Episode 98 (Sondersendung): Prof. Dr. Holger Zinn - Die Geschichte der Turnerschaften

Shownotes

Turnen war mehr als Sport – es war Freiheitsdrang, Charakterbildung und Patriotismus. Gemeinsam mit Prof. Dr. Holger Zinn beleuchten wir die Geschichte der Turnerschaften: von der Hasenheide über Coburg bis Bad Blankenburg. Welche Rolle spielten sie im Kaiserreich, in Revolution und im Kooperationsstudententum? Eine packende Zeitreise für alle Korporierten.
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Transkript anzeigen

Korpo Content Lab: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Lammalümmel, der Corporatalk. Mein Name ist Jan und ich bin euer Raust. Heute haben wir zum zweiten Mal Prof. Dr. Holger Zinn zu Besuch. Wir haben das erste Mal schon die Sendung über die Geschichte der Landsmannschaften aufgenommen. Und heute haben wir uns zusammengefunden, weil wir die Geschichte der Turnerschaften aufnehmen, von der lieber Holger ja auch ein Fachmann ist. Holger selber ist alter Herr der Landsmannschaft Katja zu Marburg und ein Kenner der Verbindungsgeschichte im Kontext des Coburger Konvenz. ist Leiter des Archivs des Coburger Konvenz und bewahrt und erforscht dort die Geschichte der Landsmannschaften und Turnerschaften mit großer Leidenschaft. Und neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er Mitherausgeber der Historie Akademiker und aktives Mitglied in mehreren studentengeschichtlichen Vereinen. Und dort hat er, wie wir schon in der ersten Sendung ja auch gesagt haben, schon eine beachtliche Menge an Veröffentlichungen publiziert. Sein Verwissen verbindet akademische Tiefe mit gelebter Verbindungstradition und macht ihn wieder mal zu einem idealen Geschlechtspartner für diese Folge und dieses Thema. Lieber Holger, danke, dass du wieder Zeit gefunden hast, teilzunehmen und über die Geschichte der Turnerschaft heute zu sprechen.

Holger Zinn: Danke, dass ich wiederkommen durfte. Der CC hat zwei Wurzeln. Einmal die Landsmannschaften, einmal die Turnerschaften. Und das sollten beide gleichberechtigt sein. Das finde ich ganz wichtig. Die sind auch gleichberechtigt bei uns im CC. Das ist immer so eine Sache. Jeder hat so seinen Schwerpunkt. Klar, wenn ich Landsmannschaft bin, dann sind es eher die Landsmannschaften, wenn ich Turnerschafter bin.

Korpo Content Lab: Sehr gerne.

Holger Zinn: dann sind es eher die Turnerschaften, die mich interessieren. Mich muss sozusagen als Archivar von Berufswegen beides interessieren und das ist auch gut so. da bin ich froh drum. Man muss aber sagen, die Forschungsinteressen bei unserem Verband sind eher auf der landsmannschaftlichen Seite. Turnerschaftergeschichte ist bis auf Einzelpersonen eher ein Randthema. Es liegt auch daran, dass das Archiv der Turner nicht so gut ist, aber da kriegt man jetzt neue Bestände rein demnächst und da freue ich mich schon drauf, denn da kann man das Bild der Turner noch mal bisschen besser nachzeichnen.

Korpo Content Lab: Das stimmt, das hatte ich im Vorfeld zur Recherche dieser Sendung auch gemerkt. Die Quellenlage war wesentlich geringer und das war schwieriger, da auch einen roten Faden zu finden im Kontext dieser Geschichte. Aber dann lassen wir uns doch einfach mal reinspringen und wir schauen, dass wir mal das Ganze auffangen.

Holger Zinn: Das ist jetzt meine Sache gewesen. Lass uns einen roten Faden finden.

Korpo Content Lab: machen wir. Dann lass uns mal direkt starten. Stell dir vor, es ist das Jahr 1811 auf der Hasenheide in Berlin. Eine Gruppe junger Männer treffen sich auf diesem freien Feld, barfuß in weißen Hosen. Sie klettern, sie springen, sie ringen und sie tun das nicht einfach nur zum Spaß. Was glaubst du, was diese Männer antreibt oder antrieb?

Holger Zinn: Naja, heute würde man sagen, die machen irgendwas Fitness. Die versuchen, sich fit zu halten. War damals nicht so Sport. das, was der sogenannte Turnvater jahm, ich finde Turnvater, ist der Begriff, da sträuben sich bei mir die nackten Haare. Weiß nicht warum, aber das ist so. Der hat eher andere Werte gehabt. Also klar, den Körper stellen, den Charakter bilden. und so etwas wie Vaterlandsliebe entwickeln. Das gehörte so als Dreiklang zusammen. Das Turnen oder der Sport, mal neutral gesagt, das war für junge Leute, würde man vielleicht damals gesagt haben, eine patriotische Pflicht, sich fit zu halten, sich auch bereit zu halten für Dinge, die da kommen mögen. Gut, das muss jetzt nicht unbedingt der militärische Einsatz sein. Das kann aber auch der Kampf für Freiheit sein. Das kann auch der Kampf gegen die Obrigkeit sein. war diese ganze Bewegung jetzt nicht unbedingt ein Lieblingskind von Polizei und Obrigkeit. Also das ist eine gesellschaftliche Bewegung, gesellschaftliche, wie soll man sagen, eine Tendenz, die sich durch alle

Korpo Content Lab: Mhm.

Korpo Content Lab: Yes.

Holger Zinn: Schichten gezogen hat. Es gibt Arbeiter-Turnvereine, gibt akademische Turnvereine. Das Spektrum geht einmal quer durch. Das ist ein bisschen anders als bei den Landsmannschaften. Hier ist sozusagen die Wurzel eine allgemein-gesellschaftliche Entwicklung, die dann dazu führt, dass sich das Ganze zum einen aufteilt. Turnvereine, Sportvereine, akademische Vereine, zum anderen aber auch zusammen bleibt, dass man beispielsweise Später, wenn dann die Verbände entstehen, also deutsche Turner und Sportbund, wie die da so alle heißen, dass es da aber auch immer eine akademische Abteilung gibt. Also das ist etwas, man... Gut, bei Landsmannschaften kann es das nicht geben. Bei den Turnern ist halt das Thema Sport da noch ein zentraleres Thema, so dass man sagt, das hat sich über die Jahre gehalten. Wir kommen dann, denke ich mal später, wenn die Aufteilung in farbentragend und nicht farbentragend ein Thema ist, kommen wir nochmal auf das Thema Einbindung in die Verbände. Das ist aber eine andere Sache. Also, das heißt, wir haben am Anfang eine gesellschaftliche Entwicklung, Stichwort frisch, fromm, fröhlich, Also so dieser Gedanke, dass

Korpo Content Lab: und

Holger Zinn: die Leibesübungen, die Menschen fit machen, dass sie den Charakter stärken, dass sie die Freiheitsliebe fördern. mag aus heutiger Sicht ein bisschen komisch wirken, aber das war die Zeit damals eben. Da haben wir wieder so eine Annäherung an die Bürgermeister, das Freiheitliche, das leicht Politische, wo die Bürgermeister waren halt stärker politisch. Und wie es der Zufall will, ist es natürlich immer so, dass etwas, was der Obrigkeit suspekt ist, dann irgendwann auch verboten wird. erst die ersten Jahre, sag mal mal so, lief das so unter der Hand. Dann in den zwanziger Jahren kommen die ersten Verbote. Das ist aber auch eine Zeit, da wären Kurs verboten, wären Burschenschaften verboten. Das ist alles, was man nicht greifen kann.

Korpo Content Lab: Durch die Karlsbader Beschlüsse zum Beispiel, meinste?

Holger Zinn: Genau, alles was man nicht greifen kann, alles was man sofort durchleuchten kann als Obrigkeit, ist vielleicht besser, man verbietet es erstmal. Gut, das ist aber für die Turner, weil dieses Turnen, sag mal so, Karlsbader Beschlüsse hast du ja gerade schon gesagt, da wird das Turnen als Staatsgefährdend bezeichnet. Kann man sich vorstellen, was die da gemacht haben. Das war nicht nur die körperliche Fitness, sondern es war auch Ja, wie soll man sagen, eine Freiheitsbewegung, die dann letztlich auch dahin läuft, dass sich in der 48er-Revolution die Turner natürlich genauso wie andere Kooperierte engagiert haben. Man muss sich ja nur mal das Paulskirchenparlament angucken, wie viele Kooperierte da drin sitzen und aus der Turnbewegung. Ich glaube nicht, dass da schon mal jemand hergegangen ist, gesagt hat. welche Abgeordneten kommen aus der Turnenbewegung. Also das kann ich mir nicht vorstellen. der burschen- schaftlichen Bewegung, hat der Peter Kaup, da hat der Frank Grobe, da hat der Harald Lönnecke das eine oder andere gemacht. Das wurde schon stärker beleuchtet, wie die Turner zum Beispiel in der Nationalversammlung Frankfurt vertreten waren. Das weiß keiner. Das ist auch ausreichend. Ja, das ist ein Forschungsthema. interessiert aber ehrlich gesagt jemand der in heutigen Turnvereinen ist? Gar nicht. diese... Ja, Sport hat dann eine Wandlung, würde ich mal sagen, ins Unpolitische erlebt im Laufe der Jahrzehnte. Ich sag mal so, Sport... Vielleicht jetzt mehr Unterhaltung, wenn man sich Fußball anguckt oder wenn man sich, was weiß ich...

Korpo Content Lab: Also warum ist das so?

Holger Zinn: Handball anguckt, alles was im Fernsehen übertragen wird, da vermeidet man ja auch Politik. Also es tut sich ja kein Sportler heutzutage einen großen Gefallen, wenn er sich politisch äußert.

Korpo Content Lab: Das ist meistens dann der Edeka-Stempel in der Akte drin, Ende der Karriere.

Holger Zinn: Ja genau, ist dann dieses, wie soll man sagen, man kann nichts richtiges sagen. Dann sind sie vielleicht auch nicht so qualifiziert, sich fundiert politisch zu äußern und da kommt dann Sachen raus, am Ende eines Fußballspiels eine politische Äußerung, nach 90 Minuten Rennen kriege ich da auch keinen klaren Gedanken mehr zusammen. Also das ist nur mal so als Gedanke. Ich denke mal, wurde dann 1933 bis 1945 extrem politisiert. Vielleicht ist es heutzutage genau die Gegenbewegung. Dass man mit der Politik im Sport... Gut, Freund von mir, ist Professor für Sportmanagement, der ist, hat, bevor er die Professur hatte, jahrelang in Verbänden gearbeitet. Der wird mir wahrscheinlich widersprechen, aber...

Korpo Content Lab: Hm?

Holger Zinn: diese Politisierung, die sehe ich im heutigen Sport nicht so sehr wie damals. ist klar. Also Sportler waren politisch Freiheit, lieben Turner. Ich sage mal, das waren ja Leibesübungen, Turnen war eine Normalität für den konservativen jungen Menschen. Das ändert sich vom Blickwinkel erst in den 1870er Jahren, das ist im Kaiserreich. Weil da wird es dann sozusagen zur Staatsbürgerpflicht dieses sich fit halten, den Turnplatz genauso wie den Kasernenhof, den Turnplatz quasi als Vorfeld, sehen Kasernenplatz als Schule des Lebens. Der Turnplatz ist sozusagen die Vorbereitung.

Korpo Content Lab: Hmm.

Holger Zinn: Da gibt es auch so eine gewisse Militarisierung, Wehrertüchtigung. Das kommt ja dann in den 20er Jahren noch mal nach dem ersten Weltkrieg. Stichwort, ja, Begrenzung der Reichswehr, Stichwort, Ersatz für den Militärdienst. wir im Kooperationswesen und überall auch. Es gibt Arbeiter-Sportler, es gibt... Also es gibt Wehrsport in allen Bereichen. Aber da kommen wir später nochmal dazu. Dann haben wir sozusagen auch, dann kommen wir ins Kooperationsstudentische, dann haben wir so langsam, wie soll man sagen, 1850er kommen die Wurzeln der ersten akademischen Turnvereine. Die waren auch bunt gemischt. Das waren Vereine, wo sich Akademiker zum Turnen, zum Sport gefunden haben. Das passte auch zu den Universitäten, denn auch dort wurde Sport gemacht, jetzt nicht.

Korpo Content Lab: Mhm.

Korpo Content Lab: Ja.

Holger Zinn: 100 Meter Lauf und Barrenturnen, sondern da gab es Fechtmeister, gab es akademischen Fechtunterricht. Ist ja letztlich auch irgendwo ein Sport. Und das passte ganz gut zusammen. Die ersten akademischen Turnvereine wurden in den 1850er Jahren gegründet. damals meistens noch ohne Band. Also das kommt dann später die Frage, sie mir Farben tragen, fechtend und so weiter. Warum? Weil es Vereine waren, die kooperierte Mitglieder hatten. Das haben wir auch bei den Gesangvereinen öfter, dass wir kooperierte haben, die Sport gut finden und deshalb beim einem Sportverein da sind.

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Daraus entsteht dann irgendwann mal die Sportverbindung. Vielleicht das kleine Einschub. Die Turner haben schon relativ früh mit Coburg zu tun. Eher als die Landsmannschaften, denn das erste deutsche Turnfest 1860 fand in Coburg statt. Also noch bevor die Landsmannschaften in Coburg waren. Da waren auch Akademiker dabei, waren auch Studenten dabei. Sozusagen im Nachgang zu dem Ganzen. Jetzt warum ist er mal als Turner dort nach Kogol gegangen? Weil Herzog Ernst II. relativ liberal war. Da treffen sich sozusagen Entwicklungsstränge und da muss man einfach sagen, die Turnbewegung hat einen liberalen Boden gebraucht, auf dem sie sich ausbreiten konnte, auf dem sie sich treffen konnte und der

Korpo Content Lab: Das hat uns ja in der ersten Sendung auch gesagt, dass der ja sehr wohlgesonnen war.

Holger Zinn: Herzog hat diesen geboten und daraufhin daraufhin traf man sich in Coburg und da gibt es auch das dauert dann paar Jahre Da gibt es auch das erste Treffen sozusagen auf diesem Turner treffen von den akademischen Turnern und dann kommt Das ist bei den Turnern von vorne rein irgendwo drin Landsmannschaften kommt ein bisschen später Die Österreicher waren immer dabei

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Deswegen kommt auch einer der ersten Impulse, sich da mal zusammenzusetzen aus Graz. Stichwort, es ist egal, was die Politik macht, es ist egal, was die einzelnen Länder machen. Wir sind deutsche Turner. Und wir sollten uns sozusagen als Turner in Deutschland und Österreich im Sinne von Turnvater Jahn sozusagen in dessen Geist quasi zusammenfinden.

Korpo Content Lab: Das passt ja auch gut, weil aus Grabs kommt ja auch Arnold Schwarzenegger.

Holger Zinn: Ja gut, Andreas Kaballier kommt auch da aus der Enkel. da kommen einige. Und der ist ja auch noch ganz schön kräftig. Also insofern passt das ja ganz gut. Das ist der erste Impuls und das dauert dann eine Zeit bis 1872. Und das ist etwa so der Level, wo auch die Landsmannschaften sich zusammentun. Da trifft man sich dann auf dem vierten Turnfest in Bonn und sagt, uns doch nicht sozusagen, lass uns eine Abteilung gründen der akademischen Turner. Einen Kartellverband CV, gut da hat man es mit dem anderen CV wahrscheinlich nicht so richtig bedacht, also den Kartellverband der deutschen akademischen Turnvereine. Ja. So, und dann geht es auch traditionell los. Wir sind im Kaiserreich, wir sind in einer Zeit Anfang der 70er, Mitte der 70er Jahre, wo das Thema Akademisierung der Gesellschaft, aber auch Prestige ansehen wichtig ist. Es werden durch die wachsenden Universitäten immer neue Vereine gegründet.

Korpo Content Lab: Das ist

Holger Zinn: Und dann kommt so ab den 1880er Jahren das, was eigentlich wichtig ist. Nämlich, man haut sich wieder gegenseitig auf den Kopf, weil man sich nicht einig ist, wo die Reise hingehen soll. Es gab

Korpo Content Lab: Da sind ja in der Botschaften der Weltmeister drin.

Holger Zinn: Jetzt kommen wir gleich zu einem Schwenk, wo gleich eine Burschenschaft auftaucht. Das erste war, es gab akademische Turnvereine, die haben sich als Kooperation verstanden. Die waren streng kooperativ. Da gab es keine Doppelmitgliedschaften in Kors, in Landsmannschaften und so weiter. Das war unter anderem der ATV Leipzig. Heute Burschenschaft Namanya Leipzig. Bei denen ist heute noch das Turnerkreuz frisch, fromfröhlich, frei im Wappen drin.

Holger Zinn: Gut, die haben gesagt, wir sind eine Kooperation, wir sind eine Verbindung, wir sehen uns als Verbindung. Und dann gab es andere, speziell in den Großstädten und in den Anfängeruniversitätsstädten, Göttingen zum Beispiel. Berlin, Graz, Göttingen. Da hat man gesagt, wir sind Verein, wir sind Sportverein aus Akademikern. So, und da trennt sich das Ganze.

Holger Zinn: Im Kartellverband hat man dann gesagt, wir wollen nur noch Vereine, so ab 1880, die Kooperation sind. Ja, das ist das erste. Das zweite war, das ist eine klassische Tradition, das kennt man heute bei den Damenverbindungen ganz gern. Da gründet sich eine Damenverbindung und fünf Jahre später diskutieren die und es gründet sich eine zweite Damenverbindung am gleichen Ort. Also immer so dieses, wir haben was gegründet und dann teilen wir uns. Das war auch bei den Turnern so. Und da gab es dann eine oder da gab es mehrfach die Situation, dass dann Turner gegen Turner geforten haben. Und das wollten, das war für die Turnern nicht so das normale. Also Turner stehen zusammen und

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Da ficht man nicht gegeneinander. quasi ja. Aber wenn es dann zwei Turnvereine gibt, die auch noch dann kooperativ ausgerichtet sind, oder noch besser, es gibt einen kooperativ ausgerichteten Turnverein und einen Turnverein, wo ein Bursche-Schafter oder ein Chor-Student drin ist, dann ficht der Chor-Student als auch Mitglied des Turnvereins gegen den Turner. Und das

Korpo Content Lab: wie unter Bundesbrüdern.

Holger Zinn: ...hat irgendwie nicht gepasst, es war das nächste Problem, dann kommt noch ein drittes dazu. Man hatte beim Deutschen Turnbund etwas erreicht. Man die einen wollten es, die anderen nicht. Der Deutsche Turnbund ist bis heute regional gegliedert nach Regionen, Ländern. Ich weiß nicht, ob der nach Bundesländern gegliedert ist, auch egal. Aber die Akademischen Turner haben sozusagen nicht die regionale Gliederung, sondern die haben einen eigenen Kreis gebildet als akademische Turner. Also dieses Regionalprinzip durchbrochen. das waren halt Diskussionen. Und in der Folge passiert eins. Es trennen sich die farbentragenden, später also flichtschlagenden Bünde von den schwarzen Turnern. Also da entsteht der ABW. Und es entsteht

Korpo Content Lab: Mhm.

Korpo Content Lab: Mh.

Holger Zinn: Es entstehen die heute im CC, im Marburger Kreis, soweit es überhaupt noch welche gibt, die Turnerschaften. Das haben wir genauso bei den Sängern. Es gibt die farbentragenden Sänger, die deutsche Sängerschaft, und es gibt den Sonderhäuservorband, der nicht farbentragend

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Ist das nicht so eine Tendenz, wenn man das meisterisch betrachtet, egal was so Neues bringt, dass sich eigentlich immer zwei große Hauptgruppen entwickeln? Also Stichwort ist ja jetzt zum Beispiel hier im Computerwesen, dass Microsoft und Apple so groß geworden ist, sagen wir mal im Softdrink Bereich, Cola und Pepsi, dass es da immer so zwei Richtungen gibt, oder? Ist auch ein...

Holger Zinn: Also da kann man zumindest die zwei Richtungen immer deutlich machen. Die einen sehen sich als Studentenverbindungen und die anderen sehen sich als Vereine. Und das ist dann schon ein grundsätzlicher Unterschied, dass das heute teilweise, dass manche Studentenverbindung eher ein Verein ist und dass mancher Verein eher Studentenverbindungscharakter hat. Das ist eine andere Geschichte. Aber damals war es ebenso diese Trennung in Vereine und Verbindungen. Dazu mag man stehen, wie man will, wird wahrscheinlich auch bei den Zeitgenossen so gewesen sein, dass man sagt, hier gibt es eine Aufteilung. Die einen wollen das Kooperationsstudentische hervorheben, die anderen sagen, ja eher ein Verein, da kann man kein Übel nehmen. Und wenn wir jetzt bei den kooperativ ausgerichteten Turnern bleiben, dann geht es dann da. Da hat so eine Zeit gedauert, Mitte 60er bis Ende 70er Jahre, wo man sich orientiert hat, auch diese Trennung, die haben wir ja bei den Landesmannschaften nicht. Da ist es sozusagen gar nicht möglich, sich zu trennen, weil es keine Vereinsbildung gab.

Korpo Content Lab: Das ist ja auch ein akademisches Umfeld. Während du ja gesagt hast, die Turner haben ja auch noch den Spagat halt in die breite Gesellschaft reingehabt. Also da ist halt nochmal eine Verbindung mit anderen Gruppierungen noch enger, als es vielleicht die Landsmannschaften gehabt hätten.

Holger Zinn: Genau. Und in dem Moment gucken wir jetzt mal auf die Turnerschaften, also auf die späteren Turnerschaften, die heißen noch nicht alle Turnerschaften. Die fangen dann in 80er Jahren an zu sagen, lass uns doch mal Turnfeste durchführen. Lass uns mal ein Kartelltreffen machen. Und dabei Sport. Das war am Anfang bei den Landsmannschaften, nein, Landsmannschaften und Sport, das war nicht so

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Also in den den frühen Jahren war nicht so ein Thema. Das ganze fand in Thüringen statt und das interessante bei den Turnern ist, da hat das Turnern im Vordergrund gestanden. Bei den Landsmannschaften, da war immer ein Fechten ein Thema. Bei den Turnern, haben sogar die Bestimmungsmensur verboten eine Zeit lang, hat es nicht gebraucht. Klar, unbedingt die Satisfaktion war völlig normal und wie soll man sagen, Dann hat man gesagt, Bestimmungsmensur passt nicht zu uns. Das ist nicht unser Sport. Dann geht es relativ Schlag auf Schlag. Ein paar Jahre später, es können mehrere Vereine oder Verbindungen an einem Ort sein. Man gründet gleich eine Zeitung. hebt dann Jahr später dieses Mensurverbot wieder auf. Und Ende der 80er-Jahre geht es dann los. Die Frage, wir sind gewachsen als Verband, als Kartell. Jetzt hat man so Problem. Was ist ein Kartell? Was versteht man unter Kartell? Man hat ja den Begriff akademischer Turnverein oder Turnverein überhaupt. Das war zu wenig akademisch, den akademischen Turnern. Also man hat so eine Namensproblematik gehabt. Deswegen das Thema Kartell ist bis

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Freundschaftsverhältnisse gibt es zwischen den Turnern, im VC gab es, soweit ich weiß, Kartelle, wie bei uns Silberkartell, Goldkartell im CC oder früher in der deutschen Landsmannschaft. Gab es im VC eben keine so diese Kartellbildung, weil wir vom Anfang ein Kartell waren, das wollte man nicht mehr haben.

Korpo Content Lab: Also den Vertreterkonvent, meinst du damit?

Holger Zinn: sondern wir waren dann ein Verband der akademischen Turnerschaft.

Holger Zinn: Genau. Und man hat dieses allgemeine Kartell dann aufgelöst und hat gesagt, ihr dürft euch zusammentun zu Kartellen, aber das war nie so richtig beliebt bei den Turnern. Ja, dann ist so in den 90er Jahren dann der Punkt, wo man sagt, naja, jetzt nennen wir uns alle Turnerschaft, damit wir uns abgrenzen von dem Rest. Wir sind jetzt der

Korpo Content Lab: Interessant.

Holger Zinn: Typus-Studentenverbindung mit Schwerpunkt. Turnen, Bestimmungsmensur und Farbentragend. Ja, und schon Stempel-Turnerschaft. In diesem Zusammenhang hat man sich aber auch noch weiterhin allgemein am Deutschen Turnfest beteiligt. Also man hat dort chargiert auf dem Festkommers. Das ist zwar kein akademischer Festkommers, aber man hat dort chargiert, man hat dort sich, hat dort...

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: repräsentiert und hat sich dann 1899 genannt Vertreterkonvent, Verband der oder VC, Verband der Turnerschaften an deutschen Hochschulen. Wobei mit Deutschen natürlich des deutschen Kulturraums gemeint war. Deutschen Sprachgebiet, deutscher Kulturraum. Schlag auf Schlag geht es dann weiter. Man gründet ein Alternverband. Ist auch wichtig. Lebensbund Prinzip. über den Bund hinaus tragen, dass man sozusagen den Verband hat. So, dann geht es weiter und sagt man, jetzt nehmen wir, das machen alle anderen auch, außer die, gut, wir haben immer noch die Trennung zwischen technischen Kooperationen und technischen Hochschulen und Universitäten. Das löst sich Anfang des 20. Jahrhunderts bei allen auf, auch bei den Turnern. Also man integriert die und wandert auch an einen festen Tagungsort nach Gotha. Erstmal nach Gotha. Gotha ist Teil des Herzogtums Sachsen-Koburg-Gotha. Da ist sozusagen der gleiche Chef da wie in Coburg und da hat man sozusagen kein Problem mit dem politischen

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Da sind die Regeln die gleichen. Das ist ein Land, zwei Landesteile. Hat man vielleicht heute nicht mehr so auf dem Schirm. Das sind zwei getrennte Landesteile. und gleicher Herrscher, deswegen ist das kein Problem. Das Ganze wandert dann so bis 1914 immer stärker in den kooperativen Bereich. man gibt sich immer mehr Regeln, die auch mit Kooperation zu tun haben. was Couleur angeht, was ja auch das Turnen angeht, wird dann der Turnbegriff, also immer von dem, was da in der Hasenheide gemacht wurde, Sportbegriff erweitert und Vom I.W. gibt es da noch den Punkt. Da merkt man, dass die mit den Kartellen Probleme hatten. Es gibt ein allgemeines Kartellverbot. Der Verband war noch Vergleich zu den Co-Ausburschenschaften relativ klein. Da war auch die Notwendigkeit vielleicht nicht so da. Jetzt haben wir also auf der einen Seite einen Verband, farbentragend, fechtend, sporttreibend, sich als Turnerschaft bezeichnend.

Holger Zinn: Parallel dazu hat sich der ATB als Verband entwickelt und zwar der Verband der Akademischen Turnvereine. Ja, das ist dann bis heute geblieben.

Korpo Content Lab: Mh.

Holger Zinn: diese diese aufteilung haben wir wie gesagt in anderen verbänden in anderen strukturen eben auch gut

Korpo Content Lab: Es ist interessant zu sehen, dass das Kaiserreich eine Phase ist, wo sich die Verbindungen trotz ihrer Unterschiede sehr stark aneinander angenähert haben und Formen Strukturen gewählt haben und auch Außenrepräsentationen, die sehr identisch geworden sind. Es ist ja auch so, wenn man sich Prozessionen von Schergierten anschaut, in schwarz-weiß, kann man nie direkt sagen, ist das ein Kurs, eine Botschaft, eine Landswirtschaft oder Natur schafft. weil sich das ja auch in diesem Zeitraum alles sehr stark angeglichen hat.

Holger Zinn: Man hat eine einheitliche Subkultur gebildet. Das war vor 1800 auch so. Also die studentische Subkultur war einheitlicher, dann hat sie sich, ich sag mal, in den Grundfesten zerstritten, kann man jetzt sagen, aber auseinander dividiert, haben sich die Grundtypen gebildet und dann im nächsten Schritt gab es sozusagen

Korpo Content Lab: Hm?

Holger Zinn: Die Grundtypen haben sich in der Optik, im Außenauftritt durchaus angepasst. Wie gesagt, da gibt es halt die Spaltung ins Vereinswesen, das sich dann immer so bisschen bürgernäher empfunden hat, weil man ja nicht mit Mütze rumgelaufen ist und mit Band, was ja wieder eine Distanz geschaffen hat. Und dann gab es die Studenten, klassischen Kaiserreichs-Studentenverbindungen.

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: mit Bandmütze, mit Bummel, mit Schaschierten, die anderen hatten auch Schaschierte, nicht in dem Maß, da hat man oft mit dem Frack schaschiert, also auch keine Uniform getragen. Das sind dann schon Unterscheidungsmerkmale. Aber insgesamt mit der ganzen Entwicklung des Kaiserreichs, da hat sich eben dieses Studentenverbindungstum

Korpo Content Lab: interessant.

Holger Zinn: feingeschliffen sozusagen. So feingeschliffen, wie es unsere Gegner heute gern hätten. Also man sagt, die waren alle kaiser treu und die einen waren politischer und die anderen waren kaiser treu, weil der kaiser ihr kumpel war. die Chorstunde. Das ist aber heute nicht mehr so zum Glück. Erster Weltkrieg, Cessur. Die Turner sind, wie sagen wir mal, ein Tick konservativer als die Landsmannschaft. Das merkt man auch an der Kriegsbegeisterung im ersten Weltkrieg. Turnerschaften haben deutlich höhere Verlustraten gehabt. Turnerschaften haben jetzt gefühlt eine stärkere Kriegsbegeisterung gehabt. Wenn man so die Verbandszeitung liest, wenn man so auch die Schriftwechsel liest. eine Nuance begeisterter.

Korpo Content Lab: Da kann ich mir vorstellen, die sind ja auch sportlicher gewesen als der große Rest. Der Pathos der Zeit, damit hinkommt, das nationalen Bewusstsein, das da einspielt.

Holger Zinn: Genau, das spielt da denke ich mal schon mit rein und ist eine Entwicklung, die ja dann aber auch dazu geführt hat, dass man dieses Erlebnis im Schützengraben nach außen getragen hat. Und das muss man den Turnen lassen, die haben in den 20er Jahren diese Allgemeiner Deutscher Waffenring, Erlanger Verbände, Abkommen, was es da so alles gibt. Da waren immer Turm und Federführend mit dabei. Auch die Zusammenarbeit zwischen DL und VC ist eine Sache, wo nicht die Landsmannschaften gedrängt haben, sondern wo beide Seiten gewollt haben. Und dann merkt man, dass die Turnerschaften tatsächlich

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: tatsächlich eine Rolle gefunden haben und sich in diesem Kooperationswesen, in dem farbentragend, schlagend Kooperationswesen verortet haben, sodass es passt. Ab 25, das ist relativ spät, ist man dann auch Bad Blankenburg gegangen von Gotthaus. Das ist ein Katzensprung.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Dort hat man sein eigenes Stadion. Das haben wir zurückgekriegt nach 1990 und es ist dann über 100 Jahre jetzt an den Thüringischen Landes Sportbund vermietet. Wir haben dort Traditionsräume, wir haben dort die Möglichkeit als CC die Tradition der Turnerschaften weiterzuleben. Wir haben mit der Blankenburg-Tagung eine Veranstaltung.

Korpo Content Lab: Herzlichen Glückwunsch!

Holger Zinn: eine Großveranstaltung, wenn man das mal so sagen darf, in Blankenburg, wo auch sozusagen die turnerschaftliche Tradition gepflegt wird und wo die Stadt auch und auch die Politik dort, wie soll man sagen, positiv uns gegenüber steht. Gibt es einen PTS? Ich weiß nicht, der ist gar nicht der PTS, Bürgermeister, aber der ist immer auf dem Commerce.

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Und wenn das seine PDS Leute wüssten, was der da teilweise gesagt hat, der hat schon gesagt, kommt zurück, wenn euch Coburg nicht mag, das kam auch mal so in einem späteren Abend, wenn euch Coburg nicht mehr mag, dann Bad Blankenburg ist da.

Korpo Content Lab: Sehr schön.

Holger Zinn: Das will vielleicht kurbisch keiner hören, man versucht es halt. Es ist ja auch ein Anziehungspunkt, ein wirtschaftlicher Faktor, so ein Kooperationsverband, gerade in so einem übringlichen Dörfchen.

Korpo Content Lab: Definitiv. Wie ist das denn in 20ern gewesen nach dem Krieg mit den Tonerschaften? Wie haben die sich erholt? Wie waren die sich vor allem den Gegebenheiten der Zeit angepasst und beziehungsweise Bewältigungsstrategien, wie wir Historiker immer gerne sagen, entwickelt haben?

Holger Zinn: Die haben eins gemacht, was alle machen, die haben auf der einen Seite ihren Standort gefestigt mit Blankenburg, den Gebäuden, dem Ehrenmal auf dem Greifenstein und so weiter. Man hat sich eingerichtet. Man hat das Thema Österreich, also die

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Man hat gesagt, ab 21 schon, wir nehmen Österreicher auf. 22 kamen die ersten Turnerschaften aus Österreich dazu. Und dann entwickelt sich sozusagen, der Verband wächst. Es ist wieder, wie die Landsmannschaften auch, ein Verband des Mittelstandes, Bürgertums. Das drängt auf die Hochschulen, das wächst. Sport ist ein Riesenthema. Wer sportt überhaupt?

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Körperertüchtigung, Ersatz des Militärdienstes durch Sport. Das ist ein Riesenthema und das treibt sozusagen die Turner. Die haben mehr Rückenwind. Die segeln härter am Wind sozusagen und haben ein relativ starkes Wachstum. Also es entstehen noch ganz viele Turnerschaften in den 20er Jahren. die dann in der Regel das dritte Reich nicht überstehen, weil sie einfach zu wenig Tradition, zu geringe Personalbasis haben. Das ist so eine typische Entwicklung. 1929 sind dann die Sportstätten fertig in Bad Blankenburg. Die Gedenkstätte auf dem Greifenstein ist fertig. Also quasi kurz vor dem Untergang hat man sich sauber positioniert unter den großen Verbänden mit einer eigenen Tagungsstätte. mit einer eigenen Gedenkstätte, mit einem eigenen Ort, an dem man sozusagen zu Hause ist. Jetzt muss man dazu sagen, die Turner waren im Trend der Zeit. Wir haben in den 20er Jahren die ersten Professuren für Leibesübungen an Hochschulen. Wir haben Hochschulsport.

Korpo Content Lab: Mmh.

Holger Zinn: Das Institut für Hochschulkunden, für Hochschulsport in Marburg ist auch in der Zeit gegründet. Es war so eine Gründung des Universitätsjubiläums 27, also 400. Jubiläum. Das sind so typische Entwicklungen. Sport als Ersatz für den Wehrdienst. Wer Sport macht, ist wehrhaft. Und damit sind Turner, also alles, was mit Turnen an Hochschulen zu tun hat, im Trend der Zeit. Gut, ich sage, wir als Landsmannschaft damals oder als Sängerschaft noch davor haben auch Sport gemacht. Aber bei uns war das Sportmachen eine Wanderung nach Biedenkopf, dort einen Frühschoppen zu machen. Wir haben auch Sport gemacht. war einmal im Jahr haben wir als Landsmannschaft dann ein Handballturnier gemacht. Da hat man sich aber, es mal sozusagen drauf geeinigt, dass man zwei Mal zehn Minuten spielt. weil man danach Zeit gebraucht hat für das gemütliche Beisammensein. ja, die Turner haben 60 Minuten durchgespielt. Also da gab es keine Diskussion. Das ist halt ein anderer Ansatz. Die haben einen anderen Schwerpunkt. ist auch okay so. Dann gibt es für alle, auch für die Turner, den Bruch im Jahr 1933.

Korpo Content Lab: Das ist ja auch wichtig, darf auch nicht zu kurz kommen.

Holger Zinn: wie bei allen anderen Führerprinzip eingeführt, vereinfachte Verbandsstrukturen entwickelt, weil man im Führerprinzip manche Dinge einfach nicht mehr braucht. Dann muss man sagen, wie es vielleicht schon angeklungen ist, die Turner waren den Tick konservativer. Sie waren aber in der Politik und im in den Führungsebenen des Nationalsozialismus meiner Meinung nach überraschend wenig vertreten, dafür, dass sie konservativer waren. Da sieht man vielleicht auch diesen feinen Grad zwischen konservativ, sportlich turnend konservativ und rechts. Also da ist eine feine Trennung da. Die ist heutzutage schwer zu erkennen, aber oder für viele schwer zu erkennen. da ist so ein ganz feiner Grad da. Das heißt, die Turner haben sich dann eher dem nationalkonservativen Lager kurzfristig angeschlossen. Man ist aus dem Allgemeinen Deutschen Waffenring ausgetreten, weil nicht konservativ genug. Was wiederum Auseinandersetzungen im Verband verursacht hat. Gut, das hat man allen Verbänden, dieses Problem. Bei den Turnern ist es tatsächlich so.

Korpo Content Lab: Ich

Holger Zinn: dass man da größere Auseinandersetzungen hatte. Also das ist deutlicher als bei anderen Verbänden. Gut 35 werden die Bünde zugemacht. Das kennt man auch von anderen Verbänden, also die aktiven Bünde. Die Vereinigung Alter Turnerschafter als Organisation bleibt erst mal bestehen, auch vor dem Hintergrund, dass wir in Bad Blankenburg die Gebäude haben, die werden dann zwar vermietet. 38 ist dann... wie bei allen anderen Schluss. Und was man sagen muss, die Entwicklung, die wir dann sehen, die ist fast deckungsgleich mit den Landsmannschaften, also nach 1938. Also da wird gefochten irgendwann, spätestens Anfang der 40er Jahre wieder, teilweise wurde gar nicht aufgehört zu fechten. Da das Bundesleben weitergeführt.

Korpo Content Lab: Hm.

Holger Zinn: Aber auch schon wieder mit den... Also da hat man sich dann eher orientiert. Das sieht man in beiden Verbänden. Da hat man sich schon gefunden und gesagt, naja gut, lass uns den Plattenspieler aufstellen. Klingt jetzt komisch. Draußen auf der Wiese Wagner hören und dabei fechten. Damit man den Klang der Klingen nicht so gehört hat. Irgendwann hat es was egal. Da hat man dann den Plattenspieler weggelassen, aber...

Korpo Content Lab: und Stiftung Stiftung der der Stiftung Stiftung Stiftung der Stiftung der Stiftung der

Holger Zinn: Am Anfang gab es noch Fälle, wo eine Geräuschkulisse simuliert wurde, damit man den Schlägerklang nicht so gehört.

Korpo Content Lab: Es ist laut. Also wenn ich mich daran erinnere, ich das erste Mal ADH gegangen bin, hatte ich übrigens parallelen Purna auf dem Paukboden, der Stützburscht, man im alten Bund war. Und das hat sich wie Schlagzeug angehört, wenn dann das Phantom altertiert worden ist mit der vollen Stärke.

Holger Zinn: Ja, aber wenn irgendwas aus dem Ring der Nibelungen auf dem Plattenspieler lag, da hat man, glaube ich, da nichts mehr gehört. Also das war so der Punkt, wo man sagt, da merkt man in den 20er Jahren diese formale Annäherung zwischen den beiden Verbänden, wo auch jetzt keiner den anderen gedrängt hat, wo keiner den anderen da über Vorteil hat. Man war auf Augenhöhe. also jetzt gerade in den kleineren Universitätsstätten, da merkt man schon auch die Zusammenarbeit in der NS-Zeit im Sinne des kooperationsstudentischen Lebens und der Erhaltung des kooperationsstudentischen Lebens. Das spannend. Also ich finde es interessant. finde es

Holger Zinn: Es gab natürlich auch Fälle, gerade dort wo es wenig Bünde gab, wo Pulte und Koas und Landsmannschaften Turnhäuschaften zusammen was gemacht haben. Aber dort wo die Masse da war, es genug von den einzelnen Dachverbänden gab, da war auch die Zusammenarbeit Landsmannschaften und Turnhäuschaften schon auch an den Hochschulorten. Und das hat sich natürlich dann durchgezogen, bis nach 1945, wo wir dann diesen Weg haben, wir ja schon geschildert haben im ersten Teil mit den Landsmannschaften, wo beide Verbände sich zusammengetan haben. Auch da wieder das auf Augenhöhe... Ja, ja. Verband der Landsmannschaft und Turnhalschaft der Deutschen Hochschule. Deswegen haben wir auch so einen langen Namen. Muss ja alles drin sein. Ich sind der längste...

Korpo Content Lab: Mhm.

Korpo Content Lab: der Kuboka Convent entstand als Nachfolger des VZ.

Korpo Content Lab: Hm?

Holger Zinn: Wir haben den längsten Namen eines Kooperationsverbandes. Also Coburg, Moment, Verband der Landsmannschaften und Turnerschaften an Deutschen Hochschulen, sicher ist sicher. Also man hat mit Coburg zum einen den Landsmannschaften die Tradition gelassen und die Turner hatten auch jetzt kein, naja, wie soll man sagen, massives Problem mit Coburg, weil dort ist ja auch ein Teil der Turnbewegung. Also wenn man überlegt quasi

Korpo Content Lab: Mmh.

Holger Zinn: wenn wir uns auf dem Schlossplatz treffen zum Gedenken an die Toten des Verbandes und zur Ehrung der, zur Kranzniederlegung am Ehrenmal der Stadt Coburg in den Arkaden, da ist keine 100 Meter weiter der Herzogliche Maßstall, wo wir Ein Schild sehen, wo dran steht, hier trafen sich 1860 die Turner zum ersten Mal. Also das ist quasi auf kleinstem Raum in Coburg, so dass der Turner jetzt nicht, wie soll ich sagen, völlig fremdes Terra geworfen wurde nach 1945 oder mit der Gründung des CC, auch etwas mit Coburg verbindet, wenn es jetzt nicht viel ist, aber immerhin.

Korpo Content Lab: Hm?

Holger Zinn: Seitdem sind wir eins.

Korpo Content Lab: Sehr schön. Das hat ja dann ungefähr 10, 15 Jahre geklappt, bis ja dann der Marburger Konvent entstanden ist. Da haben sich ja einige Tonerschaften ja abgespalten und diesen neuen Verband gegründet. Was war ein Grund zum Beispiel dafür, dass das passiert ist?

Holger Zinn: Letztlich war der wesentliche Grund die Pflichtmenzur. Couleur haben alle weitergetragen. Das war jetzt nicht so, dass man gesagt hat, wir lehnen ab, ein Band zu tragen, sondern das war eigentlich Liebnormalität. Die Fechtdebatte war es. Und das haben wir ja in allen Verbänden. Die Frage ist Fecht noch zeitgemäß? sozusagen im Laufe der Zeit des 20. Jahrhunderts haben wir ja eine spannende Entwicklung. Fechten wurde ja auf der einen Seite Anfang des 20. Jahrhunderts eine Sache des Die Satisfaktion war für alle völlig normal. Und dann kam etwas dazu, die Bestimmungsmensur. Da haben viele Verbände mit Probleme gehabt am Anfang. Ich kann es jetzt nur aus meinem Bund sagen, haben lange diskutiert, damals als Sängerschaft, haben die Bestimmungsmensur, da waren wir irgendwie immer dagegen. Man hat Verabredetungs- oder Besprechungsmensuren gefochten. Wer Schlägerfechten wollte, konnte fechten, musste es davor sagen, dass er es will. Wer es nicht wollte, hat es nicht gemacht.

Holger Zinn: hat ja auch keinen Grund gegeben, wenn irgendwas gravierendes war, war Säbel sowieso das Thema, die Waffe der Wahl. der Schläger ist ja keine ehrenreinigende Waffe, ist das Säbel. Und warum sollte man Bestimmungsmensur fechten? Das wurde aber in 20er Jahren immer beliebter, sozusagen als Standard. Und dann hat sich der eine oder andere angepasst und hat dann die Bestimmungsmensur eingeführt. Es war dann auch eine Zeit, wo die Verbände gemerkt haben, dass Mitglieder rausgehen und reingehen, eben auch wegen der Bestimmungsmensur.

Korpo Content Lab: Hm?

Holger Zinn: Da blieben also sozusagen die zwei Welten, die ehrenreinigenden Säbel und das Mensurfechten mit Schlägern und Glocken parallel. Und dann nach 1945 hat sich das Thema Säbel hinfällig und mit dem Versprechen der schlagenden Verbände an den Bundespräsidenten, dass man also nur noch Bestimmungsmensur fechten. Das also nur, naja, kam dann so ein Begriff wie Sportmensur, das ist Begriff den mag ich nicht, in die Diskussion. Also das wir sozusagen nicht fechten Ehrenangelegenheiten zu bereinigen, sondern fechten sozusagen der Herausforderung zu stellen. dann ist es noch nicht eine Diskussion, aber das ist schon Teil des Fechtens. oder das Fechten ist dann begrenzt worden. stellt sich halt auch die Frage, braucht man es überhaupt noch? Das passt natürlich in eine Zeit der Reform der Hochschulen, der Reform, wo wirklich alles auch in Frage gestellt wurde. Dieser Muff von 1000 Jahren unter den Talaren, da gehörte halt auch die Mensur dazu. Ja, es gibt Bünde, die haben sich damit arrangiert und Fechten.

Korpo Content Lab: Hm.

Holger Zinn: keine mensuren mehr sind sind in ihrer existenz erfolgreich und das gebünde die haben den weg wieder zurück gefunden und da hat jeder sein weg gegangen das gab natürlich lasse ich ausreden lassen

Korpo Content Lab: Alles zerstört. Das sind ja auch so Sachen, die ich jetzt hauert, zum Beispiel meine zu sehen bei der jetzigen aktiven Generation. Die sind extrem mensurbeflissen. Also ich finde, bei denen ist das noch ein, zwei Gänge mehr, finde ich, als das noch vor 10, 15 Jahren bei mir der Fall war, was ich so beobachtet habe. das ist ja auch immer so eine Modewellen. Es geht mal auf, Zeiten, wo viel gefochten wird, dann geht es wieder runter, es wird in Frage gestellt und so weiter. Und dann gibt es wieder die Gegenbewegung. Und so ist das ja immer eine Wellengeschichte, glaube ich.

Holger Zinn: Ja, ja, ist tatsächlich so. sehe auch das Mehrfechten über die Pflicht hinaus, sehe ich auch bei mir im Umfeld, als normaler an als früher. Ich sage mal so, wenn zu meinen Aktiven seit den 90er Jahren einer zehn Partien hatte.

Holger Zinn: Boah, das ist extrem viel gewesen. heute, bin aktiver, zwei Partien muss er, wenn er 5, 6 hat, das ist halt okay, das ist normal. Auf der einen Seite ist es selbstverständlicher geworden. Also ich hab da nichts dagegen, ich find das auch gut, wenn das jemand macht. Wenn jemand nur zwei Pflichtpartien fecht, unserem Verband, ist er für mich genauso guter Verbandbruder wie jemand, 100 fecht. Da haben wir jetzt nicht so viele, da haben wir einen und das ist einer, muss ich sagen, einer meiner liebsten Verbandbrüder. Nicht wegen Fechten, sondern weil er menschlich einfach richtig klasse ist. Also das hat...

Korpo Content Lab: Ja.

Holger Zinn: Und wenn er nur zwei Partien hätte, wäre er als Typ genauso gut wie mit 100 Partien. Das interessiert bei unserem Verband keinen. Das ist auch der Vorteil, man die Pflichtmenso hat. Ich weiß, jeder hat sich hingestellt. Dem einen ist es schwergefallen, dem anderen ist es leichtgefallen. Ganz einfach.

Korpo Content Lab: Dann lass uns doch jetzt zum Schluss kommen. Ich noch eine letzte Frage. Was würde Friedrich Ludwig Jahn sagen, wenn er eine moderne Turnerschaft heute sehen würde?

Holger Zinn: Ja, danke.

Holger Zinn: Der wird das überhaupt nicht verstehen. Das ist sowieso so eine Sache. Ich glaube auch, dass die Vertreter der Urburschenschaft oder die Chorstudenten der ersten Stunde das, was wir machen, überhaupt nicht mehr verstehen würden. Das hat einfach damit zu tun, dass für die damals Dinge, manche Dinge selbstverständlich waren, die für uns heute überhaupt keine Bedeutung mehr haben. Und umgekehrt die Universität. und die Stellung des Studenten sich total verändert hat. Man muss sich mal überlegen, es gibt heute Hochschulen, die sind größer als die Studentenzahl in ganz Deutschland, im Deutschen Reich in den 20er Jahren. Eine Hochschule hat mehr Studenten als das Deutsche Reich in 20er Jahren. Das versteht keiner mehr.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Ja, es sind extreme Wachstumsraten, da waren. Also die Uni Düsseldorf, als ich angefangen hatte, hatte, glaube ich, 12.000 Studenten und heute ist sie bei 36.000.

Holger Zinn: Man muss sich immer überlegen, Marburg ist das beste Beispiel. Marburg kommt ja erst, ist ja irgendwann mal die südlichste preußische Hochschule und kriegt dann erst mal in den 1880er Jahren, was man heute alte Universität nennt, also die alten Universitätsgebäude, bis dahin war die Universität mit 200, 300 Studenten. auf Klöster in der Stadt verteilt. Aufgelassene Klöster, die nach 1527, nach der Gründung vom Landgrafen, sozusagen zu Universitätsorten gemacht wurden. Deswegen Marburg ist eine Universität, Göttingen hat eine Universität. Und da kommt erst sozusagen mit Preußen als südlichste Hochschule Preußens

Korpo Content Lab: Hm.

Holger Zinn: ist Marburg dann erst an einem Punkt, wo man überhaupt mal Studenten hat. Also 1000 ist 1888, das ist das Jahr, in dem auch der Roman der krasse Fuchs spielt. Da geht es ja auch Da geht es auch die... Ich hoffe, du liest die gute Ausgabe mit dem Nachwort von einem gewissen Holger Zinn, der das Ganze noch mal in...

Korpo Content Lab: Den lese ich gerade.

Holger Zinn: in den historischen Kontext gebracht hat.

Korpo Content Lab: Das ist von der neuen Ausgabe, die es jetzt als 25 zu kaufen gibt, weil ich habe die über Amazon gekauft, die ich kriegen konnte.

Holger Zinn: Nee, ich hab so 2000 rum, haben wir mal eine Neuauflage gemacht, in Leinen gebunden, wie die erste Auflage, aber ergänzt eine historische Einordnung. Was ist jetzt Fiktion, was ist Realität und das ist so eine kleine Sache, ich dir auch den Text gerne mal schicken. ist zur Einordnung.

Korpo Content Lab: Gerne. Das Buch wollten wir nämlich in der nächsten Literatursendung auch besprechen. Es gibt ja leider nicht so viel Korpul-Literatur.

Holger Zinn: Da werde ich aber vorsichtig. Dann guck mal auf meine Internetseite Studentenromane. Ich sammle ja Studentenromane. Ich habe da Hunderte. Allein von Marburg gibt es, habe ich sechs oder sieben. Und die sind ursprünglich, ursprünglich, wissenschaftliches, kursstudentisches, VDST, Wandervogel, alles abgedeckt in den verschiedenen Zeiten.

Korpo Content Lab: Mhm.

Korpo Content Lab: Okay, ja gut.

Korpo Content Lab: Nicht schlecht. Olga.

Holger Zinn: Ja, Jan würde ehrlich gesagt die Hände über den Kopf zusammenschlagen, was da gerade passiert. Aber das ist 200 Jahre her. Deswegen ist es auch völlig okay. Wir haben uns weiterentwickelt. Ich glaube, die Tonnerschaften fühlen sich dort, wo sie gerade sind, wenn sie im CC sind, Mancher bereut vielleicht den Schritt damals. Mancher ist ja auch schon wieder zurück. Was heißt schon wieder? Ist ja 50 Jahre her.

Korpo Content Lab: Meif mehr Sport.

Holger Zinn: zurückgegangen in den CC. warum nicht? ich merke jetzt für mich ganz persönlich, ich bin halt stärker landsmannschaftlich sozialisiert, aber wenn ich in Coburg dort stehe und mich mit Verbandsbrüdern unterhalte, mir ist es so egal, ob das ein Turnerschafter oder ein Landsmannschafter ist und auch die Zusammenarbeit im Verband, da ist keine keine ideologische oder mentale Grenze da, dass man sagt, hier, das sind Tournamente, denen macht man nichts. Das ist ein Verband und der hat ja jetzt auch schon so ein paar Jahre hinter sich. Also darüber muss man sich auch im Klaren sagen, wir haben, man 51 gegründet, ja,

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Definitiv sehr historisch.

Holger Zinn: Das sind jetzt auch nächstes Jahr 75 Jahre.

Korpo Content Lab: Mhm.

Holger Zinn: Das ist auch eine Menge Holz in unserer Zeit.

Korpo Content Lab: Sehr schön. Holger, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, über die Geschichte der Toderschaffung zu sprechen. Haben sich auch heute für mich einige Wissenslücken geschlossen. Ich konnte da ein paar Puzzlestücke wieder zusammensetzen. Vielen lieben Dank.

Holger Zinn: Immer wieder gerne.

Holger Zinn: Das war auch mein Gedanke bei beiden Sitzungen, wir hatten, oder bei beiden Podcasts, wir hatten, dass man das Ganze nicht so nach Protokollen von Verbandssitzungen abhackt, sondern dass man es in einen, ich will nicht sagen übergeordneten Kontext, aber in einen größeren Kontext einordnet, zu erkennen, dass es normale Bewegungen, normale Entwicklungen waren, mit einer gewissen Spezialisierung. Und B, dass es immer wieder Veränderungen gab, die bis heute anhalten und hoffentlich auch weitergehen, genau das, was wir tun, am Leben zu erhalten. Denn ohne Kooperation muss ich ganz ehrlich sagen, kann ich mir die Hochschulen irgendwie auch nicht so richtig vorstellen.

Korpo Content Lab: Ne, das wird langweilig. Und farblos und seelenlos.

Holger Zinn: Das gehört dann doch dazu.

Korpo Content Lab: Olga, vielen Dank, dass du heute da warst. War wieder eine große Freude mit dir zu sprechen. Und ihr da draußen, geht mal wieder bummeln auf anderen Häusern, das ist auch schön. Bis dahin, macht's gut. Tschüss.

Holger Zinn: Immer wieder gerne.

Holger Zinn: Tschüss und danke fürs Gespräch.

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