Küche ist nie dreckig. Es ist noch nie Essen im Kühlschrank verschümmelt.
Korpo Content Lab: Nein, noch nie. Was ich auch gut finde bei dir an deiner Seite ist halt, du hast jetzt nicht die drölfte Meme-Page gegründet. Also, was ich finde ja schon cool, mit Praline Shitpost klappt.
Hendrik - AdH-Gourmet: Noch nie, noch nie, niemals.
Korpo Content Lab: Posting Club, der Alexander da auch ein ganz, es war auch Memes, aber einen ganz anderen Ansatz, so ein bisschen mehr, ne? Also über die Leine schlagen und so weiter, ist ja so ein bisschen sein Stil. Das fand ich schon cool, aber bei dir ist halt wirklich ein ganz, ganz neues Video halt entstanden, also wirklich was einzigartiges, was ja wirklich so einen USP halt geschaffen. Wie kam die ursprüngliche Idee denn zu ADH-Gummi wirklich zustande? Wo war der Moment, wo du dir gesagt hast, boah, jetzt mach ich dann eine Instagram-Page auf?
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich setze jetzt einfach mal die Szene. Es war ein wunderschöner Tag im Mai. Es war mittags. Ich war in Tübingen, ADH. Ich war damals schon in Aktiva gerade. es war wie gesagt mittags. Es waren auch sehr viele von uns da. Und wir haben immer so ein kleines Esszimmer, das direkt neben der Küche ist. Wo man dann seine, sag mal, normalen Mahlzeiten einnimmt.
Korpo Content Lab: Mhm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Und wir saßen da gerade in so viert ungefähr in diesem Esszimmer drin, waren da gerade dabei, eben Mittag zu essen und dann kam mein Konleib rein, einer von meinen beiden Konleibs, also ein anderer Leibfuchs von meinem Leibbursch und der Junge ist dafür bekannt, oder der Mann ist dafür bekannt,
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Hm?
Hendrik - AdH-Gourmet: wirklich sehr wilde Kombinationen zusammenzuwerfen und diese dann zu verzehren, hat auch einen Magen aus Panzerstahl gefühlt. Und da kam dann rein mit der allerersten Kombination, die ich dann auf Adi Hagome gepostet habe. Das ist, ich glaube, Leberkäs, Ei, Käse und so eine Tortilla, das ist alles in einer Pfanne und das ist ein bisschen angebraten.
Korpo Content Lab:
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich habe das dann auch beim 1000 Abonnenten Spezial nachgekocht. kann man sich dann anschauen, wie ich das nachkoche. Und der kam dann da rein und wir gucken alles aus. Was ist das? Und dann kam das nächste, der kam dann mit dem Nachtisch rein. Das war der zweite Beitrag, der auf ADH Gourmet gekommen ist. Das war ein Fertig-Quiess-Preis mit Nutella drauf. so aussah als, naja, hätte sich da jemand, es sah wirklich widerwärtig aus. wir sagten uns dann, es ist so was von, es ist jetzt nicht schlecht oder so was, es war jetzt nicht irgendwie verschümmelt oder irgendwas, aber es war halt so eine wilde Kombination und da kam mir der Gedanke, das musst du einfach für die Nachwelt festhalten. Was hab ich gemacht? Ich hab ein
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Bild von den beiden Sachen gemacht und kam dann auf die Idee, komm das kannst du ja auch mal mit der Welt teilen und so ist dann adH Gourmet entstanden. Innerhalb von zehn Minuten habe ich eine neue Instagram-Seite gemacht, das Profilbild, das ich auch immer noch habe hochgeladen und dann begang es.
Korpo Content Lab: Ja, cool.
Korpo Content Lab: Also wenn man sich das Profil über dir anschaut, dann ist das glaube ich so Bohnen-Kartoffelpüree. Also als Kontrast zu dem, wie es wirklich dann ist.
Hendrik - AdH-Gourmet: Jetzt volles englisches Frühstück. Das ist
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, meine, ich hatte dann gesagt, gut, ist denn, was sieht denn so ein bisschen ranzig aus, ist aber ganz gut eigentlich, ach ja, komm, englisches Frühstück. Und dann, so kam das dann zustande.
Korpo Content Lab: Für mich war wichtiger Moment. Ich hab dich ja relativ früh wahrgenommen, nachdem du das gegründet hattest. Da hatte ich Kontakt zu dir aufgenommen. Mir ist in den Folgemonaten aufgefallen, allem, wenn ich bei anderen Verbindungen unterwegs war, dass die über deine Seite gesprochen haben. Dass sofort, ein schmutziger Spot in der Küche war, dass die gesagt haben, das müssen wir ADH-Ankommie schicken. Da hab ich mir gedacht, die Idee zündet wirklich. Was war denn für dich der erste Post, wo du gemerkt hast, dass das so richtig gezündet hat? Also da, du gemerkt hast, okay, jetzt habe ich drei, vier Mal gepostet. Die Leute haben da konstant geliked, es ist Maxim dabei gewesen. Aber was war für dich denn so der Post, wo du gesagt hast, boah, das war ein Paradigmenwechsel?
Hendrik - AdH-Gourmet: fällt jetzt persönlich keinen Post an, der wirklich ein Paradigmenwechsel war. Es war halt immer ein sehr konstantes Wachstum. Es gab da natürlich Sachen, die viraler waren als andere. Also ich erinnere mich da an den Sprottenlümmel zum Beispiel, der, ich 2023 das meist gelagte Bild von mir war. für die, die es nicht gesehen haben, ist einfach eine, es ist ein Gemäß mit normalem Bier drin und da sind dann Sprotten.
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Mhm.
Hendrik - AdH-Gourmet: hineingeworfen worden. kam... Ja, so ähnlich. Es gab auch noch den Surströmming-Lümmel. Das ist eigentlich genau dasselbe, mit einem Surströmming drin statt einer Sprotte oder einer Wurst. Also das sind so eine dieser... Ich meine, es gibt ja so Rundsachen, die immer wieder vorkommen. Das sind irgendwas mit Bier oder die Kategorie, ich bin Corpo, die Welt ist mein Aschenbecher.
Korpo Content Lab: Wie das mit der Wurst, was ihr zuletzt hochgelassen habt.
Korpo Content Lab: Mh.
Korpo Content Lab: Ja.
Hendrik - AdH-Gourmet: auch dass dann irgendwie die Essensreste noch da sind und daneben sind dann die ausgedrückten Kippen vom Vorabend. Das auch so ein Klassiker. Was dann natürlich auch so ein bisschen das ist, was immer sehr, sehr interessant ist, sind diese wirklich wilden Kombinationen oder auch
Korpo Content Lab: Ja?
Korpo Content Lab: Na ja, die... es Linsensuppe mit den &Ms zum Beispiel?
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, so das zum Beispiel. Mein persönlicher Favorit oder das, woran ich mich immer erinnere, ist, das war ein Kotelett, also ein normaler Schweinekotelett, gebraten mit Marmelade und dazu Kartoffeln mit Joghurt. mag, der Quark wäre ja noch das normale, aber man nimmt einfach Joghurt.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das hat mir ein Inaktiver von einem Bund geschickt, der kam auf die Haare und hat das seinen Fuchsenessen gesehen. Was ist das? Also es gibt wirklich diese wilden Kombinationen, auch das, wo ich da auch immer sage, die Leute sind wirklich kreativ darin. Ich weiß nicht, ob es schmeckt, aber diese Leute sind wirklich kreativ.
Korpo Content Lab: Man muss ihn in die Freiheit lassen, da kommt viel zustande. Kurz eine Frage aus der Haltestalks. Mit deinem Mikrofon. Das ist ja wahrscheinlich ein USB-Mikrofon, was du dort hast. Hast du das unten ausgewählt in deiner Leiste? Da hast du so Einstellungsmöglichkeiten in deinem Browser, dass du das Mikrofon ausgewählt hast, weil ich habe das Gefühl, wir sprechen die ganze Zeit über das Onboard-Mikrofon von deinem Laptop.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ne, ich hab das Mikrofon ausgehört. Ich hab nicht das Mikrofon-Array gemacht.
Korpo Content Lab: Hast du dir das Volumen vielleicht mal ein bisschen noch hochgedreht?
Hendrik - AdH-Gourmet: Warte mal.
Korpo Content Lab: Also ich höre auch keine Stoßgeräusche, aber dabei, wenn du die Dinger bewegst, hast du... Ja, jetzt ist es ganz anders.
Hendrik - AdH-Gourmet: Mal gucken. So, ich habe es jetzt nochmal hochgedreht. Ich benutze das Mikrofon heute zum ersten Mal, deswegen...
Korpo Content Lab: Was hast du denn für eine Skala?
Hendrik - AdH-Gourmet: Ähm... Willst dich grad mal gucken?
Korpo Content Lab: Von wann bis wann geht das.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich habe gerade, hier ist eigentlich gar nichts, sehe hier nur den Drehhebel. So.
Korpo Content Lab: Okay, geh nochmal dran und spreche einfach mal. Ja, genau, bisschen leiser machen.
Hendrik - AdH-Gourmet: Jetzt. Test. Perfekt.
Korpo Content Lab: Noch ein bisschen? Ja so ist besser. Jetzt hast du den... Okay. Gut, dann machen wir einfach da weiter mit dem Mikrofon. Du hattest ja jetzt gerade schon so ein paar Unterthemen genannt, aber welche Themen funktionieren denn besonders in deiner Community gut? Also was ist da, wo halt wirklich so der Rage schlägt, wo die Leute das Feuer in den Augen haben und das dann liken?
Hendrik - AdH-Gourmet: Zum einen natürlich die schon erwähnten kreativen Kombinationen. Und das andere, was immer relativ gut ankommt, ist, wenn ich das Pilze Spezial mache, das ist die Sammlungen von Schimmel, die sich so einsammeln. Also ich habe mich dann irgendwann dazu entschieden, das in Reels zu verpacken, einfach weil sonst die halbe Seite nur Schimmelbilder wären und es gibt auch gewisse Leute, die das geschrieben haben.
Korpo Content Lab: Hm?
Hendrik - AdH-Gourmet: nicht schon wieder Stimmelfilter, das ist übelst widerlich. Und damit die Leute das quasi wegschalten können, mache ich da immer so bisschen ein Einführungsbild, damit sie schon wissen, gut, wenn ich jetzt keine Pilze sehen möchte, dann muss ich jetzt keine Pilze sehen. Aber da freuen sich immer die Leute sehr darüber, habe ich das Gefühl. Ich muss auch mal wieder eins machen, tatsächlich. Ich habe bin da jetzt in der letzten Zeit leider nicht zugekommen.
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Edelpilz.
Korpo Content Lab: Welche Insiders funktionieren denn bei dir so humoristisch so am stärksten und warum? Also klar, haben jetzt heute über den Schimmel geredet, siehst du langsam, sagen wir mal, so ein Schema, dass du die Sprache deines Publikums erkennst.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich meine, ich versuch da ja auch immer mit dem Text ein bisschen was reinzubringen, immer irgendwas Passendes. Ich mein, meistens kommt es dann drauf, die Fuchsia macht Kneippenbiss und das kam dabei heraus. Das ist dann natürlich das Übliche, würde ich sagen, weil es über Kneippenbisse lustig zu machen ist, glaube ich, ein Allgemeinplatz. Aber ... Also es ist immer sehr situationsabhängig, was ich mache. Wenn ich zum Beispiel irgendeine Situation habe und dann eben diese Situation von diesem Bild ist ja nicht nur unbedingt das Essen, da drin ist. Es ist ja auch das, was vielleicht da auch drum rum passiert, dass der Tisch drum rum aussieht, als hätte eine Bombe drauf eingeschlagen. oder ähnliches, sowas zum Beispiel. Und ich versuche das immer sehr situativ zu machen und diese Situation und dieses Gericht dann auch humoristisch zu verarbeiten.
Korpo Content Lab: Mmh.
Korpo Content Lab: Wo siehst du denn die größten Widersprüche oder Absurditäten innerhalb der Corpus-Szene, die gleichzeitig aber auch die besten Bilder für dich liefern?
Hendrik - AdH-Gourmet: Absurdität ist natürlich die Idee, diese Grundidee. haben ja zumindest in Städten wie Tübingen wunderbar große Jugendstilvillen, haben alles sehr hochherrschaftlich, wir haben Rennen im Vollkoller mit Anzug rum und hinter den Kulissen kommt dann das raus. ist eigentlich die Absurdität dahinter. dass es eigentlich nach außen so hochherrschaftlich und glamourös aussieht, was ja dann auch, ich sag mal, Außenstehende dann irgendwie dazu veranlasst zu denken, ja, was ist denn das, diese elitären Seilschaften dort drin, was natürlich auch stimmt. Wir sind ja Seilschaften im besten Sinne. Aber dann dahinter den Kulissen, die durchschnittlichen aktiven Küchen und was die Leute sich da zusammenbrauen. was halt eben dieses klassische Junggesellenessen ist.
Korpo Content Lab: Ja, definitiv. ist schon Gefälle, was dahinter steht auf jeden Fall. Man sieht halt auch, dass ADH auch nur mit Schmutzwassergeweih... Wassergeweih gekocht wird. Das ist halt auch schön. Das ist ja auch wieder so, das sind ja die... Das ist ja das authentische Verbindungsleben, was man dann relativ schnell ja auch kennenlernt, jenseits der Veranstaltungen, wo... Kumen, Kleiderkumen, etc., pp. ganz wichtig sind. Und... man das wahre Seben halt sieht. Und man sieht, sind einfach nur ganz normale Jungs, die einfach Probleme haben, die Bude ordentlich zu halten, auch ein bisschen überfordert sind. Ich muss ja überlegen, die meisten Verbindungen haben halt nicht nur Häuser, die haben riesige Häuser, die haben industriellen Willen, in denen man plötzlich leben kann. Und das ist viel Arbeit, Ding halt sauber zu halten. Das war bei meiner alten Verbindung auch so. Da haben wir ständig mit dem Heißdampfgerät den Steinboden in der Kneipe gereinigt und das sah ungelogen drei Minuten gut aus und dann sah das wieder aus wie vorher.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, ist, ich die Häuser und deswegen sehen auch Korpo-Kirchen so aus. Es ist eben nicht nur, weil die Leute, es ist Jugendgesellen sind und Jugendgesellen tendieren halt dazu, ein bisschen ranzig zu leben. Was an sich ja auch jetzt nicht das größte Problem ist. Die andere Sache ist halt auch wirklich, man hat riesiges Haus, man wohnt da vielleicht nur ein paar Leuten drin, wenn die Keilarbeit gerade nicht läuft. Man hat vielleicht noch einen riesengroßen Garten davor und dahinter, den man sich kümmern muss. Also eigentlich bräuchte man ja da schon quasi eine Putzkraft und einen Hausmeister, also das, was früher ein Faxenpaar war. Und das gibt es halt heute aus diversen Gründen leider nicht mehr. Also selten, ja.
Korpo Content Lab: Mhm.
Korpo Content Lab: Ein paar gibt es schon, aber es sind halt sehr wohlhabende Verbindungen, die das halt noch nebenbei schneiden.
Hendrik - AdH-Gourmet: Es gibt es relativ selten, aber man merkt schon den Unterschied, ob irgendwo noch externe Dienstleister drin hängen oder ob das die Aktiven selbst den Schuss halten müssen.
Korpo Content Lab: Das erkennt man ja meistens am Gärtner. Oder am Garten halt, in welchem Schuss der halt ist. da die Hortendien wachsen, dann weiß man meistens, okay, die werden wahrscheinlich nicht die Aktiven drum kümmern. Wo siehst du denn die Grö... Wo ziehst du denn persönlich die Grenze zwischen Humor, Satire und Respekt?
Hendrik - AdH-Gourmet: Also ich persönlich halte den halt immer sehr viel vom Humor. Ich denke man kann sehr viel humoristisch verarbeiten. Es gibt natürlich ab einem gewissen Punkt Sachen, wo es dann wirklich ins beleidigende reingehen würde, aber das Problem habe ich eigentlich noch nicht gehabt bei mir. Weil ich meine, es ist Essen. Es gibt glaube ich nichts weniger. Respekt, es gibt, glaube ich, weniger Respektloses als Essen auf der Welt. Deswegen habe ich da das Glück, dass ich mir solche Fragen gar nicht mal so stark stellen muss. Ich muss natürlich manchmal ein bisschen gucken, was man also als Klappentexte drunter schreibt. Es empfiehlt sich auch, solche Klappentexte nicht zu schreiben, wenn man vielleicht bisschen was getrunken Sonst kommt dann irgendwas raus und...
Korpo Content Lab: Mhm.
Korpo Content Lab: Hm?
Hendrik - AdH-Gourmet: und denkt sich dann eben danach, naja gut, das ist jetzt nicht das, was ich darstellen wollte, beziehungsweise das ist dann vielleicht auch ein bisschen zu kantig vielleicht, das sozusagen, aber an sich bin ich bis jetzt immer damit.
Korpo Content Lab: Mmh.
Korpo Content Lab: Gab's den Post, die du später bereut war, gelöscht hast?
Hendrik - AdH-Gourmet: Nee, also das habe ich nie gemacht. Ich halte auch im Zweifelsfall relativ viel hoch. Mein Humor-Verständnis geht sehr, weit. Deswegen hatte ich da jetzt nie das Problem. Aber wie gesagt, war jetzt nie so, dass irgendwas drastisch gewesen wäre.
Korpo Content Lab: das aber auch.
Korpo Content Lab: Ja, das ist doch gut. Ich du hast ja auch ein gutes Themenfeld auf jeden Fall. Was ist denn so deiner Meinung nach, was geht so gar nicht humoristisch in der Corpus-Szene?
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich glaube, es kommt nicht darauf an, was gar nicht humoristisch geht. Es kommt immer nur darauf an, welchen Teil der Korpusszene du hast. Weil du hast natürlich innerhalb der Korpusszene verschiedene Untergruppen, die sich ja auch gar nicht mal so ähnlich sind. Einen Moment bitte.
Korpo Content Lab: Hm?
Hendrik - AdH-Gourmet: Entschuldigung, ich muss kurz hiesen. Das heißt zum Beispiel, es gibt gewisse Witze, da weiß ich, die kommen bei Buchsen an, die kommen vielleicht bei einem CV oder bei einem Wingolfiten nicht an.
Korpo Content Lab: Kein Problem.
Korpo Content Lab: Ja, das ist wahr.
Hendrik - AdH-Gourmet: Und es gibt dann wieder andere Witze, die kommen eben bei der anderen Gruppe an und die findet die eine Gruppe dann peinlich. Aber ich persönlich bei meiner Arbeit bin ich immer zu der Einsicht gelangt, es gibt halt Allgemeinplätze und wenn man mal ein bisschen in die eine oder andere Richtung geht, dann ist das jetzt nicht schlimm in der Regel. Es ist einfach.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Manchmal ist es dann einfach was, was die Leute dann vielleicht mit dem Schulterzocken zur Kenntnis nehmen.
Korpo Content Lab: Wie reagieren denn die verschiedenen Verbindungskratten gerade auf dich? Also du hattest ja gerade schon gesagt, mit CV, mit Bürschenschaften. Wie reagieren die Kurs, die Landsmannschaften, die liberalen Bürschenschaften, die vom anderen Spektrum auf deiner Seite?
Hendrik - AdH-Gourmet: Also ich meine, ich habe ja schon erzählt, ich bekomme ja Einsendungen von allen Seiten. Insofern läuft das eigentlich ganz gut. Also ich weiß, dass ich von CVern wie von DB-Burschenschaften wie von WSC-Corps wie von Landsmannschaften Sachen bekomme. Und die den Content halt auch gut finden dementsprechend, sonst würden sie mir ja nicht folgen.
Korpo Content Lab: Mhm.
Korpo Content Lab: Hm.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Also es ist wirklich ähnlich wie Miems über Bier in so allgemeinen Platz.
Korpo Content Lab: Bei den Puma-alten Herren, die gehen immer... Die gibt's in jedem Bund, glaub ich. Welche Reaktionen haben die? Ich werd' mich so positiv überrascht.
Hendrik - AdH-Gourmet: Also was mich positiv überrascht und auch immer wieder wirklich ist der Fakt, dass so viele Leute das wirklich so gut finden. Als ich adH-Gourmet gegründet habe, hätte ich nicht gedacht, dass das mehr als 50 Leute interessiert und plötzlich hat man 1000 Abonnenten. Das ist schon irre.
Hendrik - AdH-Gourmet: Es ist auch so, dass mich auch immer positiv überrascht, wie gerne die Leute sich auf den Witz der Sache einlassen.
Korpo Content Lab: Mhm. Ja, meine, das ist halt immer gerade die Überraschung, weil wir gehen uns halt natürlich so durch den Koma im direkten Umgang, meistens immer so bisschen stockstief oder distanziert. Es wird nicht so schnell gelacht, aber wenn derjenige alleine ist und du erreichst ja gerade denjenigen, wenn er alleine durch seinen Feed scrollt, das war von selten in der Gruppe, sind die Leute glaube ich auch einfach offener. Und das Schöne ist, je mehr sie lachen, umso positiver verbinden sie deine Seite ja auch. Wie ist das denn so? Hast du jetzt schon Situation gehabt, du bist bummeln gewesen und dann hast du gesagt, bin der Typ von ADH-Komö und alle waren happy oder?
Hendrik - AdH-Gourmet: gar nicht mal so oft. Ich es gibt natürlich die Leute, wissen, wer ich bin. Es gibt ja auch die Leute, meine ersten Follower waren die Leute aus meinem persönlichen Umfeld. Aber es sind auch sehr viele, es ist manchmal schon vorgekommen, dass ich dann Leute getroffen habe und die dann plötzlich wussten, wer ich bin. Das war schon interessant, vor allem nach dem 1000 Abonnenten.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Spezial, wo ich ja dann tatsächlich auch das erste Mal mit Stimme und Gesicht aufgetreten bin.
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Ja, ist so ein schöner Effekt auf jeden Fall. wenn man dann erkannt wird, lustig ist, wenn du halt so einen Podcast dann machst wie ich und dann bist du in irgendeiner weirden Stadt unterwegs und du wirst dann von irgendwelchen widfremden Corpus auf eine Aussage, die du in einem Nebensatz getätigt hast, aus deiner Biografie drauf angesprochen. Das ist dann so ein Fight Club-strichstriche Tyler Durden-Moment, wo man sich dann auch...
Hendrik - AdH-Gourmet: Also... Ja, ich finde es ganz interessant, aber bis jetzt ist es da nicht mal so extrem gewesen. Also auf der Straße wurde ich noch nicht erkannt, muss ich sagen.
Korpo Content Lab: Warum glaubst du denn, gerade, sagen wir mal so, ein Social Media Output, der ja jetzt gerade in der Verbindung losgeht, also ich finde wir haben ja jetzt gerade fast schon so eine Verbindungsrenaissance, weil sehr, sehr viele Binde ja anfangen zu produzieren. Du bist mit deiner Seite da, es gibt noch andere große Seiten. Warum funktionieren die so stark als Identitätsmarker und gerade in so Nischen wie der Verbindungswelt?
Hendrik - AdH-Gourmet: Glaube, Nische ist da auch das richtige Wort, das zu beschreiben, weil wir sind natürlich eine zum gewissen Grad abgeschlossene Szene. Also weil man merkt es auch immer, wenn man irgendwo ist und man trifft einen anderen Corpo, dann ist es immer, ein anderer Corpo wunderbar. Dann bildet sich auch dann meistens die Corpo-Ecke, dann, wenn es drei, vier Mann sind, die drei, vier Mann in der Ecke stehen und über Corpozeug labern.
Korpo Content Lab: Mmh.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das heißt, ist eine Szene, die natürlich ein sehr großes Identifikationspotenzial hat, weil ansonsten würde auch der Lebensmodell funktionieren. Und gleichzeitig sind wir halt auf die studentische Bevölkerung gesehen so wenige Leute, dass wir halt ein relativ starkes Innengruppengefühl haben, wenn man dann mal wirklich jemanden trifft.
Korpo Content Lab: Mhm.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Und da ist es tatsächlich dann meiner Erfahrung nach auch egal, ob das ein CVer ist oder ein anderer Bürschenschafter, weil außerhalb der Korpopobleise bist du meistens alleine.
Korpo Content Lab: Hm.
Korpo Content Lab: Ja, ist ja auch so. Also im Berufsleben. habe so selten, also ich bin ja halt wie gesagt ja in der Personaldienstleistung ja tätig und ich hatte ganz selten die Situation, dass ich irgendwelche Kandidaten hatte, wo ich gesehen habe, der ist mit drei weiteren Weinheimern zum Beispiel connected. dann weißt du, dass die Wahrscheinlichkeit extrem hoch ist, dass der ein Kooperierte ist, aber es ist so selten. Also ich hab auch mit 99 % aller Leute, mit denen ich zu tun hab im Berufsleben, sind keine Kooperierten halt mit dabei und du freust dich dann, wenn du sie siehst und äh...
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, das ist es.
Korpo Content Lab: ist das direkt verbunden. Ein Gast sagte ja auch mal in relativ frühen Sendung, das ist halt so, wenn du rausfindest, dass der Helmut in der Buchhaltung beim Wingolf ist, dann hast du diesen Effekt, den du ja gesagt hast, es ist ja egal wo der aktiv ist, ist halt ein Kooperierter und da hast schon mit ihm mehr gemeinsam als mit vielen anderen Mitarbeitern oder Kollegen.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, und ich meine, ist auch so, dass es gerade auch darauf ankommt, wo du wohnst. Ich meine, ich wohne jetzt in Sachsen zum Beispiel. Hier ist natürlich der korporierten Anteil noch mal ein Stückchen geringer, weil die Bünde nicht so etabliert sind, als er jetzt in Baden-Württemberg oder Bayern wäre.
Korpo Content Lab: Hm.
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Wie sieht denn so dein persönlicher Workflow aus? Ist das alles so spontan oder hast du schon mittlerweile so einen Redaktionsplan, nach dem du vorgehst?
Hendrik - AdH-Gourmet: Also ich versuche dreimal die Woche hochzuladen. heißt, meine Zieltage sind dann immer Mittwoch, Freitag und Sonntag.
Korpo Content Lab: Warum die Tage?
Hendrik - AdH-Gourmet: hat sich so ergeben, muss ich ehrlich sagen, weil zum einen natürlich Sonntag hat man meistens Zeit, Freitagabend ist dann auch immer noch so eine gute Zeit, weil viele Leute dann online sind und Mittwoch einfach damit nur was in der Woche noch hat.
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Also, die Erfahrung habe ich auch gemacht, du zum Beispiel etwas hast, so viral einen Charakter hat, wo du denkst, das könnte das Publikum halt triggern, sodass der Algorithmus anschlägt. Das ist immer sonntags abends um 19, 20 Uhr, weil die meisten Leute da auf dem Sofa sind, noch einmal Energie tanken, bevor es dann in den Montag zurückgeht. Und da kannst du richtig viele Leute halt auch erreichen. Also, es ist so einer der besten Spots der Woche.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das ist richtig und besonders, weil die Leute dann eben auch nichts anderes zu tun haben, als auf den sozialen Medien zu sein häufig. Weil Samstagabends ist man dann meistens vielleicht draußen unterwegs oder man hat Kneipe. Aber sonntags ist halt dieser Tag, ja, man muss nächsten Tag wieder arbeiten oder in die Uni. Im Regelfall sagen wir es mal so.
Korpo Content Lab: Mmh.
Hendrik - AdH-Gourmet: Allora.
Korpo Content Lab: Oder man erzählt sein Umfeld, dass man Montag zurückgehen muss und dann ist man Wirklichkeit den ganzen Tag in der Bibliothek bis 17 Uhr.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, natürlich. Natürlich, ist immer, immer besitzt worden. Man ist auch immer produktiv in der Bibliothek, habe ich gehört.
Korpo Content Lab: Ich meine gar nicht, dass du noch nicht mal studierst oder arbeiten gehst, dass du einfach in die Bibliothek gehst, in deinem Umfeld erzählst, so sei es jetzt auf der Arbeit oder in der Uni und dann gehst du wieder nach Hause.
Hendrik - AdH-Gourmet: Mhm. Ich meine, ich habe das selbst noch nie gemacht. Aber es mag Leute geben, die simulieren dann ihr Studium.
Korpo Content Lab: Das war jetzt eher nur Spaß.
Korpo Content Lab: Ja, das hab ich euch ja auch noch erlebt.
Hendrik - AdH-Gourmet: Es gibt manche solche Leute, Aber zurück zum Plan. Also ich versuche eben diese drei Mal die Woche hochzuladen. Und was ich mache, ist, gehe tatsächlich die Einsendung nach Datum der Einsendung einfach durch. Von vorne nach hinten. Weil sonst würde ich ehrlich gesagt einfach durcheinander kommen. Bei der Menge, die ich habe inzwischen. Und ich möchte ja auch versuchen, dass es
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Mmh.
Hendrik - AdH-Gourmet: halbwegs zeitig kommt. Es gibt dann natürlich immer eine gewisse Zeitverzögerung, die auch mal relativ lang sein kann. Ich versuche das dann aber natürlich auch zeitig irgendwie durchzubekommen, weil man möchte ja auch den Leuten die Freude machen, dass sie ihren Beitrag dann sehen.
Korpo Content Lab: Ja klar, ist ja auch ein schönes Erlebnis. Das baut Loyalität halt auch zu deinem Publikum halt auch auf, wenn du deren Sachen postest.
Korpo Content Lab: Trink ruhig, das ist kein Thema.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, alles gut, ich bin ja noch bisschen erkältet, deswegen.
Korpo Content Lab: Wie wird sich denn die digitale Seite der Verbindungs-Szene aus deiner Sicht so jetzt weiterentwickeln?
Hendrik - AdH-Gourmet: Es ist ganz interessant, wir sind jetzt gerade an einem Schwellenpunkt angekommen, meiner Ansicht nach. zwar, Bünde müssen jetzt entweder anfangen, soziale Medienarbeit zu machen, uns richtig zu machen, oder man dümpelt irgendwie rum. Das ist dasselbe wie, machen wir uns eine Website, machen wir uns einen Wikipedia-Artikel.
Korpo Content Lab: Ja, die Diskussion 2009, 2010. Da schreiben andere über uns Sachen rein.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, das ist dann, was darf man überhaupt irgendwas öffentlich posten? Ich meine, diese grundsätzliche Idee, überhaupt Social Media anzuschaffen, das wurde ja dann eher in den 2010ern gemacht, meines Erachtens nach. Ich muss sagen, da war ich noch nicht ganz aktiv. Aber ich kann es mir sehr gut vorstellen. Die gleichzeitig ist die
Korpo Content Lab: Mmh.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich zeige euch das eben so, dass es eben nicht mehr reicht, Instagram irgendwie ein Bild von einer Kneipe hochzuladen. Alle drei Monate.
Korpo Content Lab: Das ist das, was viele falsch machen. Die nutzen Instagram falsch. Die gehen halt hin und dokumentieren ziemlich beziehungslos zum Publikum ihr aktiven Leben und wundern sich, dass es nicht funktioniert.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, ich meine, ist ja dann auch meistens immer nur das Semesterprogramm quasi und im Semesterprogramm dann immer nur die, ich sag mal, Highlights, in Anführungszeichen. An sich ist das natürlich intuitiv. Aber wie gesagt, ich meine, es war natürlich für viele Aktivitate sicherlich ein Kampf, diese sozialen Medienaccounts überhaupt zu bekommen, weil ja dann auch wahrscheinlich viele alte Herren gesagt haben, braucht man das wirklich, hilft uns das.
Korpo Content Lab: Mmh.
Hendrik - AdH-Gourmet: Macht man da nicht vielleicht irgendwas falsch? Wie muss man das regulieren? Und so weiter. Und da sind wir jetzt eigentlich schon mal drüber, weil sich Social Media ja auch weiterentwickelt. Und jetzt reicht es halt nicht mehr, einfach nur präsent zu sein. Man muss auch wirklich sinnvoll und mit einem Prinzip eine Profilierung betreiben.
Korpo Content Lab: Mhm.
Korpo Content Lab: Ja.
Korpo Content Lab: Ja, also wie gesagt, es ist ja nicht mehr die Profilierung, es ist ja auch ein Tool, man halt auch ja Füchse ziehen kann. Das sehen ja leider viele Bünde nicht. Es hat meinem Bund ja das Leben gerettet, weil wir zu Corona-Zeiten bzw. in der Endphase angefangen haben, dieses Social-Media-Kallen zu betreiben, wo wir halt wirklich zielgruppenorientiert mit unserem Alleinstellungsmerkmal versucht haben, Leute zu ziehen. Also wenn ich mir die heutigen ersten Posts angucke, muss ich sagen, okay, das war noch Beginnerarbeit. Aber jetzt ist es halt so, wir haben zum Beispiel im Oktober 205.000 Views Reichweite hingekriegt mit unserem Verbindungsaccount, wovon 20 % durch bezahlte Werbung erreicht worden ist von der Reichweite. Die restlichen 80%, also die 160.000 Views haben wir alleine durch unseren Content gekriegt, der Organischheit ist. Und da haben wir jetzt fünf Keilgäste halt auch durchgezogen. Und das ist halt dieses Potenzial, was wir Verbedungenheit brauchen, weil wir sind nicht mehr so mannstark, wie das in der Phase nach dem Ersten Weltkrieg war, wo Aktivitates von 80, 90 Mann entstanden sind, wo man Kneipen ohne alte Herren feiern musste, weil es keinen Platz gab, adH und dementsprechend die Attraktivität halt wieder zu erhöhen. Und das Tolle ist ja halt auch, Wenn wir anfangen, über uns zu reden und uns zu filmen und zu zeigen und auch präsent sind, kann sich das Gegenüber eine eigene Meinung bilden. Sonst hast du ja diese ganzen Gatekeeper, die in letzten Jahrzehnten versucht haben, die Verbindungs-Szene durch einen gewissen Narrativ, den sie da aufrecht erhalten, als eine ewiggestrige, reaktionäre, rechtsextreme Sektengruppierung ist von Leuten, die auf dem Schulhof schon keine Freunde hatten und sich jetzt irgendwie in der Verbindung tummeln. Dass wir halt zeigen können, das ist nicht der Fall. Wir sind ziemlich potente Leute, wir können ordentlich was reißen und schau dir das mal an. Hier hast du die beste Zeit deines Lebens.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich meine, geht auch weniger die Attraktivität erhöhen, es geht eher darum, das zu kommunizieren. Also ich kann das aus meiner eigenen Erfahrung sagen, als ich aktiv geworden bin. Ich hatte nicht wirklich viel Ahnung, was eine Verbindung macht, was eine Burschenschaft ist, also wusste ich schon. Ich wusste auch so ungefähr so paar Sachen, aber ich hatte nicht wirklich viel Ahnung. Und ich habe mir diese Sache angeschaut. Und ich hab dann als Keilgast, ich war dann auch relativ schnell Fuchs, gemerkt, ist eigentlich richtig geil. Das ist wirklich richtig geil. Wenn du Student bist, du kommst irgendwo hin. Ich meine, dass die Grundidee von der Verbindung ist, du bist in der Uni statt, wohnst du vorher, in den meisten Fällen zumindest nicht. Du kommst irgendwo anders hin.
Korpo Content Lab: Hm.
Korpo Content Lab: Mhm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Du kennst niemanden und du bekommst das volle Programm geliefert. Du bekommst einen Freundeskreis geliefert und wirklich einen guten Freundeskreis geliefert in meisten Fällen. meine, man in einem Bund landet, wo man mit den Leuten wirklich gut zusammenpasst. Man bekommt ein Haus und zwar nicht irgendein Haus, sondern in vielen Fällen ein richtig gutes Haus. bekommt Aktivitäten, es wird einem auch sehr viel beigebracht, über so Sachen wie Kleidung zum Beispiel, über Verhaltensweisen. Man lernt sehr, viele Leute kennen, man hat ein Netzwerk, das komplett über Deutschland und darüber hinaus existiert. meine, alleine die Idee, dass man in, was weiß ich, Österreich oder in irgendeiner anderen Stadt in Deutschland bummeln gehen kann einfach, oder da irgendwelche Anlaufpunkte finden kann.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: über Dachverband oder sonst irgendwas. Das ist krass. Das ist wirklich viel, was einem dort geboten wird. Und die einzige Art, wie das nicht unheimlich viel Nachfrage haben kann, ist, wenn man entweder nicht darüber Bescheid weiß oder wenn die Bündel es nicht schaffen, diesen Lebensstil zu transportieren.
Korpo Content Lab: Mhm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das sind die zwei Sachen. Weil ansonsten, wenn man die Leute mal hat und die Leute mal sehen, was es eigentlich heißt, corpo zu sein, dann werden die meisten jungen Männer sagen, das ist richtig cool, das will ich auf jeden Fall machen. Und die werden dann auch aktiv, weil es ist ja auch von Studenten für Studenten erschaffen worden.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das Verbindungswesen ist ja auch einfach, man nimmt eine Horde Studenten, wirft sie zusammen und gibt ihnen 200 Jahre und sagt, macht das Beste daraus und das ist dann das, was daraus entsteht.
Korpo Content Lab: Ja, es ist halt der lebensbunde, der da ganz krass am Mittelpunkt steht, wo du ein Teil davon werden kannst. Es ist auch das Schöne, wenn du das überlegst, wir Menschen haben ja so die Tendenz, wir sind soziale Wesen, wir bauen uns aber eine nicht artgerechte Umgebung halt auf. Also, also wie wir heute leben, ist ja nicht wie wir biologisch gemacht worden sind von der Natur. Und das merken ja auch viele, sagen wir mal, in ihrer Psyche, dass sie halt krank werden, in der Universität vereinsamen, psychische Probleme dadurch halt entwickeln.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja.
Korpo Content Lab: Das hast du in Verbindungsbereichen in dem Punkt nicht so, weil du halt diese stabile auf Werten und Regeln basierende Gemeinschaft bekommst, in die du dich integrierst. Wenn du in die Verbindung reingehst, ist es der seltenste Fall, dass die sagen, du bist so geil, du bist jetzt heute unser Alternvorsitzender direkt sofort, sondern du fängst als Kallgast an, dann bist du Spähfuchs, dann bist du aktiv gemacht und dann bist du erstmal ganz hinten in der Kette. Und dann gehst du deinen Weg und verdienst dir deine Meriten innerhalb der Gemeinschaft. holst dir den Respekt. Das kann ja auf verschiedenster Art und Weise sein. Das kann jemand sein, der sein Studium packt, halt auch, sagen wir mal, erlebnisorientiert in der Verbindungsszene unterwegs ist, aber beides kombinieren kann. Leute, die halt ihren Verpflichtungen nachkommen, entschlagen Verbindungen, halt Dimensuren, sagen wir mal, im Pflichtbereich und dann darüber hinaus. Das sind so Punkte. Die hast du im normalen Leben nicht. Du kannst relativ ehrlich im Verbindungswesen sein. Du kannst die Leute ja auch durch unsere Kultur anknattern und anpaulen, wenn es sein muss. Du hast da nicht direkt irgendeine Klage an der Backe. Wenn du dann später im Berufsleben bist und du hast da einen nicht kooperierten Chef, mach das zweimal, dann war auch die Reise in dem Unternehmen dann auch relativ wahrscheinlich vorbei.
Hendrik - AdH-Gourmet: Herr Abteilungsleiter, können Sie überhaupt saufen? Das ist dann komplett nicht gut.
Korpo Content Lab: Genau. Haben Sie überhaupt Ehre? Haben Sie überhaupt Abitur?
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, das stimmt schon. ich meine, das eine ist natürlich auch diese Idee eines Männerbundes. Das hast du ja heutzutage sehr, sehr selten nur noch. Weil die meisten, also das ist wirklich eine sehr eng zusammenhängende Gruppe von Männern im gleichen Alter ist, die jetzt nicht unbedingt verwandt sind. Das kennen die meisten Leute heutzutage nicht mehr. Und da gibt es natürlich auch eine
Korpo Content Lab: Hm.
Korpo Content Lab: Mmh.
Hendrik - AdH-Gourmet: ganz andere soziale Entwicklung, die man dann nimmt. Aber zu dieser Idee von Vereinsamung, da kenne ich sogar eine Geschichte. Ich bin ja während Corona aktiv geworden tatsächlich und war dann halt fuchs. Man hatte das Haus, das ist natürlich damals super gewesen. Und ich hatte da mal eine Sprechstunde bei einer Professorin von mir und sie hat
Korpo Content Lab: Hm?
Hendrik - AdH-Gourmet: Sie hat dann immer die Leute noch gefragt, wie es ihnen geht, weil die meisten Studenten ging es damals nicht besonders gut. Gerade war ich verheinsam und Also mir ging es... Und ich sagte, ja gut, mir geht es best. sie sagt, das freut mich, das habe ich wirklich selten momentan. Also darüber... Also ich bin auch der Meinung, dass viele Leute deutlich schlechter über ihre Zeit gekommen wären, wenn sie nicht aktiv gewesen wären.
Korpo Content Lab: Hm.
Korpo Content Lab: Mmh.
Korpo Content Lab: Ja, es ist halt auch krisensicher, Umfeld, das Miteinander. Ich meine, wie willst das denn in der Fachschaft finden? Wie willst du das im Studentenwohnheim finden, wo die Nachbarn relativ häufig wechseln? Du hast keine Garantie, dass die Kulmonitoren, die du kennenlernst, über das dritte Semester hinaus, wie in einem Klassenverbund mit dir durchgehen. Es war auch für mich eine interessante Erfahrung. Das war so die Deutsche aus dem ersten, zweiten Semester, die habe ich jeden Tag gesehen damals. war so ein bisschen so ein Beginn der Gegenpol, halt auch zur Verbindung zu werden, weil du die immer gesehen hattest. Und dann schwupp waren die ab dem dritten Semester, wegen den Spezialisierungen waren die weg. Und du hast die dann hier vereinzelt noch da und da gesehen. Man hat sich natürlich gut verstanden und gefreut und auch da nochmal gequatscht, wenn man sich über den Weg gelaufen ist. Aber du hast diese Gemeinschaft nicht und das hast du halt nicht. Wenn du in der Verbindung halt bist, hast du diese Probleme nicht. Schön ist auch gerade mit unseren Pages, die wir ja haben, dass wir da nochmal dieses Identifikationsgefühl, glaube ich, noch mal massiv verstärken.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das ist richtig, aber man muss auch einen ganz wichtigen Vorteil noch rausheben der Korpusszene. Es sind Leute, mit denen du etwas gemein hast. Weil die Verbindungsszene, jede Verbindung oder jede Verbindungsart hat ja ein verbindendes Element, dass die Leute miteinander teilen, sonst wären sie nicht da. Das heißt zum Beispiel bei Wirtschaften ist es natürlich Deutschland.
Korpo Content Lab: Hm?
Korpo Content Lab: Hm, hat's nicht.
Hendrik - AdH-Gourmet: Wir finden Deutschland sehr schön und sehr gut. Sag das mal in der Uni, gerade in der geisteswissenschaftlichen Fakultät. Das ist die Sache. Ich bin unter anderem auch Geschichte studiert. Mach das mal in der Fachschaft, in der Universität wie Tübingen oder Marburg. Da hast du dann schnell gar keine Freunde mehr oder wenige.
Korpo Content Lab: Hm? Ja. Da komm ich ja her, ich hab ja Geschichte studiert, das war so.
Korpo Content Lab: Ich würde mich gerne für eine Männerquote einsetzen.
Hendrik - AdH-Gourmet: Die Männerquote gibt es aber, reden wir jetzt nicht drüber, was dann dabei rauskommt.
Korpo Content Lab: Das war jetzt nur so ein Schwarz-Zum, die halt direkt so triggern im Gespräch, dass man dann sagt, ja, ich möchte gerne ein Männerreferat und eine Männerquote einführen in Vorstandsposition.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, das ist es.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich meine, wenn man sich selbst nicht gendert, kommen dann auch die wildesten Sachen raus, habe ich gehört, aber genug davon. Das heißt, so was zum Beispiel, zum Beispiel, wenn du im CV bist, dann sind ja alle katholisch mit dir zusammen. Das hast du eben an den Universitäten heute auch nicht unbedingt. Zumindest hast du dann irgendwie ein verbindendes Element und
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das wird dann natürlich auch dem Gewissen gerade gepflegt. durch burschenschaftliche Abende zum Beispiel. Ich weiß nicht, ich denke mir, hier die Bibelkreise beim Wingolf zum Beispiel. Ich meine, das ist auch eine gemeinsame Aktivität. Wie ernst das die Aktiven daneben, ist natürlich eine andere Frage in den einzelnen Fällen. es ist, zumindest ist man kultiviert sich ein gemeinsames Merkmal herum und das schafft dann auch Verbundenheit.
Korpo Content Lab: Hm.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Und dasselbe Fach zu studieren ist nicht dasselbe.
Korpo Content Lab: Ja.
Korpo Content Lab: Definitiv nicht. Das sind ja auch die Extremsituationen, die wir auch noch erleben. Die schweißen halt auch noch mal zusammen und die hast du in einem Muggelfreundespreis oder Muggelkumpeliton-Umfeld nicht. Da wird vielleicht mal Party gemacht und dann trinkt der Eile mal bisschen zu viel. Aber halt diese Extremsituation hast du halt nicht irgendwie, sagen wir mal so in einer privaten Clique. Wo das vielleicht einmal im Jahr auftaucht, hast halt bei uns jede Woche am Anfang.
Hendrik - AdH-Gourmet: K?
Korpo Content Lab: Und das schweißt halt die Leute zusammen. hast diese Gruppendynamik, diese Identität. Das ja auch so dieser psychologische Effekt alleine von unseren Farben, wie viel das ausmacht. Das ist so, wenn man in einer riesengroßen Menge jemanden sieht mit anderen Farben und einer Mütze, dann geht das Herz auf. Wenn du umgeben bist von einer großen Menge von Leuten im Couleur, dann geht schon die Distinguierung an. Wer hat meine Farben an? Wer gehört zu meiner In-Group? Wer gehört nicht dazu? Und das ist halt auch wirklich einfach ein schönes Erlebnis, was wir da haben.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, meine, ist Gemeinsamkeit und Gemeinsamkeit schafft dann halt auch Verbundenheit nach innen. Aber man muss auch ganz klar sagen, ich meine auch dieses Erleben, das ist auch so eine Geschichte. Ich meine, man denke sich die durchschnittliche Couleur vor.
Korpo Content Lab: Hm.
Hendrik - AdH-Gourmet: Das hat kein Muggel jemals erlebt. jetzt Muggel in Bezug auf nicht korporierte, wobei ich den Begriff eigentlich gar nicht mal schlecht finde persönlich.
Korpo Content Lab: nicht kooperieren.
Korpo Content Lab: Früher war ja Fink, als ich noch aktiver war, man Fink gesagt, dann kann man irgendwann Muggel und das passt halt. Die zaubern halt nicht so viel wie wir, die haben halt keine Magie.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, ich meine, wir sind halt auch in unserer kleinen, abgeschlossenen Welt. Wir haben eine ganz eigene Sprache. Ich man stelle sich vor, da steht quasi ein Externer nebendran und es reden zwei Korpus miteinander. Am besten ich und ein Waffenbruder reden übers Fechten miteinander. Da steht irgendein Externer nebendran, die verstehen nur Bahnhof. Das ist Wahnsinn. Es ist auch, also, dieses ganze Fachvokabular.
Korpo Content Lab: Ich verstehe es sogar nicht.
Hendrik - AdH-Gourmet: Die gucken dich an und man erkennt die Leute ja auch an dem Vokabular. Also es gab auch schon durchaus Situationen, wo ich Leute nicht mal, weil die es vorhatten, sondern einfach weil die Corpo sprech und in ihrer Sprache so integriert hatten und natürlich auch in ihrem Kleidungsstil so integriert hatten, einfach daran erkannt habe, dann rübergegangen bin, verzeihen Sie welcher Bund? Und es war dann natürlich irgendwas. Also das ist schon etwas dieses gemeinsame Zeichen, diese Corpo-Sprache, das ist auch so eine Geschichte, das hebt uns halt ab und es schafft auch so eine gewisse gerade Verbundenheit und man erkennt sich dadurch.
Korpo Content Lab: Ja, absolut. Der Humor ist da schon ein ganz wichtiger Punkt. Lass uns mal langsam zum Ende kommen. Welche Botschaft würdest du der gesamten Verbindungswelt geben, wenn du nur einen Satz hättest?
Hendrik - AdH-Gourmet: Ich meine, in der Rolle des Adi Hagome würde ich tatsächlich sagen, Leute lernen kochen, das Ding ist, dann hätte ich halt nichts mehr zu tun bei Adi Hagome. Deswegen ist es ein bisschen Schweid, zweischneidiges Schwert. Was ich jetzt als Privatperson sagen würde, als Privatkoppo, ist, scheut euch nicht, euch zu eurem Bund zu bekennen. Scheut euch nicht davor, euch zum Verbindungslesen zu bekennen.
Korpo Content Lab: Mhm.
Hendrik - AdH-Gourmet: weil da häufig diese Idee, diese Interaktion mit dem Äußeren, relativ viel, naja, ein bisschen Scheuheit geprägt ist von wegen, ja gut, was reagiert jetzt der Gegenüber darauf, dass ich bei diesem Bund bin mit der großen Villa und den lustigen Bändern, vor denen der Aster immer warnt. Das ist eben die Sache, aber man sollte sich da wirklich nicht scheuen und man sollte da vielleicht auch bisschen stumpf sein, ist das an.
Korpo Content Lab: Ja, mehr stumpf sein, das ist ein guter Aufruf.
Hendrik - AdH-Gourmet: Ja, Stumpfheit für die deutsche Landtage, Ne, schneid...
Korpo Content Lab: Okay, Hendrik, danke für deine Zeit. Es war sehr spannend mit dir über deine Seite adhgobby zu sprechen. Ich bin froh, dass das endlich stattgefunden hat, unser Interview. haben das ja schon so lange geplant. Ihr da draußen, geht mal wieder bummeln in anderen Küchen, auf anderen Häusern, das ist auch schön. Bis dahin, macht's mal gut. Ciao!
Hendrik - AdH-Gourmet: Ciao!
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