Episode 97: Achim Ertl über die Zukunft der Häuser und das Keilen

Shownotes

In dieser Folge von Laberlümmel – Der Korpo Talk spricht Host Jan mit Achim Ertl, Alter Herr gleich vier Verbindungen, der Babenberg Graz und der Erasmus Graz im ÖCV, der Waldmark Mürzzuschlag im MKV und der Josephina im KÖL. Zudem ist er Journalist und ehemaliger ÖVP-Pressesprecher. Themen sind Social Media als moderne Keilchance, Immobilien als Sicherheitsnetz für Altherrenschaften und die Frage nach der Zukunft unserer Häuser. Ein ehrliches Gespräch über Tradition, kluges Wirtschaften und die Kraft des Marketings.

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Korpo Content Lab: Herzlich willkommen zu Lava-Lümmel der Corporate Talk. Mein Name ist Jan und ich bin euer Host. Heute bei Corporate Talk begrüßen wir einen Mann, der in der österreichischen Verbindungslandschaft nicht nur zu Hause ist, sondern mitgestaltet und inspiriert. Achim Ertel ist alter Herr gleich vier Verbindungen. Der Barbenberg Graz und der Erasmus Graz im ÖCV, der Waldmark Mürzlschlag im MKV und der Josefina im Köl. Er hat als Journalist und Medienunternehmer gearbeitet, war Pressesprecher bei der ÖVP und ist bekannt für seine klaren Worte und seine unbequemen Wahrheiten. In dieser Folge sprechen wir mit ihm über zwei Themen, die vielleicht nicht glamourös sind, aber über die Zeit unserer Verbindungen entscheiden. Wie keilen wir klüger und wie wirtschaften wir besser? Es geht Social Media als moderne Keilchance, Immobilien als Sicherheitsnetz und die Frage, was passiert mit unseren Häusern? wenn keiner mehr zahlt. Ein Gespräch zwischen Traditionsliebe und Zukunftsdrang mit jemandem, der beides verkörpert. Achim, schön, dass du da bist.

Achim: Lieber Jan, danke für die Einladung.

Korpo Content Lab: Achim, du bist ja in vier Verbindungen alter Herr. Gibt es da noch eine Garderobe in deinem Schrank, was ohne Band funktioniert? Was bedeuten dir diese Zuhörigkeiten heute?

Achim: Die Zugehörigkeiten bedeuten mir sehr sehr viel, weil mich mit jeder Verbindung auch eine Geschichte verbindet. Der MKV ist mein Einstieg ins skoleurstudentische Leben. Das ist im Prinzip eine sehr kleine Verbindung, wo wirklich jede Hand noch gebraucht wird. Die habe ich 1994 reaktiviert. Und danach, nachdem ich eben Penalkolörstudent war, begann ich in Graz zu studieren und da habe ich mir dann natürlich ganz bewusst auch eine große schöne Verbindung ausgesucht mit einem eigenen Haus. Wer hat mir gesagt, klein und schwach und arm bin ich selbst, jetzt will ich eine ordentliche Verbindung haben. Und da ging ich zu Bamberg-Graz und danach die Erasmus-Graz. Das war eine Geschichte 2009, wo wir in Graz, eigentlich war es der Traungau, eine Studentenverbindung gegründet haben. Graz ist eine sehr starke Studentenstadt, ca. 40.000 Studenten. Wir hatten damals nur vier ÖZV-Verbindungen. Jetzt haben wir sechs. 2011 wurde dann noch eine gegründet. Das war ein Startprojekt, die war quasi eine Art Personalspende von der Babenberg. Man hat dem Ganzen so ein bisschen den Charakter gegeben, dass wir alle quasi diese Verbindung gründen, gegründet hat tatsächlich der Traungau und da war ich dann halt mit am Tisch und mit dabei. Und die Josefina in Wien ist eben ein bisschen so eine Heimat jetzt in meiner neuen Heimat Wien. seit zehn Jahren Wiener und auch ein bisschen ein Bekenntnis zur Geschichte dieser Stadt, Landes. und die Keulverbindungen sind auch bisschen konservativer als der ÖCV und da fühle ich mich recht wohl hier.

Korpo Content Lab: Ja, spannend. ist ja auch, glaube ich, so eine ÖCV-Sache, dass diese Doppelmitgliedschaften, glaube ich, sehr stark verbreitet sind, oder?

Achim: Ja, also in jedem Fall zwischen MKV und ÖCV, da gibt es sehr starke Verbindungen und ich denke immer, da fordere ich dazu auf, der ÖCV sollte ein bisschen mehr für den MKV tun. Wer aus dem MKV kommt, der Nachwuchs für den ÖCV. Also ich möchte mal sagen, 90 Prozent der MKVer gehen nach der Matura studieren und 90 Prozent von denen, die studieren gehen, gehen zu einer ÖCV-Verbindung und springen dort ein als quasi fertig ausgebildete Couleur-Studenten, die dann auch die Hochschulverbindungen eigentlich tragen und weiterentwickeln. Daher also dem ÖCV würde ziemlich die Luft ausgehen, wenn es keinen MKV mehr gäbe.

Korpo Content Lab: Ja, das ist ziemlich gut gemacht bei euch in Österreich. Also dass auch die Nachwuchsgewinnung durch praktisch fast eine Vorfeldorganisation, was das ja ist, gesichert gestellt wird. Es war doch bei Taz Reiter, wenn ich mich an den Talk erinnere, auch ähnlich. war ja auch erst in der Schülerverbindung und dann auch kurzzeitig ÖZV und dann ist er Core-Student geworden. Also ist das richtig?

Achim: Mhm.

Achim: Ich ÖTV war er nicht, sondern er war bei zwei MKV-Verbindungen und dann hat er sich eben für das Chor, für das berühmte Chor-Symposium entschieden. Ja, und da sind wir sehr streng. Das tut mir persönlich sehr leid, aber in einer Burschenschaft, also wir grenzen uns ab zu den Schlag-, zu den Waffen-Studenten. Es gibt die

Korpo Content Lab: Ja?

Korpo Content Lab: Die waren's nicht.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: katholischen Studentenverbindungen KV, Wingolf, ÖCV, Köln, MKV und dann gibt es eben auch die Damenverbindungen, wir haben ja sehr viele katholische Damenverbindungen und dann gibt es eben noch die Schlagernverbindungen und da wird ein sehr tiefer Graben gezogen und da wird sehr unterschieden. Ich finde das schade. Das müsste nicht so sein, ist auch in Deutschland nicht. In Deutschland geht das auch, dass man sich gegenseitig auf Boden besucht, aber in Österreich ist das ein bisschen zugespitzt.

Korpo Content Lab: Ja, das variiert sehr stark in Deutschland. Du hast da Städte wie Braunschweig, wo du das Gefühl hast, das sind alles Zipfelbrüder und Zipfelschwester untereinander. Also einen sehr starken interkooperativen Geist. In Heidelberg hast du wiederum diese Brandmauern, die genauso tief sind, würde ich sagen, wie bei euch in Österreich. Habe ich selber auch immer beobachtet. Finde ich halt auch schade, so wie du das gesagt hast. Weil ich finde, man muss sich austauschen. Das verbindet uns jetzt für wir Kulärstudententum.

Achim: Ja.

Achim: Aha, okay.

Korpo Content Lab: untereinander und ja, deswegen.

Achim: Wir sind ja von außen nicht unterscheidbar. Wenn ich jetzt hier mit meinem Band sitze und mit meinem Biertönchen und würden Leute vorbeigehen, die würden ja gar nicht erkennen können, ob ich jetzt ein Burschenschafter bin oder ein katholischer Cholerstudent. Und ganz ehrlich, ist ihnen auch egal, weil entweder sie sind dem gegenüber aufgeschlossen oder sie haben etwas gegen das Cholerstudententum, sie haben etwas gegen Männerbünde.

Korpo Content Lab: Definitiv,

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: Und dann sind wir beide auf der Abschussliste. Ob ihr jetzt fechten tut, was wir nicht machen und ablehnen, dafür sind wir wieder katholisch. Das gefällt den Linken ja auch nicht. Der ÖZV und wir Katholischen glauben immer, wir sind irgendwie beliebter, weil wir nicht fechten. Aber wir sind und bleiben ein katholischer Männerbund. Und das gefällt den Linken gar nicht. Die werden nicht unsere Freunde. Auf das können wir verzichten.

Korpo Content Lab: Ja, das sollte man mal wissen, wenn man versucht zu gefallen.

Achim: Das ist eine große Schwäche von uns Konservativen und von uns katholischen Kulärstudenten. Wir wollen immer allen gefallen und sind dann ganz betrübt, wenn wir wieder einmal merken, es geht nicht.

Korpo Content Lab: Ja, absolut. Das ist auch so ein Spagat. Man sollte sich immer selbst treu bleiben. Du hast ja als Journalist, Unternehmer und Pressesprecher gearbeitet. Wie hat dich das auf die Verbindungsthemen deiner Wahl heute vorbereitet?

Achim: Ja.

Achim: Naja, sehr viel. Weil ich eigentlich, also ich bin mit 17 Jahren Landesschulsprecher geworden. Also relativ unbedarft, da habe ich noch an keine Karriere oder ansonsten etwas gedacht. Da war ich eben für die berufsbildenden Schulen, also die HTLs, die Handelsakademien und auch die HPLAs für die Frauen eben Sprecher meines Bundeslandes Steiermark. und auch Mitglied in der Bundeschülervertretung. Ja gut. Und dann bist du natürlich hochinteressant für Parteien. Und die Parteien haben da eine Vorfeldorganisation, das ist die Schülerunion, es jetzt, damals hieß es noch UHS, Union höherer Schüler, eine Organisation, die ja auch vom NKV mitbegründet worden ist. Und die hat mich natürlich gleich einmal eingefangen gehabt, das war damals ganz normal. Und dann klopfte natürlich auch die junge ÖVP an und das hat mir eigentlich gefallen und die haben mich quasi mit ganz tollen Rhetorikseminaren eingekauft sozusagen und haben mir den Finger gewickelt und da war ich dann bald eben in diesem Bereich Kommunikation, Marketing, Medien drinnen. Ich war vorher schon eigentlich Schülerjournalist, aber nicht bei einer Schülerzeitung. Die hatten wir gar nicht, sondern bei einem Schülerradio. Da durfte ich moderieren, durfte ich Sendungen gestalten und wie gesagt, da habe ich noch tatsächlich geschnitten. Wir hatten noch so Magnetbänder, Tonbänder, die man noch tatsächlich schneiden konnte und dann mit einem Klebeband zusammenkleben.

Korpo Content Lab: Also richtig old school.

Achim: Richtig old school, real old school, daher bezeichne mich tatsächlich als gelernten Journalisten. Auch weil ich das später dann auch studiert habe und auch als Printjournalist gearbeitet habe. Also ich bin in diesen großen Bereich Politik, Kommunikation, Medien hineingewachsen. Sehr natürlich hineingewachsen und sehr früh hineingewachsen. Und daher, das ist irgendwie in mir drinnen, auch wenn ich meine Ausbildungen die meisten davon im vorigen Jahrtausend gemacht habe. Ein bisschen etwas ist schon noch da in den Spuren. Und da habe ich eben gelernt, dass du halt immer irgendwie Inhalte analysieren musst, aufbereiten, aussortieren und weitertragen. Und das habe ich dort gelernt.

Korpo Content Lab: Ja, es ist spannend. Manchmal legen sich schon die Weichen in der Kindheit für das, was man später macht, obwohl man das gar nicht so intendiert hat. Bei mir war das auch so. Ich habe in meiner Jugend sehr viele freiwillige Praktika in Werbeagenturen gemacht, weil Düsseldorf ist ja auch so eine Werbeagentur in Hochburg gewesen. Ich weiß jetzt nicht mehr, wie das heute ist, aber so vor 15 Jahren waren da noch sehr, sehr wegweisende Agenturen. Also gut, Grey gibt es, glaube ich, immer noch in Düsseldorf und noch einige im Hafen. Und da durfte ich halt, weil wir

Achim: Ja. Ja.

Achim: Ja.

Korpo Content Lab: Also meine Eltern einen Freund hatten, dem eine Werbeagentur gehört hatte und der halt super vernetzt war, kam ich dann super einfach in einen Werb, also in einen Praktiker ran und ich durfte das schon mit Avid Computern dann schneiden, weil ich auch in der Postproduktion unter anderem war. Und mit den Dingen ist auch Hedderinge zum Beispiel geschnitten worden und das hat auch so mein Interesse für Medien und so weiter mal sehr, sehr stark fähig. Und ich glaube, dass was ich dort gelernt habe oder dort angestoßen hat, bis hin zu diesem Podcast sich fortgetragen.

Achim: Mhm.

Achim: Ja.

Achim: Mhm.

Korpo Content Lab: diesen Drang, was Kreatives, medientechnisches zu machen. Arbeiten wollte ich nicht in der Werbebranche. Das war damals schon, da war die Luft schon raus, als ich das als Jugendlicher gemacht habe. Die coolen 90er, das waren da schon mythenumworbende Jahrzehnte. Da war ich noch ein Kind.

Achim: Hm?

Achim: Ja.

Achim: Also ich kann mich noch erinnern, ich habe noch gelernt als Tool auch in der PR den Redaktionsbesuch. Also man soll vielleicht mit ein paar Produkte oder mit seinem Geschenkskorb in der Redaktion aufkreuzen und vorher schon recherchieren, wer der zuständige Fachredakteur ist und dem dann halt irgendwie so den Geschenkskorb auf den Tisch knallen. Also würde ich das heute tun, ich glaube die würden mich nicht einmal...

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: ernst nehmen. Das ist völlig deplatziert. So verändern sich halt auch die Kulturen in dieser Branche.

Korpo Content Lab: Krass, hat Ärger mit HR bzw. den Leuten, die für die Compliance zuständig sind.

Achim: Ich würde mit allem Ärger bekommen. Ich kann mich erinnern, ich als Jungjournalist war bei einer Pressekonferenz für Christbaum-Bauern. Ich bin tatsächlich mit meinem Christbaum in der Hand von dieser Pressekonferenz heim marschiert. Mit den jungen Bauern bin ich dann nach Venedig gefahren. Also Compliance war da eher noch ein bisschen ein Fremdwort.

Korpo Content Lab: Ja, Sachen verändern sich. Ich bin hauptberuflich auch in der Personaldienstleistungsbranche tätig. Wenn ich mir die Geschichten von den alten Hasen anhöre, wie die damals in die Fachabteilungen ein und ausgegangen sind, Geschenke mitgebracht haben, hier eine Flasche Schnaps oder Rum oder Champagner für 60, 70 Euro, die dann dem Abteilungsleiter auf den Tisch gestellt wurden, und die dann reinweise die Leute früher in die Stellen vermittelt haben.

Achim: Ja.

Achim: Ja.

Achim: Ja, ja.

Achim: Ja. Ja.

Korpo Content Lab: Das ist gar nicht mehr möglich, wenn man am Bergstor schon abgewimmelt wird aus Compliance-Gründen und die das gar nicht dürfen.

Achim: Ja, aber wie gesagt, things change.

Korpo Content Lab: Definitiv. Sag mal, Dinge, die sich nicht ändern. Wenn du heute noch einmal aktiv wärst, was würdest du sofort anders machen und was auf keinen Fall?

Achim: Puh, das ist eine schwierige Frage. Ich würde mehr Nächte durchsaufen. Ich war eigentlich immer die Spaßbremse. Und das tut mir leid. Ich habe mir immer gedacht, das ist wurscht, saufen kann ich morgen auch noch. Ich war dann immer irgendwo Mitternacht schon einmal zu Hause. Und diese wirklich wilden Dinge ...

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: die sind dann immer ohne mir passiert. Und das ist etwas, was mir heute leid tut. Also ein bisschen mehr Wildheit, ein bisschen mehr Eskalieren würde ich meinem früheren Ich gerne gönnen.

Korpo Content Lab: würde beim früheren Ich sagen, nutze die Zeit, dein Körper sagt steller Tschüss zu dieser High Performance, als sie lieb ist. Hört zu da draußen, ab 25 beginnt der langsame Abstieg, aus dem es nicht mehr zurückgeht.

Achim: Haha!

Achim: Ja, das stimmt schon.

Korpo Content Lab: Du sagst ja, Verbindungen müssen lernen, Social Media besser fürs Keilen zu nutzen. Was machen wir bisher falsch? Das interessiert mich auch, weil ich auch Workshops in dem Bereich hier anbiete. Wie ist das mit deiner Perspektive?

Achim: Ja, richtig.

Achim: Ja. Also ich würde mal sagen, beginnen wir dann gleich mit dem Thema Marketing. Ich glaube, wir beim Thema Marketing und Social Media so ziemlich, also beim Thema Social Media nicht, das machen teilweise die Jungen recht gut, aber generell beim Thema Marketing so ziemlich alles falsch machen, was man nur falsch machen kann. In erster Linie, weil wir nichts tun. Also Werbung, es geht nicht nur Werbung, es geht

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: NGO-Marketing. Und das ist für mich ein ganzheitlicher Ansatz, mehr Mitglieder oder mehr Spendengelder zu lukrieren. Und da kann man uns durchaus vergleichen mit einem ADAC in Österreich, ÖAMTC, Gewerkschaftsbund, Alpenverein, WWF, Naturfreunde, Rotteskreuz etc. Die machen auch alle Marketing, die tun auch alle etwas, weil sonst verhungern sie. Nur wir glauben, Immer wenn es Marketing geht, wir sind dabei nicht angesprochen. Und wie passiert das im Prinzip? Also was passiert, wenn eine Aktivitas sagt, okay, wir haben immer weniger Füchse, die Keilerfolge sind immer schlechter, wir setzen einmal auf die Tagesordnung von einem PC, so den Tagesordnungspunkt Werbung. Werbeaktion unsere Verbindung. Die Althernschaft liest das, was machen die? Die schicken ihre drei besten Männer hin, weil die sollen ein bisschen schauen, was die Jungen da machen. Das ist dann der erste, der alte Herr Zeus. Ich habe da jetzt drei Protagonisten im Prinzip kreiert. Alter Herr Zeus. Nein, nein, die gibt es nicht. Nein, Gott bitte, ja, die gibt es nicht. Die Ähnlichkeit ist Zufall, aber die Zufälle werden einige erkennen. Alter Herr Zeus, aktiv in den 90ern.

Korpo Content Lab: Diese man echt nicht gibt und jeder Zufall... Jede Ähnlichkeit ist Zufall.

Achim: Derzeit Top-Anwalt. Marketing-Erfahrung. natürlich. Bierstand vor der Hauptuni. Einziger Werbeerfolg damals. Vollrausch für alten Herrn Zeus. Zweiter Mann, alter Herr Odin, aktiv in den 80ern. Derzeit Spitzenmediziner. Marketing-Erfahrung. Flyern in Bierlokalen. Einziger Werbeerfolg damals in den 80ern. Vollrausch für alter Herr Odin. Und als dritten im Bunde. Natürlich der alte Herr Jupiter, aktiv in den 70ern, schon Verwaltungsbeamter in Ruhe, hat natürlich auch eine breite Marketingerfahrung. Der hatte seinerzeit die Bierparty im Haus. Einziger Werbeerfolg damals für alten Herrn Jupiter, ein kompletter Vollrausch und die Bekanntschaft mit dem Papst. Und diese drei Herren, auf ihren Gebieten absolute Kapazitäten sind oder waren, marschieren dann hin und erklären, was Marketing ist. Und das kann nicht funktionieren. Also wenn der Herr, der alte Herr Zeuss, der Top-Anwalt Zahnweh hat, dann geht er ja auch nicht zum Verwaltungsbeamten, sondern eben zum Zahnarzt. Und wenn er seine Steuererklärung abgeben möchte, dann geht er auch nicht zum Spitzenmedizin alten Herrn Odin, sondern zu einem Steuerberater. Und genau das verlange ich von unseren Verbindungen und vor allem Verbänden, dass sie das auch tun.

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: Kommunikation ist ein Handwerk und da brauche ich Profis und nicht nur Leute, die irgendwas vom Hören sagen, wissen. wie gesagt, Faktum ist, die Mitgliederzahlen im Kohleerstudententum gehen zurück. Also ich kenne keinen Verband, der über steigende Mitgliederzahlen berichten kann. Oder Jan, kennst du da einen Verband? Du bist ja bei einer Burschenschaft. Wie schaut es bei den Burschenschaften in Deutschland aus? Habt ihr steigende Mitgliederzahlen?

Korpo Content Lab: Eher nicht. die Erfahrung, die ich auch beim Kai mache, auch bei uns im Bund ist, also wir haben ja diese Social Media-Kallen ja praktisch so bisschen erfunden bei uns, also mit dieser ganzen Systematik, dahinter steckt. Es ist so, dass der Punkt Burschenschaft oft ein Date-Killer ist. da ist es halt so, du hast Leute in der Awareness-Phase, die auf einen aufmerksam werden, langsam Interesse entwickeln, also nach diesem AIDA-Modell. Und da ist es halt so, dass es häufig ausgebrannt.

Achim: Ja?

Korpo Content Lab: brems wird. Aber das ist jetzt nur in unserem Fall so, sagen wir mal so bei einigen Bürgermeistern, wenn da gewisse politische Grundeinstellungen ist, wenn die Bünde so in die Richtung ungefähr gehen, haben die eigentlich einen stabilen Zulauf? immer quantitativ geringer als das vielleicht z.B. bei einer katholischen Verbindung ist, aber bleibt konstant. Es kommt auch immer darauf an, wie stark die Bünde halt auch ihre Zimmer bewerben. Das ist so ein Punkt. Aber ich glaube, Wirklich steigende Zahlen? Schwierig. Auch jetzt gerade die Generation Z, die muss, glaube ich, gerade durch Social Media erreicht werden. Da müssen wir Verbindungen halt auch eine Umwelt, eine Ambiente bieten, wo die mit Content überhäuft werden, dass die da in diesen Hasenbau reinkommen und am Ende als College-Studenten da rauskommen.

Achim: ...

Achim: Da sind wir jetzt eigentlich schon in medias res. Was ich höre, katholischen Bereich nehmen die Mitgliederzahlen eher ab durch die Bank. Und wir haben jetzt eben auch noch so diese Baby-Boomer-Generation, diese Nachkriegsgeneration, die in den 50ern und 60er Jahren einen irrsinnigen Anstieg der Mitgliedszahlen bewirkt haben. Und die sterben jetzt. Das heißt, wir kennen statistisch

Korpo Content Lab: Mhm.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: einen ziemlich starken Rückgang in den nächsten zehn Jahren erwarten. Auch in Österreich habe ich vor einigen Wochen einen Vortrag von unserem Generalsekretär Wolfgang Schrammel, Volker Macanton, gehört und der hat es auch berichtet, die Zahlen an und für sich im ÖCV sind stabil, circa bei 11.500. Wir waren einmal bei 12.500, aber das ist im Großen und Ganzen ist da kein Einbruch, aber

Korpo Content Lab: Absolut, ja.

Achim: Wir haben das erreicht, indem wir vor allem auch mehr Verbindungen gegründet haben. Das heißt, wir hatten vor einigen Jahren heute 40 Verbindungen und jetzt haben wir genau 50 Verbindungen. Das heißt dadurch, dass relativ viele Fachhochschulen auch in Städten errichtet worden sind, die vorher noch keine Universitätsstädte waren, haben wir jetzt 14 Städte und Orte in Österreich, wo wir CV-Verbindungen hatten.

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: Und nach dem Krieg, ich muss jetzt ein bisschen scrollen, nach dem Krieg hatten wir halt auch viel weniger. Und wir haben also relativ viel gegründet. Und, aha, jetzt finde ich das nicht, Und dadurch konnten wir unsere Zahlen halten. Aber demnächst werden wir wahrscheinlich noch mal eingenicken. Und ich merke das auch bei meiner Verbindung mit Babenberg-Gratz. Die ist 1920 gegründet worden.

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: Und demnächst werden uns eben die verlassen, die in den 50er und 60er Jahren rezipiert worden sind. Und das werden wir merken. Das heißt, wir sind leicht schrumpfend. Und ich glaube, wir müssen einfach Marketing machen, weil so gesehen, es werden ja auch immer mehr Studenten, das heißt der Anteil der Cholerstudenten an den Gesamtstudenten

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: ist ja nicht einmal im Sinken, Wegbrechen. Also wenn man bedenkt vor 100 Jahren war irgendwo jeder zweite oder jeder student, jeder männliche Student kooperiert.

Korpo Content Lab: Ja, aber da musst du dir überlegen, das war in der damals noch ganz andere Studentenzahlen halt, ne?

Achim: Richtig, natürlich. Es war auch andere Kultur und dadurch, dass diese Studentenzahlen so gestiegen sind und wir aber leicht abgenommen haben, versinken wir immer mehr auch in der Bedeutungslosigkeit. Das heißt, Anteil, wir müssen da ja ein bisschen mitwachsen, dadurch, dass viel, mehr Keilpotenzial da ist. Darüber könnte man schon nachdenken. Wir geben uns zufrieden.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: wenn wir so halbwegs unsere Zahlen halten können, was wir auch nicht können. Also ich weiß nur in Wien, geht es den Burschenschaften, was ich höre, man möge mich korrigieren, wie ist das so schön, schreibt es in die Kommentare, wenn ich falsch liege. Aber die Wiener Burschenschaften sind jetzt nicht so überlaufen mit Nachwuchs meines Wissens. Wenn ich falsch liege, bitte Korrektur. Da müssen schon einige fusionieren.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Und sind auch schon einige Verbindungen auch verschwunden. Auch beim MKV. haben mindestens ein Dutzend zestierte Verbindungen, also Verbindungen ohne Aktivitas, in Wien im Penalbereich. Und der MKV merkt natürlich, dass es immer schwieriger wird, hier Schüler anzuwerben. Und teilweise werden auch die Fuchsen in der Penalverbindung immer älter. Das heißt, die gehen ... in die MKV-Verbindungen und sind dann teilweise schon Student. Machen das, in ihrer Heimatstadt, der MKV, in Österreich ist sie wirklich fast in jeder Bezirksstadt vertreten. Da gibt es fast 150 Verbindungen, einige natürlich davon existiert und da legen wir uns über ganz Österreich mit dem MKV, während der CV halt nur in den Universitätsstädten ist, im Großen und Ganzen. Und daher glaube ich,

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: muss es zwei Kommunikationsziele geben, die ich mit dem Marketing erreichen müsste. Das ist erstens einmal die Fuchsenzahl erhöhen, weil ich brauche einfach mehr Rezeptionen, Einsprünge. Wir haben auch zunehmend mehr, die uns verlassen. Wir haben in zunehmend und in Zukunft auch mehr alte Herren, die uns verlassen werden. Also der Trend, früher, wenn du einmal alter Herr warst, hast du nie mehr deine Verbindung verlassen.

Korpo Content Lab: Mhm.

Achim: Die Zeiten sind vorbei. Wir haben immer mehr alte Herren, uns die Mitgliedschaft kündigen. Wir haben Burschen, die austreten, also nicht nur Füchse. Das heißt, dass ich wirklich einen alten Herrn bekomme, muss ich eigentlich fast schon zwei Füchsen aufnehmen, dass ich da wirklich einen Profit habe. Das ist das Erste. Und das Zweite ist einfach, wir müssen uns schon zunehmend auch unser Image kümmern.

Korpo Content Lab: Das ist ein guter Punkt.

Achim: Weil das wird eigentlich immer schlechter. Und wir sind auch immer mehr Schicksalsergeben. Wir finden uns damit ab, dass wir eigentlich am Unicampus die Schmutzkinder sind, wenn wir mit Band und Deckel marschieren. Und da kann es nicht sein. Da laufen Kreaturen herum unfassbar. Aber wenn ein ganz normaler Student irgendwo ein Band aufblitzen lässt, dann wird er fast schon mit irgendwas beworfen. Und das kann es nicht sein. Oder dass du auch in deinem Berufsleben eigentlich verschweigst, dass du bei einer Studentenverbindung bist. Und in einen Lebenslauf würde ich es bei einer Bewerbung nicht reinschreiben.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Ja, das ist auch so eine ziemlich unfaire Sache, weil wenn du überlegst, wir sind alle Ehrenämter, wir stecken unfassbar viel Zeit rein. Wenn man sich das vorstellt, das wäre jetzt ein Fußballverein oder Naturschutzbund oder sonst was, da würden die anderen Leute sagen, boah, was für ein engagierter Mensch, klasse, Vorbildfunktion. Aber sobald da irgendwie der Terminusverbindung mit dabei ist, wird das Ganze runtergeredet, schlecht gemacht, runtergeschwiegen. Das ist auch so Punkt, ich bei mir in meinem Berufsleben oder auch generell gemacht habe.

Achim: Ja.

Achim: Ja, ja, ja, ja.

Achim: Mh-mh.

Korpo Content Lab: Wenn ich auf Leute zugehe und denen nicht erzähle, dass ich in einer Verbindung bin, ist die Chance relativ hoch, dass sie mich nett finden und ein guter Austausch stattfindet. Aber wenn ich denen sage, dass ich in einer Verbindung bin, dann ist das auf einmal wie verhext. Dann gehen sie einem aus dem Weg, reduzieren den Kontakt zu einem. Dabei ist man genau die gleiche Person. Und das ist halt echt traurig. Und noch ein Punkt.

Achim: Ja.

Achim: Yeah!

Achim: Obwohl wir zu 100 % privat finanziert sind. Wir kriegen keine Förderungen. Unsere Buden finanzieren wir alle aus privat verdientem und versteuertem Geld.

Korpo Content Lab: Ja, definitiv.

Korpo Content Lab: Ja, das ist es ja auch. Tja, ist halt auch so, du hattest ja noch einen anderen Punkt gebracht, gerade das Marketing, das Image, was wir nach außen strahlen, also diesen Ruf, wir haben. Das Problem ist halt auch, worauf die Verbindungen auch achten müssten meines Erachtens, wenn sie halt ihre Social Media-Kallgeschichten durchführen, ist, dass der Content ganz genau gesteuert wird. Also das

Achim: Ja.

Korpo Content Lab: vor allem die Barrieren, in den Köpfen unserer Targetpersonen sind. Ich mach das in dem Workshop immer so, da gibt es die prädestinierte Buxte Hendrik, der Altherrensohn, der damit aufgewachsen ist. Aber gibt auch den unwissenden Thomas, der 90 Prozent der Studentenschaft ausmacht, der das gar nicht kennt. Der ist vorbereitet unbewusst durch viele Vorteile, die es Verbindungen gegenüber gibt. Sehr hohe Hürden, zum Beispiel Alkoholkonsum. Wenn dann Bünde rausgehen und anfangen Zwar ziemlich geile Videos, wo als Corpo bei mir das Herz aufblüht, wenn ich das sehe, produzieren, führt das eher umgekehrt dazu, dass die Leute, die das vielleicht interessant finden können und auch nicht wissen, dass das genau das Richtige für die ist, abgeschreckt werden, weil sie erst mal in ihrer unwissenden, vorurteilshaften Situation, die sie halt haben, genau das bestätigt bekommen, was wir nach außen geben. Und so kriegen wir auch keine Leute gewonnen.

Achim: Ja.

Korpo Content Lab: Also ich finde, da sollten Verbindungen vielleicht zwei Accounts machen. Einmal diesen offiziellen Verbindungs-Account, der so ist, dass man diese Verbindung findet, wenn man sie eingibt. Und das andere ist halt so ein privater Account, wo man vielleicht dann halt einen lustigeren Content zum Beispiel macht. Sagen wir mal, nehmen wir mal jetzt fiktiv meine Verbindung, Bürschenschaft Gotthea Düsseldorf, dass wir dann halt Bürschenschaft Gotthea Düsseldorf Erst-Account sind, Zweit-Account ist Düsseldorfer Goten. Also das, was dann keiner weiß, der nicht in dieser Bubble halt ist.

Achim: Mhm.

Korpo Content Lab: Wo der Content halt auch, es privat ist, diesen Kai-Gästen halt auch nicht in den Feed gespielt wird. Und da können wir glaube ich schon mal ziemlich viel machen. Was sind denn zum Beispiel dich denn noch Punkte, die so einen guten Social-Media-Auftritt darstellen? Also sagen wir mal, weniger saufen, aber halt trotzdem Spaß. Was sagst du da?

Achim: Mh.

Achim: Naja, glaube, den ganzen sollte man ein bisschen mal vorschieben. Da sind wir schon in der Umsetzungsphase. Ich muss einmal das Marketing-Ziel oder auch das Social-Media-Ziel genau formulieren. Das heißt, und das ist Facharbeit, das kann ich jetzt auch nicht so aus dem Ärmel schütteln. Ich muss vielleicht auch Daten erheben. Vielleicht mache ich eine Umfrage, aber jetzt nicht unter Jugendlichen oder unter jungen Männern zwischen 18 und 25.

Korpo Content Lab: Mh.

Achim: sondern genau in meiner Zielgruppe. Vielleicht auch nur unter Mitgliedern, dass ich herausfinde, was ist eigentlich denen wichtig, wie denken jene, die schon dabei sind. Ich analysiere also meinen Istbestand, die schon da sind, dann daraus etwas zu kreieren, Ähnliches noch dazuzugewinnen. Und dann muss ich, glaube ich, auch verschiedene

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Kommunikationsexperten einladen, professionell darüber einfach einmal ein Briefing zu schreiben, beziehungsweise Kommunikationsziele zu formulieren. Und dann kommen sie zu dir und sagen, lieber Jan, du, das ist jetzt unser Ziel, weil das wird vielleicht von Verband zu Verband, von Verbindung zu Verbindung noch ein bisschen adaptiert, weil die Katholischen

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: CV-Verbindungen haben vielleicht andere Ziele als der Verband der Chor-Studenten oder die Burschenschaften, was auch immer. Und dann sollten die zu dir kommen und sagen, okay, das sind unsere Marketing-Ziele und das machst du mir jetzt als Experte mit deinem Social-Media-Knowhow. Wobei ich hier nicht dir jetzt unterstelle, dass du nicht der Experte bist, auch diese Fragen zu stellen und das Briefing zu geben. Also das meine ich damit überhaupt nicht. Das ist nicht despektierlich gemeint.

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: Aber ich glaube, dass es grundsätzlich sinnvoll ist, wenn das zwei machen. Genauso, wenn du was baust, hast du auch eine Bauaufsicht. Und es ist meistens nicht so gut, wenn der Baumeister sich selbst überprüft und dann gleich die Bauaufsicht macht, weil er sagt, das ist billiger. Das verstehe ich. Das heißt, es wäre schon gut, wenn vielleicht auf Verbandsebene einmal grundsätzliche Kommunikationsziele erarbeitet werden.

Korpo Content Lab: Alles gut.

Achim: Und die Verbindungen oder auch die Ortsverbände, ich glaube, dass man sehr viel auch machen könnte, wenn man sich auch in Ortschaften zusammentut. wie gesagt, war jetzt voriges Wochenende in Tübingen, da sind 15, 20 Verbindungen. Naja, Tübingen und Regierungsbezirk Tübingen, da werden die meisten Studenten kommen. Dann mache ich halt hier einen Werbetopf und Werbe für Tübingen, so wie wir das in Graz tun könnten, ich herkomme, oder wie wir das in Wien tun können. Weil da gibt es schon eine spezifische Medienlandschaft, spezifische Uni, da hauen die was ein und die werden dann schon wieder was rauskriegen. Ich möchte nur auf eines noch zurückkommen, weil da habe ich mir ausgerechnet und irgendwie backe ich das nicht und ich frage dich, ob ich da irgendwo einen Rechenfehler gemacht habe. Weil wir sind noch nicht auf das Thema gekommen, was unweigerlich sofort kommt, irgendwie Budget. Wir haben ja kein Geld, wer zahlt das?

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Und ich jetzt gerechnet, viele Verbindungsstudenten es eigentlich Und meine Recherche war jetzt einmal so auf Wikipedia. Wikipedia sagt, es gibt 1.600 Studentenverbindungen mit über 190.000 Mitgliedern. Nach den Studentenverbindungen mit diesem deutschsprachigen Ursprung, da sind auch die in Baltikum eingerechnet, etc.

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: Und von denen sind ca. 1000 in Deutschland beheimatet. Der EKV, der Alpensche Kartellverband, wo die Katholen dabei sind, wir Katholen, reden von ca. 100.000 Mitgliedern. Also ich gehe mal davon aus, dass in Deutschland eigentlich 100.000 alte Herren ansässig sind. Eher schon konservativ gerechnet. Und wenn ich jetzt ...

Korpo Content Lab: Wir haben ähnliche Zahlen. Durch Corpo-Memes haben wir da einen sehr breiten Einblick, vor allem in Phasen, wo wir viel Traffic haben. Wie jetzt gerade zum Beispiel. Wir sind auf 2,3 Millionen Impressions auf 90 Tage gekommen. Wir versuchen ja natürlich auch auszurechnen, was ist der TAM, also der Total Addressable Market, der da im Hintergrund steht. Wir schätzen so, dass der harte ...

Achim: Ja? Ja? Wow, wow, was ist das?

Achim: Ja.

Korpo Content Lab: der auch digital aktiv ist, knapp 15.000 Menschen ungefähr umfasst, der rum ist. Das trifft sich auch sehr stark mit den Zahlen, wenn man sich zum Beispiel Trami zu anguckt von der Gruppengröße her. Wir sind bei 75.000 Euro dann sozusagen immer weiter im Kreis der Leute und wir glauben, dass im Dachbereich die 250.000 Personen leben, die diesem ganzen Komplex Verbindungsstudenten zugeordnet werden.

Achim: Ja. Ja. Ja. Mhm. Mhm.

Achim: Wow, das sind noch viel bessere Zahlen. Ich bleibe jetzt bei meinen 100.000, weil es geht um die alten Herren, die wirklich zahlen. Und ich nehme jetzt einen durchschnittlichen Jahresbeitrag von sagen wir 300 Euro an. Ich weiß, sind einige drüber, einige gerade im Penalbereich drunter. Wir nehmen einfach 300. Das heißt 100.000 mal 300 sind 30 Millionen Euro. Das heißt durch die Hände unserer

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Verbindungskassiere gehen jedes Jahr 30 Millionen Euro. Das sind in einem Jahrzehnt 300 Millionen Euro. Und wenn ich jetzt errechne und sage allein in diesem Jahrtausend, in den letzten 25 Jahren, ist das also ungefähr eine halbe Milliarde Euro, die wir eingenommen haben. Wo ist das Geld? Wo ist das Geld?

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Mhm. Ich würde mal sagen, sind einmal Verbandszahlungen, drin sind, aber halt natürlich auch laufende Kosten der eigenen Häuser, die viel fressen.

Achim: Das weiß ich schon, das ist mir schon klar, aber die Frage ist für mich eher die, das habe ich halbe Milliarde Euro Gesamtumsatz, Turnaround. Wo ist da das Marketingbudget? Richtig, richtig, es ist kein Geld da. das ist es, jedes Jahr habe ich 30 Millionen die da hereinfließen, das ist völlig klar. Ich muss Miete zahlen, muss Häuser renovieren.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Kein Geld für da.

Achim: Ich muss da aktiv das Saufen ermöglichen, alles wichtige Ziele, kein Thema, kostet alles Geld. Auch die Firma Öttinger muss leben und soll leben. ich muss einfach hergehend sagen, jede Firma hat, was auch immer, 3 % Marketing Budget. Und wenn ich sage, % Marketing Budget, dann komme ich halt auf

Korpo Content Lab: Ich meine, du hast es ja auch bereut, dass du es nicht so stark genutzt hast.

Achim: auf wirklich eine schöne Summe Geld ist. Und wenn ich sage, ich muss ja nicht jedes Jahr eine Werbekampagne fahren, aber im Prinzip müsste sich, also wenn theoretisch alle Verbände zusammenlegen würden, könnte ich mir alle zwei Jahre eine Werbekampagne, wenn ich nur 3 % Marketingbudget habe, 3 Millionen Euro leisten. 300 Millionen, 3 % sind 9 Millionen und dann in 10 Jahren und dann heruntergerechnet alle drei Jahre. Daumen mal Piers ist nur eine Milchmädchenrechnung. Aber im Großen und Garten.

Korpo Content Lab: Aber dann können wir uns ja Matthias Schweighöfer als Schauspieler für die Werbekampagne leisten.

Achim: Naja, oder den Kartellbruder Gottschalk, Thomas Gottschalk. Warum nicht? Gut, vielleicht eher die Älteren ansprechen und nicht die Jüngeren, aber ja, da kann ich mir was leisten. Und ich muss ja nicht jedes Jahr etwas machen. Ich mache jedes zweite, jedes dritte Jahr eine Kampagne. Aber es kann mir keiner sagen, dass kein Geld da ist. Warum machen die Ortsverbände nicht einen Topf? Und da sind wir halt auch dabei ein bisschen, warum heute Nachmittag er... ein bisschen recherchiert und mein Wissen aktualisiert, also was da alles an Verbänden herumschwirrt. Allein bei den Burschenschaften. Deutsche Burschenschaft, neue deutsche Burschenschaft, allgemeine deutsche Burschenschaft, deutsche Burschenschaft in Österreich. Ja, da kennt sich ja keiner aus. Aber alles okay. Und wir beim Katholischen sind natürlich auch aufgesplittet. Aber... Es gibt auch größere, der ÖCV in Österreich, der CV in Deutschland, das sind ja doch die größten Verbände. Und da müssen wir doch schaffen, dass wir uns irgendwie absprechen und irgendwie einen Werbepod machen, wofür das Couleur Studententum geworben wird. Und es gibt halt Verbindungen, die haben wirklich kein Geld, geschenkt. Und es gibt andere Verbindungen, die haben mächtig viel Geld.

Korpo Content Lab: Kette C4 ist der größte auf jeden Fall.

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: Ich verstehe nicht, eine Verbindung, wie gesagt ich war in Tübingen, habe ich Häuser gesehen, also da reden wir von 5 bis 10 Millionen Euro Wert, ich mutmaße mehr, also einige wirklich große werden da noch drüber liegen. Und die können nicht an 30er ausrücken für eine Werbekampagne. Das kann es nicht sein, ich kann die nicht zwingen, überhaupt kein Thema, ich muss sie überzeugen, ganz klar.

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: Aber warum werfen die nicht ein bisschen Geld in den Topf, dass man endlich einmal im deutschen Sprachraum, weil wir haben ja da alle irgendwo auch die gleichen Medien, eine Werbekampagne, eine Imagekampagne für das Cholerstudententum machen können. Das ist eigentlich mein Anliegen. Und das Geld ist da, weil wie gesagt, ich habe selber heute mit dem Taschenrechner nachgerechnet, ob ich mich um eine Kommastelle vertan habe. Jedes Jahr nimmt das Skolärstudententum 30-40 Millionen Euro ein. Das sind in zehn Jahren 300 Millionen Euro. Das ist eine unvorstellbar hohe Summe. Und da muss es doch möglich sein, ein paar Hunderttausend Euro eine Imagekampagne zu

Korpo Content Lab: Hm, ja das ist's.

Korpo Content Lab: denke ich ist machbar. Aber die Sache ist ja, man kann ja schon einen kleinen Anfang, indem man halt diese Social Media Geschichten ja selber aufstellt und sein Bestes vor allem gibt. Aber ich gebe dir da auch recht, weil der Verband hätte ja nochmal andere Geldmaßnahmen, also beziehungsweise Töpfe zur Verfügung, zum Beispiel in der Abi-Phase in den Großstädten schon mal zu keilen. Also dass man dann da, gerade in der Abi-Woche mit dem Targeting auf Schüler, obwohl das ist wieder schwierig, weil wenn die unter 18 sind, da sind ja auch Gespräche mit Gesetzen, dass Social Media wahrscheinlich dann ab 17, 18 sein sollte. Aber dass man genau diese Leute erreicht, dass die schon mal sensibilisiert werden, dass die schon mal in der Awareness-Phase reinkommen, dass es diese Verbindungen gibt. Ich meine, ist ja an den renommierten Uni-Gymnasien noch mal eine andere Geschichte, weil da viele Leute von denen in den Großstädten in Verbindungen strömen. Aber dann schon weniger renommiert, nimmt das schon ab. Also ich glaube, meinem Jahrgang Abitur, ich weiß, dass drei das Band aufgenommen haben oder vier ungefähr. Also relativ wenig von über 130 Leuten.

Achim: Also Social Media ist das, sag ich jetzt einmal, einfachste, weil du finanziell einfach die kleinste Brücke hast. Weil eine PR-Geschichte, beispielsweise bei den Frankfurter, bei der FAZ oder bei der Zeit, das ist schon ein bisschen eine teurere Sache. Die kannst du dir als

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Aber das lesen ja gerade die jungen Leute nicht. Das ist ja auch wieder so ein Punkt.

Achim: Als Imagegeschichte war das nur ein Schnellschuss, da wirst du wahrscheinlich recht haben. Wie gesagt, man muss da schon nachdenken, wie man das macht. Aber eine Social-Media-Geschichte kann sich erstens jede einzelne Verbindung leisten. Zumindest 80 % der Verbindungen. Und ich bin immer auch der Meinung, warum macht man das nicht als Ortsverband? Warum machen das nicht beispielsweise

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: die 6 Graz-HCV-Verbindungen. Natürlich wäre es toll, naja gut, die wollen ja nicht anstreifen mit den Burschenschaften, aber die nehmen halt dann ein paar KV-Verbindungen mit, ein paar MKV-Verbindungen und machen eine Social-Media-Kampagne für nenn du mir eine Zahl, mit der man dabei ist. Wo beginnt es bei dir? Wenn ich sage, mach, ja, kommt drauf an, das sagt jeder Verkäufer, das weiß ich, das ist eine durchschnittliche Kampagne.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Kommt drauf! Nee, nee, kann ich ja gerne sagen. Es kommt drauf an, ob das eine Paid-Ad-Kampagne ist oder ob das ein organisches ist. Bei den organischen hast du die Kosten für die Ausrüstung. Dass du vielleicht eine bessere Kamera kaufst, brauchst du im meisten Fällen gar nicht, weil die heutigen iPhone-Generationen ja schon ziemlich fit sind. Im Grunde sehr wenig Geld. Das kostet Lebenszeit. Das kostet das Gehör in Kalorien, kreative Ideen zu kommen. Das ist eine andere Sache. Aber sag mal, meine Paid-Ad-Kampagne, wo du wirklich in gewissen Phasen jeden Tag deine Raketen steigen lässt, die du dann für sechs, sieben Tage bewerben lässt, auch von der Stadt bezogen jetzt, dann bist du bei ungefähr 300, 400, 500 Euro. Also wir zahlen also als Conversion, beziehungsweise als Koste Conversion oder also denjenigen Gesamtkosten bist du aktiv geworden, die 220 Euro. Schnitt ungefähr.

Achim: Das ist ja kein Geld. Wenn ich denke, was das Budenleben kostet und was wir Strom zahlen, wir Betriebskosten zahlen, manche zahlen Miete. Das sind ja laufend Kosten. Das bringt jede Verbindung unter. Man muss dazurechnen, du wirst einen Workshop machen, der ist ja auch nicht gratis und auch zu Recht Marketing.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Hm.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: muss nicht gratis sein. Marketing soll vom Fachmann kommen und Experten kosten Geld. Wenn ich was anderes mache, ich ja auch zum Experten gehen. Wie gesagt, ich rede mir den Mundfusselig, wir müssen einfach die Gesetze des Marketings und der Kommunikation nicht mehr ignorieren. Wir ignorieren sie.

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: Es gibt immer so drei Steigerungsstufen der Ablehnung. Das geht nicht. Das zweite ist dann, das ist noch nie gegangen. Und das dritte ist dann, wenn der alte Herr irgendwie aufsteht. Das ist mein Konfuchs, den meine ich jetzt natürlich nicht, sondern sagen wir mal der alte Herr Jupiter und sagt dann, lieber junger Bundesbruder, wie war noch schnell dein Cholername? Das hatten wir schon vor 20 Jahren versucht und wir sind daran auch gescheitert. Und dann kannst du als Aktiver nichts mehr sagen. Und da muss man einfach sagen, holen wir uns den Jan Wolters, der soll ein Seminar für Social Media machen, weil da profitiert die Aktivitas auch davon für ihr Privatleben. Jeder möchte gut bei Social Media sein, jeder will Social Media verstehen. Aber wir verstehen es nicht in der Regel, weil sich das eben so schnell verändert und du brauchst da mal eine Ausbildung über Social Media. Und wie gesagt, ich meine Medienausbildung gemacht habe, da haben wir noch, also wie ich angefangen habe als Pressesprecher die Jahrtausendwende zu arbeiten, haben wir die Presser-Sendungen zwar schon per Mail ausgeschickt, aber gleichzeitig noch per Fax.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: weil wir nicht sicher waren, ob die Journalisten überhaupt alle täglich ihre E-Mails lesen. Das heißt, ich war noch ein Pressesprecher, der die Aussendungen auch noch per Telefax ausgeschickt hat. Also aus der Zeit komme ich. du musst einfach... Danke, ich weiß, ich bin extrem gut aussehend, aber ich bin trotzdem Jahrgang 74. Und also mein nächster Rundergeburtstag ist der 60er.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: So alt siehst du gar nicht aus.

Achim: Und jetzt rechnet er. Ja, stimmt. Ich bin 51. Aber wie gesagt, man muss einfach das lernen und man muss es machen. Genauso wie zu meiner Zeit, da war es ja noch sehr aufwendig, Homepages zu erstellen. Die hat man noch programmieren müssen. Das war extrem teuer. Aber wir hatten eine, weil wir gesagt haben, wir sind

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: modern, wir wollen eine Homepage haben und das hat damals noch richtig viel Geld gekostet. Oder man hat einen gehabt, wirklich das programmieren konnte. Heute mit irgendwelchen Tools ist das alles keine Hexerei und zack und du hast eine. Das war damals noch Handarbeit, wurde jede Website noch eigens programmiert. Das waren nicht so ein paar Sachen zusammen. Und das müssen wir einfach machen. Frontpage, ja, was auch immer.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Mit Frontpage damals.

Achim: Jedenfalls, das war wirklich aufwendig. Dazu müssen wir jetzt wieder übergehen. Liebe Verbindungen, mein Aufruf beginnt endlich, Marketing zu machen. Und auch die Verbände, liebe Verbände, richtet ein Marketingbudget ein. Es muss Marketing gemacht werden. Und das muss professionell gemacht werden. Und das müssen Experten machen. Und es muss auch das Briefing bereits von Experten. erstellt werden. Das geschieht in der Bauwirtschaft auch so, dass du die Experten holst, eine Ausschreibung zu formulieren. Das muss selbstverständlich auch beim Marketing so gemacht werden. Und dann einmal wirklich eine Imagekampagne fahren von den Spitzenverbänden und die Verbindungen vor Ort. Die können Social Media machen, weil das ist eigentlich auch lustig, was das Lokal heißt.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Aber warum nicht Ortsverbände zusammenschließen und gemeinsam ein Social-Media-Projekt machen? Weil da kannst du dir vielleicht dann auch wirklich einen Schauspieler leisten. Also Schauspieler sind ja nicht alle so super berühmt und so schwer Schwerverdiener. Die sind teilweise sehr arm und brauchen jedes Geld. Ja, da machen wir was. Machen wir eine tolle Geschichte mit Schauspielern, was auch immer. Also im Social Media mit lustigen Filmen, da kannst du so viel machen und da kannst du so viel bewirken und es ist für mich unbegreifbar, warum man da nicht mehr macht und warum man das einfach ignoriert.

Korpo Content Lab: Ja vor allem, da könnte dann John Sheena den Wrestler engagieren und Johnny Sins und dann könnte man richtig tolle Videos machen.

Achim: Naja, aber es gibt da...

Korpo Content Lab: Johnny Sins ist dann der alte Herr, der alle Prüfe übrigens kann. Johnny Sins wäre dann der alte Herr, der dann alle Jobs kann.

Achim: Der Boss? Was?

Achim: Beispielsweise, aber es gibt auch Wrestler in Deutschland, wenn du mit Wrestler was machen willst. Oder es gibt auch so ältere Herren. Ich glaube, dass ein Thomas Gottschalk da und dort mitmachen würde. Und ich glaube, dass du auch junge, coole Schauspieler oder Influencer oder was weiß ich was, bringst für kleines Geld, mitzumachen. Warum nicht? Oder man... geht auf Influencer zu oder was auch immer. Also wie gesagt, wir zwar kennen jetzt nicht, hier sitzen die perfekte Lösung. Finden. Weil, ist Facharbeit, da muss ich analysieren, da muss ich Experten befragen, da muss ich das mehr machen. Aber machen muss ich es.

Korpo Content Lab: Definitiv. Ja, das ist ein neues Thema für viele Verbindungen. Ich glaube, wir sind auch noch nicht am Ende der Diskussion damit. Ich glaube, da wird auch noch viel passieren. Also wir sind jetzt auch gerade in einer Phase, wo ich das Gefühl habe, wir bewegen uns langsam auf ein goldenes Zeitalter in der Social Media Welt vor. Also wir rücken da immer näher vor, weil immer mehr Verbindungen es machen und auch mehr und mehr die Benefits davon sehen.

Achim: Ja.

Achim: Ja.

Korpo Content Lab: Also, es werden ja vor allem die Verbindungen dann im Oktober sehen, wenn sie jetzt Erfahrungen anfangen zu sammeln, wenn sie dann ihren Social Media Traffic halt hochfahren, dass sie dann halt auch in den Feats der Leute landen, die potenziell Keilgäste sein können und so halt das Interesse der Verbindung gegenüber aufgebaut wird. Lass uns jetzt mal noch auf den zweiten Block kommen, so ein bisschen mit dem Blick auf die Zeit. Du möchtest ja noch über die Vermögensverwaltung von Verbindungen sprechen bzw. von sinnvollen Investitionen. Wenn Geld da ist, dass dieses Geld erhalten bleibt und vielleicht auch eine Art passives Einkommen für Verbindungen aufgebaut wird. Wenn ja gerade die Baby-Boomer-Generationen jetzt langsam ja leider von uns gehen und dadurch die Altherrenschaften geringer werden. Wir viele Verbindungen ja auch Zeiten hatten, wo die Decke an nachwachsenden alten Herren dünn gewesen ist, was sich dann über Jahrzehnte als Auswirkung ja zeigen kann.

Achim: Vielen Dank.

Korpo Content Lab: Du hast ja auch eine steile These aufgestellt in unserem Vorgespräch und zwar du meintest Verbindungen sollten gezielt Immobilien kaufen. Warum ist das aus deiner Sicht überlebenswichtig?

Achim: Na schau, grundsätzlich einmal glaube ich, dass Verbindungen, wie wir es vorher besprochen haben, über die Zeit viel Geld einnehmen. Und ich habe es in meiner Verbindung gesehen, immer wenn, ich will jetzt keine Geheimnisse ausplaudern, aber immer wenn der Kontostand 6-stellig wird, dann ist es für die gesamte Verbindung ein enormer Kreativitätsschub. Weil dann finden alle Verbindungsmitglieder

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: enorm tolle Projekte und die kosten alle Geld. Und man hat dann auch wirklich gute Projekte umgesetzt, aber das Geld ist weg und dann sparen wir wieder an. Wir sehen umgekehrt auch wieder einige Einwerfen, natürlich auch keine Sparkasse und keine Vermögensverwaltung, das stimmt schon, aber wir müssen schauen, wie gesagt, das Leben in Summe wird nicht billiger. Es kommen immer neue Sachen hinzu, die wir zusätzlich noch zahlen müssen.

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: Es waren seinerzeit die Homepages. Ich kann mich erinnern, die ersten Computer standen auf den Buden. Die gab es in den 70er Jahren auch nicht. Irgendwann kamen sie. Jetzt investieren wir in Social Media. Wir werden vielleicht in fünf Jahren fixe Social Media Budges haben. Whatever. Das Leben wird nicht billiger. Und unsere Buden auch nicht.

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: Bis wir alle Buden und Luxusvillen der Verbindungen klimafit gemacht haben, das wird noch dauern und enormes kosten. Was mache ich mit dem Geld? Ich kann es aufs Bankkonto legen, ich kann es in Wertpapiere veranlagen oder ich kann Immobilien kaufen. Das sind so ziemlich die drei Möglichkeiten. Bankkonto, da frisst dir die Inflation alles weg. Wertpapiere, relativ hohes Risiko.

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: Aber nur wenige kennen sich wirklich aus. Und ich möchte der alte Herr nicht sein, der vor den AHC treten muss und sagt, liebe Bundesbrüder, es tut mir leid, ich habe leider bisschen Geld bei der SIGNA angelegt. Ja, ich weiß, der Herr Penker ist im Moment nicht so geschäftsfähig. Es ist leider ein Drittel unseres Vermögens weg. Also das stelle ich mir ziemlich heftig vor. Und es gibt ganz normale Börsencrashes. Es mag schon sein, dass sich das dann wieder erholt, aber

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: Die Zeit musst du einmal durchhalten. Dann gibt es die ganzen ETFs und Kryptowährungen. Naja, das ist natürlich hoch riskant. Das heißt, für eine Verbindung, die immer auch bisschen behäbig ist, wo du nicht immer als Vorsitzenden, als Vereinsfunktionäre nur eine Reihe von Munderwutzes hast, ist mir das einfach zu riskant. Und da denke ich... Immobilien, wenig Risiko, aber sehr sicher und sehr langfristig. Und was meine ich mit Immobilien? Mit Immobilien meine ich nicht eine Ferienimmobilie oder eine Gewerbeimmobilie oder irgendwelche Konstruktionen mit Fonds und Bauherrenmodellen. Da hast du mehr Träge, richtig, aber auch mehr Risiko, sondern einfach eine Wohnimmobilie. Das heißt, ich finde, Verbindungen sollten erstens einmal in ihre eigene

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Bude investieren und wenn sie die schon haben oder aus irgendeinem Grund was in Österreich oft der Fall ist, die haben uralt Mietverträge, das heißt die zahlen extrem wenig Miete, da ist ein Kauf wirklich teurer, auch langfristig als diese geschenkte Mitte. Aber dann empfehle ich heute in gebrauchte Wohnungen zu investieren. Warum? Gebrauchte Wohnungen am Ort der Verbindung.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: in der Nähe der Bude oder der Universität. Ich habe eine solide Rendite von drei, vier Prozent. Also die Rendite sollte sich im Prinzip immer am aktuellen Bankzinssatz orientieren. Also das ist so die Untergrenze. Und ich kann jungen Bundesbrüdern einen Wohnraum zur Verfügung stellen. Der, der sein Master fertig hat, der anfängt zu arbeiten.

Korpo Content Lab: Mmh.

Achim: kann sich dann dort einmieten. Das ist eine langfristige Investition und ich habe daraus Erträge. So eine Wohnung in Wien, die wirft schon mal 7.000 12.000 Euro Miete ab pro Jahr. Und das ist dann eben das sogenannte passive Einkommen. Und da kann eigentlich, wenn ich das nur ein bisschen sinnvoll mache, man sollte halt auch dort wieder Experten befragen, vor allem Leute, die sich vor Ort auskennen. Immobilien ist immer ein lokales Geschäft. Ich bin zwar auch Immobilien-Experte in Wien, aber ich kann dir nicht die Immobilien-Szene in Düsseldorf erklären. Keine Chance. Selbst bei Innsbruck würden Sie die Details nicht mehr kennen. Da kann eigentlich relativ wenig passieren. Da kann man auch ohne großes Risiko einen kleinen Kredit aufnehmen. 30-40 % Eigenkapital sollte die Verbindung haben, sonst wird es bisschen riskant.

Korpo Content Lab: Mmh.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Und dann kauft man eine kleine Wohnimmobilie. Und in zehn Jahren kauft man die zweite Wohnimmobilie. Und irgendwann hat man halt fünf Wohnungen. Und die Wohnungen finanzieren einem dann die Betriebskosten für die Bude oder für das Haus. Weil, wie gesagt, ich habe da am letztes Wochenende supertolle Villen gesehen in Tübingen.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: beim Stiftungsfest der Karuskia. Wir waren da ein bisschen bummeln und waren dort bei der Königsgesellschaft Räugl, ein atemberaubendes Haus. Durch sanieren möchte ich das nicht müssen. Weil da sind keine Einnahmen an diesem Haus. Ich meine, sind zwar ein Studentenzimmer, aber die werden nicht ein neues Dach finanzieren oder neue Fenster. Und da muss man sich dann schon fragen, Wie ist das finanzierbar? Und aus meiner Sicht glaube ich und möchte ich dazu aufrufen und bitten die Altherrnschaften das zu überlegen, einfach Geld langfristig in Immobilien anzulegen. Wie gesagt, Ferienimmobilien gerne auch, aber dann dürfen sie sich keine Renditen erwarten.

Korpo Content Lab: Aber was machst du denn, wenn jetzt der alte Herr Zeus aufsteht und sagt, das haben wir Jahrzehnte ohne Investmentstrategie geschafft?

Achim: Naja, der alte Herr Zeuss, Top-Anwalt, das ist halt das Problem, dass dort Leute aufstehen, die wie gesagt in ihren Bereichen gut sind. Der Anwalt, Anwälte kennen es in der Regel, bei Immobilien tut es gut aus, aber vielleicht ist spezialisiert auf Sozialrecht und Scheidungen und hat keine Erfahrung mit Immobilien. Der alte Herr Odi, ein Spitzenmediziner, die eigene Immo-Erfahrung, ich nicht, vielleicht hohe Verluste mit riskanten Ferienimmobilien oder Bauernmodellen. Der alte Herr Jupiter, ein super toller Verwaltungsjurist, hat das ganze Leben in einer Mietwohnung gewohnt. Warum? Weil es einfach billiger war, weil er super Miete gehabt hat aus dem Jahre irgendwo her. Wir müssen davon ausgehen, da rede ich jetzt von Österreich, dass die alten Herren in Zukunft in der Pension weniger Geld zur Verfügung haben werden. Die meisten ÖCVer, die pensionierten oder ein sehr hoher Anteil sind Beamte. Die haben in den letzten Jahren noch mal so richtig einkommensmäßig noch so einen Boost gehabt und dann sind die mit 80 Prozent in Pension gegangen. Die Zeiten sind vorbei. Also auch der 85-jährige alte Herr

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Auch wenn er Nichtsektionschef oder Spitzenbeamter war oder Richter, hat er den Mitgliedsbeitrag einfach leisten können, weil seine Pension so hoch war. Das wird sich in Zukunft ändern. Wir werden auch in Zukunft Spitzenverdiener haben, aber wir werden auch Bundesbrüder haben, die halt mit einem Pätschel ausgegangen sind und halt so über die Runden kommen und irgendwann einmal zwei, drei Kinder haben, eine Frau haben, ein Reilhaus abzahlen müssen und dann keine. Budenumlage von 2000 Euro extra zahlen können. Das wird finanziell einfach nicht mehr möglich sein. Das heißt, die Verbindungen haben jetzt noch die Chance für die Zukunft vorzusorgen, wo die alten Herren einfach weniger Geld haben werden.

Korpo Content Lab: Ja, vor allem die Lebensunterhaltskosten sind ja auch sehr hoch. Also ich meine, wir werden ja inflationspätig natürlich mit der Zeit steigendere Gehälter haben in absoluten Zahlen, aber in Relationen, wie du ja gesagt hast, wird es halt geringer sein. Auch vor allem die Immobilien sind ja auch an sich sehr teuer geworden, dass du auch als Einzelperson ja halt auch eine sehr hohe Finanzbindung ja auch daran hast oder beziehungsweise Investitionsbindung halt dran hast. Und das ist halt nicht für die Verbindungen dann zur Verfügung. Ist bei mir auch so. Ich habe ja auch ein Haus, was ich abzahlen muss und

Achim: Ja.

Achim: Ja.

Korpo Content Lab: Da könnte ich mir jeden Monat auch ein schönes Backbook von kaufen stattdessen, wenn ich unter der Brücke würden würde. Für umsonst.

Achim: Ja, und Klar, Und vor allem, musst denken, manche alte Herren sind eben weit weg von der Verbindung. Und irgendwann einmal sagt halt die restliche Familie, lieber Papa, du warst jetzt 20 Jahre nicht auf deiner Verbindung und wir zahlen Jahr für Jahr 400 Euro für irgendeinen Rein, der dich nicht einmal erkennen würde, wenn du da drauf kreuzt, weil andere Leute dort sind. Und wir brauchen das Geld.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Das ganze Pensionssystem ist in gewisser Maße nicht mehr umgebaut begriffen. Die Beamten haben höhere Einstiegsgehälter, aber zum Schluss flacht sich das ab. Das heißt, die werden im Alter nicht wesentlich mehr verdienen als in der Jugend. Schon, ist schon klar, aber nicht in diesen Ausmaßen wie früher. Und die Beamten, mit 80 Prozent ihres Letzbezugs im Pensiongang sind, die gibt es nicht mehr. Die sind herunten, das weiß ich jetzt nicht genau, bei dem was andere auch bekommen, 60%, 70%, ich weiß es nicht genau. Aber du hast in Zukunft einfach ärmere Pensionisten. Und die müssen den Kürtel logischerweise enger schneiden. Und dann werden sie sparen bei einer Verbindung, von der sie nichts mehr haben, weil sie 100, 300 Kilometer weit entfernt wohnen. Und wir haben mehr alte Herren, die austreten,

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: als noch vor 20 Jahren. Auch alte Herren, wo man sich wundern würde, dass die das machen. Und wie gesagt, es wird auch diese Budenumlagen, da gibt es immer Stories, da haben die alten Herren halt 3000 Euro gezahlt und dann haben wir uns das Haus kaufen können. Es wird in Zukunft keiner, also einzelne Jahr, weil Spitzenverdiener wird es immer gehen. Aber dass du sagst, 90 % der alten Herren zahlen 3000 Euro Budenumlage, weil wir was reparieren müssen oder weil wir was kaufen wollen, das glaube ich wird es nicht spielen. Und da müssen wir Vorkehrungen treffen. Abgesehen davon sehe ich, dass in Österreich das mit den Zimmern und mit den reinen Zimmervermietungen nicht so gut funktioniert. Ich höre in Deutschland funktioniert es besser, aber ich

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: kenne jetzt aktuell keine Verbindung, die über ihre Zimmerkeilerfolge hat. Also uns bei der Bamberg Graz gelingt das nicht. Wir haben über der Bude zwei Tagen mit Studentenzimmern. Uns gelingt es nicht dort zu keilen.

Korpo Content Lab: Ja, das ist ganz unterschiedlich. Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass der Netto-Fuchsen-Gewinn abgenommen hat. Es ist halt immer eine Quote gewesen von Leuten, die wieder vom Haus ziehen, die sich hier haben es aktiv machen lassen, aber merken, ist nicht, was die wollen. Und irgendwann merken sie dann nur, das Zimmer lohnt sich der Preis nicht, den ich hier auch noch darüber hinaus zahle.

Achim: Ja!

Korpo Content Lab: Das ist ganz individuell. Es gibt viele Verbindungen in Deutschland, einige, die kennengelernt habe, die genau das gemacht haben, was du ja auch empfohlen hast. Die haben Immobilien gekauft, unter anderem Studentenwohnheime zum Beispiel. Und das sorgt dafür, dass die wirklich einen gesunden Geldzufluss haben. Dass gewisse Situationen erst mal nicht so ins Gewicht fallen, was abnehmende altären Zahlen betrifft. Wir haben einen Punkt, den haben wir gar nicht besprochen.

Achim: Mhm.

Korpo Content Lab: Das sind viele Verbindungen. Da ich auch das Gefühl, die Akademikakvote, also diejenigen, die den Abschluss auch machen, gar nicht so hoch ist bei vielen Bündnissen. Es gibt natürlich Bünde, die sind akademisch richtig toll drauf. Also die meine ich jetzt gar nicht. Aber ich habe auch viele beobachtet, das Gefühl hat, das schafft keiner von denen eigentlich am Ende den Abschluss oder die kommen dann irgendwie mit einem, also ohne das für Leute, jetzt nur mit einem Westlandsbuch reden, gehen das runterzureden. Aber nach vielen, vielen Semestern

Achim: Ja ja, ja.

Korpo Content Lab: mit irgendeinem Bachelor am Ende durch. Und da frage ich mich halt auch so, wie soll die Finanzierung laufen in dem Fall? Also wie soll das funktionieren? Aber meine konkrete Frage jetzt an dich, wenn man jetzt im Bund ist und man will jetzt genau so eine Studentenwohnheim Immobilie sich zulegen aus Überlebensgründen. Was sind die ersten drei Schritte, die Sie gehen müssen? Und was sind die größten Fallstricke?

Achim: Also die ersten drei Schritte, die Sie gehen müssen, Sie müssen schauen, Sie einen oder mehrere Experten finden, die Ihnen die Immobilien-Szene so ein bisschen erklärt, wie sie am Ort, vor Ort stattfindet. Das Zweite ist, ich muss einmal natürlich Eigenkapital haben. Am besten wäre es natürlich mehr als 50 Prozent, weil dann ist es

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Als ich eben so die Erfahrung gemacht habe, du weniger als 50 % Einkapital hast oder weniger als 30%, also die Rechnung ist immer anders, die ist immer individuell, dann musst du halt schauen, du nicht, oder ob du von der Miete dann den offenen Kredit abdecken kannst. Weil es gibt auch Modelle, wo du dann noch rein zahlst. Das ist okay, aber du musst das vorher wissen. Das heißt, du nimmst dein Kredit auf, du hast ein bisschen Einkapital und der Mieter zahlt dir dann eine Miete, aber mit diesen Mieteinnahmen kannst du nicht oft die laufende Kreditrate decken. Weil einfach dein Eigenkapital so niedrig war. Oder halt die Rendite so niedrig ist. Whatever. Das heißt, du musst dir das einfach mal durchrechnen. Aber langfristig glaube ich, muss man natürlich sagen, ich würde sagen, gebrauchte Wohnung am Ort der Verbindung und nicht irgendwo anders.

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Am besten in der Nähe der Bude oder der Universität, leicht vermiedbar. Gute Lage, es heißt immer Lage, Lage, Lage, aber Achtung. Gute Lage ist schon toll, weil sie sehr stabil ist, sehr wertstabil, aber oftmals haben die besten Lagen die niedrigsten Renditen. Also in Wien hast du im ersten Bezirk die schlechterste Rendite und eher in schlechteren Bezirken eine bessere Rendite.

Korpo Content Lab: Hm?

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Und ich will als Studentenverbindung ein bisschen Rendite erwirtschaften und es wäre ein Nutzen, wenn ich sage, Wohnung, die auch leistbar für junge alte Herren ist, die vielleicht ihre Stadtwohnung dann nehmen können. Das heißt, nicht in eine Luxuswohnung investieren, nicht in ein Penthouse investieren, sondern in eine Gebrauchtwohnung. Auch nicht komplett alles durchrenovieren. Ich WC, Bad, ja, irgendwo muss hygienisch sein. Aber manche, das merken ja immer wieder, die kaufen sich eine Gebrauchtwohnung und stecken dann noch einmal eine irrsinnige Lawine hinein und kriegen das Geld dann über die Miete aber nicht zurück. Da ist es vielleicht gescheiter, wenn ich die Miete und Quadratmeter ein, zwei Euro senke. Und ich habe dann natürlich weniger Einnahmen, aber ich muss nicht dann noch 40.000 Euro Sanierung finanzieren. Also einfach eine Wohnung kaufen.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: und vermieten, so wie sie ist und so wie sie steht. kleinen kosmetischen Maßnahmen. Also einmal ausmalen und so. Oder ich muss schauen, ob die Elektrik passt. Also da gibt es schon ein paar Basics. Aber das soll ja dann der Fachmann sagen. Und wie gesagt, bei einer Wohnimmobilie, du hast immer zwei Rentiten, wie ich es nenne. Du hast die Cash-Rentite, das was dir die Miete hereinspielt. Und du hast aber eigentlich eine stille Rentite.

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Nämlich der Quadratmeterpreis, der eben im besten Fall steigt. Und der über die lange Zeit immer steigt. Und der auch jetzt mit dieser Zinskrise nicht so komplett abgesunken ist. Es hat andere Probleme gegeben. Na sicher auch.

Korpo Content Lab: Mh.

Korpo Content Lab: Der ja eher gestiegen in vielen deutschen Städten. Wir haben ja auch diese sogenannte Mietpreisbremse, die durchgesetzt worden ist und alles.

Achim: Das sind wieder andere Themen. Der Quadratmeter wird nicht weniger wert. Der steigt auch mit, während deine Kreditrate gleich bleibt. Auch die Mieten steigen. Es muss im Prinzip nur am Anfang, die ersten fünf Jahre ausgehen. Dann hast du in der Regel schon höhere Miteinnahmen durch die Indexierung. Aber dein Kredit wird nicht indexiert. Der bleibt ja gleich.

Korpo Content Lab: Hm?

Achim: Ich würde einen Fixkredit empfehlen, weil das einfach beim Verein leichter zu kommunizieren ist. Fixkredit, der soll sich ausgehen und dann habe ich einfach keinen Kopfweh. Und habe eben eine, was war sie, 70 Quadratmeter Wohnung und die kann ich an einen jungen alten Herrn vermieten. Ist ziemlich risikolos. Risikoreicher sind Gewerbeimmobilien. Das werden wahrscheinlich auch die Verbindungen wissen, die im eigenen Haus noch ein Gasthaus haben. war früher gern gesehen. Die Gastro ist irrsinnig riskant als Mieter, das ich abraten. Das ist einfach schwierig, das kann gut gehen, ist aber schwierig. Und sage, Ferienimmobilien, ja gern, aber da geht es einen Spaß. Es gibt glaube ich gerade eine Verbindung, die hat auf jeden Fall ein Haus, ein Packer-Stause. Aber die werden das nicht gekauft haben, weil sie dort Geld verdienen wollen, sondern weil die Aktiven dort halt ein bisschen herumhüpfen können. Also warum nicht ein Ortsverband, ein Verband, eine Verbindung, warum nicht ein Haus am Meer kaufen, warum nicht ein Bootshaus am Gardasee oder am Bodensee oder an der Adria? Kein Thema. Aber da steht dann nicht die Rendite im Vordergrund. Und die ganz simple

Korpo Content Lab: Mhm.

Achim: Wohnimmobilie auch nicht neu kaufen, sondern gebraucht mit einer ausreichenden Eigenkapitalunterlegung, da kann eigentlich auf 50 Jahre gerechnet nichts schiefgehen.

Korpo Content Lab: Das hört sich doch gut an. Dann, Achim, lass uns mal langsam zum Schluss kommen. Wenn du an die Zukunft der Verbindungen denkst, was ist dein realistisches Bild und was ist dein Wunschbild?

Achim: Ja. Ja bitte. Ja.

Achim: Das ist schwierig. Mein realistisches Bild ist grundsätzlich, dass ich glaube, wir jetzt wieder, also ich sehe die Gesellschaft immer so wie ein Pendel hin und her schwingen. Einmal ist es ein bisschen weiter links, einmal ist es ein bisschen weiter rechts. Und ich glaube, dass es jetzt wieder nicht mehr noch weiter nach links ausschlägt, wobei das natürlich

Korpo Content Lab: Wir haben einen Umkehrpunkt, glaube ich.

Achim: Ich glaube, sind am Unkehrpunkt. Das heißt natürlich nicht, dass einzelne Auswüchse noch stattfinden, aber ich glaube, dass wir wieder in die andere Richtung segeln. Und da sehe ich durchaus eine Chance wieder, oder eine wachsende Chance für Studentenverbindungen. Das Konservative wird wieder moderner. Wir müssten es nur mit ein bisschen mehr Selbstbewusstsein vor uns hertragen.

Korpo Content Lab: Und ich glaube, ist die Gen Z auch eine gute Generation. Dem wurde ja immer lange nachgesagt wegen Fridays for Future und so ein Kram, dass die eher links seien. Aber die sind eigentlich, die haben da gar keinen Bock drauf. Also die sind extrem bürgerlich drauf. Und das gibt mir auch eine große Hoffnung für die Zukunft. Ich muss sagen, ich bin der Generation sehr positiv gegenüber aufgeschlossen, weil ich eher positive Erfahrungen mit denen gemacht habe als negative Erfahrungen.

Achim: Ja. Nein.

Achim: Ja, ja! Ja.

Achim: Ich glaube, ich bin zutiefst vom Konzept einer Studentenverbindung überzeugt. Ich bin zutiefst überzeugt, dass es absolut sexy ist, ein Leben lang Mitglied in einem Männerbund zu sein. Oder einem Frauenbund. Wie gesagt, die gemischten Verbindungen schmecken mir nicht so, denen gebe ich keine Zukunft. Aber mein Ideal ist der Männerbund. Wenn die Frauen Frauenbühne machen wollen, gerne, überhaupt kein Thema. Und wo du wirklich eben mit Jungen, auch als Älterer, Jungen an der Bars sitzen kannst. Du bist mit denen per du, sie sind mit dir per du. Du hast deine Basis, du weißt, worüber du reden musst. Und du hast so eine gewisse Grundstimmung, die übereinstimmt. Ich finde das herrlich und ich glaube nur, wie gesagt, die Verbindungen müssen halt immer auch Und ich weiß, viele sagen, wir sind kein Serviceclub, wir sind kein Serviceclub. Ja, wir müssen aber ein Serviceclub sein. Die Frage ist, welchen Service bieten wir? Nur, du musst immer etwas bieten. Niemand macht etwas, ohne dass er dafür etwas bekommt. Das ist einfach eine menschliche Grundregel. Und ich habe in den Verbindungen immer auch eine Art Serviceclub gesehen und für mich ist...

Korpo Content Lab: Hm.

Achim: Der englische Gentleman's Club ist doch auch ein Vorbild. Ich weiß, das lehnen viele ab, das respektiere ich auch. Ich muss aber sagen, wenn ich irgendwo so eine Chesterfield Couch sehe und man kann auf der Bude noch rauchen, man setzt sich einfach hin, raucht. Ich rauche in der Regel nicht, aber ab und zu eine Zigarre gefällt mir. Es ist auch fast ein Akt des Widerstands, wenn ich mir Zigarre anfeuere. Du trinkst und versinkst dann so, dass du in der Öffentlichkeit stehst. Es ist ein safe space, privater Raum. Trotzdem kommen und gehen Leute wie in einer Bar. Ich finde das herrlich. Ich bin total begeistert von solchen. Ich glaube, die haben Zukunft und daher, und das geht jetzt schon wieder über, wenn wir wirklich auch unsere PS auf den Boden bringen, wenn wir wirklich auch einmal nachdenken, wo eigentlich unsere Stärken sind, wie viel Geld und Power und auch Manpower und Intelligenz wir besitzen. Ich bin sicher, dass allein zum Beispiel die Verbindung einer Immobilienvermögen von wahrscheinlich einer halben Milliarde Euro besitzen. Vielleicht bin ich da noch weit drunter, ich weiß es nicht. Da ist einfach so viel Kraft drinnen, da könnte so viel Kraft drinnen sein, wenn man nur ein bisschen über den Tellerrand hinaus schaut, ein bisschen als Verband strategisch etwas tut. Wenn ich mir diesen Seitenhieb erlauben darf, sich nicht in noch eine Burschenschaft aufsplittet. und ein bisschen schaut, dass man wieder zusammenrückt. Und irgendeinen Oberverband vielleicht gründet, wo man miteinander im Gespräch ist. Muss ja keiner wissen, muss ja nicht einmal einen rechtlichen Rahmen haben, wenn man das nicht will. Trifft man sich halt einfach in einem Restaurant zufällig und es spricht dann halt der Burschenschafter mit dem katholischen Couleur Studenten, worüber auch immer. Dann könnten wir da eine irrsinnige Kraft

Achim: entfalten und ich glaube, das grundsätzlich diese Idee Studentenverbindung auch mit diesem dreistufigen Initiation-Sorbitus, den du bei den Freimaurern genauso hast und bei sehr vielen anderen Verbänden, Verbindungen und was auch immer, das ist absolut zukunftsfähig. Also ich könnte da jetzt noch eine Stunde darüber schwärmen.

Korpo Content Lab: Sehr gut. Dann kommen wir jetzt mal zum Schluss. Was wäre dein Aufruf an alle Altherenschaften in einem Satz?

Achim: Seid euch eurer Kraft bewusst, lebt eure Kraft und entfaltet diese Kraft, indem ihr endlich einmal beginnt sinnvolles Marketing zu machen, dass ihr mehr Mitglieder kriegt, weil ein alter Herr im Schnitt 20.000 Euro für jede Verbindung bringt, wenn ich mir seinen Mitgliedsbeitrag hochrechne auf seine Lebenszeit. Da kann man auch etwas in das Anwerben dieser Person investieren. ja, kauft Immobilien, legt das Vermögen nachhaltig an, weil in Zukunft gibt es immer wieder Zeiten, wo es eben enger ist, aus welchem Grund auch immer. Aber billiger wird das Leben auch für Studentenverbindungen nicht. Und dafür können wir jetzt noch vorsagen.

Korpo Content Lab: Das war doch ein...

Korpo Content Lab: das war noch ein gutes Schlusswort. Achim, vielen Dank für deine Zeit. Schön, dass du dich bereit erklärt hast, diesen Talk heute mit mir zu führen.

Achim: Hm? Ja ne.

Achim: Haben wir nicht noch Pils oder Rusch?

Korpo Content Lab: Der ist grad nicht dabei.

Achim: okay, kein Thema. Na gut, dann danke für die Einladung. Es wäre mir eine sehr große Ehre und sehr großes Vergnügen und ich würde mir wünschen und es wäre sehr schön für mich, wenn dieses Gespräch eine Anregung für viele Verbindungen sein könnte.

Korpo Content Lab: Das wird es sicher in der Tat. Und ihr da draußen, geht mal wieder bummeln auf anderen Häusern, das ist auch schön und guckt, dass die Gräben nicht zu tief sind. Bis dann, macht's gut, ciao!

Achim: Okay, Tschüss, Servus aus Wien.

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